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Beiträge in der Kategorie 'Altersvorsorge'

Finanzen 2012: Deutsche sind optimistisch

Nach einer aktuellen repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts FORSA sind die Deutschen optimistisch, wenn sie an ihre Finanzen im neuen Jahr denken. Demnach sind 71% der Überzeugung, dass sie 2012 mindestens genauso viel oder mehr Geld zur Verfügung haben werden wie 2011.

Auch in diesem Jahr werden die Deutschen weiterhin sparen: 78% der Befragten gaben an, dass sie genauso viel oder mehr sparen wollen als 2011. Von denen, die mehr sparen wollen, setzen 69% bei ihren Energiekosten an – allerdings gibt es hier deutliche Unterschiede zwischen West- und Ostdeutschen: 91% der Ostdeutschen wollen ihre Ausgaben für Gas, Öl, Strom und Wasser reduzieren, im Westen sind es nur 66%. Auf dem zweiten Platz der geplanten Einsparungen liegen Restaurantbesuche, hier wollen durchschnittlich 46% (45% in Westdeutschland und 59% in Ostdeutschland) den Rotstift ansetzen. Große Unterschiede zwischen West und Ost gibt es auch bei den Einsparungsplänen im Bereich Lebensmittel: Im Westen wollen 20% der Befragten weniger Geld für Lebensmittel ausgeben, im Osten nur 5%.

Nicht oder kaum gespart werden soll dagegen bei der Altersvorsorge, da sind sich die Ostdeutschen (0%) und Westdeutschen (7%) fast einig. Nur 2% in der Gruppe der 18- bis 30-Jährigen und 3% in der Gruppe der 31- bis 40-Jährigen will in diesem Jahr hier Abstriche machen. Béla Anda, Chief Communication Officer der AWD Holding AG, sieht in diesem Ergebnis eine Bestätigung dafür, dass sich bei immer mehr Menschen die Erkenntnis durchsetzt, “dass eine solide Altersvorsorge das kontinuierliche Sparen voraussetzt, um so Sicherheit für den Lebensabend zu haben”.

An der Umfrage, die von der AWD Holding in Auftrag gegeben wurde, nahmen 1.005 Bundesbürger zwischen 18 und 50 Jahren teil.


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Freiberufler gegen Versicherungspflicht für Selbstständige

Nach Ansicht der Grünen sollten auch Selbstständige in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, um das Risiko der Altersarmut zu verringern. Wolfgang Strengmann-Kuhn, Rentenexperte der Bundestagsfraktion der Grünen, sagte gegenüber dem Deutschlandradio Kultur, dass es längst überfällig sei, die Rente auf die Zukunft einzustellen.

Dass die Union erwägt, eine Grundabsicherung für Selbstständige einzuführen, begrüße er, doch geht dies den Grünen nicht weit genug. Strengmann-Kuhn plädiert für eine Altersvorsorge ähnlich der Bürgerversicherung, in die jeder Bürger einzahlt. Wer eine private Rentenversicherung abschließt, habe das Risiko der Erwerbsminderung beispielsweise nicht abgesichert. Das kann dazu führen, dass Menschen, die privat vorsorgen trotzdem auf die Grundsicherung angewiesen sind. Peter Weiß (CDU), sozialpolitischer Sprecher der Unions-Fraktion hatte vorgeschlagen, eine Grundabsicherung für Freiberufler einzuführen, lehnt eine Bürgerversicherung allerdings ab.

Der Bundesverband der Freien Berufe (BFB) ist von der Idee einer Vorsorgepflicht für Selbstständige allerdings nicht begeistert. Gegenüber dem “Handelsblatt” erklärte BFB-Hauptgeschäftsführer Arno Metzler, dass es den Selbstständigen offen bleiben solle, wie und in welchem Umfang sie für das Alter vorsorgen wollen. Zwar begrüßt er staatliche Anreize für die private Altersvorsorge, aber eine Vorsorgepflicht lehnt er ab. Grund: Durch eine Verpflichtung werde die Eigenverantwortlichkeit weiter eingeschränkt und die Menschen neigen dazu, Vorsorge nur noch in den gesetzlich geforderten Grenzen zu betreiben, so Metzler im “Handelsblatt”. Die Ursache für die fehlende Altersvorsorge bei Selbstständigen ist laut Metzler der mangelnde Ertrag.

