Versicherungen News



Achtung: Nur noch bis zum 31.12. staatliche Zulage sichern! - Hier kostenloses Angebot zur Riester Rente einholen!

Beiträge aus Januar, 2011

Ethikrat warnt vor Unterversicherung in der GKV

Der Deutsche Ethikrat warnt davor, dass zukünftig auch die medizinisch notwendigen Grundleistungen nicht für alle Versicherten in der gesetzlichen Krankenversicherung gewährleistet ist. Laut einer Hochrechnung wird es nötig sein, dass im Jahr 2050 die Beiträge in der GKV auf bis zu 43% des sozialversicherungspflichtigen Brutto-Einkommens steigen, um dies zu verhindern.

Einen eigenen Lösungsansatz präsentiert der Ethikrat in seinem Bericht nicht, dieser kann eher als Diskussionsanstoß verstanden werden. Betont wird jedoch, dass Ärzten nicht der Schwarze Peter der Leistungsbegrenzung zugeschoben werden darf. Möglicherweise könnte jedoch durch eine Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze und höhere Steuerzuschüsse der Zeitpunkt zukünftiger Leistungsbeschränkungen verzögert werden – wenn schon nicht verhindert.

Über dieses Thema wird bereits diskutiert, so bezweifelt SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach eine Unterversorgung in Deutschland. Er weist im Magazin “Focus” darauf hin, dass es derzeit wohl eher eine Überversorgung gibt, wie an der überdurchschnittlich hohen Anzahl von z.B. Herzkathederuntersuchungen oder Röntgen-Maßnahmen zu sehen sei. Für Lauterbach sieht in der aktuellen Situation eher ein riesiges Sparpotenzial und keine Frage von Rationierung. Auch der gesundheitspolitische Sprecher der Union, Jens Spahn, glaubt an “genug Effizienzreserven im System”.


Keine Kommentare

Urteil: Psychische Unfallfolgen dürfen ausgeschlossen werden

Nach einem Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Frankfurt ist es Versicherungen erlaubt, Leistungen für die psychischen Folgen eines Unfalls auszuschließen (Az.: 7 U 170/09). Voraussetzung: Der psychische Zustand des Versicherten ist nicht aufgrund der erlittenen körperlichen Schäden (z.B. Hirn- oder Nevrenschädigung) schlechter geworden.

Im konkreten Fall hatte ein Radfahrer gegen seine private Unfallversicherung geklagt. Der Mann erlitt bei einem Radunfall unter anderem einen sehr schmerzhaften Bruch des dritten Lendenwirbels. Durch die hieraus resultierenden Schmerzen sei bei ihm eine Depression ausgelöst bzw. verstärkt worden, weshalb er von der Versicherung eine Invaliditätsentschädigung verlangte, die diese ablehnte.

Und das zu Recht, urteilte das OLG, denn es geben keine rechtliche Grundlage für eine Zahlung. Das Gericht verwies auf die einschlägigen Versicherungsbedingungen, in denen psychische Schäden nicht zu den versicherten Unfallfolgen gehörten. Diese Klausel sei rechtlich nicht zu beanstanden. Wenn überhaupt, dann sei dem Kläger wegen seiner körperlichen Einschränkung höchstens ein Invaliditätsgrad von 10% zuzusprechen.

Keine Kommentare

Schuldenfalle Kundenkreditkarten

Viele Unternehmen bieten ihren Kunden sogenannte Co-Branding-Kreditkarten an, durch die ihnen Preisvorteile und die Teilnahme an Sonderaktionen ermöglicht werden. Diese Kundenkreditkarten werden in Kooperation mit Banken erstellt, doch Verbraucherschützer beurteilen sie skeptisch und mahnen zur Vorsicht. Schnell können die Kreditkarten zur Schuldenfalle werden. Denn auch die Co-Branding-Kreditkarten müssen die gleichen Kriterien erfüllen wie normale Kreditkarten.

Markus Feck von der Verbraucherzentrale NRW in Düsseldorf erklärt in der “Rheinischen Post”, dass sowohl die Banken als auch die Unternehmen, von denen die Kreditkarten vertrieben werden, profitieren: Für die Banken bedeuten sie neue Kunden, höhere Umsätze und Gewinne durch Gebühren und die Unternehmen erhoffen sich eine intensivere Kundenbeziehung und höheren Umsatz.

