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Beiträge in der Kategorie 'Altersvorsorge'

Deutsche investieren weniger in Altersvorsorge

Laut einer repräsentativen Umfrage des Forsa-Instituts, die im Herbst 2009 im Auftrag der Dresdner Bank durchgeführt wurde, investierten die Deutschen 2009 weniger Geld in ihre Altersvorsorge als noch im Jahr zuvor. An der Umfrage nahmen über 800 Deutsche im Erwerbsalter teil.

Zwar legen fast 75% der Deutschen privat etwas für ihre Altersvorsorg zurück – das sind etwa so viele wie im vergangenen Jahr – doch werden die Beträge kleiner: Während im letzten Jahr 38% angegeben haben, dass sie nur bis zu 100 Euro pro Monat für die private Altersvorsorge zurücklegen, sind es in diesem Jahr schon 53% der Befragten. 22% investieren monatlich 100-200 Euro in die private Altersvorsorge (2008: 24%) und nur noch 18% sogar mehr als 200 Euro (2008: 25%).

Danach befragt, was sie mit zusätzlichen 100 Euro im Monat tun würden, haben nur 36% geantwortet, dass sie es in die private Altersvorsorge investieren würden. 63% der Befragten haben geantwortet, dass sie das Geld “für etwas anderes” ausgeben würden. Im Jahr zuvor hätten noch rund 45% das Geld in die private Altersvorsorge gesteckt.


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Gefahr vor steigender Altersarmut

Die Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV) warnt davor, dass aufgrund von Arbeitslosigkeit und Niedriglöhnen die Gefahr für Altersarmut steigt. Gegenüber der “Neuen Osnabrücker Zeitung” erklärte Präsident Herbert Rische, dass sich die ohnehin schon schwierige Lage für Langzeitarbeitslose verschärfe. Die Monatsrente eines Erwerbslose für ein Jahr Bezug von Arbeitslosengeld II erhöhe sich aktuell nur noch um 2,09 Euro und nicht – wie noch 2009 berechnet – um 2,17 Euro. Rische fordert deshalb, dass der Bund deutlich mehr Geld in die Rentenkasse für Langzeitarbeitslose einzahlen solle.

Auch die immer weitere Ausweitung des Niedriglohnbereichs ist für Rische bedenklich. Das greift die lohnbezogenen Sozialversicherungssysteme massiv an und irgendwann könnten sich diese nicht mehr halten, so die Befürchtung. Außerdem könne bei niedrigen Löhnen keine private Altersvorsorge mehr bezahlt werden.

Bislang ist es so, dass Langzeitarbeitslose pro Lebensjahr einen Betrag von 250 Euro für ihre private Altersvorsorge behalten dürfen. Mit dem darüber hinausgehenden Vermögen müssen sie ihren Lebensunterhalt bestreiten, bevor sie vom Staat Unterstützung erhalten. Die Bundesregierung plant, den Schonbetrag auf 750 Euro zu erhöhen, um eine private Altersvorsorge zu ermöglichen.

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Bei Altersvorsorge Inflation berücksichtigen

Die Stiftung Warentest weist darauf hin, dass Sparer beim Planen ihrer Altersvorsorge immer auch die Inflation berücksichtigen sollten. Bei einer Inflation von 2% (Durchschnitt der letzten 10 Jahre) würde eine Rente in Höhe von 1000 Euro heute nämlich in 20 Jahren nur noch 673 Euro wert sein. Allgemein gesagt: Von 4% Rendite bleibt bei einer Inflation von 2% letztlich ein realer Ertrag von 2% übrig. Bei Geldanlagen mit einem Zinssatz von 2% oder weniger (z.B. Sparbuch) bedeutet das, dass die Geldanlage höchstens einen Verlust verhindert.

