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Nicht nur in Südkorea dreht sich aktuell alles um den Wintersport, auch viele Skiläufer in Deutschland nutzen das schöne Winterwetter aus, um sich auf Skier zu stellen. Die Versicherungen haben längst erkannt, dass Wintersport hoch im Kurs steht und entsprechend reagiert. Sie bieten eine Skiversicherung an, mit der alle Hobbyskifahrer sicher auf der Piste unterwegs sind. Schon wieder eine unnütze Versicherung, sagen viele, aber ganz so unnötig, wie es den Anschein hat, ist die Skiversicherung nicht.

Die Gefahr fährt immer mit

Jedes Jahr verunglücken mehr als 40.000 Wintersportler so schwer, dass sie in ein Krankenhaus eingewiesen werden müssen. Vielfach kommen auch die Bergwacht oder ein Rettungshubschrauber zum Einsatz, um die Verletzten aus schwer zugänglichem Gelände zu bergen und ins Tal zu bringen. Ein solcher Einsatz ist nicht eben günstig, er kann schnell einige Tausend Euro kosten. Alle, die nicht entsprechend abgesichert sind, bleiben unter Umständen entweder zum Teil oder sogar gänzlich auf den hohen Kosten sitzen. Sich auf die Krankenkassen zu verlassen, ist keine gute Idee, denn die Kassen sind sehr selten bereit, die Kosten zu übernehmen. Wenn die Kassen zahlen, dann nur, wenn der Unfall in Deutschland passiert, verunglückt der Skiläufer im Ausland, dann zahlen die Kassen nichts. Ein Unfall ist aber nicht das einzige Risiko, mit dem passionierte Skiläufer leben müssen, es gibt noch andere Gefahren, für die die Skiversicherung aufkommt.

Vorsicht vor Dieben

Zu jedem Winterurlaub in den Bergen gehört auch ein Aufenthalt in einer der schicken Skihütten, um etwas zu essen oder ein Gläschen zu trinken. Das oftmals teure Equipment wird vor der Hütte „geparkt“, aber nicht gegen Diebstahl gesichert. Das nutzen immer öfter professionelle Diebe und stehlen die sündhaft teure Ausrüstung. Schnappt sich ein Dieb die Skier samt Stöcken oder das Snowboard, dann ist das nicht selten ein finanzieller Verlust in vier- oder sogar in fünfstelliger Höhe. Auch hier hilft die Skiversicherung und sorgt dafür, dass der Kunde nicht auf den Kosten sitzen bleibt. Der Schutz vor Diebstahl im Rahmen einer Skiversicherung kann auf Wunsch auch noch erweitert werden. Wer einen teuren Helm hat, kann diesen ebenso mitversichern wie auch einen Lawinenairbag, den alle brauchen, die im Tiefschnee unterwegs sind. Wird die Police erweitert, dann kann sie auch den Verlust von geliehenen Skiern beinhalten.

Wie teuer ist eine Skiversicherung?

Im Grunde ist eine Skiversicherung eine gute Kombination aus einer Kranken-, Haftpflicht- und Unfallversicherung, die noch eine Rechtsschutzversicherung enthält. Dieser Schutz umfasst den Verlust von Skiern, Snowboard und Helm und die Bergung nach einem schweren Unfall. Sie leistet  auch Ersatz für den verlorenen Schlüssel zum Hotelzimmer, der bei einer rasanten Abfahrt auf der Piste aus der Jacken- oder Hosentasche gerutscht ist. Dieser umfassende Service ist schon für drei Euro im Monat zu haben und damit günstiger als eine Tasse Kaffee in der Skihütte. Der Tarif ist jedoch immer individuell, da jeder Wintersportler eigene Prioritäten setzt, wenn es um seine Sicherheit und seine Ausrüstung geht.

Lohnt sich die Versicherung für Skifahrer?