Diese Kreditkarten funktionieren so, dass den Kunden ein kontinuierlicher Kreditrahmen gewährt wird, der in monatlichen Raten zurückgezahlt wird. Je nach Anbieter müssen die Kunden feste Monatsraten oder prozentuale Beträge (ab 5%) zurückzahlen. Und natürlich werden hierfür Zinsen fällig, teilweise bis zu 14%. Hinzu kommen Jahresgebühren oder andere Gebühren.

Auch Eva Raabe von der Verbraucherzentrale Hessen kennt das Problem der Co-Branding-Kreditkarten: Vielen Kunden ist gar nicht bewusst, dass sie einen Kredit aufnehmen, wenn sie die Karte benutzen und wundern sich dann, wenn am Monatsende Raten zu zahlen sind.

Keine Kommentare

Urteil: Krankenhaustagegeld wird auf Hartz IV angerechnet

Aus einem aktuellen Beschluss des Bundessozialgerichts vom 18. Januar 2011 geht hervor, dass die Leistungen aus einer Krankenhaustagegeld-Versicherungen auf die Grundsicherung von Hartz IV-Empfängern angerechnet werden dürfen (Az.: B 4 AS 90/10 R).

Im konkreten Fall hatte ein Hartz IV-Empfänger geklagt, nachdem er aus einer solchen Versicherung Leistungen bezogen hatte, die ihm dann auf seine Bezüge angerechnet werden sollten. Sein Argument: Er habe die Beiträge für die Versicherung selbst bezahlt und würden die Leistungen nun auf seine Hartz IV-Bezüge angerechnet werden, müsste er quasi doppelt bezahlen. Deshalb legte er zunächst Widerspruch gegen den Bescheid ein und legte später Klage ein. Konkret ging es um jeweils rund 170 Euro, die er 2007 von der Versicherung für zwei Klinikaufenthalte erhalten hatte.

Weder die Richter in den Vorinstanzen noch das Bundessozialgericht schlossen sich dieser Argumentation an. Das Gericht erklärte, dass die Versicherungsleistungen zum zu berücksichtigenden Einkommen im Sinne von § 11 Absatz 1 Satz 1 SGB II gehörten und eine Anrechnung deshalb rechtens sei. Sie begründeten ihre Entscheidung damit, dass die Leistungen einer Krankenhaustagegeldversicherung nicht zweckgebunden sind, so dass sie auch nicht unter 11 Absatz 3 SGB II fallen. Ob die Versicherungsbeiträge aus eigenen Mitteln bezahlt wurden oder von den Hartz IV-Bezügen stammten, sei dabei unerheblich, hieß es.

Keine Kommentare

Unfallkosten ohne Regulierung u.U. absetzbar

Das Online-Vergleichsportal Check24 weist darauf hin, dass Unfallkosten, die nicht von der Kfz-Versicherung reguliert werden, unter Umständen steuerlich geltend gemacht werden können.

Der Abschluss einer Kfz-Haftpflichtversicherung ist hierzulande gesetzlich vorgeschrieben. Dennoch hat jeder Fahrzeughalter die Wahl, ob er einen verursachten Schaden der Versicherung meldet oder ob er den entstandenen Schaden aus eigener Tasche bezahlt. In einigen Fällen können die selbst getragenen Kosten von der Steuer abgesetzt werden, nämlich dann, wenn sich der Unfall auf dem Hin- oder Rückweg zur Arbeit ereignet hat. Auch bei Unfällen, die auf anderen beruflichen Fahrten geschehen sind, ist dies möglich. In einer aktuellen Stellungnahme weist die Prüforganisation GTÜ darauf hin, dass der Betroffene diese Kosten in seiner Steuererklärung als Werbungskosten geltend machen kann.

Laut GTÜ können alle mit dem Unfall in Zusammenhang stehenden Kosten von der Steuer abgesetzt werden, vorausgesetzt, sie werden weder von der Kfz-Haftpflichtversicherung noch von der Kaskoversicherung übernommen. Das gilt für alle Schäden am eigenen und am Fahrzeug des Unfallgegners. Die Regelung schließt mögliche Anwaltskosten, Gerichtsgebühren, Gutachter-Kosten, Schadenersatzansprüche und die Wertminderung am Fahrzeug mit ein.

