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Die Stiftung Warentest weist auf ein Urteil des Oberlandesgerichts Celle hin, nach dem ein Versicherungsvertreter Nachteile beim Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung verschweigen darf (Az.: 8 U 189/07).

Im konkreten Fall hatte ein Familienvater gegen einen Vertreter geklagt, weil dieser ihn bei der Vermittlung einer privaten Krankenversicherung nicht darauf hingewiesen hatte, dass die Versicherungsbeiträge für seine Familie deutlich höher werden als bei der gesetzlichen Krankenkasse. Die Frau des Klägers war zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gesetzlich versichert, weil sie arbeitslos war. Als sie aus familiären Gründen (Schwangerschaft) aus der gesetzlichen Versicherung ausschied, fielen nicht nur für die beiden Kinder, sondern auch für die Ehefrau Beiträge in der privaten Krankenversicherung an. Deshalb wollte der Mann von dem Vertreter Schadensersatz.

Die Richter folgten der Argumentation nicht, sondern waren der Ansicht, dass sich der Kunde diese Informationen selbst beschaffen müsse. Wenn er dazu nicht in der Lage ist, müsse er einen unabhängigen Finanz- und Versicherungsberater beauftragen.

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Von Melanie (Insgesamt 1903 News)
Kommentar für “Versicherungsvertreter ist kein Berater
  1. Patrick

    Leider entspricht das Bild, dass dieser Richter von den Deutschen hat, nur selten der Realität. Die glauben immer noch, dass ein gebundener Versicherungsvertreter einem wechselfähigen Kunden (Für den ein Wechsel im Moment auch sinnvoll ist) zu einem Verbleib in der GKV rät, weil in der Zukunft mal irgendwas passieren könnte, das sich negativ auf den Beitrag auswirken könnte – und auf seine mehreren Tausend EUR provision verzichtet.

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