Kunden sollen besser über ihre Versicherungsdaten informiert werden
Bei den Verhandlungen zwischen Versicherungsunternehmen und Datenschützern gibt es Überlegungen, eine für alle Kunden zugängliche Auskunftdatei einzurichten, aus der sie die von den Versicherungen gesammelten Daten über sie erfahren können. Durch diese Datei soll zudem der Austausch der Versicherungen über Kundeninformationen erschwert werden, die bislang im so genannten Hinweis- und Informationssystem (HIS) gespeichert werden und die auch sensible Informationen wie Autounfälle oder Erkrankungen enthalten.
Wie ein Sprecher des Gesamtverbands der Versicherungswirtschaft (GDV) mitteilte, wurde bereits ein entsprechendes Arbeitspapier vorgelegt, in dem der Vorschllag gemacht werden, für Versicherungsdaten ein ähnliches Prinzip einzuführen wie für Finanzdaten bei der Schufa. Die Versicherten sollen ihre eigenen Daten zentral bei dem GDV abfragen können. Laut dem Landesbeauftragten für Datenschutz in Schhleswig-Holstein, Thilo Weichert, müssen die Kunden bislang bei ihrem jeweiligen Versicherungsunternehmen nach ihren dort gespeicherten Daten fragen, deren Bekannt- oder Herausgabe an den Versicherten allerdings von vielen Versicherungen abgelehnt wird. In vielen Fällen führt erst die Drohung mit dem Anwalt zum Erfolg. Mit dem neuen Konzept soll es den Versicherungen nicht mehr erlaubt sein, jederzeit die Kundendaten (auch die fremder Versicherungen) einsehen zu können, wie es bislang der Fall ist. Stattdessen dürften die Versicherungen dann nur noch bei bestimten Anlässen die Daten abrufen. Weichert bezeichnet die bisherige Handhabung als “nicht zulässig” und sieht in dem neuen Verfahren eine deutliche Verbesserung.
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