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In den Niederlanden zahlen die Autofahrer ab 2012 keine herkömmliche Kfz-Steuer mehr, sondern stattdessen eine Kilometergebühr. So soll der tatsächlichen Fahrleistung und damit auch dem real verursachten Schadstoffausstoß Rechnung getragen werden. Demnach sollen niederländische Autofahrer pro gefahrenen Kilometer 3 Cent bezahlen, bis 2018 soll der Kiloemterpreis auf 6,7 Cent angehoben werden. Größere Fahrzeuge mit höherem CO2-Ausstoß sollen höhere Gebühren zahlen. Einige Fahrzeuggruppen wie z.B. der öffentliche Personen-Nahverkehr, Oldtimer oder Taxis sollen dagegen von der Gebühr befreit werden.

Das neue niederländische System hat auch in Deutschland Diskussionen ausgelöst. Einige Politiker und Experten sind von der niederländischen Idee angetan und fordern ein solches oder ähnliches Modell auch für Deutschland. So fasst Autofachmann Ferdinand Dudenhöffer von der Uni Duisburg-Essen gegenüber der NRZ die derzeitige deutsche Kfz-Steuer als „sehr komplex, enorm aufwändig und nimmt keinerlei Rücksicht auf die tatsächliche Straßennutzung“ zusammen. Seine Kritik: Jemand der hierzulande 100 Kilometer im Jahr fährt, zahlt genauso viel Kfz-Steuer wie jemand, der mit dem gleichen Auto pro Jahr 100.000 Kilometer fährt. Das Modell der Niederlande hält er für „eine gute Sache“.

Das Bundesverkehrsministerium hat der Einführung einer Kilometergebühr statt einer Kfz-Steuer jedoch eine klare Absage erteilt, da diese Gebühr eine versteckte Form der PKW-Maut darstelle. Und diese „steht politisch nicht auf der Tagesordnung“, so eine Ministeriumssprecherin gegenüber der NRZ.

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