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Vorteile der betrieblichen Altersvorsorge kaum bekannt

Wie eine repräsentative Befragung des Instituts für Management- und Wirtschaftsforschung im Auftrag des Versicherers Hannoversche ergeben hat, sind die Vorteile der Betriebsrente vielen Deutschen nicht bekannt. So wissen knapp drei Viertel der Bundesbürger wenig über die steuerliche Förderung der betriebliche Altersvorsorge. Nur rund jeder vierte Befragte wusste überhaupt, dass die Betriebsrente immer steuerlich gefördert wird.

Für das Jahr 2011 gilt, dass die Beiträge für eine Betriebsrente bis maximal 2.640 Euro jährlich von Steuern und Sozialabgaben befreit sind, im nächsten Jahr steigt der Höchstbetrag auf 2.688 Euro. Für weitere 1.800 Euro müssen ebenfalls keine Steuern, aber Sozialabgaben bezahlt werden.

Die Betriebsrente muss im Alter versteuert werden und gesetzlich Versicherte müssen Beiträge für die Krankenversicherung bezahlen. Die Stiftung Warentest weist jedoch darauf hin, dass Sparer mit einer Betriebsrente trotzdem bessere Renditen erzielen als mit einer anderen vergleichbaren, nicht geförderten Altersvorsorge.

Auffällig ist, dass, obwohl der Arbeitgeber seiner Angestellten aufgrund seiner Fürsorgepflicht über die Möglichkeiten der betrieblichen Altersvorsorge informieren muss, dies keineswegs immer geschieht. So beklagen 45% der erwerbstätigen Deutschen, dass ihr Arbeitgeber ihnen keine Angebote zur betrieblichen Altersvorsorge unterbreitet, in der Verdienstgruppe von 1.000 bis 2.000 Euro monatlich (netto) sind es sogar 54%, die nicht informiert werden. Das ist schade, denn die Nachfrage unter den Beschäftigten nach einer betrieblichen Altersvorsorge ist durchaus groß: 85% der Arbeitnehmer nehmen die Möglichkeit der betrieblichen Altersvorsorge in Anspruch, wenn sie ihnen angeboten wird.

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Studie: Anleger vergessen Inflationsrate

Wie eine Erhebung der Postbank gezeigt hat, berücksichtigen nur die wenigsten Deutschen bei ihrer Finanzplanung und Altersvorsorge die Inflationsrate. Nach der bundesweit durchgeführten Analyse achtet nicht einmal jeder achte Deutsche darauf, die Inflation bei seiner Altersvorsorge einzubeziehen. 53% der Befragten gaben an, dass der Effekt steigender Preise für sie “keine Rolle spielt” und 35% haben sich nur schon einmal daran gedacht.

Die Inflation scheint zunehmend in Vergessenheit zu geraten, denn noch 2009 gaben immerhin 15% der Deutschen an, dass sie die Inflation bei ihrer Altersvorsorge berücksichtigen. Bei den Berufstätigen, die eine private Altersvorsorge planen, waren es damals sogar 18%. In der aktuellen Erhebung waren es in beiden Gruppen nur noch 12%, in der Gruppe der jungen Berufstätigen unter 29 Jahre sogar nur 9%.

Dabei kann das Vernachlässigen der Inflationsrate gefährliche Folgen haben, wie ein Beispiel der Postbank zeigt: Plant ein heute 30-jähriger, beim Eintritt in den Ruhestand mit 67 Jahren, die gleiche Kaufkraft zu haben, die er heutzutage mit monatlich 1500 Euro hat, so entspricht dies bei einer durchschnittlichen Inflationsrate von 2,5% einer Summe von 3.740 Euro zum gewünschten Zeitpunkt.

Diese Gefahr sehen vor allem Berufstätige mit Abitur und Studium, von denen 24% (und damit doppelt so viele wie in der Gesamtbevölkerung) angeben, dass sie die Inflation bei ihrer Vorsorgeplanung berücksichtigen. Bei Berufstätigen mit einfacher Schulbildung trifft dies nur auf 7% zu. Aktuell beträgt die Inflationsrate in Deutschland übrigens 2,4% und ist damit so hoch wie seit 2008 nicht mehr.