Alle, die gerne und oft in den Winterurlaub fahren und dort den ganzen Tag auf Skiern stehen, sind sich den Gefahren, die an der Piste lauern, oftmals nicht bewusst. Viele denken aber auch: Ich habe eine Unfallversicherung und ich bin krankenversichert, was soll mir groß passieren? Diese Überlegungen können im Ernstfall sehr teuer sein. Wer bereits eine private Unfallversicherung hat, der sollte sich die Police einmal genau ansehen, bevor es in die Skiferien geht. Was beinhaltet diese Versicherung? Übernimmt sie die kompletten Kosten, wenn es im Skiurlaub im Ausland zu einem Unfall kommt? Sollte das nicht der Fall sein, wird es Zeit, eine Skiversicherung abzuschließen, die alle anfallenden Kosten übernimmt.

Was sollte eine gute Skiversicherung leisten?

Wie bei jeder anderen Versicherung, so sollte ich jeder, der sich für eine Skiversicherung interessiert, fragen: Was leistet diese spezielle Versicherung oder anders gefragt, was sollte eine gute Skiversicherung leisten? Worauf sollten passionierte Skiläufer achten, wenn sie eine Skiversicherung abschließen möchten?

  • Die Übernahme der Bergungskosten
  • Die Höhe der jeweiligen Deckungssumme
  • Möglichst kein Selbsterhalt
  • Auf die sogenannte Zeitwertstaffel achten

Die Kosten für die Bergung übernehmen die gesetzlichen als auch die privaten Krankenkassen immer nur dann, wenn der Einsatz der Rettung schwerwiegende medizinische Gründe hatte. Der Aufwand muss in einer Relation zur Schwere der Verletzungen stehen. Rückt der Hubschrauber zum Beispiel aus, um einen Skifahrer mit einem verstauchten Knöchel zu retten, weil es sonst keine andere Transportmöglichkeit gab, dann muss der Skifahrer teilweise oder sogar ganz für die Kosten aufkommen. Alle, die in den USA oder in Kanada Skilaufen, sollten bei der Wahl der Skiversicherung auf eine Besonderheit achten. Alle gesetzlichen Krankenkassen erstatten die Kosten für die Behandlung im europäischen Ausland. Allerdings beschränkt sich die Erstattung nur auf die Summe, die die Behandlung in Deutschland gekostet hätte. Ist die Behandlung teurer, was in den USA in der Regel der Fall ist, dann muss der Versicherte für die Differenz selbst aufkommen.

Was ist sonst noch wichtig?

Wenn es um die Deckungssumme geht, dann gilt das Motto: je höher die Deckungssumme, desto besser für den Versicherten. Die Deckungssumme entscheidet im Fall eines Schadens, ob die Versicherung die dabei entstandenen Kosten vollständig übernimmt. Berücksichtigung sollte auch die Zeitwertstaffel finden, da das Equipment für den Wintersport rasant an Wert verliert. Skier und Snowboards, die in dieser Saison modern sind, verlieren bis zum nächsten Winter rund 20 Prozent ihres Wertes. Versicherungspakete, die einen Skifahrer rundum absichern, bieten unter anderem der Deutsche Alpenverein (DAV) und auch der Deutsche Skiverband (DSV). Wer sich zum Beispiel für eine Skiversicherung des Deutschen Alpenvereins entscheidet, der ist bis zu einer Summe von 250.000 Euro versichert, wenn es um Kosten für die medizinische Versorgung nach einem Unfall im Ausland geht.

Fazit

Jeder Wintersportler muss für sich entscheiden, was für in wichtig ist und was eher nicht. Grundsätzlich gilt aber: Es ist immer besser darüber nachzudenken, was passieren könnte und was eine finanzielle Katastrophe wäre. Teure Rettungs- und Bergungskosten können sehr schnell in finanzielle Schwierigkeiten führen, vor allem wenn der Wintersportler die Kosten allein tragen muss. Wintersport ist eine tolle Sache, aber auch hier sollte die Sicherheit im Fokus stehen, damit das winterliche Vergnügen nicht in einer bösen Überraschung endet.

Bild: @ depositphotos.com / londondeposit

Ulrike

Ulrike

Ulrike ist verheiratet, Mutter von zwei Kindern und lebt im Hochsauerland. Die Journalistin und Buchautorin schreibt Artikel zu vielen verschiedenen Themen und bezeichnet sich selbst als flexibel, aufgeschlossen und wissbegierig. eMail: ulrike@versicherungen-blog.net
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