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Rendite von Lebensversicherungen auf Rekordtief
Wie die Rating-Agentur Assekurata mitteilte, sinkt die laufende Verzinsung von Lebens- und Rentenversicherungen in diesem Jahr auf ein Rekordtief. Die Agentur befragte 67 Lebensversicherer und erhielt von 50 Versicherern die Bestätigung, dass diese ihre Überschussbeteiligung im aktuellen Jahr senken werden. Noch liegt die Gesamtverzinsung für Kapitallebensversicherungen bei durchschnittlich 4,93%, nach der Anpassung bei nur noch 4,73%. Bei der privaten Rentenversicherung sinkt sie von 4,78% auf 4,66% und bei der Riester-Rente von 4,56% auf 4,49%. Im Durchschnitt sinkt die Überschussbeteiligung von 4,09% auf 3,94%. Die Versicherer begründen die Senkung mit der immer geringeren Auswahl an sicheren Staatsanleihen und niedrigeren Zinsen.
Angesichts einer solchen Entwicklung überrascht es nicht, dass die Deutschen immer weniger dazu bereit sind, für ihren Ruhestand privat vorzusorgen. Wie aus einer aktuellen Allensbach-Untersuchung hervorgeht, die im Auftrag des Gesamtverbands der Versicherungswirtschaft (GDV) durchgeführt wurde, war 2011 nur jeder vierte Deutsche zu größeren Sparanstrengungen bereit. Allensbach-Chefin Renate Köcher glaubt zu wissen, woran das liegt. Ihrer Meinung nach sind die Deutschen in Sachen Altersvorsorge unsicher, halten sie für “unkalkulierbar” und würden deshalb das Geld lieber für Konsumgüter ausgeben anstatt für die private Altersvorsorge.
Die beliebteste Form der privaten Altersvorsorge der Deutschen ist immer noch die Immobilie. Stark gelitten hat dagegen das Image der Riester-Rente: Waren 2008 noch 38% der Befragten davon überzeugt, dass die Riester-Rente eine lohnende Form der Altersvorsorge ist, waren es 2011 nur noch 22%. Experten sehen die Gründe hierfür in den niedrigen Renditen, hohen Provisionen und der Rückforderung staatlicher Zulagen.
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Deutsche skeptisch gegenüber Riester-Rente
Nach einer aktuellen Umfrage der Postbank stehen viele Deutsche der Riester-Rente skeptisch gegenüber. Von den 1771 befragten Personen waren nur 27% der Meinung, dass die Riester-Rente die “ideale Form der Altersvorsorge” sei. Damit ist die staatlich geförderte Riester-Rente nicht so beliebt wie beispielsweise die privaten Rentenversicherungen, die 39% der Befragten als ideale Altersvorsorge betrachten. Auch Rentenzahlungen aus Lebensversicherungen bekamen mit 29% mehr Zustimmung als die Riester-Rente.
Die Skepsis der Verbraucher zeigt sich auch in den Abschlüssen. So besitzen nur 26% der berufstätigen Männer und 22% der Frauen einen Riester-Vertrag. Dass weniger Frauen riestern, verwundert, denn aufgrund einer gesetzlichen Regelung müssen Frauen und Männer für die gleichen Tarife das gleiche bezahlen, obwohl Frauen in der Regel länger leben. Laut Postbank gibt es in Deutschland bislang 15 Millionen Riester-Verträge, d.h. nur 40% aller Berechtigten haben tatsächlich einen Riester-Vertrag abgeschlossen.
Die Umfrage zeigte jedoch auch, dass sich viele Deutsche mit der Riester-Rente auch nicht gut auskennen. Zwar wissen 54% der Befragten nach eigenen Angaben “ziemlich genau, was damit gemeint ist”, dafür gaben die restlichen 46% an, dass sie sich “nur ungefähr” oder “gar nicht” mit der Riester-Rente auskennen.