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Altersvorsorge: West- und Ostdeutsche gleichen sich an

In Sachen Altersvorsorge haben die Verbraucher im Osten in den letzten Jahren stark aufgeholt und sind nun fast auf dem gleichen Niveau wie die Verbraucher in Westdeutschland. Das ergab eine aktuelle, repräsentative Studie des Wirtschafts- und Finanzforschungsinstituts Icon, die im Auftrag des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) durchgeführt wurde. Demnach haben 82% der Bürger in den alten und 81% der Bürger in den neuen Bundesländern bereits Maßnahmen zur Altersvorsorg getroffen. Das Niveau im Westen Deutschlands ist im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert geblieben, doch in Ostdeutschland stieg der Anteil der Vorsorge um 6%. Das liegt sicher auch daran, dass hier der Anteil der Menschen, die aus finanziellen Gründen keine Altersvorsorge betreiben können, von 16% auf 10% gesunken ist (Westen: 9%).

Hinsichtlich der Form der privaten Altersvorsorge gibt es keine Unterschiede zwischen alten und neuen Bundesländern. Für 96% (West) bzw. 97% (Ost) der Anleger steht die Sicherheit der Geldanlage an oberster Stelle. Dass sie ihre Ersparnisse ständig verfügbar haben, ist für 87% (West) bzw. 88% (Ost) ebenfalls besonders wichtig. Das Gefühl, mit dem Finanzprodukt vertraut zu sein, in welches das eigene Geld angelegt wurde, wird sowohl für West- als auch für Ostdeutsche immer wichtiger. War dies im letzten Jahr noch für 79% der Anleger von entscheidender Bedeutung, bestätigten nun 85% (West) bzw. 87% (Ost) die große Rolle der Vertrautheit.

Die Bundesbürger setzen auf wertbeständige Anlageformen, legen aber unterschiedliche Präferenzen. So steht im Westen die selbst genutzte Immobilie als Altersvorsorge (46%, im Osten: 38%) und die betriebliche Altersvorsorge (28%, im Osten: 22%) hoch im Kurs. Dagegen bevorzugen die Bürger im Osten Deutschlands vor allem den Bausparvertrag (34%, im Westen: 26%) und das Sparbuch (33%, im Westen: 25%). Für Aktien, Investmentfonds und Immobilienfonds entscheiden sich im Westen etwas mehr (11%, 9% und 6%) als im Osten (6%, 7% und 3%). An der Umfrage, die im Juli und August 2011 durchgeführt wurde, nahmen rund 2000 Menschen im Alter ab 14 Jahren teil.

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57% der Deutschen unterschätzen Wichtigkeit der privaten Altersvorsorge

57% der Bundesbürger glauben, dass sie keine private Altersvorsorge betreiben müssen, sondern dass dies vor allem für Besserverdienende relevant ist, die ihren Lebensstandard halten wollen. Selbst die Bürger, die aktiv sparen, sind sich über die Notwendigkeit nicht immer bewusst. So sind sich von diesen nur 40% sicher, dass eine zusätzliche private Altersvorsorge notwendig ist, damit sie im Ruhestand den bis dahin erlangten Standard halten können. Das ergab eine repräsentativ Befragung von 1.014 Bundesbürgern des IMWF Instituts für Management- und Wirtschaftsforschung, die im Auftrag des Direktversicherers Hannoversche durchgeführt wurde.

Die Einschätzungen der Befragten sind viel zu optimistisch und ein solcher Irrglaube kann gefährlich werden. Tatsächlich sind sich Experten sicher, dass die staatliche Rentenzahlung in gut 20 Jahren nur noch 40% des letzten Bruttogehalts betragen wird. Die Befragten selbst sind dagegen überwiegend der Meinung, dass sie über 50% des letzten Bruttogehalts als Rentenzahlung erhalten.

Doch selbst das wäre noch viel zu wenig, um den Lebensstandard eines Berufstätigen zu erhalten. Vorsorge-Experte Horst Meyer von der Hannoverschen beont, dass in der Regel rund 80% des letzten Nettoeinkommens benötigt werden, um im Ruhestand gut auszukommen. Angesichts der tatsächlichen Rentenhöhen ist eine Versorgungslücke offensichtlich, die nur über eine private Vorsorge geschlossen werden kann. Meyer weist in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass Sparer oftmals ihre Beiträge zur Altersvorsorge steuerlich geltend machen können.

