Beiträge in der Kategorie 'Berufsunfähigkeit'
Verbraucherschützer warnen vor billigen Erwerbsunfähigkeitsversicherungen
Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) gehört zu den wichtigsten Versicherungen überhaupt. Inzwischen bieten einige Versicherungsunternehmen, besonders günstige Policen einer Erwerbsunfähigkeitsversicherung ohne umfassende Gesundheitsprüfung an. Dazu gehört z.B. die Erwerbsunfähigkeitsversicherung der Generali, für die die Verbraucher nur zwei Gesundheitsfragen beantworten müssen und die vergleichsweise günstige Tarife anbieten. Auch die AXA hat mit der sogenannten Existenzschutzversicherung ein ähnliches Modell auf den Markt gebracht, bei der es zwar eine Gesundheitsprüfung gibt, aber diese wird von mehr Personen “bestanden” als bei einer BU, weil hier nicht alle Krankheiten abgedeckt werden.
Doch diese Art Versicherungen sind mit Vorsicht zu genießen, warnen Experten. Das Problem bei diesen Policen ist nämlich, dass sie erst dann zahlen, wenn der Versicherte überhaupt keine Erwerbstätigkeit mehr nachgehen kann, gleich welcher Art. Bis ein solcher Fall eintritt, muss schon viel passieren, bestätigt auch Bianca Boss vom Bund der Versicherung im “Handelsblatt”.
Deshalb sollten sich interessierte Verbraucher die jeweiligen Versicherungsbedingungen sehr genau durchlesen. Insbesondere bei der Dauer der prognostizierten Erwerbsunfähigkeit gibt es Unterschiede. So verlangen einige Anbieter eine Prognose von mindestens 6 Monaten, andere von mindestens 24 Monaten, bevor sie Leistungen erbringen. Darüber hinaus werden bei diesen Versicherungen in der Regel auch keine psychischen Erkrankungen abgedeckt und gerade diese gehören zu den häufigsten Gründen für eine Berufsunfähigkeit. Verbraucherschützer sind sich einig, dass eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung zwar auch Menschen abschließen können, die keinen BU-Vertrag bekommen, aber im Grunde ist jede BU-Versicherung besser als eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung.
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Deutschen ist Kfz-Versicherung oft wichtiger als BU-Versicherung
Viele Experten sind der Meinung, dass die Deutschen häufig falsche Prioritäten bei ihren Versicherungen setzen. Wie eine repräsentative Umfrage unter 1014 Deutschen des Instituts für Management- und Wirtschaftsforschung ergeben hat, glauben mehr als zwei Drittel der Bundesbürger, dass sie gegen das Risiko der Berufsunfähigkeit nicht gut abgesichert sind. Dagegen ist jeder zweite Deutsche nach eigenen Angaben in Sachen Kfz-Versicherung sehr gut abgesichert.
Die Hannoversche Leben, die diese Umfrage in Auftrag gegeben hatte, konnte zeigen, dass 86% der Deutschen die Gefahr zu gering einschätzen, dass sie wegen einer Erkrankung oder durch einen Unfall nicht mehr arbeiten gehen können. Vor allem bei Menschen mit sitzenden Tätigkeiten ist der Anteil derjenigen hoch, die dieses Risiko falsch einschätzen. Auch Teilzeitbeschäftigte irren sich hierbei häufig. Tatsächlich werden 20-30% der Menschen im Laufe ihres Lebens einmal vorübergehend oder dauerhaft erwerbsunfähig.
Das Erwerbsunfähigkeitsrisiko richtig einzuschätzen, ist allerdings auch nicht leichter, wenn man schon eine BU-Versicherung abgeschlossen hat. Von dieser Gruppe konnten mehr als 80% der Befragten das Risiko ebenfalls nicht einschätzen, ergab die Umfrage. Übrigens sind laut Studie über 20% der BU-Versicherten mit ihrer Police überhaupt nicht zufrieden und bewerten diese mit der Schulnote 6 (“ungenügend”).