Dass die Beliebtheit der Riester-Rente in den nächsten Jahren steigt, darf bezweifelt werden, da die geplanten Änderungen eher zulasten der Riester-Sparer gehen. Ab Januar 2012 gelten drei wichtige Neuregelungen für Riester-Verträge: 1. Die gesetzlich garantierte Mindestverzinsung sinkt von derzeit 2,25% auf 1,75%, was sich besonders bei langen Laufzeiten deutlich auswirken kann. Laut Postbank sind Unterschiede von bis zu einigen hundert Euro Rente im Monat möglich. 2. Das Mindestalter für die Renten- oder Kapitalauszahlung steigt vom 60. auf das 62. Lebensjahr, d.h. der Versicherte wartet 2 Jahre länger auf seine Auszahlung. 3. Um die volle staatliche Sparzulage von bis zu 154 Euro jährlich zu erhalten, muss jeder Sparer mindestens 60 Euro jährlich als Eigenbeitrag einzahlen.
Keine KommentareGDV verteidigt Riester-Rente
Zehn Jahre nach der Einführung der Riester-Rente musste die staatlich geförderte Form der privaten Altersvorsorge viel Kritik einstecken. Vor allem wurde ihr vorgeworfen, dass ihre Renditen nicht viel höher als die eines Sparstrumpfes seien. Auf diese herbe Kritik reagiert nun der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), der anhand von drei Muster-Beispielen zeigt, dass sich die Riester-Rente für die meisten Verbraucher eben doch lohnt.
Analysiert wurde die Riester-Rente für einen Normalverdiener, einer Familie mit zwei Kindern und einer Alleinerziehenden mit einem Kind. Dabei zeigte sich, dass man nicht “steinalt” werden muss, damit sich ein Riester-Vertrag lohnt. Die Berechnungen des GDV ergaben, dass die Riester-Rente für Geringverdiener und Familien besonders rentabel ist und sich auch für Singles mit überdurchschnittlichem Einkommen lohnt.
Der GDV räumt jedoch ein, dass Lebensversicherer bei ihren Annahmen zur Lebenserwartung vorsichtiger sein müssen als beispielweise das Statistische Bundesamt. Anders als das Statistische Bundesamt müssen sie nämlich Garantieversprechen über viele Jahrzehnte geben. Experten sind sich einig darüber, dass die Lebenserwartung auch zukünftig unverändert stark ansteigen wird. Es wird davon ausgegangen, dass 81% der heute 40-jährigen Frauen und 67% der gleichaltrigen Männer mindestens 85 Jahre alt werden.
Das vergessen jedoch viele, weil sie sich bei der Einschätzung ihrer eigenen Lebenserwartung an dem Alter ihrer Eltern oder Großeltern orientieren. Wer statt der Riester-Rente lieber den “Sparstrumpf” bevorzugt, weil er glaubt, nicht alt genug zu werden, um von der Riester-Rente zu profitieren, läuft Gefahr, sein angespartes Geld lange vor seinem Tod verbraucht zu haben und dann im hohen Alter keine Reserven mehr zu haben. Dem GDV zufolge bietet keine andere Form der privaten Altersvorsorge “ein so hohes Maß an Sicherheit für eine lebenslange Versorgung” wie die Riester-Rente.
Keine KommentareMassive Kritik an Riester-Rente
Vor 10 Jahren wurde die staatlich geförderte Riester-Rente eingeführt und wie eine aktuelle Studie zeigt, können viele der heutigen Angebote die damaligen Ansprüche nicht mehr erfüllen. Wie eine Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung gezeigt hat, fällt die Bilanz der Riester-Rente enttäuschend aus. Es gibt nur noch wenige rentable Angebote, die Mehrheit der Angebote fällt zu Ungunsten der Riester-Sparer aus, heißt es im Fazit der Studie.
Dass die Rendite der Riester-Rente so niedrig wurde, liegt an der Umwandlung des Riester-Vertrags in eine private Rentenversicherung ab dem 85. Lebensjahr. Dies geschieht automatisch und unabhängig davon, welche Anlageform der Riester-Vertrag ursprünglich hatte. Wegen dieser Umwandlung müssen die Banken und Fondsgesellschaften einen Teil des angesparten Kapitals zu Beginn der Rente für die Zeit ab dem 85. Lebensjahr zurücklegen. In den letzten Jahren ist dieser Teil jedoch stark gestiegen. Betrug er 2001 noch knapp 13%, so sind es bei den neuen Riester-Verträgen bis zu 33% oder sogar noch mehr.