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Umfrage: 83% werden zu wenig informiert

Ab Januar 2012 treten Änderungen bei der privaten Altersvorsorge in Kraft, doch die überwiegende Mehrheit der Bundesbürger wurde nach eigenen Angaben nicht von ihrer Bank oder Versicherung darüber informiert. Wie eine repräsentative Umfrage der Beratungsgesellschaft Faktenkontor und des Marktforschers Toluna unter 1.000 Bundesbürgern ergeben hat, haben 83% der Befragten keine Ahnung von den Neuerungen. So wussten 69% beispielsweise nicht, dass es ab dem nächsten Jahr bei privater Lebens- und Rentenversicherung einen niedrigen Garantiezins geben wird. Das berichtet das “Handelsblatt”, dem die Umfrageergebnisse exklusiv vorliegen.

Nur eine Minderheit sieht den Änderungen optimistisch entgegen. So befürchten 61% der Deutschen, dass die Neuerungen letztlich zu einer niedrigeren Rente führen. Von denjenigen, die schon wissen, welche Änderungen durchgeführt werden, wollen einige noch vorher einen Vertrag mit den alten Konditionen abschließen. Konkret planen 10% der Bundesbürger den Abschluss einer privaten Renten- oder Lebensversicherung vor Januar 2012. Knapp 69% hat nicht vor, einen solchen Vertrag abzuschließen, allerdings hauptsächlich deswegen, weil sie schon eine solche Versicherung besitzen. Die übrigen 21% haben sich noch keine Gedanken zu dem Thema gemacht. Für Banken und Versicherungen ist dies sicherlich eine interessante Zielgruppe mit hohen Vertriebschancen.

Laut “Handelsblatt” besteht auch laut einer aneren Studie Beratungsbedarf in Sachen Altersvorsorge. Hier gaben 42% an, dass sie unsicher sind bzw. bezweifeln, ob sie ausreichend finanziell für das Alter vorgesorgt haben.

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Deutsche sehen Wohneigentum als Altersvorsorge

Eine repräsentative Ipsos-Umfrage, die im Auftrag der Zeitschrift “Das Haus” durchgeführt wurde, hat gezeigt, dass die Deutschen Wohneigentum hauptsächlich als Altersvorsorge betrachten. Insgesamt 82% stimmten der Aussage zu, dass eigene Immobilien eine gute Absicherung für das Alter seien. 76% gaben an, dass sie ihr Geld durch den Kauf einer Immobilie “risikofrei und sinnvoll” anlegen möchten.

Für 75% der Befragten ist der größte Vorteil einer eigenen Wohnung oder eines eigenen Hauses, dass sie irgendwann mietfrei wohnen können. Auch der Vermieter spielt bei der Kaufentscheidung eine Rolle. So begrüßen 67% der Befragten, dass sie bei Wohneigentum keinen Vermieter mehr haben, der ihnen bei Entscheidungen rund um die Immobilie nicht mehr reinreden kann und 66% sind froh, dass sie mit Wohneigentum “endlich tun und lassen können, was sie wollen”. 71% der Befragten finden es vorteilhaft, dass sie nicht mehr gekündigt werden können.

Doch auch andere Gründe können ausschlaggebend für den Kauf einer Immobilie sein. So sind 62% der Befragten der Meinung, dass ihre Kinder “eine richtige Heimat” brauchen und 54% wollen das Familienerbe bewahren. Nur 17% der Befragten finden, dass Wohneigentum “ein Klotz am Bein” ist.

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n-tv testet Beratungsqualität von Banken zur Altersvorsorge

Der Nachrichtensender n-tv wollte wissen, wie gut die Altersvorsorge-Beratungen bei Banken ist und hat bei dem Deutschen Institut für Service-Qualität (DISQ) eine entsprechende Studie in Auftrag gegeben. Dabei wurden insgesamt 150 persönliche Beratungsgespräche verdeckt geführt und die Beratungsunterlagen unter die Lupe genommen, die den Kunden nach dem Gespräch ausgehändigt worden sind.

Ergebnis: Insgesamt erzielten die Banken bei dem persönlichen Beratungsgespräch im Durchschnitt eine gute Bewertung. Etwa 1 Stunde dauerten die Gespräche, in denen die Mitarbeiter die doch oft komplizierten Vorsorgethemen verständlich darstellten. Allerdings gab es im Detail durchaus einige Schwächen wie z.B. bei der Berechnung der individuellen Rentenlücke. Dieses Thema wurde auch nur in jedem vierten Fall in den Beratungsunterlagen aufgegriffen. An diesen Unterlagen hatten die Berater so manches auszusetzen, denn nicht immer fand sich hier ein konkreter Vorschlag für die Altersvorsorge geschweige denn zusätzliche Produktinformationen oder Modellberechnungen. Auffällig war die häufige Empfehlung provisionsträchtiger Produkte wie den Riester-Fondssparplänen. Hier könnte man den Verdacht bekommen, dass die Berater auch an ihren eigenen Vorteil denken und nicht nur an den des Kunden.

