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Im Tarifstreit mit den Ärzten an kommunalen Kliniken gehen die Arbeitgeber nun auf Konfrontationskurs. Morgen sollen eigene Verhandlungen mit den Gewerkschaften ver.di und der dbb Tarifunion beginnen. Das erklärte der Geschäftsführer der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA), Hartmut Matiaske. Allerdings sind nur wenige der 70.000 Ärzte bei ver.di und dbb organisiert. Das Vorgehen der Arbeitgeber stieß deshalb auf heftige Kritik des Marburger Bundes (MB), der einen ärztespezifischen Vertrag abschließen will.

Den Arbeitgebern zufolge ist das Ziel der Verhandlungen, ein Ergebnis für alle Beschäftigten-Gruppen an den kommunalen Kliniken zu erzielen. Verbandspräsident Thomas Böhle sagte der „Welt am Sonntag“, man habe sich bereits auf einen Korridor für einen Tarifabschluss verständigt. „Ich bin optimistisch, dass wir zu einer schnellen Einigung kommen können“, wurde Böhle zitiert. Dies sei im Interesse der Patienten, der Beschäftigten und der Kliniken selbst. Über Ort und den genauen Zeitpunkt der Verhandlungen vereinbarten die Beteiligten Stillschweigen.

Marburger-Bund-Chef Frank Ulrich Montgomery sagte der Nachrichtenagentur AP, es sei lächerlich, mit ver.di einen Abschluss für die 70.000 Ärzte an den betroffenen Kliniken schließen zu wollen. Die Gewerkschaft vertrete weniger als 1000 Ärzte, während im Marburger Bund von den insgesamt 145.000 Klinikärzten 110.000 organisiert seien. „Die Rolle von ver.di ist wirklich peinlich.“ Der Gewerkschaftschef drohte mit einer massiven Ausweitung der Streiks, sollte die VKA mit ver.di einen Tarifvertrag schließen. „Dann geht es richtig los.“ (tagesschau)

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