Studienautor Axel Kleinlein, der inzwischen Vorstandsvorsitzender des Bundes der Versicherten (BdV) ist, kritisiert, dass die Riester-Produkte in den letzten 10 Jahren deutlich schlechter geworden seien und macht hierfür nicht nur die unzureichende Regulierung der Kalkulationsregeln, sondern auch die Versicherungsunternehmen selbst verantwortlich. Diese “haben es nicht geschafft, die Angebote interessant zu halten”, bemängelt Kleinlein.
Kornelia Hagen, Expertin für Verbraucherpolitik beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und Mitautorin der Studie vergleicht die Rendite der Riester-Verträge in vielen Fällen mit der eines Sparstrumpfs. Sie fordert angesichts der Studienergebnisse dringend eine grundlegende Reform der Riester-Rente. Konkret sei eine Erhöhung der Transparenz und Vergleichbarkeit, eine Zertifizierung der Riester-Produkte nach ihrem Inhalt, nachvollziehbare Kalkulationsgrundlagen sowie die Streichung von Wechselkosten erforderlich.
Keine KommentareRiester-Rente: Stiftung Warentest zieht Bilanz
Seit 10 Jahren gibt es die Riester-Rente und für die Stiftung Warentest ist dies der Anlass, einmal Bilanz zu ziehen über die staatlich geförderte Form der privaten Altersvorsorge, für die sich bislang fast 15 Millionen Menschen entschieden haben. Diese haben insgesamt fast 37 Milliarden Euro angespart – eine erstaunliche Summe. Der Vorteil bei der Riester-Rente ist, dass die Beiträge und die Zulagen bei Auszahlungsbeginn garantiert sind, d.h. es gibt kein Risiko eines Totalverlusts. Für die Experten der Stiftung Warentest ist die Riester-Rente die beste Form der privaten Altersvorsorge, vorausgesetzt, der Vertrag ist günstig und passt zu dem Sparer.
So vorteilhaft die Riester-Rente ist, es gibt immer noch einige “Kinderkrankheiten”. Vor allem das komplizierte Zulagenverfahren und der Verkauf unpassender Produkte werden immer wieder kritisiert. Eine große Schwachstelle ist auch, dass Geringverdiener, für die es unbedingt notwendig ist, rechtzeitig fürs Alter vorzusorgen, kaum von der staatlichen Förderung profitieren können.
Wer ein unpassendes Produkt wählt, dem kann es passieren, dass er viel Rendite einbüßt. Ein Wechsel zu einem passenderen Vertrag ist zwar möglich, doch in einem solchen Fall empfehlen die Experten lieber, die Raten in einen neuen Vertrag fließen zu lassen und den alten Vertrag “beitragsfrei” zu stellen. Wenn die Sparer in den nächsten Jahren alles richtig machen (immerhin sind die Verträge auf lange Laufzeiten von 20-30 Jahren ausgelegt), kann die Rendite in einigen Jahren sehr gut sein, so das Fazit der Stiftung Warentest.
Keine Kommentare10 Jahre Riester-Rente
Die Riester-Rente geht in ihr 10. Jahr und das ist für das Deutsche Institut für Altersvorsorge Anlass, einmal Bilanz zu der staatlich geförderten Form der privaten Altersvorsorge zu ziehen. Die hierzu durchgeführte Studie zeigte, dass es unter den Familien die meisten Riester-Sparer gibt. So haben sich 30% der Familien mit jüngeren Kindern (unter 16 Jahren) und 20% der Alleinerziehenden, aber nur jeweils 15% der Alleinlebenden und der kinderlosen Paare für die Riester-Rente entschieden.