Auf Platz 1 landete die Berliner Sparkasse, die vor allem durch die sehr detaillierte und damit umfangreichste Bedarfsanalyse überzeugen konnte. Den 2. Platz sicherte sich die Deutsche Bank, die die besten Beratungsunterlagen und die dazu passenden Vorschläge vorweisen konnte. Auf dem 3. Platz kam die Berliner Volksbank aufgrund ihrer ebenfalls sehr umfassenden Beratung. Trotz dieses Ergenisses raten Verbraucherschützer dazu, sich eine zweite Meinung von einem unabhängigen Experten auf Honorarbasis geben zu lassen. Dieser muss zwar selbst bezahlt werden, dafür erhält man von ihm aber eine unabhängige Meinung, da er keine Provisionen für bestimmte Produkte bekommt.

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Altersvorsorge: Deutsche gehen wenig Risiko ein

Nach einer Studie des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes gehen die Deutschen kaum Risiken ein, wenn es um ihre Altersvorsorge geht. Die beliebteste Form der Altersvorsorge ist die private Rentenversicherung, die 61% der Bundesbürger abgeschlossen haben. Ebenso viele Deutsche nutzen ihr Sparbuch für Rücklagen, die für den Ruhestand gedacht sind. Das berichtet die “Rheinische Post” online.

Während 60% der Deutschen für ihre Altersvorsorge eine Lebensversicherung abgeschlossen haben und 56% einen Bausparvertrag, sind es etwas weniger, denen ihre selbst genutzte Immobilie als Altersvorsorge dient. Dagegen nutzen nur 28% der Deutschen Investmentfonds und nur jeder fünfte Bundesbürger hat in Aktien investiert.

Insgesamt stieg die Sparquote der Deutschen (= Verhältnis des Sparanteils zum verfügbaren Einkommen) im letzten Jahr leicht an und betrug 11,4%. Das durchschnittliche private Geldvermögen ist 2010 ebenfalls gestiegen, es lag mit 122.700 Euro um fast 6000 Euro höher als im Vorjahr. Zieht man die Verbindlichkeiten von durchschnittlich 38.200 Euro ab, belief sich das Netto-Geldvermögen der Bundesbürger (Privathaushalte) im vergangenen Jahr auf 84.500 Euro.

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Umfrage zur privaten Altersvorsorge gestartet

Viele Verbraucher kündigen ihre Verträge zur privaten Altersvorsorge vorzeitig und nehmen dafür auch hohe Verluste in Kauf. Für eine vorzeitige Kündigung gibt es viele Gründe, jedoch liegt bislang noch keine amtliche Statistik vor, in der die verschiedenen Kündigungsgründe systematisch aufgeführt sind. Die Verbraucherzentralen wollen dieser Frage nun mit einer umfangreichen Befragung nachgehen und starten im Rahmen der “Initiative Finanzmarktwächter” eine Umfrage.

Alle Betroffenen sind aufgerufen, sich an der Umfrage zu beteiligen. Selbstverständlich ist die Teilnahme anonym und freiwillig. Wer an der Befragung teilnehmen möchte, findet den entsprechenden Fragebogen in den Beratungsstellen der Verbraucherzentralen oder kann diesen auf den Webseiten der Verbraucherzentralen abrufen. Vorstand Ulrike von der Lühe von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hofft, dass viele Verbraucher an der Umfrage teilnehmen, damit die Verbraucherschützer erfahren, warum die Vorsorgeverträge wirklich gekündigt werden. Die Umfrage läuft noch bis zum 30. September 2011. Im Herbst sollen dann die Ergebnisse veröffentlicht und daraus resultierende Empfehlungen an die Politik weitergegeben werden.

