Verbraucherzentrale Hamburg: Insassen-Unfallversicherung überflüssig
Laut dem Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GdV) besitzen 4,2 Millionen Deutsche eine Unfallversicherung für Insassen. Eine solche Versicherung ist nach Einschätzung von Edda Castello von der Verbraucherzentrale Hamburg jedoch unnötig, da sie fast nur Risiken abdecke, die auch schon mit anderen Versicherungen abgedeckt sind.
In der Regel übernimmt die Kfz-Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers die Kosten, die entstehen, wenn jemand bei einem Unfall verletzt wird. Seit 2002 gilt das in jedem Fall, auch wenn es bei einem Unfall keinen Schuldigen gibt. Das war vorher anders, da musste es einen Schuldigen geben, damit der Versicherungsschutz gilt. Mit der Änderung des Straßenverkehrsgesetz 2002 zahlt die Versicherung nun immer, deshalb rät Castello, eine bestehende Insassen-Unfallversicherung so schnell wie möglich zu kündigen. Stattdessen empfiehlt sie eine private Unfallversicherung oder Berufsunfähigkeitsversicherung.
Rudolf Kayser, Bereichsleiter Unfall bei der Ergo-Versicherungsgruppe, argumentiert dagegen in der “Welt”, dass eine Insassen-Unfallversicherung nie unnnötig, sondern immer besser als gar keine Unfallversicherung sei. GdV-Sprecher Christian Lübke spricht sich ebenfalls für eine Unfallversicherung für Insassen aus, die besonders interessant für Vielfahrer sei.
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