Doch nicht nur der Familienstand, sondern auch das Bildungsniveau scheint einen Einfluss zu haben. Während 23% der Menschen mit Realschulabschluss und 24% bzw. 22% mit (Fach)Hochschulreife riestern, haben nur 16% der Menschen mit Hauptschulabschluss und 3% der Menschen ohne jeden Abschluss einen Riester-Vertrag. Die Entscheidung für die Riester-Rente erfolgt meistens nach beruflichen oder familiären Veränderungen wie z.B. Gründung einer Familie, Erwerb von Wohneigentum oder ein neuer Arbeitsplatz.
Nach ihrer Zufriedenheit mit der Riester-Rente befragt, gaben 33% an, dass sie zufrieden sind und 25% gaben eine Verunsicherung zu. Daneben sind 15% der Befragten zufriedene Familientypen, 8% werden als “unzufrieden Verunsicherte”, 12% als “überlastete Familientypen” und 7% als Uninformierte bezeichnet.
Keine KommentareMittlerweile knapp 14,8 Mio Riester-Verträge
Wie das Bundesarbeitsministerium am Dienstag in Berlin mitteilte, wurden im 2. Quartal 2011 rund 216.000 neue Riester-Verträge abgeschlossen. Damit bewegt sich die Riester-Rente weiterhin auf einem hohen Niveau unter den verschiedenen Formen der privaten Altersvorsorge. Insgesamt gibt es mittlerweile knapp 14,8 Millionen Riester-Verträge in Deutschland, von denen laut Mitteilung derzeit rund 15% ruhend gestellt sind, d.h. aktuell nicht bespart werden. Experten rechnen damit, dass spätestens Ende des Jahres die Grenze von 15 Millionen Verträgen überschritten wird.
Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) ist über die ungebrochene Beliebtheit der Riester-Rente hoch erfreut. Sie betonte, dass man durch die Riester-Rente die gesetzliche Rente gut ergänzen und sich somit zusätzliche Sicherheit für das Alter verschaffen könne. Im letzten Quartal war besonders die sogenannte Wohn-Riester gefragt, von den Verträgen zur Eigenheimfinanzierung wurden ca. 97.000 abgeschlossen.
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) ist allerdings der Meinung, dass man die Attraktivität der Riester-Rente noch weiter steigern könne, indem die Rahmenbedingungen verbessert werden. Dies wurde auch im Koalitionsvertrag vereinbart. Laut GDV gehört dazu auch die Aufstockung der Förderung der kapitalgedeckten Altersvorsorge entsprechend der Einkommens- und Inflationsentwicklung. Eine weitere Forderung betrifft die Erweiterung des Kreises der Menschen, die Riester-förderberechtigt sind. Nach Meinung des GDV sollten auch Gewerbetreibende und andere Selbstständige von der Riester-Rente profitieren dürfen.
Keine KommentareErgo kündigt Entschädigung für Riester-Kunden an
Rund 14.000 Kunden der Ergo-Tochter Hamburg-Mannheimer, die 2005 einen Riester-Vertrag abgeschlossen haben, wurden zu hohe Abschluss- und Verwaltungskosten berechnet. Statt der auf der Antragsrückseite genannten 12,5% der Beiträge wurden 16,5% der Beiträge für Abschluss- und Verwaltungskosten einbehalten.
Nach eigenen Angaben zog die Ergo so zu Unrecht von ihren Kunden einen “einstelligen Millionenbetrag” ein, dieser Vorgang wird inzwischen von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) untersucht. Johannes Löper, Vorstandsmitglied der Ergo Lebensversicherung AG, kündigte nun an, dass man unaufgefordert Neuberechnungen vornehmen wird.
Die Stiftung Warentest weist jedoch darauf hin, dass auch die Kosten in Höhe von 12,5% sehr hoch sind, andere Anbieter behalten nur 4-6% der Beiträge für Abschluss- und Verwaltungskosten ein. Die Verbraucherschützer räumen ein, dass Riester-Verträge im Jahr 2005 noch sehr intransparent waren. Bis Ende 2007 sei es üblich gewesen, dass die Riester-Kunden den Vertrag unterschrieben haben, bevor sie detaillierte Informationen über die Police erhielten. Erst das Versicherungsvertragsgesetz und die Informationspflichtenverordnung, die 2008 in Kraft getreten ist, sorgte dafür, dass die Kunden alle wichtigen Unterlagen inklusive der Versicherungsbedingungen und Informationen über anfallende Kosten vor dem Vertragsabschluss erhalten.