Keine KommentareBdV warnt vor Kombi aus Pflegeschutz und BU
Der Bund der Versicherten (BdV) rät von der Kombination aus Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) und Pflegeversicherung, die manche Konzerne anbieten, ab. So erklärt BdV-Vorstandsmitglied Thorsten Rudnik, dass die Pflegezusatzversicherung zwar eine sinnvolle Ergänzung zu der unverzichtbaren BU-Versicherung sein kann, dass aber die Kombination beider Versicherungen in einer Police Nachteile birgt.
In den angebotenen Tarifen wird bei einer vorliegenden Berufsunfähigkeit eine Rente gezahlt und auch die Leistungen aus der Pflegeversicherung werden als Rente erbracht. Nach Rudnik sind die Beiträge hierfür viel zu hoch und deshalb ist eine solche Kombination “die ungünstigste Variante der Pflegeversicherung”. Stattdessen empfiehlt er für den Pflegeschutz lieber eine Pflegetagegeld- oder Pflegekostenversicherung abzuschließen. Rudnik rät Verbrauchern hierbei dazu, immer darauf zu achten, “dass die Pflegeversicherung nicht erst ab Pflegestufe III, sondern bereits ab Stufe I einspringt”.
Negativ bei der Kopplung der beiden Versicherungsbausteine ist zudem, dass gleich der Versicherungsschutz für beide Bestandteile wegfällt, falls der Vertrag z.B. wegen eines finanziellen Engpasses, nicht fortgeführt werden kann. Beide Bausteine sind so eng aneinander gekoppelt, dass keiner ohne den anderen laufen kann. Bessert sich die finanzielle Lage des Kunden, muss er gleich für beide Versicherungen neue Verträge abschließen, was mit zunehmendem Alter und in Abhängigkeit von dem Gesundheitszustand teuer werden kann.
Keine KommentareBerufsunfähigkeit: Anspruch nur bei konkreter Gefahr
Das Oberlandesgericht (OLG) Saarbrücken hat entschieden, dass eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) nur dann zahlen muss, wenn dem Versicherten nicht zugemutet werden kann, dass er seinen Beruf weiterhin ausübt. Es muss eine konkrete Gefahr für die Gesundheit bestehen (Az.: 5 U 8/10-1).
Im vorliegenden Fall musste sich ein Schweißer einer Thrombosebehandlung unterziehen. Seitdem musste er das Blutgerinnungsmittel Marcumar einnehmen, welches das Blutungsrisiko bei einer Verletzung erhöht. Danach wollte er Leistungen seiner BU in Anspruch nehmen mit der Begründung, dass es bei einem möglichen Arbeitsunfall bei ihm zu inneren Blutungen kommen könne.
Das Gericht bewertete dieses Risiko als “abstrakte Gefahr” und sah deshalb darin keine Berufsunfähigkeit. Wenn ein solches Risiko ausreichen würde, um den Fall als Berufsunfähigkeit zu bewerten, dürfte der Mann fast nirgendwo mehr arbeiten, da in vielen Bereichen lebensbedrohliche Gefahren drohen – unabhängig von der Gefahr innerer Blutungen, so das OLG. Nur die “bloße theoretische Möglichkeit von inneren Blutungen aufgrund von Arbeitsunfällen” reiche für eine Berufsunfähigkeit nicht aus. Damit hat der Versicherte in diesem Fall keinen Anspruch auf Leistungen von seiner BU-Versicherung.
Keine KommentareKrankheit verschweigen kann Versicherungsschutz kosten
Wer beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung bestehende Krankheiten verschweigt, risikiert den Versicherungsschutz. Auf ein entsprechendes Urteil des Oberlandesgerichts Brandenburg (Az.: 11 U 6/11) weist der Deutsche Anwaltverein (DAV) hin.
Im konkreten Fall schloss eine 40-jährige Beamtin eine Lebensversicherung mit Berufsunfähigkeitsversicherung ab. Sie verschwieg bei den Fragen zu ihrem Gesundheitszustand jedoch, dass sie unter eine Magenschleimhautentzündung litt, die medizinisch behandelt wurde. Erst nachdem die Frau einige Jahre später wegen Dienstunfähigkeit in den Ruhestand entlassen wurde, erfuhr die Versicherung von der Krankheit. Daraufhin stellte sie die Zahlungen der Rente in Höhe von rund 3600 Euro pro Jahr ein.