Keine Kommentare

Keine Versicherungen mehr bei Tchibo

Der Kaffeeröster Tchibo hat mit dem Jahreswechsel seine Kooperation mit dem Direktversicherer Asstel, Tochter-Unternehmen der Gothaer Versicherungen, beendet. Damit wird es bei Tchibo zukünftig keine Versicherungen mehr geben, stattdessen will sich das Unternehmen nach eigenen Angaben auf sein Kerngeschäft und wachstumsstarke Dienstleistungen (z.B. Mobilfunk, Reisen, Energie) konzentrieren.

Den Beteiligten zufolge soll die Entscheidung nicht mit dem Verfahren am Hamburger Oberlandesgericht zusammenhängen, das sich mit dem Verkauf von Versicherungen über die Internetseiten des Kaffeerösters beschäftigt. In der ersten Instanz hatte das Landgericht Hamburg geurteilt, dass Tchibo hierbei als Versicherungsvermittler auftritt und damit dem Verbraucher gegenüber sowohl Informationspflichten hat als auch Haftung übernehmen muss. Tchibo selbst sah sich dabei mehr als “Tippgeber”.

Verbraucherschützer sahen dies jedoch ganz anders und klagten gegen Tchibo. Das Verfahren soll auch nach dem Ausstieg des Unternehmens fortgesetzt werden, was auch Tchibo selbst bestätigte.

Keine Kommentare

Lebensversicherung Zinsen sinken weiter

Für das Jahr 2011 haben viele Lebensversicherer niedrigere Zinsen angekündigt. Damit müssen die Kunden der Versicherer erneut mit niedrigeren Erträgen rechnen. Doch trotz der fallenden Lebensversicherung Zinsen ist der Ausstieg aus bestehenden Verträgen nur selten sinnvoll.

Nach Angaben von Finanztest lohnt sich der Ausstieg aus bestehenden Verträgen nur in seltenen Fällen. Der Grund dafür sind unter anderem die neuen Lebensversicherungen, die kaum noch attraktiv sind. Das Bundesfinanzministerium möchte zudem den Garantiezins im Laufe des Jahres weiter senken. Die sinkenden Zinsen werden sich unterschiedlich auf die Lebensversicherungen der Kunden auswirken, da jeder Vertrag über Eigenheiten verfügt.

Zudem werden die Versicherer die Zinsen für die Lebensversicherungen unterschiedlich senken. Der Marktführer Allianz erklärte, dass die Zinsen auf 4,1 Prozent sinken werden. Bei der Debeka soll der neue Zinssatz 4,3 Prozent betragen. Nach den Ergebnissen einer aktuellen Umfrage wird sich der durchschnittliche Zinssatz für Lebensversicherungen 2011 auf 4,08 Prozent belaufen.

Die neuen Lebensversicherungen gelten gegenüber vielen bestehenden Verträgen jedoch als wenig attraktiv. Oftmals werden sie nur noch als Ergänzung zur Hand genommen. Gerade bei klassischen Lebensversicherungen kann nicht mehr mit guten Renditen gerechnet werden, jedoch gehen sie mit hoher Sicherheit einher.

Keine Kommentare

Gesetzlichen Krankenkassen wieder im Plus

Die gesetzlichen Krankenkassen erwarten für das Jahr 2011 nach Angaben des GKV-Schätzerkreis kein Defizit. Aller Voraussicht nach werden sie das laufende Geschäftsjahr mit einem Plus abschließen.

Offenbar zeigen die im Zuge der Gesundheitsreform beschlossenen Änderungen erste Wirkungen. Nach aktuellen Angaben des GKV-Schätzerkreis müssen die gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland in diesem Jahr nicht mit einem Defizit rechnen. Demnach würden sie das Geschäftsjahr 2011 mit einem Plus abschließen.

Doch die entspannte Lage der gesetzlichen Krankenkassen wird nach Ansicht von Experten lediglich kurze Zeit gelten. So rechnen zahlreiche Gesundheitsexperten bereits im kommenden Jahr damit, dass sich die finanzielle Lage der Kassen verschärfen wird. Für die positiven Entwicklungen 2011 sorgt laut aktuellen Berichten die Anhebung des allgemeinen Beitragssatzes. Er stieg zum 1. Januar 2011 von bislang 14,6 auf 15,5 Prozent.