Die Warentester haben sich die typischsten Altersvorsorgeprodukte genauer angesehen und berechnet, wieviel bei einer Inflation von 2% tatsächlich übrig bleibt. Es stellte sich heraus, dass für Arbeitnehmer mit einem Einkommen von bis zu 45.000 Euro im Jahr Investitionen in eine Firmenrente sehr lohnenswert sind. Grund: Auf diese Einzahlungen werden keine Sozialabgaben fällig und selbst nach Abzug der Inflation und langen Laufzeiten bleibt ein ordentliches Plus unterm Strich. Auch die gesetzliche Rente profitiert von steigenden Preisen/Löhnen, wenn auch mit Einschränkungen.

Angesichts der doch großen Unterschiede zwischen den verschiedenen Altersvorsorgeprodukten empfiehlt die Stiftung Warentest einen regelmäßigen Inflationscheck. Dieser soll Auskünfte über die bisherigen Rentenansprüche geben und so mögliche Lücken (durch die Inflation der nächsten Jahre) aufdecken.

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Zu wenig Altersvorsorge bei unter 36-Jährigen

Laut einer repräsentativen Forsa-Umfrage, die im Auftrag der HanseMerkur-Versicherungsgruppe durchgeführt wurde, glauben 48% der jungen Erwachsenen, nicht genug für die eigene Altersvorsorge zu tun. Die Einsicht ist gut, doch nur 9,9% der Befragten aus dieser Altersgruppe will 2010 auch tatsächlich konkret etwas für die Altersvorsorge tun und entsprechende Verträge abschließen. Um sich die private Altersvorsorge finanziell leisten zu können, sind aber 28% dieser Befragten dazu bereit, sich einzuschränken und auf Konsumgüter zu verzichten.

Besser wäre, der Einsicht auch Taten folgen zu lassen, denn Experten halten die Gruppe der unter 36-jährigen für die am schlechtesten abgesicherte Bevölkerungsgruppe. Zwar riestern 42% der 26-35-Jährigen bereits und 52% haben eine private Rentenversicherung, doch das reicht Experten zufolge nicht aus. In einer ebenfalls von der HanseMerkur durchgeführten Expertenbefragung schätzten Wissenschaftler, dass nur ungefähr jeder Fünfte seinen Lebensstandard im Alter halten können wird.

Ältere Erwachsene (über 36 Jahre) schätzen ihre eigene Altersvorsorge besser ein: 71% glauben, dass sie genug dafür tun. Tatsächlich riestern 34% von ihnen und fast 60% besitzen eine private Renten- oder Lebensversicherung.

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15% ohne Altersvorsorge in Europa

Wie aus der Janus Capital European Consumer Finance Studie, einer jährlich durchgeführten Untersuchung zur Finanzlage europäischer Privathaushalte, hervorgeht, verfügen 15% der Europäer über keine Altersvorsorge. Nur 63% investieren aktiv in Sparprodukte. 60% sind der Meinung, dass ihre Altersvorsorge nicht ausreichend, dabei gaben 11% der Sparer an, dass sie für ihre Altersvorsorge wegen der Wirtschaftskrise auf ihr angespartes Kapital zurückgreifen müssen. Anlagen in Aktien halten 55% der Befragten für keine geeignete Form der Altersvorsorge.

Von den Befragten aus sechs Ländern (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden und Spanien) bewerteten 45% ihre finanzielle Lage schlechter als noch vor einem Jahr. Das Vertrauen in die staatliche Rente ist europaweit immer noch sehr hoch: 47% vertrauen der staatlichen Rente, in Deutschland sind es sogar 73%. Über die verschiedenen Länder hinweg liegt das angestrebte Renteneintrittsalter bei durchschnittlich 62 Jahren.

Die Unterschiede zwischen den Ländern sind jedoch hinsichtlich der Finanzstärke der Privathaushalte relativ hoch. Die finanzstärksten Privathaushalte sind in den Niederlanden zu finden, die schwächsten in Italien und Spanien. Deutschland liegt hier wie bei vielen anderen Fragen im Mittelfeld, berichtet die Ärzte-Zeitung.

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Junge Erwachsene sorgen sich um Altersvorsorge

Eine aktuelle Umfrage, die im Auftrag der Hamburger Sparkasse durchgeführt wurde, ergabe, dass auch junge Menschen zwischen 18 und 29 Jahren die gleichen Ängste in Bezug auf ihren Lebensstandard haben wie ältere Mitbürger. Mehr als 30% der Befragten glauben, dass ihre bisherige Vorsorge nicht ausreichen wird und sie im Rentenalter noch dazuverdienen müssen (78%).

