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Die Prognosen des Rentenexperte Meinhard Miegel zur Zukunft des staatlichen Rentensystems klingen wenig optimistisch. Die sinkenden Beitragseinnahmen würden auf lange Sicht Einschnitte bei den Altersbezügen unumgänglich machen. Das bedeute für heutige Arbeitnehmer, dass sie am Ende deutlich mehr in die Rentenversicherung einzahlen als sie später wieder herausbekommen. Miegel spricht deshalb von einer ‚"faktischen Enteignung" der heute 30- bis 40jährigen.

In spätestens 25 Jahren, so sagt der Wissenschaftler voraus, werde sich die Rente bezüglich ihres Niveaus kaum noch von der Grundsicherung (Sozialhilfe) unterscheiden. Dadurch würden langjährige Beitragszahler benachteiligt – schließlich bekämen sie nicht mehr Geld als jemand, der nie gearbeitet und immer nur von staatlicher Unterstützung gelebt hat.

Ändern könne die Politik daran wenig, meint Meinhard Miegel. Zumindest mehr Ehrlichkeit fordert er aber von den Parteien. Man solle den Menschen endlich offen sagen, dass die staatliche Rente nicht mehr sein werde als eine Grundsicherung. Alles, was darüber hinaus gehe, müsse über private Vorsorge geregelt werden.

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