Mehrfach haben die gesetzlichen Krankenkassen in den letzten Wochen betont, dass durch die Anhebung des Beitragssatzes der Zusatzbeitrag für die Mitglieder vermieden werden kann. Trotzdem müssen insgesamt 13 von rund 160 gesetzlichen Krankenkassen einen zusätzlichen Pauschalbetrag von ihren Mitgliedern verlangen. Des Weiteren wirken sich Einsparungen bei Kliniken, Ärzten und Arzneimitteln positiv auf die Finanzlage der gesetzlichen Krankenkassen aus. Nach Ansicht des GKV-Schätzerkreis profitieren die Kassen zudem von der guten Konjunktur. Infolge höherer Löhne steigen auch die Kassenbeiträge der Mitglieder.

Keine Kommentare

Späterer Renteneintritt bedeutet mehr Rente

Auch wenn die stufenweise Einführung der Rente mit 67 erst im kommenden Jahr beginnt, gibt es schon heute rund 180.000 Menschen, die über die derzeitige Regelarbeitsgrenze von 65 Jahren hinaus arbeiten. Durch ihre freiwillige Verlängerung ihrer Lebensarbeitszeit erwerben sie höhere Rentenansprüche.

Jedes Jahr, dass sie über ihren 65. Geburtstag hinaus arbeiten, steigt ihre Rente um 6% plus 2,5% jährlich wegen ihrer längeren Beitragszahlung, erklärt die Stiftung Warentest. Demnach erhalten Personen, die heute erst mit 67 Jahren in Rente gehen anstatt mit 65 Jahren, rund 17% mehr Rente. Wer später als die gesetzliche Regelarbeitsgrenze in Rente gehen will, braucht die Zustimmung seines Arbeitgebers, doch in vielen Arbeitsverträgen wird ein späterer Rentenbeginn ausgeschlossen.

Die Stiftung Warentest weist darauf hin, dass ab 2012 neue Regeln bezüglich des Renteneintritts gelten. Dann können Rentner, die im Jahr 1947 geboren wurden, erst mit 65 Jahren und einem Monat eine Regelaltersgrenze beziehen. Diese Grenze wird jedes Jahr weiter angehoben und wer 1964 oder später geboren wurde, erhält die Rente erst mit 67 – ohne Aufschlag.

Keine Kommentare

Tier-Krankenversicherung oft sehr teuer

Die Stiftung Warentest hat 12 Tarife für Krankenversicherungen für Tiere getestet und kommt zu dem Fazit, dass eine solche Versicherung richtig teuer werden kann. Je nach Anbieter kostet sie über 400 Euro jährlich, deshalb lohnt sich ein Vergleich.

Im Test waren sowohl Krankenvollversicherungen als auch reine OP-Kostenversicherungen. Laut Stiftung Warentest sind letztgenannte gleich aus mehreren Gründen meistens die bessere Wahl. Zum einen übernehmen Vollversicherungen – auch wenn der Name anderes vermuten lässt – eben nicht alles, sondern bei vielen Anbietern sind Vorsorgemaßnahmen wie z.B. Impfungen grundsätzlich im Leistungsumfang nicht enthalten. Manche Vollversicherungen nehmen grundsätzlich keine Tiere auf, die älter als 7 Jahre sind und andere schließen die Versicherung von bestimmten Rassen von vorneherein aus.

Wie teuer eine Police ist, hängt – unabhängig vom Anbieter – immer vom Alter, der Rasse und der Art der Haltung des Tieres ab. Bei den Vollversicherungen war die AXA Assistance der günstigste Anbieter im Test. Sie kostet für junge Hunde ab 234 Euro jährlich und für Katzen ab 129 Euro. Zum Vergleich: Die teuerste Police (Helvetia) kostet dagegen 447 Euro järhlich. Bei den reinen OP-Versicherungen kostet die günstigste Police 131 Euro für Hunde und rund 100 Euro für Katzen. Günstiger werden die Beiträge, wenn die Tierhalter einen bestimmten Betrag als Selbstbehalt vereinbaren.