Für einen höheren Lebensstandard im Alter oder eine Aufbesserung der Haushaltskasse arbeiten zu gehen, ist der Großteil der Befragten bereit, dagegen können sich 51% vorstellen, mit dem auszukommen, was sie im Alter bekommen. Wie die “Welt” berichtet, würden zwei Drittel der Befragten über das gesetzlich vorgeschriebene Rentenalter hinaus weiter in ihrem Beruf arbeiten wollen. Nur 20% der jungen Hamburger sind davon überzeugt, dass ihre Vorsorge ausreicht, um ihren bisherigen Lebensstandard zu halten. Allerdings ist es für 41% auch denkbar, im Alter in ein Land auszuwandern, in dem die Lebenshaltungskosten geringer sind, und sie so mit dem ihnen zur Verfügung stehenden Geld besser auskommen.

Trotz dieser Bedenken sind 80% der jungen Hamburger optimistisch für ihre nähere Zukunft, die gegenwärtige finanzielle Lage beurteilten nur 14% tatsächlich als schlecht. Etwa die Hälfte glaubt an eine Verbesserung der finanziellen Situation in den nächsten 1-2 Jahren.

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Mangelnde Altersvorsorge bei Selbstständigen

Die dritte im Auftrag der Condor Versicherungsgruppe durchgeführte repräsentative Forsa-Umfrage zum Thema Basis-Rente zeigte, dass die Mehrheit der Selbstständigen und Freiberufler Defizite bei der Altersvorsorge aufweist. So gaben drei Viertel der Befragten an, dass sie sich bei dem Thema Rente allgemein schlecht informiert fühlen und etwa die Hälfte der Befragten schätzte sich selbst als unsicher ein.

Claus Scharfenberg, Vorstand der Condor Versicherungsgruppe, betont immer wieder, dass es gerade für Selbstständige und Freiberufler besonders wichtig ist, dass sie sich selbst um ihre Altersvorsorge kümmern müssen. Die Umfrageergebnisse zeigen jedoch, dass hier offenbar noch großer Beratungsbedarf besteht, so das Fazit Scharfenbergs.

Die Ergebnisse dieser aktuellen Umfrage entsprechen in etwa denen früherer Studien. Diese zeigen, das mindestens 10% aller Einzelunternehmer und Freiberufler nicht ausreichend fürs Alter vorgesorgt haben. Die “Initiative Mittelstand” weist zudem darauf hin, dass viele von ihnen keinen ausreichenden Anspruch auf die gesetzliche Rente haben, weil sie nicht lange genug als Arbeitnehmer tätig waren. Deshalb ist die private Altersvorsorge für Freiberufler und Selbstständige umso wichtiger.

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Gerichtsurteil zur Unverfallbarkeit von Versorgungszusagen

Nach einem Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 14. Januar 2009 hat ein versorgungsberechtigter Arbeitnehmer nach § 30f Abs. 1 Satz 1 Halbs. 2 BetrAVG (Fassung gültig bis zum 31.12.2008) mit Ablauf des 31. Dezember 2005 eine unverfallbare Versorgungsanwartschaft erlangt, wenn die Versorgungszusahe vor dem 01.01.2001 erteilt wurde, vorausgesetzt er hat bereits das 30. Lebensjahr vollendet. Dies ist unabhängig davon, ob der Arbeitnehmer noch in dem gleichen Arbeitsverhältnis steht oder nicht (Az.: 3 AZR 529/07).

Im konkreten Fall sagte ein Arbeitgeber einer Arbeitnehmerin per Urkunde vom 25.08.1999 eine betriebliche Altersvorsorge durch eine Direktversicherung zu. Am 28.10.2005 erhielt die Arbeitnehmerin eine ordentliche betriebsbedingte Kündigung zum 31.12.2005. Der Arbeitgeber verpflichtete sich vertraglich zur Übertragung des Versicherungsverhältnis auf die Arbeitnehmerin, sollte sie mit einer gesetzlich unverfallbaren Versorgungsanwartschaft ausscheiden. Diesen Anspruch hat die Frau nun eingeklagt.

