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Anfang August begann das Bonner Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) mit der Versendung der neuen Steuernummern für alle Bundesbürger, doch offenbar gibt es hierbei Probleme, da bundesweit hunderttausende Briefe ihr Ziel nicht erreichen. Medienberichten zufolge konnten alleine in Halle (Sachsen-Anhalt), eine der Städte, deren Bürger als erste ihre neue Steuernummern erhalten, 600 Briefe nicht zugestellt werden, weil die Empfänger innerhalb der letzten 13 Monate umgezogen sind. Insgesamt rechnet man dort inzwischen mit 1000 Rückläufen. Nun muss das Einwohnermeldeamt die neuen Adressen ermitteln und diese dem Bonner Bundeszentralamt für Steuern melden, von wo aus dann neue Briefe mit den korrigierten Adressen verschickt werden.

Seit 2007 müssen alle 5300 kommunale Meldeämter die wichtigsten Daten ihrer Bürger (u.a. Name, Adresse, Geschlecht, Geburtstag) nach Bonn übermitteln, die dort zentral gespeichert werden. Die neue Steuernummer soll lebenslang gültig sein und nach einer Übergangszeit die bisherige Steuernummer ersetzen. Mit der neuen Nummer soll die „elektronische Lohnsteuerkarte“, die 2011 eingeführt werden soll, erleichtert werden. Die Briefe, die im Rahmen der Vergabe der neuen Steuernummern verschickt werden, wiegen insgesamt weit mehr als 1000 Tonnen und sind damit die größte Versandaktion in der Geschichte der Bundesrepublik.

Datenschützer üben weiterhin Kritik an der elfstelligen Steuer-ID, die unbeeinflusst von Umzügen oder Arbeitswechseln bleibt und den Bundesbürgern schon bei der Geburt zugeordnet wird.