Studie: PKV Versicherte bei Krankheit oft ungenügend geschützt » Versicherungen Finanzen

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Die Kritik an der privaten Krankenversicherung hält weiter an. Eine neue Studie nährt nach Klagen über Tarifsteigerungen Zweifel am Versicherungsschutz von Patienten. Nach einer neuen Studie müssen Privatversicherte im Krankheitsfall zum Teil deutliche Versicherungslücken fürchten.

Den Studienergebnissen zufolge orientieren sich die Makler beim Verkauf der Versicherungspolicen häufiger an den Provisionen als am Kundenwohl. Dadurch werden PKV-Billigtarife und andere PKV-Tarife immer häufiger mit existenziellen Leistungsausschlüssen im Krankheitsfall verkauft.

Zu diesem Ergebnis kamen die Beratungsfirma PremiumCircle und das Kieler Institut für Mikrodaten-Analyse. Unter Berufung auf die Untersuchung berichtete bereits der „Spiegel“ im Voraus, dass insgesamt mehr als 80 Prozent der Tarifsysteme der Privaten Krankenversicherung in Deutschland geringere Leistungen bieten als die GKV.

Als Beispiele für Leistungslücken nannten die Studienautoren Anschlussbehandlungen und Psychotherapien. Wie PremiumCircle-Chef Claus-Dieter Gorr erklärte, gibt es aufgrund der mangelnden Vorgaben in der privaten Krankenversicherung durchaus Bereiche des Marktversagens. Nach Aussagen von Gorr sind zur Korrektur transparente Pflichtangaben über den jeweils versicherten Leistungskatalog und die Mindestkriterien als Richtschnur umzusetzen. Gleichzeitig verwies er darauf, dass Provisionsexzesse zu beenden sind. Doch auch bei den gesetzlichen Kassen ermittelten die Studienautoren Schattenseiten.

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Studie: PKV Versicherte bei Krankheit oft ungenügend geschützt
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2 Kommentare für “Studie: PKV Versicherte bei Krankheit oft ungenügend geschützt
  1. Gregor

    Das Problem sehe ich vielmehr bei den Maklern als bei den Kassen. Diese sind häufig nur an der Provision interessiert und reden einige Tarife wohl vor dem Kunden schöner als sie sind. Was ich nicht ganz verstehe ist die Tatsache, dass die einfachsten Tarife (sog. Basistarife) angeblich die Leistungen der GKV zu 100% erfüllen. Somit müssten theoretisch höherwertige Tarife diese ebenfalls abdecken. Wie man auf eine Zahl von 80% der Tarife kommt, ist mir ganz schön schleierhaft.

  2. Thomas Ludolph

    Die PKV-Versicherer sollten gänzlich auf das Angebot von Billigtarifen in der privaten Vollversicherung verzichten. Wer sich für die PKV entscheidet, sollte dieses nicht ais Kostengründen tun. Bei einem Wechsel in die private Krankenversicherung sollte ganz klar der Leistungsvorteil im Vordergrund stehen. Vielen PKV-Kunden sind die Lücken in ihrem Versicherungsschutz nicht bekannt. Hier kommt das böse Erwachen erst bei der Inanspruchnahme von Leistungen. Ist der Versicherte Krank, ist ein Tarifwechsel in höherwertige Tarife oftmals nicht mehr möglich.

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