Deutlich weniger Bundesbürger ohne Krankenversicherung
Die Gesundheitsreform zeigt Erfolge, so das Ergebnis einer Studie Hochschule Fulda und der Universität Duisburg, die von der Hans-Böckler-Stiftung vorgestellt wurde: In Deutschland gibt es seit April 2007 deutlich weniger Menschen ohne Krankenversicherung. Insgesamt haben rund 120.000 Menschen, die vorher nicht versichert waren, seitdem wieder eine Krankenversicherung, damit hat sich Anzahl der Menschen ohne Krankenversicherungsschutz, die Anfang 2007 auf 211.000 geschätzt wurden, mehr als halbiert.
Nach der Gesundheitsreform, die zum 1. April und 1. Juli 2007 in Kraft getreten war, unterliegen alle Bürger, die der gesetzlichen Krankenversicherung zuzuordnen sind (Angestellte, Arbeiter), einer Versicherungspflicht. Ab dem kommenden Jahr gilt diese Pflicht auch für alle potenziell Privatversicherten. Hierzu gehören vor allem Selbstständige, von denen viele anfallende Behandlungskosten immer noch selbst bezahlen. Mit dieser Maßnahme will die Bundesregierung auf die zunehmende Zahl nichtversicherter Bürger reagieren.
Trotz dieses positiven Ergebnisses sind nach Einschätzung der Wissenschaftler noch einige Aspekte zu verbessern. Zum einen gebe es vor allem in der PKV noch zu hohe Hürden, die den Er- oder Beibehalt des Versicherungsschutzes für viele Menschen verhindern. Regelungen wie z.B. Wartezeiten vor dem Inkraftttreten des Versicherungsschutzes oder Nachzahlungen für einen verspäteten Eintritt in die gesetzliche Krankenversicherung müssten geändert werden. Zum anderen müsse die Einhaltung der Versicherungspflicht staatlich kontrolliert werden, z.B. indem Meldedaten und Versicherungslisten auf Übereinstimmung überprüft werden, fordern die Wissenschaftler.
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