Wer 2005 bei der Hamburg-Mannheimer einen Riester-Vertrag abgeschlossen hat und bis Ende Juni nichts von der Ergo gehört hat, soll sich selbst an die Versicherung wenden und eine Erstattung der überhöhten Abschlusskosten verlangen, rät die Stiftung Warentest.
Keine Kommentarevzbv fordert Nachbesserungen bei Riester-Rente
Nachdem das Bundesfinanzministerium im April 2011 für die Jahre 2005 bis 2007 etwa 1,5 Millionen Riester-Zulagen in Höhe von 500 Millionen Euro zurückgebucht hat, entschied die Bundesregierung, dass Beiträge zur Riester-Rente auch nachträglich entrichtet werden können. Diese Änderung geht dem Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) jedoch nicht weit genug. Der Verband fordert weitere Nachbesserungen und appelliert an die Bundesregierung, die bestehenden Probleme bei der Riester-Rente “nochmals grundlegend und umfassend anzugehen”.
In einem Positionspapier hat der vzbv mehrere Verbesserungsvorschläge zusammengestellt, mit denen die Funktion der Riester-Rente als private Altersvorsorge gestärkt werden soll. Dazu gehört unter anderem, dass die Möglichkeit zur Nachzahlung von Beiträgen für alle Riester-Kunden bestehen soll und dass die bei der Riester-Rente anfallenden Kosten in ihrer Höhe nachhaltig gedeckelt werden. Alternativ könnte auch ein kostenloses Riester-Konto eingeführt werden.
Desweiteren fordert der vzbv eine bessere Vergleichbarkeit der verschiedenen Riester-Produkte über eine einheitliche Strukturierung der Produkt- und Kosteninformationen sowie eine weitergehende Regulierung der Finanzberatung, die sich stärker am tatsächlichen Bedarf der Verbraucher orientieren muss. Hierzu sollen klare Vorgaben und Standards für den Beratungsprozess vorgegeben werden. Alternativ könnte auch die Honorarberatung gefördert werden, wofür bislang jedoch der gesetzliche Rahmen fehlt, so der vzbv. Reformbedarf sieht der Verband auch in der derzeit unzureichenden Aufklärung über die voraussichtlichen und tatsächlich erreichten Versorgungsansprüche.
Keine KommentareRiester-Rente soll vereinfacht werden
Die Bundesregierung will mit einer Gesetzesänderung die staatlich geförderte Riester-Rente vereinfachen. So soll verhindert werden, dass Riester-Sparer Zulagen zurückzahlen müssen, weil ihre Ehepartner irrtümlicherweise keine Eigenbeiträge gezahlt haben. Dies war in der Vergangenheit häufiger der Fall.
Dem Gesetzentwurf zufolge soll es zukünftig möglich sein, dass Ehepartner den Mindesteigenbetrag von 60 Euro pro Jahr nachträglich zahlen können, um sich so rückwirkend den Zulagenanspruch zu sichern. Kinderlose Ehepartner, die nicht berufstätig sind, müssen ab 2012 allerdings ebenfalls einen Eigenbetrag in dieser Höhe zahlen, was für sie eine höhere Belastung bedeutet, da sie bislang auch ohne eigene Beiträge Anspruch auf die Zulagen hatten.
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble und Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (beide CDU) wollen mit dem neuen Gesetz Familien helfen, “die das Richtige tun und mit der Riester-Rente zusätzlich für das Alter vorsorgen”. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen begrüßte die Gesetzesänderung als “Schritt in die richtige Richtung”. Schon länger hatten Verbraucherschützer aber auch Banken die komplizierten Riester-Regeln kritisiert.
