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Nach einem Urteil des Landgerichts Münster muss die Private Krankenversicherung (PKV) die Kosten für eine naturheilkundliche Behandlung übernehmen, wenn dies die einzige Behandlung ist, die dem Versicherten hilft (Az.: 15 O 461/07).

Im konkreten Fall litt ein privat Krankenversicherter unter Neurodermitis. Weder die von seinem Hausarzt verschriebenen Medikamente noch eine Behandlung in einer Hautabteilung einer Universitätsklinik konnten ihm Linderung verschaffen. Allerdings wirkte die Therapie bei einer Heilpraktikerin. Die Krankenversicherung, die eine Kostenübernahme bei Heilpraktiker-Behandlungen in Höhe von 60% vertraglich zugesichert hatte, verweigerte jedoch die Kostenübernahme. Sie argumentierte, dass die Methoden, die von der Heilpraktikerin angewandt wurden, nicht wissenschaftlich abgesichert seien. Es handelte sich hierbei um eine Colon-Hydro- Therapie und eine Orthomolekular-Therapie.

Die Richter folgten dieser Argumentation nicht, sondern verpflichtete die Versicherung zur Übernahme der Kosten. Begründung: Die Methoden der Naturheilkunde seien per se nicht wissenschaftlich begründet, deshalb könne man dies nicht als Argument für eine Leistungsverweigerung heranziehen.

PKV muss für Heilpraktiker-Therapie bezahlen
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Kommentar für “PKV muss für Heilpraktiker-Therapie bezahlen
  1. Michael Jung

    Kasse verweigerte die Kostenübernahme einer echten Leistung bzw, bezahlt keine Heilung. Wie seltsam !
    Das Argument „die medizinische Konkurrenz“ anerkennt ein heilendes Verfahren nicht, weil die das grundsätzlich nicht wollen, hat die Kasse nie so gesehen. Wer heilt hat Recht zählt bei Kassen nicht !

    Die Kasse musste erst per Gericht dazu verdonnert werden.
    Heilpraktiker sind keine Ärzte, aber das Wort heil steckt in der Berufsbezeichnung doch drin.
    Das lautete bei den Kassen bisher: „tut und leid wir verstehen nichts von Medizin“ oder „uns sind die Hände gebunden“ – ja von wem denn?

    „Für Heilung sind die Kassen also nicht zuständig – wo das Bundesverfassungsgericht doch heilen (ohne Arzt oder Heilpraktiker zu sein) doch grundsätzlich genehmigte. Nur müsse der Heiler darauf hinweisen, weder Arzt noch Heilpaktiker zu sein. Wie fair !

    Allerdings sollte ein Heiler keine Rechnung schreiben dürfen, sondern bescheiden fragen, ob der Geheilte was dafür spendet. Damit regelt sich schon die offizielle Note sein Geld mit Heilung zu verdienen.

    Wenn heute Jesus wieder käme und heilte, so würde er wohl auch von den Pfaffen und den Profiteuren verfolgt und würde wohl verhungern. Weil Menschen sobald sie sich geheilt fühlen, alles Versprechen und Gelübde vergessen, bis das Übel wiederkommt. Allerdings trauen sie dann auch nicht sich wieder zu melden, weil sonst befürchtet wird, sich zur Heilung bekennen zu müssen.

    Kassen könnten doch viel Geld sparen, wenn sie Heilung besonders bewerben würden und es einen Heiler-TÜV geben würde, wonach die Kranken sich orientieren könnten. England gehen Heiler in Kliniken aus und ein, die haben die Freiheit begriffen, heil werden zu dürfen.

    Aber vielleicht haben die Kassen noch zu viel Geld; oder sie kürzen leichter die Leistung und erhöhen gleichzeitig den Beitrag – so wie es bisher war.

    Gleiches gilt für alle Naturheilkunde-Verfahren, die die „klinische Notfall-Medizin“ nicht kennt, weil nicht ausgebildet. Und wer sponsert da die klinischen Studien des Pofessors x,y?
    Wer zahlt hat Recht gilt für die Pharma. Was anderes zählt nicht – darf nicht zählen. Nur wie kpommts, dass das so für die Beitragszahler (von der Politik) bestimmt wurde?
    Bemängelt wird also, dass Kassen-Vorstände scheinbar vergessen: wer Beiträge zahlt hat ein Recht auf Gesundheit durch risikofreie Medizin, die aber laut Beipackzettel nicht gewährt wird.

    Ein freier Wettbewerb in der Medizin (unter den Medizinern) wird also in der BRD weiterhin nicht gewollt. m-j

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