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„Maria“, „Harvey“ und „Irma“ – hinter diesen harmlosen Namen verbergen sich drei gefährliche Hurrikans, die den Versicherungen große Verluste beschert haben. So muss zum Beispiel der Rückversicherer Munich im dritten Quartal des Jahres mit einem Verlust von 1,4 Milliarden Euro leben. Bei einer Hochrechnung der ersten neun Monate 2017 kommt die Münchner Versicherung auf einen Verlust von 146 Millionen Euro. Trotzdem rechnet die Tochtergesellschaft der ERGO in diesem Jahr noch mit Gewinnen.

Die Unwetter sind schuld

Drei Hurrikans sind in diesem Jahr über die Karibik und die USA hinweg gefegt und sie bringen die München Rück in arge Bedrängnis. Die komplette Schadenbelastung in den ersten neun Monaten lag bei dem Rückversicherer im Vergleich zum vorigen Jahr um über zehn Prozent höher. Wie lange die Abwicklung der Schäden in Anspruch nimmt, das weiß im Moment niemand, aber die Versicherung geht von mehreren Monaten aus. Stabil sind im Moment nur die Prämien aus den Einnahmen. Hier konnte die München Rück einen Anstieg von 0,6 Prozent verbuchen. In der Rubrik Leben und Gesundheit sieht es allerdings nicht ganz so rosig aus. Auch hier verbuchte die Versicherung ein sehr deutliches Minus von 6,8 Prozent. Besser sieht es in den Sparten Unfall und Schaden aus, hier gab es ein Plus von 2,8 Prozent.

Der Markt kann sich wieder erholen

Da die Unwettergefahr weltweit immer mehr zunimmt, sind die Versicherungen wie die München Rück nur verhalten optimistisch. Alleine die drei Stürme haben das dritte Quartal über Gebühr belastet. Aber es gibt auch einen kleinen Grund zur Freude. Da die Kapitaldecke recht stark ist und eine Erholung des Marktes nur eine Frage der Zeit ist, stehen die Chancen für die Ergo-Tochter nicht ganz so schlecht. Die Preise können wieder ansteigen, besonders an den Märkten, die von Naturkatastrophen betroffen sind. Die Versicherung setzt daher auf ein stetiges Wachstum, auf mehr Digitalisierung und auf eine bessere Geschäftsentwicklung für das kommende Jahr.

Abschied von der Gewinnprognose

Ursprünglich lag die Gewinnprognose zwischen 2,0 und 2,4 Milliarden Euro für das Jahr 2017. Aber von dieser Prognose musste sich die Versicherung längst verabschieden. Lediglich ein kleiner Gewinn für das vierte Quartal ist offenbar noch möglich.

Für die Versicherungskunden sind das keine guten Nachrichten. Letztendlich können die Hurrikans dafür sorgen, dass die Kunden am Ende wieder mehr für ihre Beiträge zahlen müssen.

Bild: @ depositphotos.com / Mishella

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