Auch wenn sich bei komplizierten Verletzungen die Kosten auf einen vierstelligen Betrag aufsummieren können, sollten Hunde- und Katzenhalter abwägen, ob es nicht trotzdem günstiger ist, statt die Versicherungsbeiträge zu zahlen, lieber selbst Geld für den etwaigen Notfall zu sparen.

Keine Kommentare

Stiftung Warentest gibt Steuertipps

Die Stiftung Warentest weist in der Februar-Ausgabe ihrer Zeitschrift “Finanztest” darauf hin, dass sich eine Steuererklärung für fast jeden lohnt: Fast 90% der Beschäftigten könnten sich durch die Steuererklärung Geld vom Staat zurückholen und zwar laut Statistischem Bundesamt im Durchschnitt 823 Euro.

So können die meisten Versicherten in diesem Jahr zum ersten Mal ihre Beiträge für die Grundversorgung in der Kranken- und Pflegeversicherung steuerlich geltend machen, was sich insbesondere für Selbstständige, Rentner und manche privatversicherte Arbeitnehmer auszahlt. Ihre Beiträge wurden letztes Jahr nämlich noch nicht ausreichend berücksichtigt. Auch für Arbeitnehmer mit geringem Lohn lohnt sich eine Steuererklärung, denn hier können sie ihre Ausgaben für ihre Haftpflicht-, Unfall- oder Zahnzusatzversicherung absetzen.

Außerdem können berufstätige Eltern für jedes Kind (bis 14 Jahre) bis zu 4000 Euro an Betreuungskosten geltend machen. Eltern, die die Beiträge ihrer studierenden Kinder zur studentischen Kranken- und Pflegeversicherung zahlen, können ihre Einkommenssteuer hierdurch ebenfalls senken. Darüber hinaus können alle Steuerzahler Steuern sparen, wenn sie ihre Ausgaben für Kirchensteuer, Spenden, Löhne für Handwerker oder Reinigungskräfte im Haushalt in ihrer Steuererklärung 2010 angeben.

Keine Kommentare

GDV: Verzinsung nach Abzug aller Kosten anzeigen

Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) rät allen Versicherungsunternehmen zukünftig eine transparentere Kosten- und Leistungsdarstellung anzugeben, aus der ersichtlich ist, wie sich die Kosten auf die Wertentwicklung auswirkt. Die Kosten, die mittels einer Gesamtkostenquote berechnet werden, soll nicht nur die laufenden Kosten, sondern auch die Abschluss- und Vertriebskosten einbeziehen und bei fondsgebundenen Produkten auch die Fondskosten.

Durch die Angabe einer Gesamtkostenquote sollen Altersvorsorgeprodukte besser vergleichbar sein. Um dies zu erreichen, empfiehlt der GDV auch eine Leistungsdarstellung, denn nur aufgrund der Kosten ist ein Produktvergleich nicht sinnvoll. In die Leistungsdarstellung gehört unter anderen die Finanzstärke des Unternehmens, der Service und vor allem die prognostizierte Wertentwicklung nach Abzug aller Kosten.

Nach eigenen Angaben will die Münchner Allianz die Empfehlung des GDC umsetzen. Der Vorstandschef der Allianz Leben, Maximilian Zimmerer, erklärt, dass man mit einer Kennziffer anzeigen lassen will, wie sich die Kosten auf die jährliche Wertentwicklung eines Versicherungsvertrages auswirken. Damit sollen Lebensversicherungspolicen transparenter und somit auch attraktiver gemacht werden.

Keine Kommentare

Stiftung Warentest: Gute Pflegetagegeldversicherungen

Die Stiftung Warentest hat 30 Pflegetagegeldversicherungen von privaten Krankenversicherern unter die Lupe genommen. Die Tarife wurden anhand von vier Modellfällen bewertet und bei allen gibt es “gute” Angebote, die zwischen 40 und 70 Euro monatlich kosten.

Testsieger für Frauen wurde der Tarif PET der DKV, der vor allem mit seinem günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis punkten konnte. Mit die besten Konditionen und das beste Angebot für Männer bietet der Tarif PZTBest der Allianz. Im gleichen Tarif müssen Frauen allerdings viel höhere Beiträge zahlen, was unter anderem an ihrer höheren Lebenserwartung liegt.

