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In der letzten Woche mussten die erfolgsverwöhnten Anleger und Händler an der Börse eine herbe Schlappe hinnehmen, denn der Dax ging auf Tauchfahrt und es wurde die schwächste Woche des Jahres. Schuld am schwachen Handel waren zum einen der sehr starke Euro und zum anderen die Angst vor dem vielleicht baldigen Ende der Nullzinspolitik. Es sind nicht wenige Finanzexperten, die daran glauben, dass die Korrektur noch lange nicht vorbei ist.

Dax und Laune sinken

Am Freitag sank der Dax um 0,73 % auf 12.325,12 Punkte und fand sich damit auf dem Niveau von Ende April wieder. Da der deutsche Leitindex auf die Woche gesehen, gleich 3,21 % eingebüßt hat, sank zeitgleich auch die Laune der Börsianer auf einen Tiefpunkt. Im Juni hatte der Dax bereits zwei Prozent eingebüßt, aber für das zweite Quartal und besonders im bisherigen Verlauf des Jahres steht ein Plus zu Buche. Am kommenden Dienstag ist in den USA ein Feiertag und das ist auch der Grund, warum die großen Investoren schon am vergangenen Freitag ihre Positionen glatt gestellt haben. Damit musste der Dax seine frühen Tagesgewinne wieder komplett aufgeben und war mit gut 40 Punkten auf 12.459 Zähler bei seinem Tageshoch angekommen.

Die Kurse sind unter Druck

Kurz nach Beginn es Handels kamen die Kurse am Nachmittag unter Druck und das Börsenbarometer rutschte in den Keller und damit ins Minus. Zwar gab es vonseiten der Konjunktur positive Nachrichten, aber diese wurden einfach ignoriert, auch trotz eines überraschend starken Anstiegs bei den Umsätzen des Einzelhandels. Jetzt sind einige Analysten besorgt, denn sie fürchten, dass die Korrekturphase für Aktien gerade erst begonnen hat. Die Anleger befürchten aber auch, dass die Europäische Zentralbank den Geldhahn jetzt noch schneller und stärker zudrehen könnte, denn die Konjunktur läuft einfach zu gut.

Die USA bleiben gelassen

Während an der Deutschen Börse die Angst reagiert, bleibt die Wall Street noch recht gelassen. Der Dow Jones konnte bei Börsenschluss in Frankfurt am Abend sogar 0,4 % höher notieren und auch der Nasdaq konnte den Ausverkauf der Technologieaktien zunächst einmal stoppen. Die großen Posten wie Facebook und Apple konnten sogar einen, wenn auch nur leichten Kursgewinn erzielen. Die Amerikaner bleiben zuversichtlich, auch angesichts eines schwachen Dollars, der aufgrund einer Rede von EZB-Chef Mario Draghi deutlich unter Druck geraten war.

Bild: © Depositphotos.com / seewhatmitchsee

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