Der Klage wurde durch das Arbeitsgericht stattgegeben, die Berufung des beklagten Arbeitgebers wurde durch das Landesarbeitsgerich zurückgewiesen. Die Richter urteilten, dass bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses die Unverfallbarkeitsfrist erreicht war.

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Skandia Lebensversicherung bietet “Grüne Rente” an

Nachhaltig, ökologisch, ethisch korrekt – diese Form der Investments weckt zunehmend das Interesse der Anleger. Mit der “grünen Rente” bietet die Skandia Lebensversicherung AG jetzt eine entsprechende Form der privaten Altersvorsorge an. Als Riester-, Rürup- oder private Rentenversicherung können die Kunden 20 Investmentfonds mit ökologischem Hintergrund wählen.

Skandia-Vorstandsvorsitzender Johannes Friedrich erklärt, dass sich das Volumen ökologisch-nachhaltig gemanagter Fonds in den letzten fünf Jahren in Deutschland verachtfacht hat und liegt jetzt bei über 25 Milliarden. Ein Ende des Wachstums sei noch nicht in Sicht. Die Entscheidung für Investmentfonds mit ökologischem Hintergrund sei getroffen worden, weil man den Wunsch nach verantwortungsvollen und zukunftsweisenden Vorsorgeprodukten gehegt habe. Dieser Wunsch werde mit den neuen Fonds erfüllt, die laut Friedrich die “erste wirklich grüne Rente” in Deutschland darstellen.

Die Skandia Lebensversicherung AG hat hierzu eigene Kriterien erstellt und berücksichtigt bei der Auswahl der Fonds auch die Bewertungen des der Rating Agentur “oekom research” und des “European Sustainable and Responsible Investment Forums”. Angeboten werden derzeit sowohl reine Aktienfonds aber auch Geldmarkt-, Themen-, Renten- oder Mischfonds. Trotz aller Nachhaltigkeit weisen Experten jedoch darauf hin, dass fondsgebundene Renten immer mit einem gewissen Risiko behaftet sind, unabhängig davon, ob es sich um eine Riester-, Rürup- oder Privatrente handelt.

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Gerichtsurteil: Immobilienfonds nicht zwangsläufig sichere Altersvorsorge

Wie die Fachzeitschrift “OLG-Report” berichtet, dürfen Immobilienfonds nicht ohne weiteres als sichere Altersvorsorge empfohlen werden (Az.: 10 U 105/06). Die Zeitschrift beruft sich dabei auf ein Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt. Die Richter waren der Ansicht, dass der Erfolg von Immobilienfonds vor allem davon abhänge, ob die Immobilien anhaltend an zahlungsfähige Mieter vermietet sind. Diese Einschränkung und das daraus resultierende mögliche Ausfallrisiko müsse einem Interessenten bei der Beratung zu Immobilienfonds deutlich gemacht werden, so das OLG.

Mit diesem Urteil gab das Gericht der Klage einer Frau statt, die sie gegen einen Anlageberater erhoben hat. Dieser habe der Klägerin die Beteiligung an einem geschlossenen Immobilienfonds als sichere Altersvorsorge empfohlen. Als die erwarteten Mieteinnahmen nicht flossen, forderte die Klägerin eine Rückabwicklung des Vertrages.

Nach Ansicht der Richter hat der Anlageberater die Klägerin nicht richtig beraten, weil er sie nicht auf den spekulativen Charakter der Beteiligung an Immobilienfonds hingewiesen hat. Ein Immobilienfonds sei definitiv keine sichere Form der Altersvorsorge, darauf hätte der Berater hinweisen müssen.