Die Beamtin klagte gegen den Zahlungsstopp, doch ohne Erfolg. Das Gericht entschied, dass die Frau die Erkrankung angeben hätte müssen. Nur wenn die Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß und vollständig beantwortet werden, kann die Versicherung entscheiden, ob sie den Kunden überhaupt versichern möchte und wenn ja, ob gegebenenfalls Zuschläge erhoben werden. Bestehenden Krankheiten zu verschweigen sei eine arglistige Täuschung, deshalb hab die Versicherung das Recht, den Vertrag anzufechten und die Leistungen zu verweigern, so die Richter.
Keine KommentareDeutsche unterschätzen Risiko einer Berufsunfähigkeit
Viele Deutsche sind sich offenbar gar nicht bewusst, wie hoch das Risiko einer Berufsunfähigkeit ist und welche finanziellen Konsequenzen eine solche nach sich ziehen kann. Das ergab eine repräsentative Umfrage unter 936 Berufstätigen zum Thema Berufsunfähigkeit, die im Auftrag des Versicherers Continentale von TNS Infratest durchgeführt wurde.
Tatsächlich glauben der Studie zufolge nur 13% der Berufstätigen, dass sie selbst einmal von der Berufsunfähigkeit betroffen sein könnten. In der Realität muss jedoch jeder fünfte Arbeitnehmer aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus dem Arbeitsleben ausscheiden. Von den Befragten wussten z.B. nur 27%, dass die Hauptursache für Berufsunfähigkeit heutzutage psychische Erkrankungen sind. Die Continentale bezeichnet eine solche Fehleinschätzung als “erschreckend”.
Das Risiko eine Berufsunfähigkeit zu unterschätzen, spiegelt sich auch im Vorsorgeverhalten der Deutschen wieder. So sichern sich 75% der Deutschen unzureichend gegen Berufsunfähigkeit ab, was nicht zuletzt auf mangelnde Informationen über Berufsunfähigkeit zurückzuführen ist, so die Continentale. Zwar halten 65% der Befragten eine BU-Versicherung für geeignet für den Fall einer Berufsunfähigkeit, aber genauso viele glauben, dass auch die Unfallversicherung hierzu geeignet sei. Als geeignete Vorsorgeform bezeichnen 68% der Befragten “Sparen”, 64% glauben, dass der Erwerb von Immobilien geeignet ist, um für den Fall einer Berufsunfähigkeit vorzusorgen und 54% sind der Meinung, es sei richtig, hierzu eine Lebensversicherung abzuschließen. Den Abschluss einer Krankenzusatzversicherung halten 45% für eine geeignete Vorsorgeform.
1 KommentarRiesige Preisunterschiede bei BU-Versicherungen
Die Stiftung Warentest hat zahlreiche Tarife von privaten Berufsunfähigkeits-Versicherungen getestet und die 52 besten und günstigsten ermittelt. Dabei zeigte sich, dass die Preisunterschiede für Angebote ähnlicher Qualität riesig sind. Für den Test wählten die Experten zwei Modellkunden: Eine Diplomkauffrau, die einen Vertrag mit 2.000 Euro Monatsrente wünscht und einen Altenpfleger, der eine Rente von 1.000 Euro haben will. Für die Diplomkauffrau ermittelte die Stiftung Warentest Verträge bis zum Alter von 67 Jahren mit einer jährlichen Prämie von 870 bis 2282 Euro und für den Altenpfleger gibt es Tarife mit einer Laufzeit bis zum 65. Lebensjahr von 645 Euro bis 1742 Euro pro Jahr.
Das beste Angebot für die Modellkunden stammt von der AachenMünchener, aber es gab auch noch zahlreiche weitere “sehr gute” Tarife, vor allem die Angebote von Huk24 und HUK-Coburg fielen darunter als besonders preisgünstig auf.
