Gesetzliche Krankenkassen: Chef-Gehälter werden überwacht » Versicherungen Finanzen

Versicherungen News > News > Krankenversicherung > Gesetzliche Krankenkassen: Chef-Gehälter werden überwacht

Die Vorständer von gesetzlichen Krankenversicherungen sollen fortan weniger verdienen. Bereits seit längerem hatten Politiker verschiedener Parteien kritisiert, dass die Versicherten angesichts steigender Beitragssätze kein Verständnis hätten für teilweise drastische Erhöhungen der Vorstandsbezüge.

Das Einkommen des Spitzenpersonals setzt sich zumeist aus einem Grundgehalt und einem zusätzlichen Bonus zusammen. Grundvergütungen von mehr als 100.000 Euro jährlich sind selbst bei sehr kleinen Kassen mit nur einigen tausend Versicherten eher die Regel als die Ausnahme.

Die Regierungen der Länder und des Bundes wollen den weiteren Anstieg der Vorstandsbezüge nun stoppen. Die Aufsichtsbehörden der Sozialversicherungen werden fortan einschreiten, wenn die Bezüge in der Chefetage allzu großzügig angehoben werden. Zu Beitragssenkungen werden diese Maßnahmen sicherlich nicht führen, wie auch die Experten einräumen. Doch der psychologische Effekt sei wichtig: Man könne den Versicherten höhere Zuzahlungen, steigende Beiträge und Einschnitte bei den Kassenleistungen nur zumuten, wenn auch die Vorstände der gesetzlichen Krankenkassen Verzicht übten.

Bleiben Sie immer aktuell mit unserer kostenlosen Handy-App!

Gesetzliche Krankenkassen: Chef-Gehälter werden überwacht
Bitte Bewerten

Das könnte Sie auch interessieren.

Ähnliche News:

Sozialversicherung mit 3,2 Milliarden Überschuss Die gesetzliche Sozialversicherung konnte das erste Quartal 2006 mit einem Überschuss von knapp 3,2 Milliarden Euro abgeschlossen. Im Vorjahreszeitraum hatte es bei Kranken-, Unfall- und Rentenversicherung noch ein Defizit von insgesamt sechs Milliarden Euro gegeben, dass teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Der Überschuss konnte vor allem durch höhere Beitragseinnahmen der Rentenversicherung - ein plus von 5,6 Milliarden Euro - und der Bundesagentur für Arbeit - ein plus von 2,0 Milliarden Euro - erwirtschaftet werden. Allerdings wirkte sich dabei auch ein geänderter Abrechnu...
Krankenkasse muss Sportrollstuhl in besonderen Fällen übernehmen Nach einem Urteil des Bundessozialgerichts (BSG) in Kassel haben Behinderte in besonderen Fällen einen Anspruch auf einen Sportrollstuhl. Wenn sich behinderter Kinder, Jugendliche oder Erwachsene mit einem normalen Rollstuhl nicht mehr angemessen fortbewegen können und ein handkurbelbetriebenes Rollstuhl-Bike Schmerzen verhindert oder eine therapeutische Behandlung unterstützt, muss die Kasse dieses Rollstuhl-Bike bezahlen (Az.: B 3 KR 7/10 R und 3 KR 12/10 R). Konkret ging es um zwei Fälle, in denen die Krankenkasse sich weigerte, die Kosten in Höhe von 2600 Euro für einen Sportrollstuhl zu ...
Betriebliche Krankenversicherung gleicht Lücken der GKV aus Durch zahlreiche Gesundheitsreformen sind in der gesetzlichen Krankenversicherung über Jahre hinweg massive Leistungslücken entstanden. Diese lassen sich heute beispielsweise durch die Leistungen der betrieblichen Krankenversicherung schließen. Die bKV ist ein Modell, von dem sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer profitieren können. Einen Überblick finden Verbraucher über die betriebliche Krankenversicherung bei afm-gruppe.de. Unternehmen können die bKV als Sachleistung für die Arbeitnehmer einführen. Nach deutschem Gesetz können Sachleistungen von Seiten des Arbeitgebers bis zu einer Summ...
Gesundheitsreform: Ulla Schmidt sieht kein Problem Die Bundesregierung hat verfassungsrechtliche Zweifel an der Gesundheitsreform auch aus den Reihen der Union zurückgewiesen. Die Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hat verfassungsrechtliche Bedenken gegen die Gesundheitsreform erneut zurückgewiesen, allerdings haben Rechtsexperten der Union weiterhin Zweifel, ob die Gesundheitsreform wirklich dem Grundgesetz entspricht. Jürgen Gehb (rechtspolitischer Sprecher der Unionsfraktion), sagte am Mittwoch in Berlin, es gehe bei dem Gesetz "hart an den Rand". Dennoch werde er wohl zustimmen. CDU-Berichterstatter Friedrich Merz ist da aber ...
Künstliche Befruchtung: Kassen zahlen weiter nur die Hälfte Gesetzliche Krankenkassen haben nach wie vor nur die Hälfte der Kosten im Falle einer künstlichen Befruchtung zu übernehmen. Das hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe erneut entschieden. Das Karlsruher Richter befanden am Donnerstag in einem veröffentlichten Beschluss, dass sterile Eltern nach wie vor nur Anspruch auf eine Kostenübernahme von 50 Prozent haben. Unfruchtbarkeit ist nach Auffassung des Gerichts keine Krankheit. Mit dem Urteil wiesen die Richter die Verfassungsbeschwerde eines Ehepaares aus der Nähe von Ulm ab. Das Ehepaar ist aus medizinisch unklaren Gründen steril. Vor...
Von Stephan (Insgesamt 332 News)
Kommentar für “Gesetzliche Krankenkassen: Chef-Gehälter werden überwacht
  1. Werner Kirzinger

    Werden die Vorstandsbezüge der PKV deshalb nicht veröffentlicht weil sie erheblich über denen der GKV liegen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Menschlich? Dann bitte rechnen. ;) *