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ÖKO-TEST: Etablierte Pensionskassen sind zu empfehlen

Wie ein Test des Frankfurter Verbrauchermagazins ÖKO-TEST ergab, stellen die traditionellen Pensionskassen eine bequeme Altersvorsorge für Arbeitnehmer dar. Einige der insgesamt 344 untersuchten Tarife zur Entgeltumwandlung von 20 verschiedenen Anbietern können die Verbraucherschützer bedenkenlos empfehlen. Im Gegensatz zu den etablierten Pensionskassen bieten die jüngeren Pensionskassen der Versicherungsunternehmen deutlich geringere Renditen an.

Während ein 30-jähriger Mann bei einem Monatsbeitrag in Höhe von 100 Euro z.B. bei der vergleichsweise jungen Nürnberger Pensionskasse eine garantierte Monatsrente von 204,83 Euro pro Monat erhält, sichert ihm die etablierte Dresdener Pensionskasse bei gleichem Beitrag satte 393,90 Euro zu. Die monatliche Differenz von 189,07 Euro summiert sich im Jahr auf 2268,84 Euro. Betrachtet man die komplette Rentenlaufzeit, erhöht sich diese Summe entsprechend. Bei 24,35 Rentenjahren, von denen die Versicherungsunternehmen im Durchschnitt ausgehen, würde sich dieser Unterschied auf 55.246,25 Euro belaufen – ohne eventuelle Rentensteigerungen zu berücksichtigen.

Insgesamt lassen sich die Testergebnisse so zusammenfassen: Gute Pensionskassen garantieren eine höhere Rente als schwächere Kassen prognostizieren. Um bei einer risikolosen Geldanlage eine Beitragsverzinsung von 4,45% zu erhalten, müssten Rentner bei vielen Pensionskassen 125 Jahre alt werden.

Sämtliche Untersuchungsergebnisse können im Detail in der aktuellen Oktober-Ausgabe des ÖKO-TEST-Magazins nachgelesen werden, das im Zeitschriftenhandel erhältlich ist.

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Auswirkungen der Finanzkrise auf die Altersvorsorge der Deutschen

Nach den Angaben des Bunds der Versicherten, des Gesamtverbands der Versicherungswirtschaft und der Stiftung Warentest könnte die Finanzkrise auch hierzulande Auswirkungen auf die Altersvorsorge der Bürger haben. Dabei sind die Auswirkungen je nach Altersvorsorgeprodukt unterschiedlich groß:

Bei einer fondsgebundenen Rentenversicherung wird deutlich mehr in Aktien investiert als z.B. in eine Kapital-Lebensversicherung, dementsprechend ist hier das Verlustrisiko auch deutlich höher. Wie hoch der Verlust tatsächlich ist, hängt von den jeweiligen Vertragsbedingungen ab. Bei einer Kapital-Lebensversicherung dürfen maximal 35% der Anlagen in Aktien, Immobilien und festverzinsliche Wertpapiere angelegt werden, tatsächlich beträgt dieser Anteil bei den deutschen Lebensversicherern im Durchschnitt aber nur 11%. Sicher ist die garantierte Summe, die Garantieverzinsung, die aktuell bei 2,25% für Neuveträge liegt und die bis dato angesammelten Überschüsse. Sollte der Versicherer pleite gehen, übernimmt die Auffanggesellschaft Protektor. Dennoch kann die Rendite in Zukunft deutlich sinken.

Ähnliches gilt für die Riester-Rente. Allerdings sind die Anbieter dieser Produkte zur Garantie der eingezahlten Beiträge und Zulagen bei Erreichung des Rentenalters gesetzlich verpflichtet. Einen Garantiezins von 2,25% und eine (nicht garantierte) Überschussbeteiligung gibt es auch bei der privaten Riester-Rentenversicherung. Die Zahlungen sind auch hier durch Protektor abgesichert. Die Verzinsung bei Riester-Banksparplänen ist üblicherweise an eine Kombination verschiedener Zinssätze gebunden, eine bestimmte Rendite wird garantiert. Hier springt im Notfall die Einlagensicherung des jeweiligen Bankinstituts ein. Ebenfalls garantiert ist das eingezahlte Kapital und die Zulagen aus einem fondsgebundenen Riester-Vertrag. Hier können sich stark fallende Aktienkurse eventuell jedoch auf die Wertentwicklung auswirken. Bei einer Pleite der Fondsgesellschaft oder der Bank darf so genannten Sondervermögen, wozu auch Fonds gelten, nicht in die Konkursmasse eingezogen werden. Die Rürup-Rente ist vor einer Pleite ebenfalls durch Protektor abgesichert, hier gilt auch, dass konventionelle Verträge einen Garantiezins von 2,25% und Fonds-Lösungen keine Garantie bieten.