Die Stiftung Warentest weist allerdings darauf hin, dass nicht jeder den gewünschten Vertrag erhält, da Berufsgruppen mit höherem oder hohem Risiko und Menschen mit Vorerkrankungen höhere Beiträge bezahlen müssen oder gleich ganz abgelehnt werden. Da man schon nach einer Ablehnung auch bei anderen Anbietern schwerer einen guten Vertrag bekommt, empfiehlt sich, gleichzeitig bei mehreren Unternehmen anzufragen. Die wahrheitsgemäße Beantwortung der Gesundheitsfragen ist besonders wichtig, da die Versicherer bei falschen oder fehlerhaften Angaben die Rente verweigern können.
Keine KommentareGünstige Berufsunfähigkeitsversicherung online finden
Heute scheidet bereits jeder vierte Erwerbstätige krankheitsbeding aus dem Berufsleben aus. Wenn der eigene Beruf nicht mehr ausgeübt werden kann, steht oft auch die persönliche Existenz auf dem Spiel. Vor einem finanziellen und somit auch sozialen Abstieg können sich Berufstätige mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung schützen.
Die Berufsunfähigkeitsversicherung entwickelte sich in den letzten Jahren zu einer der wichtigsten freiwilligen Absicherungen in Deutschland. Der Grund für die wachsende Bedeutung sind die stark reduzierten Leistungen der gesetzlichen Erwerbsunfähigkeitsversicherung. In allen Berufsgruppen muss mit Blick auf die Erwerbsminderungsrente mittlerweile mit großen Versorgungslücken gerechnet werden.
Diese Versorgungslücken lassen sich durch den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung schließen. Angeboten wird die Berufsunfähigkeitsversicherung von der Mehrzahl der Versicherungsgesellschaften. Die Unterschiede, die sich dabei mit Blick auf die Beiträge und die Leistungen erkennen lassen, sind enorm. Um im Falle der Berufsunfähigkeit optimal abgesichert zu sein, sollte vor dem Abschluss einer solchen Versicherung ein Vergleich durchgeführt werden.
Bei der Suche nach einer günstigen Berufsunfähigkeitsversicherung greift das Internet helfend unter die Arme. Online lassen sich die unterschiedlichen Tarife der Versicherer sowohl auf der Leistungs- als auch auf der Beitragsseite vergleichen. Anhand der Gegenüberstellung wird die Ermittlung einer günstigen Berufsunfähigkeitsversicherung entscheidend erleichtert.
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Keine KommentareFrauen zahlen für BU-Versicherung 39% mehr als Männer
Nach einer Analyse, die das Internet-Vergleichsportal Check24.de durchgeführt hat, zahlen Frauen für eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) derzeit bis zu 39% mehr als Männer. Bislang sind die Beiträge für Männer und Frauen in vielen Versicherungsbereichen unterschiedlich, da die Risiken beider Geschlechter unterschiedlich hoch sind. Im Fall der Berufsunfähigkeit tragen Frauen ein höheres Risiko und müssen deshalb auch höhere Beiträge zahlen.
Ab dem 21. Dezember 2012 ist ein solcher Unterschied zwischen den Geschlechtern nicht mehr möglich, denn der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat vor kurzem entschieden, dass die Versicherungen ab dann Unisex-Tarife anbieten müssen, um Diskriminierungen zu vermeiden.
Neben dem Geschlecht hängt die Beitragshöhe in der BU auch noch von anderen Faktoren ab wie z.B. der Art der Arbeit oder dem Alter. Personen, die eine schwere körperliche Arbeit leisten, müssen höhere Beiträge zahlen als Menschen mit Bürotätigkeit und Ältere zahlen mehr als Jüngere. Allerdings gibt es auch große Unterschiede zwischen den Anbietern, deshalb sollte man vor dem Abschluss einer BU unbedingt verschiedene Angebote vergleichen.
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Keine KommentareStiftung Warentest: BU für Einsteiger nur am Anfang günstig
Die Stiftung Warentest hat in der März-Ausgabe ihrer Zeitschrift Finanztest sieben Angebote für Berufsunfähigkeitsversicherungen (BU) für Berufseinsteiger genauer unter die Lupe genommen.
