Geringverdiener können fast nichts sparen » Versicherungen Finanzen

Versicherungen News > News > Altersvorsorge > Geringverdiener können fast nichts sparen

Die Sparquote in Deutschland bleibt unverändert hoch und liegt weiterhin oberhalb von zehn Prozent. Das bedeutet: Im Durchschnitt legt jeder Deutsche ein Zehntel seines verfügbaren Einkommens auf die hohe Kante.

Die ausgeprägte Sparneigung gilt als einer der Gründe für die schwache Inlandsnachfrage in Deutschland und für fehlende Impulse im Bereich des privaten Konsums. Zugleich scheint die zweistellige Sparquote aber eine gute Nachricht zu sein im Hinblick auf die dringend notwendige private Altersvorsorge: Wer rechtzeitig Geld anspart, kann die Rentenlücke im Alter leichter schließen.

Ein genauerer Blick in die Spar-Statistik offenbart allerdings ein großes strukturelles Problem. Die Sparquote ermittelt nur das durchschnittliche Sparvolumen der Deutschen, und zwischen den gesellschaftlichen Schichten ergibt sich ein großes Ungleichgewicht.

Eine ausreichende Sparleistung erbringen nämlich nur diejenigen, die ohnehin relativ gut verdienen. Bei den Beziehern kleinerer Einkommen hingegen bleibt oftmals gar nicht genug Geld übrig, um etwas für später beiseite zu legen. Diese Einschätzungen werden durch Umfragen regelmäßig bestätigt. Erst ab einem monatlichen Nettoeinkommen von etwa 1.000 Euro beginnen die meisten Deutschen, wenigstens kleine Summen anzusparen. Die Millionen Menschen mit geringeren Einkünften setzen weiterhin – notgedrungen – allein auf die staatliche Versorgung.

Bleiben Sie immer aktuell mit unserer kostenlosen Handy-App!

Geringverdiener können fast nichts sparen
Bitte Bewerten

Das könnte Sie auch interessieren.

Ähnliche News:

Geschlossene Fonds als Altersvorsorge Die geschlossenen Fonds haben im letzten Jahre alle ihre Steuervorteile verloren. Ein Großteil der klassischen Kunden, die ihr Geld kurz vor Ende des Jahres in diese Fonds einzahlten, um dem Fiskus ein Schnippchen zu schlagen, sind gegangen. Jetzt werben die geschlossenen Fonds in ihren Expos√©s mit neuen Sprüchen wie: "Ideal für die Altersvorsorge" oder auch "Baustein für den Vermögensaufbau". Es geht dabei darum, neue Kunden zu erreichen, denn das bisherige Verkaufsargument "Steuern sparen" gilt nicht mehr. Doch warum eignen sich geschlossene Fonds auch als Altersvorsorge? Zum einen, weil di...
Besteuerung von Versicherungen mit Neuregelung Die Erträge aus nachstehenden Versicherungen unterliegen der Besteuerung nach ¬ß 20 Abs. 1 Nr. 6 EStG : Rentenversicherungen mit Kapitalwahlrecht, soweit nicht die Rentenzahlung gewählt wird, außerdem Kapitalversicherungen mit Sparanteil sowie Unfallversicherungen mit garantierter Beitragsrückzahlung. Betroffen von der Neuregelung sind Versicherungen, die nach dem 31.12.2004 abgeschlossen worden sind. Wird die Versicherungsleistung nach Vollendung des 60. Lebensjahrs und nach Ablauf von zwölf Jahren seit dem Vertragsschluss ausgezahlt, ist nach nur die Hälfte des Unterschiedsbetrags anzusetzen...
Altersvorsorge vor ‚“Hartz IV“ schützen Viele Menschen machen sich Sorgen um ihren Arbeitsplatz. Die zahlreichen Diskussionen um Hartz IV und die Folgen haben die Unsicherheit weiter vergrößert. Dass bei Empfängern des so genannten Arbeitslosengeldes (ALG) II vorhandenes Vermögen erst einmal teilweise aufgebraucht werden muss, bevor staatliche Leistungen gezahlt werden, hat sich herumgesprochen. Oftmals wurde der falsche Eindruck erweckt, in jedem Fall müsse auch die Altersvorsorge aufgelöst werden. Das stimmt jedoch nicht – zumindest dann, wenn man die richtige Sparform wählt. Ein ausreichend hohes Guthaben bei der Bank mag manch...
Junge Erwachsene sorgen sich um Altersvorsorge Eine aktuelle Umfrage, die im Auftrag der Hamburger Sparkasse durchgeführt wurde, ergabe, dass auch junge Menschen zwischen 18 und 29 Jahren die gleichen Ängste in Bezug auf ihren Lebensstandard haben wie ältere Mitbürger. Mehr als 30% der Befragten glauben, dass ihre bisherige Vorsorge nicht ausreichen wird und sie im Rentenalter noch dazuverdienen müssen (78%). Für einen höheren Lebensstandard im Alter oder eine Aufbesserung der Haushaltskasse arbeiten zu gehen, ist der Großteil der Befragten bereit, dagegen können sich 51% vorstellen, mit dem auszukommen, was sie im Alter bekommen. Wie di...
Jeder dritte Deutsche verzichtet auf Beratung bei Altersvorsorge Laut einer im Auftrag mehrerer Versicherer vom Institut für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) durchgeführten Studie, scheuen viele Deutsche eine Beratung, wenn es um Finanzthemen, insbesondere die Altersvorsorge geht. Demnach hat in den letzten 5 Jahren fast jeder Dritte darauf verzichtet, eine professionelle Finanz- und Vorsorgeberatung in Anspruch zu nehmen. Vor allem in Sachen Altersvorsorge scheinen die Deutschen keinen Bedarf an Beratung zu sehen. Über die Hälfte der Befragten hat in den letzten Jahren kein einziges Beratungsgespräch darüber geführt, wie sie ihre gesetzliche R...
Von Stephan (Insgesamt 332 News)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Menschlich? Dann bitte rechnen. ;) *