Keine KommentareZwei Drittel der Deutschen haben Vertrauen in Riester-Rente verloren
Eine repräsentative Online-Umfrage der Kommunikationsberatung Faktenkontor und des Marktforschungsunternehmens Toluna unter 1000 Bundesbürgern hat ergeben, dass zwei Drittel der Deutschen ihr Vertrauen in die staatlich geförderte Altersvorsorge der Riester-Rente verloren haben. Der plötzliche Vertrauensverlust ist vor allem auf die Rückforderungen des Finanzministeriums für schon geleistete Zulagen zurückzuführen, von denen etwa 1,5 Million Riester-Sparer betroffen sind. Betroffen sind Förderungen vor 2008, die wegen unterlassener Änderungsmeldungen oder anderer Gründe gar nicht berechtigt waren.
60% der Deutschen ziehen deshalb nach eigenen Angaben andere Modelle der privaten Altersvorsorge vor: Jeder Dritte hält Wohneigentum für die attraktivste Form der privaten Altersvosorge und 22% wollen sich auf betriebliche Altersvorsorgemaßnahmen verlassen. Die Riester-Rente hat in dieser Umfrage mit nur noch 8% einen deutlich geringeren Zuspruch als in der Vergangenheit.
In der Umfrage gaben 37% an, dass sie private Altersvorsorge machen müssen, weil sie Lücken bei der eigenen Altersrücklage schließen müssen. Etwa jeder Vierte will aus diesem Grund Kontakt zu einem Finanzberater aufnehmen und sich beraten lassen. 9% wollen die Initiative nicht selbst ergreifen, sondern erst dann tätig werden, wenn sie selbst von einem Finanzdienstleister angesprochen werden. 47% sehen hingegen keinen Grund, in absehbarer Zeit in Sachen Altersvorsorge – wie auch immer – aktiv zu werden.
Keine KommentareBund fordert fälschlich gezahlte Riester-Zuschüsse zurück
Nach einem Bericht des Bayerischen Rundfunks (BR) fordert der Bund fälschlich gezahlte Zuschüsse zur Riester-Rente zurück und greift bei den betroffenen Riester-Sparern einfach selbst auf die Konten zu. Es soll sich um Fälle handeln, bei denen die Voraussetzungen für die staatliche Förderung nicht oder nicht mehr erfüllt sind, hiervon sollen Millionen Sparer betroffen sein. Laut BR wurde bislang eine Summe von etwa 500 Millionen Euro zurückgefordert.
Ein Sprecherin des Bundesfinanzministerium bestätigte, dass die Zulagen-Berechtigungen im letzten Jahr überprüft wurden und dass es in der Folge zu Rückforderungen gekommen war, doch die in den Medien genannte Zahl der betroffenen Menschen könne sie nicht nachvollziehen, hieß es. Ergibt die Überprüfung, dass die Zulagen unberechtigterweise gezahlt wurden, greift die Zulagenstelle ohne Vorwarnung auf das betroffene Riester-Konto zu.
Verbraucherschützer kritisieren schon lange, dass Vorschriften für die Riester-Rente viel zu kompliziert sind und viele Verbraucher diese nicht durchblicken und verstehen. Auch die Rentenversicherung bedauert die Rückforderungen. Man dürfe die Menschen im System der staatlich geförderten Altersvorsorge nicht “durch ruppiges Vorgehen” frustrieren, sondern müsse versuchen sie durch umfassende Aufklärung und Information in diesem System zu halten. Dies gelte vor allem, weil die Betroffenen vermutlich nicht in betrügerischer Absicht gehandelt hätten, sondern vielmehr aufgrund von Unkenntnis oder Fahrlässigkeit.
Keine KommentareAuszahlung von Riester-Renten enttäuschend
Die ersten Auszahlungen aus ihren Fonds- und Banksparplänen fallen für viele Riester-Sparer enttäuschend niedrig aus. Viele Sparer hatten sich höhere Auszahlungen erhofft.
