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Möglicherweise wird es im Rahmen des neuen globalen Klimaschutz-Abkommens eine Versicherung gegen Schäden aufgrund des Klimawandels geben. Dies soll dem vorläufigen Verhandlungstext zufolge zumindest diskutiert werden, berichtet Greenpeace aus den UN-Vorverhandlungen in Bonn.

Die Munich Climate Insurance Initiative (MCII) hat einen entsprechenden Vorschlag für Versicherungslösungen gemacht, die für Entwicklungsländer gelten sollen, die am stärksten von den immer häufiger zu beobachtenden extremen Wetterereignissen betroffen sind. Nach Angaben von MCII beliefen sich die daraus resultierenden Schäden in den letzten zehn Jahren auf durchschnittlich 100 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Versicherungen könnten ihren Teil zum Risikomanagement beitragen, indem sie verschiedene folgenreiche Wetterphänomene wie Dürren, tropische Wirbelstürme oder Überschwemmungen abdecken.

Christoph Bals, stellvertretender MCII-Vorsitzender erklärte jedoch, dass bei dem Klimaschutz-Abkommen auch die konkrete Finanzierung und organisatorische und institutionelle vereinbart werden müsse, denn ein solches Risikomanagement würde ihm zufolge pro Jahr ungefähr 10 Milliarden US-Dollar kosten.

Im Dezember soll das neue Klimaschutz-Abkommen in Kopenhagen beschlossen werden. Es soll 2013 das bis 2012 gültige Kyoto-Protokoll ablösen, das die Verringerung klimaschädlicher Treibhausgase zum Ziel hatte.

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