Arzneimitteleinnahme gefährdet Unfallversicherungsschutz » Versicherungen Finanzen

Versicherungen News > News > Unfallversicherung > Arzneimitteleinnahme gefährdet Unfallversicherungsschutz

Nach der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände beeinflussen fast 20% aller auf dem Markt erhältlichen Medikamente das Reaktionsvermögen, was vor allem im Straßenverkehr böse Folgen haben kann. So geht die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) davon aus, dass insgesamt jeder vierte Unfall direkt oder indirekt durch eingenommene Arzneimittel verursacht wird.

Vor allem bei Selbstmedikation wird kaum an die Gefahr der Überdosierung oder der möglichen Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten gedacht. Auch ist vielen Menschen nicht bewusst, dass auch zahlreiche rezeptfreie Präparate, die z.B. gegen Erkältung oder Grippe wirken, Alkohol enthalten. Wer ohne ärztliche Anweisung Medikamente einnimmt und aufgrund dieser Medikamente einen Unfall verursacht, der muss damit rechnen, dass der gesetzliche Versicherungsschutz aus der Unfallversicherung erlischt.

Das Reaktionsvermögen und damit auch die Fahrtüchtigkeit wird z.B. von Antidepressiva, Diabetes-Medikamenten, Schlaf- und Beruhigungsmittel sowie Schmerzmittel beeinträchtigt. Auch Allergiemittel, Augentropfen, Hustenblocker oder Rheumamittel können für den Straßenverkehr gefährliche Nebenwirkungen wie z.B. Benommenheit, eine erhöhte Risikobereitschaft oder ein vermindertes Sehvermögen nach sich ziehen.

Bleiben Sie immer aktuell mit unserer kostenlosen Handy-App!

Arzneimitteleinnahme gefährdet Unfallversicherungsschutz
Bitte Bewerten

Das könnte Sie auch interessieren.

Ähnliche News:

Unfallversicherung darf nach Schadensfall kündigen Anders als bei der Krankenversicherung darf ein Versicherungsunternehmen eine Unfallversicherung kündigen, wenn es zu einem Schadensfall gekommen ist und zwar ohne jede Bedingungen, die hierfür erfüllt werden müssten, so das Landgericht Dortmund in einem Urteil aus dem letzten Jahr (Az.: 2 O 425/06). Im konkreten Fall hatte der Kläger seit 1950 eine Unfallversicherung, die auch für seine Ehefrau galt. Nachdem der Versicherte im Jahr 2006 zwei Unfälle hatte und die Versicherung die Kosten übernommen hatte, kündigte sie den Vertrag. Das Ehepaar klagte gegen diese Kündigung und argumentierte, da...
Unfallversicherung für formell Selbständige Viele Unternehmen beschäftigen externe Dienstleister, die selbstständig tätig sind, um Arbeiten im eigenen Unternehmen auszuführen, anstatt dafür einen Mitarbeiter fest einzustellen. Wenn man sich die Umstände dieser Beschäftigung genauer anschaut, stellt man häufig fest, dass der Selbständige zu gleichen Bedingungen in der Firma arbeitet, wie es ein Angestellter macht oder machen würde. Diese Tatsache kann durchaus Auswirkungen haben, die man auf den ersten Blick nicht berücksichtigt. Das Bundessozialgericht (BSG) musste vor kurzem einen Fall verhandeln, in dem ein Selbstständiger bei seine...
Vergewaltigung oder Überfall auf Arbeitsweg kein Arbeitsunfall Grundsätzlich wird eine Vergewaltigung oder ein Überfall auf dem Arbeitsweg nicht als Arbeitsunfall anerkannt. Das geht aus zwei Urteilen des Bundessozialgerichts (BSG) in Kassel hervor. In dem einen Fall ging eine Schulangestellte in Revision, deren Ex-Freund die Frau auf ihrem Heimweg von der Arbeit vor ihrem Haus vergewaltigt hatte. Diese hatte das BSG mit der Begründung zurückgewiesen, dass der Täter das Verbrechen vor allem aus persönlichen Gründen begangen hatte (Az.: B 2 U10/12 R). Der Anwalt der Frau argumentierte, dass es sich hierbei um einen Arbeitsunfall handeln müsse, weil der Tä...
BSG stärkt Unfallversicherungsschutz von Organspendern In einem am Dienstag getroffenen Grundsatzurteil hat das Bundessozialgericht in Kassel den Unfallversicherungsschutz von Organspendern gestärkt. Das Gericht entschied, dass Organspender, bei denen die Organentnahme zu weiterführenden Gesundheitsschäden führt, einen Anspruch auf Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung haben (Az.: B 2 U 16/11 R). Im konkreten Fall ging es um einen Organspender aus Sachsen-Anhalt, der 2002 seinem kranken Bruder eine Niere gespendet hatte. Bei der Organentnahme wurden einige Nerven verletzt, was zur Folge hatte, dass die linke Bauchwand des Organspenders t...
Unfallversicherung muss auch bei Fahrfehlern zahlen Das Sozialgericht Karlsruhe entschied Anfang Mai diesen Jahres in einem Urteil, dass die gesetzliche Unfallversicherung auch bei Unfällen haftet, die einem Arbeitnehmer wegen eines Fahrfehlers zustoßen. Der Versicherungsschutz gilt auch dann, wenn der Versicherte bei dem Unfall besonders schwere Verletzungen davongetragen hat, weil er nicht angeschnallt war (AZ: S 4 U 354/07). Im verhandelten Fall ging es um einen ausgebildeten Kfz-Mechaniker und Busfahrer, der frontal mit einem anderen Pkw zusammenstieß, nachdem sein Auto auf die Gegenfahrbahn geraten war. Der Mann war nicht angeschnallt und...
Von Melanie (Insgesamt 1903 News)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Menschlich? Dann bitte rechnen. ;) *