Beiträge aus Dezember, 2010
Kfz-Versicherung: Beim Kilometerstand nicht schummeln!
Die Beitragshöhe für die Kfz-Versicherung richtet sich nach vielen Faktoren wie z.B. die Typklasse des Fahrzeugs, die Schadenfreiheitsklasse des Fahrers, dem Kreis der Personen, die das Auto nutzt und auch die Zahl der jährlich zurückgelegten Kilometer. Je weniger Kilometer man im Jahr fährt, um so günstiger wird die Versicherung bei sonst gleichen Bedingungen.
So mag es verlockend sein, um der Beitragshöhe willen hier ein paar Kilometer zu unterschlagen, aber Experten raten hiervon dringend ab. Denn wie ein aktuelles Urteil des Landgerichts Berlin zeigt, riskieren Autofahrer durch falsche Angaben des Kilometerstands (Tachostand und jährliche Kilometerleistung) ihren vollen Versicherungsschutz (Az.: 44 O 64/09).
Im konkreten Fall hatte ein Fahrzeughalter seiner Versicherung einen falschen Tachostand mitgeteilt. Als das Auto gestohlen wurde, verweigerte die Versicherung aus diesem Grund die Leistung und das zu Recht, so die Berliner Richter. Sie begründeten ihr Urteil damit, dass es nicht möglich ist, den aktuellen Wert eines Autos festzustellen, wenn der korrekte Tachostand nicht bekannt ist. In diesem Fall darf die Versicherung die Leistung verweigern oder um bis zu 50% kürzen.
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Berufstätige können Unfallversicherung steuerlich absetzen
Die Steuerberaterkammer München weist darauf hin, dass Verbraucher ihre Unfallversicherung steuerlich geltend machen können, vorausgesetzt sie sichern damit auch berufliche Risiken ab. Die Beiträge können demnach anteilig als Werbungskosten abgesetzt werden.
Grundsätzlich gilt dies für alle Versicherungen, doch gerade bei der Unfallversicherung lohnt es sich, da hier oft ein großer Teil der Beiträge auf berufliche Risiken (wie z.B. Unfälle im Unternehmen oder auf dem Arbeitsweg) abgesichert werden.
Auch die Beiträge für eine Rechtsschutzversicherung können unter Umständen, nämlich dann, wenn damit berufliche Risiken abgedeckt werden, steuerlich geltend gemacht werden. Beschäftigte im öffentlichen Dienst können darüber hinaus die Versicherungsbeiträge für ihre Diensthaftpflichtversicherung zu den Werbungskosten hinzuzählen.
Keine KommentareWinterreifenpflicht Deutschland: Versicherungsschutz auch ohne Winterreifen?
Ab Samstag gilt in Deutschland die Winterreifenpflicht, wer bei Eis und Schnee ohne Winterreifen unterwegs ist muss mit einem Bußgeld von 40 Euro rechnen, behindert man den Verkehr werden sogar 80 Euro fällig.
Aber was passiert nun bei einem Unfall wenn man ohne Winterreifen unterwegs ist, zahlt die Versicherung oder wie steht es um den Versicherungsschutz? Diese Frage ist nicht ganz eindeutig zu beantworten.
Im Falle eines Unfalls ohne Winterreifen könnte eine Versicherung im Kasko-Bereich Zahlungen verweigern wenn man beispielsweise bei schneeglatter Fahrbahn in die Leitplanke kracht und das Fahrzeug nicht mit Winterreifen ausgerüstet war. Dies könnte dann als grobe Fahrlässigkeit gewertet werden.
Da es bisher aber kaum Urteile gibt dürfte sich hier in Zukunft noch einiges tun und entscheiden, Neuverträge könnten entsprechende Klauseln enthalten die eine Zahlung bei fehlenden Winterreifen ausschließen.
Keine KommentareBauherren-Haftpflichtversicherung auch im Winter!
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) weist darauf hin, dass Bauherren auch im Winter, wenn der Bau wegen Schnee, Eis und Kälte ruht, an ihre Bauherren-Haftpflichtversicherung denken sollen. Das gilt auch für unbebaute Grundstücke. Jeder Bauherr trägt ab dem Grundstückskauf für die Sicherheit auf seiner Baustelle die Verantwortung, deshalb sollte schon vor Baubeginn eine Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden.
Eine Bauherren-Haftpflichtversicherung schützt den Bauherren vor den Schadenersatzansprüchen Dritter, die z.B. durch herumfliegende Teile von der Baustelle verletzt werden. Dann kommt die Haftpflichtversicherung unter anderem für die Arztrechnungen des Geschädigten auf. Wie hoch die Beiträge für die Versicherung sind, hängt von der Dauer des Bauvorhabens und der Höhe der Bausumme ab.
Vor unvorhersehbaren Schäden kann darüber hinaus auch die Bauleistungsversicherung schützen, die besonders dann zu empfehlen ist, wenn der Rohbau bereits fertiggestellt ist. Sie kommt für Schäden auf, die durch höhere Gewalt wie z.B. einen Sturm, verursacht werden.
Keine KommentarePflegeversicherung drohen 2011 rote Zahlen
Laut einer Prognose des Bundesgesundheitsministeriums, das der “Frankfurter Rundschau” vorliegt, muss die Pflegeversicherung offenbar schneller reformiert werden als bislang angenommen. Ohne eine Reform müsste der Versicherungssatz schon 2014 von derzeit 1,95% auf 2,1% steigen, heißt es dort.
Bei der letzten Pflegereform im Jahr 2008 prognostizierte die damalige schwarz-rote Bundesregierung, dass die Finanzreserven der Pflegekassen mindestens bis 2015 ausreichen werden, doch nach den aktuellen Zahlen muss damit gerechnet werden, dass die Pflegeversicherung schon im nächsten Jahr in die roten Zahlen rutscht. Damit würden die Rücklagen der Pflegekassen deutlich schneller abgebaut werden.
Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums wollte sich zu den Berichten nicht äußern, bestätigte nur, dass man sich auf noch kein Modell für die langfristige Finanzierung de Pflegeversicherung festgelegt habe. Am 7. Dezember soll ein Expertengespräch über den Fachkräftemangel in der Pflege stattfinden und anschließend werde die Finanzierungsfrage erörtert.
Keine KommentareFrauen kümmern sich mehr um Altersvorsorge als Männer
Laut einer Umfrage der Union Investment zum Thema Altersvorsorge beschäftigen sich Frauen deutlich intensiver mit diesem Thema als Männer. Während sich 72% der Frauen (im ersten Quartal 2010 waren es nur 62%) nach eigenen Angaben mit der eigenen Altersvorsorge beschäftigen, gaben nur 69% der Männer (vorher: 71%) an, dies zu tun.
Dieser Trend zeigt sich auch in der Häufigkeit von abgeschlossenen Altersvorsorgeverträgen: In den letzten drei Quartalen sank der Anteil der Männer, die einen Riester-Sparplan abgeschlossen haben, von 42% auf 35%. Bei den Frauen stieg die Zahl der Riester-Sparerinnen dagegen von 39% auf 50%.
Ein weiteres Ergebnis der Studie betrifft die Altersvorsorge bei Geringverdienern, die ein leicht erhöhtes Interesse für dieses Thema zeigen. Waren vorher 64% der Überzeugung, dass die Beschäftigung mit dem Thema Altersvorsorge wichtig ist, sind es aktuell 66%. Allerdings liegen die Geringverdiener mit 29% an abgeschlossenen Riester-Verträgen immer noch unter dem bundesweiten Durchschnitt.
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