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Weil das staatliche Rentensystem in der Krise ist, ermuntern Politiker aller Parteien die Deutschen zu mehr privater Vorsorge. Staatliche Zulagen bzw. steuerliche Vergünstigungen wie bei der Riester- und der Rürup-Rente sollen als Anreize dienen. Und tatsächlich haben bereits Millionen Menschen entsprechende private Rentenversicherungen abgeschlossen.

Die große Mehrheit jedoch hat, allen Anreizen zum Trotz, noch keinen Gebrauch von den neuen Altersvorsorge-Instrumenten gemacht. In jüngster Zeit wird deshalb wieder verstärkt der Ruf nach einer Verpflichtung der Deutschen zum privaten Sparen laut. Man müsse, so meinen die Befürworter, die Menschen eben zu ihrem Glück zwingen.

Gegner einer Zwangsabgabe verweisen hingegen darauf, dass man sich die große Gruppe der ‚"Verweigerer" genauer ansehen müsse. Dann werde man schnell feststellen, dass auch viele dieser Menschen gerne fürs Alter sparen würden. Weil jedoch dazu ihr Erwerbseinkommen nicht ausreicht oder sie gar keines beziehen, sondern von staatlicher Unterstützung leben, können sie die Beiträge für eine private Rentenversicherung nicht aufbringen. Und wo kein Geld vorhanden sei, bringe auch ein ‚"Sparzwang" nichts. Wer über ein höheres Einkommen verfügt, auch das zeigen die Statistiken, sorgt ohnehin zumeist schon privat vor – ohne dass ihn der Staat dazu zwingen müsste.

Pflicht zur privaten Altersvorsorge?
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