Diese bieten den Versicherten teilweise hohe Anfangsrabatte an. So kostet z.B. der Einsteigertarig der Hanse Merkur für einen 25-jährigen Betriebswirt knapp 23 Euro netto pro Monat für eine monatliche Rentensumme von 1500 Euro im Falle der Berufsunfähigkeit. Zum Vergleich: Normalerweise kostet eine derartige Police rund 50 Euro pro Monat. Allerdings steigt der Monatsbeitrag ab dem sechsten Versicherungsjahr dann bis zum Vertragsende auf rund 45 Euro monatlich. Bei den meisten scheinbar günstigen Einsteigertarifen zahlen die Versicherten über alle Versicherungsjahre hinweg mehr als bei Normaltarifen.
Dazu kommt, dass manche Basis-Tarife (z.B. von Cosmos oder ErgoDirekt) die abstrakte Verweisung in ihren Konditionen enthalten, d.h. im Versicherungsfall darf der Versicherte auf eine einfacherer Tätigkeit verwiesen werden. Von solchen Verträgen rät die Stiftung Warentest explizit ab.
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Keine KommentareStaatliche Förderung für die Berufsunfähigkeitsversicherung?
Die CDU hat eine staatliche Förderung für die Berufsunfähigkeitsversicherung vorgeschlagen. Nach den Plänen der Union soll das bereits etablierte Riester-Prinzip auf die Berufsunfähigkeitsversicherungen ausgeweitet werden.
Heute handelt es sich bei der Versicherung der eigenen Arbeitskraft um eine der wichtigsten Vorsorgeformen überhaupt. Im Falle der Berufsunfähigkeit reicht das gesetzliche Auffangnetz nicht einmal für die Grundversorgung aus. Es ist wichtig, dass nicht nur an die Sicherung der Lebensstandards im Alter gedacht wird, sondern auch die kurz- und mittelfristigen Risiken des Alltages in die Kalkulation einfließen.
Durch einen staatlichen Zuschuss möchte die CDU dafür sorgen, dass mehr Bürger durch den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung an den Schutz der eigenen Arbeitskraft denken. Besserungsbedarf sieht die Union aber auch beim Wohn-Riestern. So möchte die CDU die Strafzahlungen, die bislang beim Auszug aus den eigenen vier Wänden fällig wurden, abschaffen.
Sparverträge sollen im Rahmen der Altersvorsorge zudem steuerlich so behandelt werden wie Lebensverbsicherungen. Demnach müssen die Verbraucher lediglich die Hälfte aller Erträge versteuern. Nach Angaben des finanzpolitischen Sprechers der Unionsfraktion, Klaus-Peter Flosbach, kann noch in diesem Jahr mit einem Gesetz für diesen Bereich gerechnet werden.
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Keine KommentareBerufsunfähigkeitsversicherung steuerlich absetzen
Grundsätzlich kann eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) von der Steuer abgesetzt werden – vorausgesetzt die Beiträge für die Kranken- und Pflegeversicherung liegen unter 1900 Euro (bei Angstellten) bzw. 2800 Euro (bei Selbstständigen). Übersteigen die Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge diese Summen, dann ist die BU nicht mehr absetzbar.
Bei Selbstständigen gilt zudem die sogenannte Günstigerprüfung. Diese besagt, dass sie in diesem Jahr in der Steuererklärung als Verheiratete Versicherungsbeiträge von mehr als 9000 Euro steuerlich geltend machen können, wenn sie für Versicherungen mehr als 10.736 Euro bezahlt haben.
Wer seine BU mit einer betrieblichen Altersvorsorge kombiniert hat, darf Beiträge von bis zu 2630 Euro in die BU einzahlen und muss auf diese Beiträge keine Steuern und Sozialabgaben zahlen. Zusätzlich sind darüber hinaus noch weitere 1800 Euro steuerfrei, auf diese müssen aber Sozialabgaben gezahlt werden. Diese Regeln gelten jedoch nur, wenn in der BU vereinbart wurde, dass im Leistungsfall entweder eine lebenslange Rente oder ein Auszahlungsplan mit anschließender lebenslanger Teilkapitalverrentung gezahlt wird. Darauf weist die “Rheinische Post” hin.