Mit der Initiative Finanzmarktwächter wollen die Verbraucherzentralen unter anderem unseriöse Geschäftspraktiken in der Finanzbranche aufdecken und die staatliche Finanzaufsicht unterstützen. Ziel ist es, Versorgungslücken und Altersarmut zu vermeiden und die Konsumfähigkeit der Verbraucher zu stärken, heißt es bei den Verbraucherzentralen. Darüber hinaus soll die Initiative dazu beitragen, dass die Anbieter von Finanzdienstleistungen in ihrem Vertrieb und im Umgang mit Kunden diszipliniert werden und so eine Stärkung des Wettbewerbs erreicht werden. Konkret sollen im Rahmen der Initiative drei große Problemfelder unter die Lupe genommen werden. Neben der Befragung zur Kündigung von Altersvorsorgeprodukten geht es auch um die Überprüfung der Dispozinsen bei den Banken und die Kontrolle der aktuellen Beratungsprotokolle im Bereich Geldanlage.

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Studie: Jugendliche in NRW sorgen fürs Alter vor

Wie die erste repräsentative Studie zum Finanzwissen der jungen Generation, die vom WDR in Auftrag gegeben wurde, gezeigt hat, gehen Jugendliche in Nordrhein-Westfalen sorgsam mit ihrem Geld um und kümmern sich mehrheitlich auch schon um ihre Altersvorsorge. Demnach sparen drei von vier Jugendliche im Alter von 14 bis 29 Jahren für konkrete Ziele und vier von fünf Jugendlichen sorgen fürs Alter vor.

Zwei Drittel der Jugendlichen sparen in einer Spardose, 88% besitzen ein eigenes Girokonto und 73% verfügen über ein Sparbuch. Nur 8% in dieser Altersgruppe spart überhaupt nicht, somit sind junge Erwachsene in NRW sparsamer als der Durchschnitt der Bevölkerung (hier sparen mehr als 20% überhaupt nicht).

Es zeigte sich, dass 75% der Befragten nach eigenen Angaben an den Themen Geld und Finanzen interessiert sind und dass viele junge Menschen überdurchschnittlich oft Banken und Finanzberatern vertrauen. Das Vertrauen der Gesamtbevölkerung in Banken und Finanzberater ist deutlich geringer. Allerdings gaben 63% der Befragten an, dass sie das Thema Finanzen als “belastend” empfinden, wobei jeder Zweite angab, dass es für ihn nicht in Frage kommt, Schulden zu machen.

Mit der Umfrage “Ohne Moos nix los – wie junge Menschen über Geld und Finanzen denken” sollte in Erfahrung gebracht werden, wie Jugendliche und junge Erwachsene zum Thema Geld stehen und ob sich ihre Einstellungen vielleicht von denen älterer Erwachsener unterscheiden.

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Scharfe Kritik von Verbraucherschützern an Ergo

Der Bund der Versicherten übt scharfe kritik an den betrieblichen Altersvorsorgeverträgen, die Ergo-Vertreter zum Nachteil der Kunden abgeschlossen haben. Auch der Bundesverband der Verbraucherzentralen ist entsetzt über die neuen Enthüllungen bei der Ergo Versicherung.

Wie das “Handelsblatt” berichtet, verkauften Ergo-Vertreter ihren Kunden Einzelpolicen zur betrieblichen Altersvorsorge, obwohl die Versicherung Rahmenverträge mit Sonderkonditionen mit den Unternehmen vereinbart hatte. Die Vertreter kassierten für ihre Abschlüsse hohe Provisionen, eine konkrete Summe ist jedoch nicht bekannt. Die Ergo prüft nach eigenen Angaben mit einer eigens eingerichteten Task-Force die Fälle.

Gegenüber dem “Handelsblatt” erklärte Thorsten Rudnik, Vorstandsmitglied beim Bund der Versicherten, dass es unbegreiflich sei, dass das Unternehmen offenbar geglaubt habe, dass man die Vorgehensweisen nicht aufdecken werde. Versicherungsexperte Lars Gatschke vom Bundesverband der Verbraucherzentralen sieht die Ereignisse als Hinweis dafür, dass die interne und externe Aufsicht versagt hat. Er kann nicht glauben, dass es keinem Mitarbeiter der Ergo aufgefallen sein will, dass hier “massenhaft Verträge mit falschen Konditionen geschlossen wurden”.

Gatschke fordert in diesem Zusammenhang eine Abschaffung des derzeit gültigen Provisionssystems und eine Deckelung der Provisionen. Laut dem “Handelsblatt” setzt Marktführer Allianz bereits ein anderes System mit fixen Provisionen ein. Unternehmenssprecher Udo Rössler schließt deshalb Vorkommnisse wie bei der Ergo für sein Unternehmen aus.

