Rentenerhöhung in 2008?
Peter Weiß, der rentenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, kündigte an, dass im nächsten Jahr eine Rentenerhöhung in Höhe von 1% stattfinden könnte. Davon wären aktuell ca. 20 Millionen deutsche Rentner betroffen. Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute errechneten für 2008 eine höhere Rentenanpassung, in ihrem Herbstgutachten ist von einer Rentenanpassung in Höhe von 1,5% die Rede. Peter Weiß schließt sich diesen Berechnungen nicht an, ebenso hält der Deutsche Rentenversicherung Bund diese Zahlen der Institute für unrealistisch und überzogen.
Schon in diesem Jahr konnten sich Deutschlands Rentner über eine kleine Rentenerhöhung von 0,54% freuen, das vor allem durch die gute Konjunktur ermöglicht wurde. In diesem Größenbereich sieht auch Annelie Buntenbach, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung Bund, die zukünftigen Erhöhungen. Diese werden sich jedoch im Geldbeutel der Rentner wohl kaum bemerkbar machen, da zusätzliche Kosten wie der um 0,25% gestiegene Pflegebeitrag aufgefangen werden müssen. In der Realität sind die Renten aufgrund der üblichen Inflation trotz Erhöhung daher eher weniger wert.
Wie eine Studie über die “Altersvorsorge in Deutschland” (AVID 2005) jetzt zeigte, sind die gesetzlichen Renten dennoch langfristig gesehen, relativ konstant. Die Rentenreformen der letzten Jahre führten - anders als die Menschen es empfinden - zu keiner großen Veränderung oder Kürzung, sondern vielmehr zu einem Stillstand ohne Anstieg.
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[...] Daniel Bahr (FDP) bezweifelt, dass in den Jahren 2012 und 2013 wie geplant bei den Rentenzuwächsen gespart werde. Er wies darauf hin, dass dann abermals Wahlen anstünden. Der FDP Politiker sprach von einer ¬´Hypothek auf die Zukunft¬ª und warf der großen Koalition vor, nur aus ¬´schlechtem Gewissen¬ª zu handeln. Die Rentenerhöhung um 1,1 Prozent reiche gerade mal aus, um die Anhebung der Beiträge zu Krankenkasse und Pflegeversicherung auszugleichen. [...]
[...] Ein Sprecher der Deutschen Bank wollte dem Medium die Überlegungen nicht kommentieren. Das Projekt sei aus Sicht der Deutschen Bank nahe liegend, da der Bankenmarkt derzeit die Bildung einer entsprechenden Bank möglich erscheinen lasse, sagten Dresdner-Bank-Mutter Allianz und die Commerzbank. Interessen der Allianz, die über die Dresdner Bank ihre Versicherungen vertreibt, stünden dem jedoch entgegen. In Regierungskreisen hieß es laut stern.de, man könne sich durchaus vorstellen, dass der Bund die Postbank einbringt, falls sich die drei Privatbanken auf die Bildung eines ¬´nationalen Champions¬ª einigen sollten. [...]