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Wie die „Bild am Sonntag“ berichtete, sollen Krebs-Patienten ab einem bestimmten Jahrgang wenn sie nicht zu Vorsorgekontrollen gegangen sind, für Medikamente und Hilfsmittel künftig bis zu zwei statt bislang ein Prozent ihres Einkommens aufbringen. Die entsprechende Passage ist im Gesetzentwurf des Ministeriums zur Gesundheitsreform zu finden. Danach gilt die Neuerung für Männer ab Jahrgang 1962 und für Frauen ab Jahrgang 1987, da für Männer Krebsvorsorge ab dem 45. und für Frauen ab dem 20. Lebensjahr angeboten wird.

Wie nicht anders zu erwarten, hagelt es natürlich reihenweise Kritik aus allen Reihen:

Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Köhler: „Eigentlich will ich nicht glauben, dass der Gesetzgeber das wirklich so meint. Ich hoffe, dass es sich um einen handwerklichen Fehler handelt, der im Laufe der Gesetzgebung noch korrigiert wird.“

Vorstandsvorsitzender der Deutschen Angestellten-Krankenkasse, Herbert Rebscher: „Ein absolut groteskes und zynisches Vorhaben. Bei solch einem Schicksalsschlag bräuchten Betroffene und ihre Angehörigen „alle Unterstützung und keine finanziellen Strafaktionen“.

Präsident der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie, Gerhard Ehninger: „Die Pläne sind skandalös. Für einige Krebserkrankungen gibt es doch gar keine Vorsorgeuntersuchungen. Durch diese Regelung werden Patienten mit einer extrem belastenden Krankheit finanziell diskriminiert.“

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Krebspatienten sollen mehr zahlen
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