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Experten empfehlen 80% des Nettogehalts als Altersgeld

Oft reicht die gesetzliche Rente im Alter nicht aus, um den bisherigen Lebensstandard zu halten. Umso wichtiger ist die private Altersvorsorge. Doch wie hoch muss das Altersgeld überhaupt sein, damit man keine hohen finanziellen Einbußen hat? Experten wie die Aktion “Finanzwissen für alle” und die Stiftung Warentest empfehlen, dass etwa 80% des letzten Nettogehalts nach dem Ausscheiden aus dem Arbeitsleben verfügbar sein sollten.

In der Regel sinken die Ausgaben im Alter, beispielsweise ist dann oft der Kredit für das Eigenheim abbezahlt und auch berufsbezogene Ausgaben (z.B. Fahrtkosten oder Investitionen) entfallen. Deshalb schätzen Experten den Anteil von 20% des letzten Nettogehalts als entbehrlich ein.

Von den übrigen, immer noch erforderlichen 80% deckt bei Angestellten ein großer Teil die gesetzliche Rente, doch es bleibt eine Rentenlücke. Wie groß diese ist, lässt sich z.B. durch den kostenlosen Rentenlücken-Rechner der Stiftung Warentest ermitteln. Anhand der persönlichen Eingaben ermittelt er, wie hoch die Differenz zwischen der gesetzlichen Rente und dem Betrag ist, der für den individuellen Lebensstandard benötigt ist. Wer weiß, wie groß seine Rentenlücke sein wird, kann seine Vorsorgemaßnahmen entsprechend planen und darauf abgestimmt rechtzeitig für das Alter vorsorgen. Die Auswahl der verschiedenen Vorsorgeprodukte (z.B. betriebliche Altersvorsorge, Riester-Rente) sollte nach den persönlichen Wünschen und Bedürfnissen des Sparers ausgewählt werden.

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Deutsche immer weniger an Altersvorsorge interessiert

Offenbar flaut das Interesse der Deutschen an einer guten Altersvorsorge zunehmend ab. In einer Umfrage der Fondsgesellschaft Union Investment im ersten Quartal 2010 haben noch drei Viertel der Befragten (75%) angegeben, dass sie Altersvorsorge für ein wichtiges Thema halten. Im zweiten Quartal 2011 haben dies nur noch zwei Drittel der Befragten (66%) bestätigt.

Der Studie zufolge sind vor allem junge Menschen und Geringverdiener wenig am Thema Altersvorsorge interessiert. So gaben 78% der Befragten in der Einkommensklasse von über 3100 Euro netto pro Monat an, sich mit ihrer Altersvorsorge zu beschäftigen, aber nur 53% in der Gruppe der Menschen, die über ein monatliches Nettoeinkommen von 1300-2300 Euro verfügen.

In der Einkommensklasse bis 1300 Euro netto monatlich ist die private Altersvorsorge sogar nur bei 31% der Befragten ein Thema. So niedrig war das Interesse an der Altersvorsorge seit Beginn der Erhebung im Jahr 2007 noch nie. Da verwundert es nicht, dass aus dieser Gruppe auch nur jeder Dritte einen staatlich geförderten Riester-Vertrag abgeschlossen hat. Gerade diese Form der Altersvorsorge ist aber auch für Geringverdiener geeignet, die hier besonders stark gefördert werden. Wolfram Erling, Leiter Zukunftsvorsorge bei Union Investment, betont in diesem Zusammenhang, dass der finanzielle Aufwand für die Riester-Rente auch nicht so groß ist wie von vielen befürchtet. In der Umfrage gaben nämlich 35% der Geringverdiener an, dass sie wegen ihrer mangelnden finanziellen Möglichkeiten, keine private Altersvorsorge betreiben.

Das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer privaten Altersvorsorge ist durchaus gegeben. Zwar hat nur knapp ein Drittel der Befragten tatsächlich Vorsorgemaßnahmen getroffen, aber 59% gaben zu, sich mit diesem Thema beschäftigen zu müssen. Ein ähnliches Ergebnis lieferte die Umfrage auch bei den jungen Erwachsenen zwischen 20 und 29 Jahren. Nur 30% der Befragten aus dieser Altersgruppe beschäftigen sich mit dem Thema Altersvorsorge, aber 65% sehen es als notwendig an.

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