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Wenn die Pläne der alten und neuen Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) wahr werden, dann dürfen Ärzte fortan für die Behandlung von Privatpatienten nicht mehr höhere Gebühren abrechnen als für Kassenpatienten.

Nicht nur der Verband der privaten Krankenkassen, sondern auch die Experten der Bundesärztekammer warnen eindringlich vor einem solchen Schritt. Viele Arztpraxen, so heißt es, seien auf Einnahmen aus der Behandlung von Privatpatienten dringend angewiesen. Würden diese Honorare fortan sinken, müßten zahlreiche Praxen schließen.

Die Folge, so betont die Bundesärztekammer, sei eine weniger flächendeckende und zudem schlechtere medizinische Versorgung für alle Patienten – egal, ob sie gesetzlich oder privat versichert sind.

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