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Keine KommentareBU Test: BU Versicherung Test & Vergleich von Stiftung Warentest
Schnell kann die Berufsunfähigkeit zur Bedrohung für die eigene Existenz werden. Nur in wenigen Fällen erhalten Betroffene noch eine Erwerbsminderungsrente. Gemeinsam mit den Änderungen in der staatlichen Absicherung hat die private Berufsunfähigkeitsversicherung an Bedeutung erlangt. Sie ist oftmals die einzige Möglichkeit um den Lebensstandard auch im Falle der Berufsunfähigkeit zu halten.
Die Stiftung Warentest hat nun 92 Angebote von Versicherungsgesellschaften getestet. Im Fokus des aktuellen Tests standen Berufsunfähigkeitsversicherungen mit kombinierter Risikolebensversicherung. Die Experten von Finanztest weisen im Rahmen der aktuellen Testergebnisse vor allem auf die gewaltigen Preisunterschiede hin.
So bewegen sich die Kosten für einen entsprechenden Schutz einer 30-jährigen Bürokauffrau zwischen 446 und 1119 Euro pro Jahr. Bei der Suche nach einer Berufsunfähigkeitsversicherung sollten Verbraucher vor allem auf die Versicherungsbedingungen achten. Durch sie wird darüber entschieden, wann und ob ein Versicherer zahlt.
Besonders wichtig ist bei der Auswahl einer geeigneten BU Versicherung der Verzicht auf die abstrakte Verweisung. Junge Versicherte sollten zudem auf eine Nachversicherungsgarantie achten. Durch sie haben sie die Möglichkeit die Versicherung ohne eine weitere Gesundheitsprüfung nach Bedarf aufzustocken.
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Keine KommentareBU und Riester-Rente lieber trennen
Die Stiftung Warentest weist darauf hin, dass mit der staatlich geförderten Riester-Rente auch ein Berufsunfähigkeitsschutz abgeschlossen werden kann, wobei hierfür bis zu 15% des Beitrags verwendet werden darf.
Von einer solchen Kombination rät die Stiftung Warentest jedoch ab, denn sie hat zwei Nachteile: Erstens fällt die Altersrente später niedriger aus im Vergleich zu dem Fall, in dem der gesamte Beitrag in die Altersvorsorge einfließt.
Zweitens ist die Berufsunfähigkeitsrente, sollte sie der Versicherte in Anspruch nehmen müssen, voll steuerpflichtig. Dadurch wird die ohnehin schon kleinere Rente noch weiter geschmälert. Bei einer Berufsunfähigkeitsrente, die aus einem Vertrag ohne Riester-Förderung stammt, ist dagegen nur der Ertragsanteil steuerpflichtig. Deshalb empfiehlt die Stiftung Warentest Riester-Rente und Schutz vor Berufsunfähigkeit zu trennen.
Keine KommentareBdV: Berufsunfähigkeit nicht unterschätzen!
Dem Bund der Versicherten (BdV) zufolge ist die Berufsunfähigkeit (BU) das am stärksten vernachlässigte Risiko, laut BdV-Vorstand Thorsten Rudnik hat nur etwa jeder zehnte Haushalt in Deutschland eine Berufsunfähigkeits-Versicherung. Und selbst wer eine BU-Police besitzt, ist oft nicht ausreichend versichert, da die vereinbarte Rente im Ernstfall nicht immer ausreicht.
Das Problem bei BU-Versicherungen ist, dass viele Anbieter für Risikogruppen immense Aufschläge in den Beiträgen kassieren. Nur für junge, kerngesunde Personen aus bestimmten Berufsgruppen gibt es Policen zu vertretbaren Preisen, beklagt der BdV. Alleine die Ausübung von einem Handwerk als Beruf kann den Versicherten schon 100% Zuschlag kosten – für viele Handwerker sind diese Prämien unbezahlbar.
Außerdem beschränken viele Versicherer den Versicherungsschutz auf das 50. oder 55. Lebensjahr, so dass viele, die dringend einen BU-Schutz brauchen, ihn gar nicht (mehr) bekommen. Dennoch ist die BU-Versicherung eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt, denn sie soll im Ernstfall die Existenz sichern.
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