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Mietnomadenversicherung nicht unbedingt nötig

Die Stiftung Warentest hat die Mietnomadenversicherung der R+V Allgemeine Versicherung AG, die der Verein Deutscher Mietkautionsbund anbietet, mal genauer unter die Lupe genommen und kommt im Schnelltest zu dem Ergebnis, dass sie für Vermieter nicht zwingend nötig ist.

Mit dieser Versicherung können sich Vermieter finanziell absichern, weil sie dann einspringt, wenn ein Mieter Schäden in der Wohnung hinterlässt oder Mietschulden hat. Die Versicherung kostet zwischen 50-100 Euro pro Jahr und hat eine maximale Deckungssumme von 15.000 Euro. Die Versicherungssumme wird nur dann ausgezahlt, wenn die vom Mieter vorab bezalhte Kaution zur Begleichung des Schadens oder der Schulden nicht ausreicht. Für den Vermieter bedeutet dies den Vorteil, dass sein finanzieller Schutz über die Höhe der Mietkaution hinausgeht.

Der Nachteil dabei: Voraussetzung für den Abschluss einer Mietnomadenversicherung ist, dass der Mieter bereits eine Kautionsversicherung bei der R+V abgeschlossen hat. Nach der Kritik von “Finanztest” soll diese Kopplung der beiden Versicherungen ab Ende März entfallen. Dann muss der Mieter jedoch eine Mietsicherheit in Form einer Bankbürgschaft oder der Mitgliedschaft im Mietkautionsbund vorweisen. Noch kostet diese Mitgliedschaft 9,90 Euro, soll aber bald kostenfrei erhältlich sein.

Das Fazit der Warentester: Da die Mehrheit der Mieter ihren Pflichten nachkommt, werden die meisten Vermieter eine Mietnomadenversicherung nicht brauchen. Vermietern wird jedoch empfohlen, bei Unsicherheiten über die finanzielle Situation potenzieller Mieter eine Schufa Auskunft von ihnen zu verlangen.



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