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Beiträge aus Juni, 2007

Berufsunfähigkeit bei Burnout-Syndrom

Erstmalig wurde von einem Gericht jetzt ein Burnout-Syndrom als Anlass für eine Berufsunfähigkeit anerkannt. Dies hatte zur Folge, dass die Versicherung leistungspflichtig wurde.

Das Burnout-Syndrom kommt besondere häufig bei Führungskräften vor, die in Ihrem Job viel Verantwortung und damit auch Druck haben. Die Zahl der psychisch Kranken, die dadurch Berufsunfähig werden hat in den letzten Jahren massiv zugenommen. Da aber die Diagnose einer psychischen Erkrankung nur sehr schwer zu stellen ist, wird die Leistungspflicht seitens der Versicherungen häufig abgelehnt. Besonders stark trifft dies auf das Burnout-Syndrom zu.

Vor dem Oberlandesgericht in München wurde jetzt ein Präzedenzfall geschaffen, der die Krankheit im Sinne des Versicherungsrechtes anerkennt. Es ging dabei um einen Manager, der einen Zusammenbruch erlitten hatte. Von einem Facharzt wurde daraufhin die dringende Empfehlung ausgesprochen, seinen Job aufzugeben. Die Versicherung des Mannes verweigerte jedoch die Zahlung aus der Berufsunfähigkeitsversicherung. Vor Gericht bekam der Mann Recht. Die Begründung des Gerichtes beruhte hauptsächlich auf einem Gutachten eines renommierten Experten. Die Versicherung musste eine Nachzahlung in Höhe von Euro 148. 000 leisten.


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Armutsfeste Rente

Die Gewahr, dass die Altersarmut anwächst wird nach Meinung des Sozialverbandes Deutschland in den nächsten Jahren immer größer. Der Verband fordert daher ein schnelles Gegensteuern der Bundesregierung und hat einen Katalog an Vorschlägen erarbeitet, der insbesondere darauf abzielt, Beschäftigten mit Niedriglöhnen eine bessere Absicherung fürs Alter zu geben. Um niedrige Rentenansprüche auszugleichen müssten nach Meinung des Sozialverbandes Steuergelder verwendet werden.

Der Präsident des Sozialverbandes, Adolf Bauer vertritt die Auffassung, dass der Staat, wenn er jetzt nicht handelt die Kosten für die steigende Altersarmut später zahlen muss. Verhindern ließen sich die Kosten in keinem Fall. Niedriglöhne seinen neben sinkenden Rentenniveau der Hauptgrund für Altersarmut.

Zukünftig werden von dieser Situation auch Durchschnittsverdiener betroffen sein, was die Sache besonders schlimm macht. Die Zahl der Jahre, die ein Bundesbürger in die Rentenkasse eingezahlt haben muss, um eine ausreichende Altersabsicherung zu haben wird immer weiter steigen. Der Sozialverband prognostiziert, dass selbst 45 Jahre nicht mehr ausreichen werden, um eine armutsvermeidende Rente zu erhalten. Von dieser Situation wären dann 35 Prozent der Vollbeschäftigten betroffen.

Diese Zahlen belegen die Dimension die das Problem erreicht hat und wie dringend Handlungsbedarf gegeben sei, so Bauer weiter.

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Sturmschäden im Sommer

Das Wetter in Deutschland wird auch im Sommer immer unberechenbarer. Stürme und Gewitter, die große Schäden anrichten werden wir zukünftig wohl jedes Jahr wieder erleben. Die Frage nach dem ausreichenden Versicherungsschutz z. B. für den eigenen PKW wird sich dabei wohl immer häufiger stellen.

Der Bund der Versicherten (BdV) hat jetzt darauf hingewiesen, dass Sturm und Überschwemmungsschäden in der KFZ-Versicherung enthalten sind. Bedingung ist dabei allerdings, dass der Fahrzeughalter nicht groß Fahrlässig handelt. Grobe Fahrlässigkeit kann z. B. vorliegen, wenn das Fahrzeug in Hochwassergefährdeten Gebieten abgestellt wird und die Warnungen von den Behörden ignoriert werden. Wenn es dann zu einem Überschwemmungsschaden kommt, so kann es sein das die Versicherung die Zahlung verweigert und damit auch im Recht ist.

Bei Sturm und Gewitter gilt also, zuerst das eigenen Leben und die Gesundheit schützen und dann das Hab und Gut in Sicherheit bringen, damit die Versicherung erst gar nicht in Anspruch genommen werden muss.

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Mindestlohn-Streit: Struck empört

Und weiter geht es im Streit um den “Mindestlohn-Kompromiss” der Großen Koalition. Nachdem Vizekanzler Franz Müntefering sich als erstes empört über den Kompromiss geäußert hat, folgt nun SPD-Fraktionschef Peter Struck und ist ebenfalls empört und kritisiert die Bundeskanzlerin. Merkel hätte einsehen müssen, dass bei diesem Thema “ein soziales Problem gelöst werden muss”, so Struck in einem Interview. Er ist empört über die Verweigerung der CDU.

“Es kann nicht sein, dass Menschen den ganzen Tag arbeiten und trotzdem auf staatliche Hilfe angewiesen sind”, erklärte Struck der in Hannover erscheinenden “Neuen Presse”. Womit er wohl sicherlich Recht hat. Die Union verweist auf eine Rechtsprechung, die dazu führt, dass sogar Minilöhne noch um ein Drittel unterboten werden dürften. Weigert sich aber, klipp und klar zu sagen, ab wann Stundenlöhne sittenwidrig sind, so Struck weiter.

