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Welche Versicherungen überflüssig sind

Während niemand auf die private Haftpflichtversicherung oder die Berufsunfähigkeitsversicherung verzichten sollte, gibt es auch zahlreiche Versicherungsangebote, die Experten zufolge eigentlich überflüssig sind.

Ein Beispiel hierfür sind Krankenhaustagegeldversicherungen, die dann zum Tragen kommen, wenn der Versicherte im Krankenhaus liegt. Da die Liegezeiten in den Kliniken jedoch immer kürzer werden und mittlerweile viele Operationen sogar ambulant durchgeführt werden, kommen die Patienten immer früher nach Hause. Einmal aus dem Krankenhaus entlassen, gibt es aber kein Geld mehr von der Krankenhaustagegeldversicherung. Außerdem muss der Arbeitgeber im Krankheitsfall das Gehalt sowieso weiterzahlen und wenn die Lohnfortzahlung ausläuft, zahlt die gesetzliche Krankenkasse immer noch rund 75% des letzten Nettoeinkommens.

Überflüssig sind auch Versicherungen, die eigentlich keine Versicherungen, sondern vielmehr Sparverträge sind, wie z.B. eine Kapitallebensversicherung. Der Versicherte erhält das angesparte Geld plus (niedrige) Zinsen und Überschussbeteiligung. Dafür muss sich der Versicherte aber bis zu seinem 60. Geburtstag binden und mindestens 12 Jahre lang einzahlen. In der Praxis wird jeder zweite Vertrag noch vor Ende der Laufzeit aufgelöst und der Versicherte erhält nicht nur kaum Zinsen, sondern manchmal noch nicht einmal die eingezahlte Summe zurück.

Eine Rechtsschutzversicherung ist in den meisten Fällen ebenfalls überflüssig, da man die meisten Leistungen bei dem Mieterverein oder dem Automobilclub für ihren jeweiligen Bereich billiger oder sogar gratis bekommt.

Unnötig sind auch Reisegepäckversicherungen, denn pro 1000 Euro Reisegepäckwert belaufen sich die Prämien auf gerade einmal 20-40 Euro. Damit überhaupt gezahlt wird, darf den Reisenden keine Mitschuld an dem Verlust des Gepäckstücks treffen, aber wer sein Gepäckstück niemals aus den Augen lässt, verliert es auch nie und braucht demnach auch keine Versicherung. Aßerdem übernimmt die Hausratversicherung sowieso in vielen Fällen einen Teil der Schäden und das ganz ohne Aufpreis.

In den letzten Jahren wurden immer mehr neue Sachversicherungen angeboten, wie z.B. speziell für Handys, Waschmaschinen oder Ceran-Kochfelder. Da die potentiellen Schäden meist so gering sind, dass sie relativ einfach aus eigener Tasche bezahlt werden können, müssen diese kleinen Risiken nicht extra versichert werden. Nur wenn das Risiko finanziell nicht kontrollierbar ist, kann eine Versicherung zusätzlichen Schutz bieten.



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1 Comment so far

  1. Stephan Fischer Juli 15th, 2008 11:21 am

    Diesen Artikel habe ich schon an einer anderen Stelle gefunden und finde den Inhalt nicht an jeder Stelle verkehrt aber durchaus gefährlich. Pauschalurteile über den Bedarf von Versicherungen abzugeben geht meines Erachtens ganz selten gut. Beispiel gefällig? Im Artikel wird gesagt, dass Kapitalversicherungen überflüssig sind. Das ist so ein Pauschalurteil, das so nicht stehen bleiben darf. Man kann unter dem Versicherungsmantel wunderbar Fonds oder Aktien abgeltungssteuerfrei einkaufen und sogar, wenn man ein bisschen Geschick zeigt am Ende das Geld steuerfrei herausbekommen. Das Geld liegt auch nicht notwendigerweise bis zum Ende fest, man kann vorher auch steuer- und kostenfrei dran wenn mans braucht.
    Das sind durchaus Gründe warum man solche Beurteilungen nicht treffen sollte, wenn man sich der Tragweite nicht bewusst ist.
    Grüße Stephan

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