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Den Metro-Konzern gibt es seit dieser Woche gleich zweimal. Zum einen ist da der Lebensmittelhändler Metro und zum anderen ein Elektroanbieter, der den Namen Ceconomy trägt und hinter dem sich die Ketten Saturn und Media Markt verbergen. Beide Aktien sind bereits im Nebenwerteindex MDax notiert und damit erhöht sich die Anzahl der Index-Mitglieder von 50 auf 51. Aber anders als man an der Börse erwartet hatte, wird die alte Metro-Aktie in Ceconomy umbenannt, allerdings behält sie ihre alte Wertpapiernummer.

Die neue Metro-Aktie

Das Lebensmittelgeschäft wird vom Konzern abgespalten und dafür wurde eine neue Aktie ins Leben gerufen, die den Namen „Metro Wholesale & Food“ trägt. Durch diesen Vorgang muss nach den Regeln der Deutschen Börse die Aktie den Index verlassen, weil das Lebensmittelgeschäft der Metro nun als eigenständiges Unternehmen gilt. Um wieder in den MDax aufgenommen zu werden, muss sich das Unternehmen beim nächsten Termin im kommenden September erneut für einen Platz im Index bewerben. Eine Aufnahme in den Index gilt allerdings als sicher, denn in der neuen Metro wurden nach den Berechnungen der Commerzbank, rund 80 % des im sogenannten Streubesitz befindlichen Börsenwerts der alten Metro gebündelt.

Was müssen die Aktionäre tun?

Alle, die Metro-Aktien besitzen, müssen nichts tun, denn sie bekommen im Zuge der Abspaltung automatisch die Aktien der neuen Gesellschaft zugeteilt. Das Zuteilungsverhältnis beträgt dabei 1:1 für alle im MDax notierten Stammaktien der Metro. Wer heute Aktien des Unternehmens hält, der wird in Zukunft 90 % an der neuen Lebensmittel- und Großhandelsgesellschaft halten. Nur zehn Prozent entfallen auf die neue Ceconomy, die damit in Zukunft wertvoller und teurer gemacht werden soll. Der Kurs der alten Aktie, die ja jetzt den Namen Ceconomy trägt, wird zunächst einmal sinken, aber dafür haben die Aktionäre die neuen Aktien von Metro in ihrem Depot und können so den Rückgang des Kurses wieder ausgleichen.

Es gibt Protest

Nicht alle sind mit der Aufspaltung des Konzerns zufrieden. Besonders streitbar ist Erich Kellerhals, der Minderheitseigner der Media-Saturn-Gruppe. Er prozessiert gemeinsam mit anderen Aktionären gegen Olaf Koch, den Chef der Metro, der den Konzern aufgespalten hat und das nach eigenen Angaben, weil es besser für den ganzen Konzern ist. Am kommenden Donnerstag wird das Oberlandesgericht Düsseldorf die Befürworter und die Gegner zum ersten Mal anhören.

Bild: © Depositphotos.com / blinow61

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