Wer eine solche Versicherung plant, sollte diese frühzeitig abschließen, denn mit zunehmendem Alter steigen die Beiträge erheblich. Chronisch oder schwer Kranke müssen damit rechnen, dass ihr Versicherungsantrag abgelehnt wird. Die Stiftung Warentest empfiehlt den Abschluss einer Pflegetagegeldversicherung nur unter der Voraussetzung, dass die Bezahlung der Beiträge dauerhaft kein Problem darstellt. Da es sich hierbei um Risikoverträge handelt, erlischt der Versicherungsschutz, sobald die Beiträge nicht mehr bezahlt werden können und alles, was bis dahin bezahlt wurde, verfällt.

Keine Kommentare

2010 kürzten Frauen ihre Altersvorsorge drastisch

Nach einer Umfrage des Instituts Demoskopie Allensbach, die im Auftrag der Postbank durchgeführt wurde, haben berufstätige Frauen im letzten Jahr ihre Altersvorsorge-Ersparnisse drastisch reduziert. Lag der durchschnittliche monatliche Vorsorgebeitrag 2009 bei berufstätigen Frauen noch bei 200 Euro, betrug er 2010 nur noch 165 Euro, das sind fast 18% weniger.

Dagegen haben Männer im vergangenen Jahr ihre Ausgaben für die private Altersvorsorge erhöht. 2009 investierten sie im Durchschnitt 216 Euro in die Altersvorsorge und 2010 fast 7% mehr (230 Euro). Im direkten Vergleich zwischen den Geschlechtern sind die Altersvorsorge-Ausgaben der Männer damit inzwischen um fast 40% und durchschnittlich 65 Euro höher als die der Frauen.

Frauen sehen durchaus die Notwendigkeit verstärkter privater Altersvorsorge. 26% überlegen, künftig mehr in die eigene Altersvorsorge zu investieren, bei den Männern sind es nur 19%. Auffallend bei den Überlegungen der Frauen zur privaten Altersvorsorge ist, dass grundsätzlich zwar 30% von ihnen eine Entwertung ihrer Vorsorgeersparnisse durch die Inflation befürchtet, aber nur 16% dies auch bei der Altersvorsorgeplanung berücksichtigt.

Allerdings nehmen Frauen vermehrt die verschiedenen Beratungsangebote zur privaten Altersvorsorge in Anspruch: Im Jahr 2010 ließen sich 23% der Frauen von Bank-, Steuer-, Vermögens- oder Versicherungsberatern zur Altersvorsorge beraten, das sind deutlich mehr als im Jahr zuvor (17%) und deutlich mehr als Männer im gleichen Zeitraum (13%).

Keine Kommentare

Rentenbeitrag soll 2013 sinken

Dank wirtschaftlichem Aufschwung konnten die Rentenkassen die höchsten Rücklagen seit 1993 verzeichnen. Laut einem Bericht der “Berliner Zeitung” stockten die gesetzlichen Alterskassen ihr Finanzpolster im letzten Jahr um 2,4 Milliarden Euro auf, das sich damit jetzt auf 18,5 Milliarden Euro beläuft. Ende November ging die Bundesregierung noch von gut 500 Millionen Euro weniger aus.

Rentenexperten machen vor allem die zunehmende Beschäftigung im letzten Quartal 2009 und kärftige Bonus- und Prämienzahlungen einzelner Branchen für den unerwarteten Geldregen verantwortlich. 2010 stiegen die Beitragseinnahmen der Rentenversicherung um 2,1% auf 184,4 Milliarden Euro.

Der Unions-Sozialexperte Peter Weiß (CDU) hält eine Rentenbeitragssenkung angesichts dieser Zahlen schon für 2013 denkbar. Bislang plant die schwarz-gelbe Koalition einen stabilen Rentenbeitrag von 19,9% bis zum Jahr 2014 und erst danach eine Senkung auf 19,3%. Weiß zufolge müssen sich die 20 Millionen Rentner in Deutschland in diesem Jahr wohl auf keine Nullrunde gefasst machen. Laut Rentenversicherungsbericht wird im Westen eine Anhebung von 0,92% und im Osten von 0,91% erwartet. Wie die “Frankfurter Rundschau” berichtet, ist aus der Selbstverwaltung der Rentenkassen zu hören, dass zum 1. Juli ein Plus von rund 1% erwartet wird.

Keine Kommentare

Pages: 1 2 3 Next