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Eine Kapitalauszahlung aus einer Direktversicherung ist voll Kranken- und Pflegeversicherungspflichtig. Das bedeutet, dass eine Auszahlung von z. B. 100.000 EURO bei einem Krankenkassenbetragssatz von angenommenen 14,5 % und einem Pflegeversicherungssatz von 1,7 % eine Zahlung in Höhe von EURO 16.200 an die Krankenkassen fällig macht. Dies wird gestreckt über 120 Monate (10 Jahre), was monatlich dann Euro 135 ausmacht.

Festgelegt wurde diese Regelung mit Neuorganisation der gesetzlichen Krankenkasse zum Jahresbeginn 2004. Zum damaligen Zeitpunkt wurde diese Neuregelung nicht groß Diskutiert, so dass sie zunächst auch kein großes Aufsehen erregt hat. Zwischenzeitlich wurde von Gerichten festgelegt, dass eine doppelte Krankenversicherungspflicht im Zusammenhang mit der Direktversicherung nicht rechtswidrig ist. Es ist dabei egal, ob die Beiträge vom Gehalt gezahlt werden oder aus eigener Tasche.

Wer privat versichert ist, den trifft diese Doppelzahlung nicht, da die Beiträge zur Krankenversicherung nicht abhängig vom Einkommen sind.

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Von Frank (Insgesamt 615 News)
2 Kommentare für “Kapitalauszahlungen aus Direktversicherung
  1. Helmut Link

    Sofern diese Willkür nicht verfassungsrechtlich korrigiert wird, ist nicht zu verstehen, wer an einer Direktversicherung noch interessiert ist. Leider findet man diese Beeinträchtigung nicht in den Werbungen zu den Direktversicherungen. 16% KV+PV-Abzüge von der Auszahlungssumme machen dieser Versicherungsart den Garaus!
    Dabei sollte Vorsorge unterstützt werden!
    Das soll noch man noch verstehen!

  2. Michael Mörchen

    Ich habe von der Swiss Life im Nov. 2008 eine Kapitalauszahlung von einer im Jahr 1984 abgeschlossenen Direktversicherung erhalten. Die Beiträge wurden von mir gezahlt, seit 1998 war die LV beitragsfrei. Die Auszahlung von ca. 33.000 EUR kostet mich monatlich bei der KKH nun ca. 36 EUR pro Monat, 10 Jahre lang, insgesamt nimmt sich die Krankenkasse ca. 14% meiner Auszahlung, ohne dass ich dafür einen Gegenwert erhalte. Unter dem Druck der Krankenkassen wurde von der Rot/Grünen-Regierung im Jahr 2004 dieser Diebstahl bei Rentnern gestzlich quasi angeordnet und legalisiert. Natürlich nicht bei alle Rentnern, Richter zum Beisiel sind ncht betroffen…
    Ich werde mich gegen dieses moderne Raubrittertum wehren und suche Menschen, die betroffen sind!

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