Stiftung Warentest prüft Krankenkassentarife mit Selbstbehalt » Versicherungen Finanzen

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Die Stiftung Warentest hat 25 Krankenkassentarife mit Selbstbehalt genauer unter die Lupe genommen und kommt zu dem Fazit, dass Selbstbehalttarife längst nicht für jeden Versicherten in Frage kommen.

Bei Wahltarifen mit Selbstbehalt verpflichtet sich der Versicherte, die Behandlungskosten bis zu einem bestimmten vorab vereinbarten Betrag im Jahr selbst zu übernehmen, ausgenommen sind Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen. Dafür erhält der Versicherte pro Jahr eine bestimmte Prämie (z.B. 400 Euro jährlich bei der Techniker Krankenkasse im Tarif „Prämie 400“), wenn er nicht zum Arzt geht. In diesem Fall kann der Modellkunde in drei Jahren 1200 Euro erhalten, muss aber bis zu 670 Euro Behandlungskosten pro Jahr selbst bezahlen – macht im schlimmsten Fall 2010 Euro. Der Tarif ist für drei Jahre bindend.

Für Menschen, die regelmäßig zum Arzt müssen und für Familien lohnen sich Selbstbehalttarife deshalb nicht. Da niemand vorher weiß, ob er die kommenden drei Jahre gesund bleiben wird, rät die Stiftung Warentest von Selbstbehalttarifen ab. Außerdem besteht die Gefahr, dass Versicherte aus Angst vor dem Selbstbehalt nicht zum Arzt gehen, obwohl dies medizinisch notwendig wäre.

Wer sich über die verschiedenen Selbstbehalttarife der gesetzlichen Krankenkassen informieren möchte, kann dies auf der Website der Stiftung Warentest tun. Der Produktfinder Wahltarife mit Selbstbehalt bietet regelmäßig aktualisierte Informationen über die Höhe der maximalen Prämie und des Selbstbehalts während der Laufzeit, die Höhe der möglichen Sonderboni für Vorsorge und Prävention sowie den möglichen Spareffekt und das maximale Risiko während der Tarifbindung der einzelnen Tarife.

Stiftung Warentest prüft Krankenkassentarife mit Selbstbehalt
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