Bei der betrieblichen Altersvorsorge darf nur ein bestimmter Beitragsteil in Aktien angelegt werden, dadurch kann die Entwicklung am Finanzmarkt einen Einfluss auf die Zinsen haben. Unabhängig davon bleiben die Steuer- und Sozialabgabenvorteile jedoch gewahrt. Im Pleitefall des Arbeitgebers sind die Renten bei Direktzusagen, Pensionsfonds und Unterstützungskassen durch den Pensions-Sicherungs-Verein geschützt. Pensionskassen und Direktversicherungen werden von Protektor abgesichert.

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Deutsche geben weniger für private Altersvorsorge aus

Nach einer am Dienstag veröffentlichten Studie der Postbank schränken die Deutschen ihre monatlichen Ausgaben für ihre private Altersvorsorge derzeit deutlich ein. Aktuell sparen die Deutschen durchschnittlich 188 Euro monatlich für ihre Altersvorsorge, das ist der niedrigste Betrag seit 2005. Zum Vergleich: Im letzten Jahr wurden noch im Durchschnitt 202 Euro pro Monat in die private Altersvorsorge investiert. In diesem Jahr wollen im Vergleich zu 2007 gleichzeitig 7% weniger Berufstätige ihre Altersvorsorge privat verstärken. Die meisten halten ein eigenes Haus oder eine eigene Wohnung immer noch für die beste Form der Altersvorsorge. Haben sich im vergangenen Jahr noch 58% eine eigene Immobilie als Altersvorsorge gewünscht, sind es in diesem Jahr deutlich mehr (65%). Je nach persönlicher Lebenssituation steigt die Zahl der Interessenten sogar noch: Unter den Berufstätigen befürworten 68% eigenes Wohneigentum als Alterssicherung, bei Eltern von Kindern sind es 72%.

Der Studie zufolge finden 45% der Berufstätigen eine private Altersvorsorge sicherer als die staatliche Rente, 38% dagegen setzen auf die staatliche Rente. In der Gruppe der befragten Nicht-Berufstätigen (v.a. Rentner) halten 51% die staatliche Rente für sicherer.

41% der Berufstätigen sind der Meinung, eine ausreichende Altersversorgung zu haben, 19% sind sich hierbei nicht sicher und 40% glauben das nicht. Die meisten berücksichtigen bei der Planung ihrer Altersvosorge weder die Inflation noch die steigende Lebenserwartung. Postbank-Vorstandsmitglied Michael Meyer findet es bedenklich, dass “damit ausgerechnet zwei zentrale Aspekte der Altersvorsorge so wenig berücksichtigt werden”. Ebenso überraschend sei, dass obwohl 85% der Befragten die staatliche Förderung von Wohneigentum zur Altersvorsorge für eine gute Idee halten, nur 59% von der Möglichkeit der Wohn-Riester gehört haben.

Die Studie der Postbank wurde vom Institut für Demoskopie Allensbach durchgeführt, das dafür im Juli im gesamten Bundesgebiet 1786 Deutsche ab 16 Jahren befragte. Diese Studie zur Altersvorsorge ist bereits die sechste von der Postbank in Auftrag gegebene.

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Öko-Test: Betriebliche Altersvorsorge oft nicht zu empfehlen

Direktversicherungen der betrieblichen Altersvorsorge sollen der Aufbesserung der Rente und dem Einsparen von Steuern und Sozialabgaben dienen, doch wie ÖKO-TEST in der aktuellen Ausgabe seines Magazins erklärt, mache Versicherte mit den meisten dieser Angebote kein gutes Geschäft. Zwar wirtschaften viele Versicherungsunternehmen gut und zahlen auch die vorab errechneten Renten, doch um eine angemessene Verzinsung der Beitragszahlungen zu erreichen, müssten die Versicherten bis zu 125 Jahre alt werden. Dies ergab eine Prüfung von 528 VErsicherungstarifen von 30 verschiedenen Anbietern, die ÖKO-TEST durchgeführt hat. Es stellte sich heraus, dass die Verzinsung bei diesen Angeboten meistens um die aktuelle Inflationsrate von 3,3% liegt.