Wie das Wirtschaftsmagazin “Capital” berichtet, liegen die niedrigen Zahlungen daran, dass zum Rentenbeginn zunächst 20-30% des eingezahlten Geldes in eine Versicherung fließen. Diese soll gewährleisten, dass nach dem 85. Lebensjahr eine gleich hohe monatliche Rentenzahlung garantiert werden kann. Die Versicherer argumentieren, dass das Durchschnittsalter der Deutschen stetig steigt und der Sparsatz deshalb so hoch ausfallen müsse. Insgesamt betrifft dies rund 3,5 Millionen Deutsche.
Statistisch betrachtet werden tatsächlich gut 450 von 1000 Männern, die heute 65 Jahre alt sind, mindestens 85 Jahre alt. Die Kalkulation der Versicherungen ist allerdings sehr großzügig, sie gehen von 700 von 1000 Männern aus, die 85 Jahre oder älter werden. Finanzexperten sind sich einig, dass diese Berechnungen mittelfristig für die Versicherer Mehreinnahmen in Milliardenhöhe bedeuten.
Walter Riester, nach dem diese staatlich geförderte Form der Altersvorsorge, benannt wurde, erklärte gegenüber “Capital”, dass ursprünglich vorgesehen war, für die Rentenversicherung ab 85 Jahren ein Sparkapital von 10% zurückzulegen. Sparanteile von 25-30% seien zu viel, so Riester.
Keine KommentareFrauen schätzen Riester-Rente
Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage zeigen immer mehr Frauen Interesse an der privaten Altersvorsorge. Waren es vor einigen Jahren noch hauptsächlich die Männer, die sich um die Altersvorsorge kümmerten, sorgen der Umfrage zufolge zwischen 60 und weit über 70% der Frauen ebenfalls für das Alter vor.
Allerdings gibt es immer noch Unterschiede zwischen den Geschlechtern hinsichtlich der Art der privaten Altersvorsorge. Sp bevorzugen Männer weiterhin eher risikoreicherer Anlageformen, während Frauen vor allem auf Sicherheit setzen. Dies zeigt sich besonders bei der staatlich geförderten Riester-Rente: Während 30% der befragten Männer einen Riester-Vertrag abgeschlossen haben, waren es 50% der befragten Frauen.
Doch auch insgesamt konnte die Riester-Rente in den letzten 10 Jahren immer mehr Anhänger finden. Bis Ende September 2010 wurden im letzten Jahr über 830.000 Verträge geschlossen, bis dahin betrug die Zahl der Riester-Verträge insgesamt schon knapp 14,1 Millionen.
Keine KommentareNeue Infobroschüre zur Riester-Rente
Das Informationszentrum der deutschen Versicherer des Gesamtverbandes der Versicherungswirtschaft e.V. (GDV) hat eine neue Broschüre veröffentlicht. In der Broschüre “Die Riester Rente” sind detaillierte Informationen zur Förderung und Vertragsgestaltung von Riester-Produkten sowie tabellarische Darstellungen und Rechenbeispiele enthalten.
In der Broschüre wird dargelegt, für wen die Riester-Rente überhaupt ein geeignetes Altersvorsorge-Instrument ist, welche Möglichkeiten der Vertragsgestaltung es gibt, wie die staatliche Förderung funktioniert und wie sicher das eingezahlte Geld ist. Darüber hinaus wird erklärt, warum das eingezahlte Geld in der Ansparphase nur eingeschränkt verfügbar ist. Die Broschüre kann und will keine individuelle Altersvorsorge-Beratung erstzen, aber umfassend und in verständlicher Weise über die Riester-Rente informieren.
Die Broschüre kann in Einzelexemplaren kostenlos telefonisch beim Informationszentrum der deutschen Versicherer bestellt werden, sie steht aber auch im Internet kostenlos zum Download bereit. Das Informationszentrum der deutschen Versicherer will eine anbieterneutrale und unabhängige Hilfe bei verschiedenen Fragen zum Versicherungsschutz und der Altersvorsorge bieten. Die Broschüre wurde im Rahmen der Reihe “Zukunft klipp und klar” erstellt.
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