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In der am Montag in Berlin vorgestellten Studie „Soziale Pflegeversicherung – heute und morgen“ warnen die Experten des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) davor, dass die Kosten der Pflegeversicherung in den nächsten Jahren explodieren werden, wenn sich nicht etwas Substantielles ändert. Das größte Problem sei die steigende Lebenserwartung, die mit einem höheren Pflegeaufwand einhergeht, heißt es dort.

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass sich die Zahl der Pflegefälle von heute 2,3 Millionen im Jahr 2050 auf 4,4 Millionen veroppeln wird. Um eine Finanzierung mit dem bisherigen System zu gewährleisten, müssten die Beitragssätze für die Pflegeversicherung auf 7-8% steigern, was kaum zu realisieren ist.

Als mögliche Lösung schlagen die Experten die Einführung einer einjährigen Karenzzeit vor, d.h. Pflegebedürftige müssten im ersten Pflegejahr selbst für die Kosten aufkommen. Mit einer privaten Pflichtversicherung soll dieses Risiko abgedeckt werden, bevor der Staat in den folgenden Jahren die Leistungen übernimmt. Würde eine solche Karenzzeit eingeführt werden, könnte der derzeitige Beitragssatz der Pflegeversicherung je nach Dauer der Karenzzeit beibehalten werden. Die Experten gehen davon aus, dass der Beitragssatz bei einer einjährigen Karenzzeit bis zum Jahr 2030, bei einer zweijährigen bis 2046 und bei einer dreijährigen bis 2070 auf dem derzeitigen Niveau gehalten werden könnte.

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