Günstiger kann es werden, wenn sich die Versicherten zu Beginn der Rentenzeit das angesparte Kapital nicht als monatliche Rente, sondern auf einmal auszahlen lassen, allerdings erstatten die Versicherungsunternehmen in diesem Fall die bereits einbehaltenen Verwaltungskosten für Rentenzahlungen nicht. Der Versicherte zahlt also für Leistungen, die er nachher nicht erhält.

Besonders ungünstig ist die betriebliche Altersvorsorge für Personen ab 50 Jahren. Wer jetzt erst beginnt anzusparen, muss überdurchschnittlich hohe Verwaltungskosten zahlen, die nicht mehr ausgeglichen werden. Auch bei einem Wechsel des Arbeitgebers drohen massive Verluste von über 70%.

Die kompletten Testergebnisse sind in der September-Ausgabe des ÖKO-TEST-Magazins (3,80 Euro im Zeitschriftenhandel) nachzulesen.

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Private Altersvorsorge wird auch in Spanien staatlich gefördert

Auch in Spanien fördert der Staat die privat Altersvorsorge, denn auch dort reicht die gesetzliche Rente kaum aus, um einen sorgenfreien Lebensstandard zu sichern. Aktuell beträgt die maximal erreichbare Rente in Spanien 30.000 Euro pro Jahr. Diese Summe wird jedoch nur dann erreicht, wenn der Versicherte immer den Höchstbeitrag bezahlt hat, was nur in ganz wenigen Ausnahmefällen der Fall sein dürfte. Der Großteil der Bevölkerung erfüllt diese Voraussetzung nicht.

Wer in Spanien lebt und arbeitet, sollte sich deshalb auch dort mit der privaten Altersvorsorge beschäftigen. Eine Möglichkeit ist der so genannte Pensionsplan, dessen Beiträge steuerlich voll absetzbar sind. Er bietet sich für in Spanien lebende Arbeitnehmer, aber auch Selbstständige und dort ansässige Firmen an. Ein zentrales Merkmal dieser Vorsorgeverträge ist, dasss sie strikt an den tatsächlichen Rentenbeginn gekoppelt sind, also an den Zeitpunkt, zu dem auch die gesetzliche Rentenzahlung einsetzt. Um den Pensionsplan auszahlen zu lassen, muss erst die gesetzliche Rente abgerufen worden sein. Deshalb dauert die Laufzeit dieser Verträge in der Regel bis zum 65. Lebensjahr. Wer zwischenzeitlich aus Spanien wegzieht oder mit Zahlungsschwierigkeiten zu kämpfen hat, kann den Vertrag auch ohne Beiträge weiterlaufen lassen. In dieser Zeit wird das eingezahlte Kapital weiter verzinst und kann trotzdem bei Rentenbeginn ausgezahlt werden. Eine frühere Auszahlung ist so gut wie nicht möglich. Ungewöhnlich und ein echter Vorteil ist, dass man den laufenden Vertrag jedoch jederzeit bei einem anderen Versicherer weiterlaufen lassen kann, z.B. wenn sich herausstellt, dass dieser bessere Konditionen bietet.

Pro Jahr können bis zu 10.000 Euro, maximal jedoch 30% des zu versteuernden Einkommens in einen geförderten Pensionsplan eingezahlt werden. Ab dem 50. Lebensjahr können bis zu 12.500 Euro jährlich eingezahlt werden. Die Einzahlungen senken das zu versteuernde Einkommen und damit auch die Steuern selbst. Da es hierdurch sogar oft zu Steuerrückzahlungen kommt, lohnt sich ein solcher Pensionsplan auch für Geringverdiener.

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