Struck kündigte an, dass die SPd das Them weiter vorantreiben werde: “Die SPD wird über den Bundesrat Initiativen für den Mindestlohn ergreifen. Ein Gesetzentwurf von Rheinland-Pfalz wird sicherlich bald eingebracht.” In Sachen Wahlkampf sagte Struck: Entweder gelingt es, durch diesen Druck die Union zu einer Änderung ihrer Haltung zu bringen, oder der Mindestlohn wird das Hauptthema im Wahlkampf.”

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Zentralruf der Versicherer hilft

Wer im Urlaub im Ausland einen Unfall mit dem PKW erleidet, der trifft häufig auf Sprachbarrieren mit dem Unfallgegner und mit den Behörden in dem fremden Land. Um Urlaubern innerhalb der EU bei solchen Problemen unter die Arme zu greifen wurde der Zentralruf der Versicherer eingerichtet. Jede europäische Versicherung hat für diesen Zweck in jedem Mitgliedsland stellvertretende Sachverständige benannt. Wer im Ausland einen Unfall hatte, kann unter der Rufnummer 0180/25026 (6 Cent/min) erfragen, welcher Versicherungsbeauftragte in diesem Fall unterstützt.

Von den Deutschen Versicherern (GDV) wird dazu geraten, direkt nach der Rückkehr aus dem Urlaub die Regulierung einzuleiten. Ein Europäischer Unfallbericht ist für eine reibungslose Abwicklung dabei sehr hilfreich. Der Unfallhergang kann dabei in mehreren Sprachen protokolliert werden. Die entsprechenden Formulare gibt es bei jeder Versicherung kostenlos, auch als Download im Internet. Fotos vom Unfallort und Zeugen helfen zudem bei der Abwicklung mit der Versicherung.

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Gothaer Versicherung mit hohem Gewinn

Die Gothaer Versicherung hat im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Konzernergebnis von 120 Millionen Euro erzielt und damit zum vierten Mal in Folge das beste Konzernergebnis erreicht. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung von 16 Prozent. Mit diesem Ergebnis hat sich die Ertragslage des Konzerns in den letzten Jahren stetig verbessert.

Der Umsatz des Unternehmens betrug im vergangenen Jahr ca. 3,9 Milliarden Euro bei einem Verwaltungskostenanteil von 444 Millionen Euro. Der Umsatz stieg damit um 1,3 Prozent. Die Anzahl der Mitarbeiter des Konzerns sank im letzen Jahr auf 5.730, was eine Senkung der Mitarbeiterzahl um 280 im Vergleich zu 2005 bedeutet.

Das Unternehmen verfolgt auch in den nächsten Jahren das Ziel, Kosten zu Senken, in dem unter anderem die Zwei-Marken-Strategie mit der Asstel Versicherung vertieft werden sollen und Synergieeffekte genutzt werden sollen.

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Anspruch auf Rente für Ausländer

Wer in Deutschland arbeitet und in die Rentenkasse einzahlt erwirbt sich damit einen Anspruch auf gesetzliche Rente. Es spielt dabei keine Rolle, ob der Arbeitnehmer aus Deutschland stammt oder aus einem anderen Land. Wenn das Heimatland des Arbeitnehmers und die Bundesrepublik ein Sozialversicherungsabkommen haben oder das Heimatland in der EU ist, können Rentenansprüche aus den beiden Ländern auch zusammengelegt werden.

Besteht eine solche Vereinbarung nicht und das Herkunftsland des Arbeitnehmers gehört auch nicht zur EU so verfallen Rentenansprüche unter umständen. Im die Regelung im persönlichen Fall zu erfragen sollte man sich an den Rentenversicherungsträger des Heimatlandes wenden.

In Deutschland erworbene Rentenansprüche können auch ins Ausland gezahlt werden, wenn der Arbeitnehmer nach Rentenbeginn wieder in sein Heimatland zurückkehrt. Um sich zu informieren, was dafür notwendig ist, kann man sich bei der Deutschen Rentenversicherung kostenlos beraten lassen.

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Scheidungskinder bekommen weniger Geld

Unterhaltsbeträge in der Düsseldorfer Tabelle sind zum ersten mal in ihrer 45-jährigen Geschichte gesenkt worden. So bekommen Scheidungskinder nun künftig weniger Geld.

Wie das Oberlandesgericht (OLG) Düsseldorf heute mitteilte, erhalten unterhaltsberechtigte Kinder und ihre alleinerziehenden Eltern bald bis zu acht Euro weniger pro Monat. Grund hierfür ist die Verordnung des Bundesjustizministeriums, welche die Regelsätze zum 1. Juli um etwa ein Prozent gesenkt hat. Kleinkinder und Vorschulkinder erhalten nun mindestens 202 Euro, Kinder ab sechs Jahren 245 Euro, Kinder ab zwölf 288 Euro und Jugendliche ab 18 Jahren 389 Euro. Diese gelten bei Einkünften des Unterhaltspflichtigen bis 1300 Euro netto und steigen bei höheren Einkommen entsprechend an.

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Einzugsermächtigung bei KFZ – Zulassung

Wer heute in Deutschland einen PKW zulassen möchte, der muss schon ein Menge an Unterlagen vorlegen. Diese Flut an Dokumenten erweitert sich in vielen Bundesländern derzeit um ein weiteres. In vielen Bundesländern ist eine Fahrzeugzulassung ohne Einzugsermächtigung für die KFZ – Steuer nicht mehr möglich.

Die Bundesländer reagieren damit auf die Tatsache, dass Millionen Euro an Außenständen existieren, nur weil viele Bundesbürger ihre KFZ – Steuer nicht zahlen. Neben der Einführung des Lastschrifteinzuges für die KFZ – Steuer soll zudem auch die gute alte Versicherungsbestätigung oder auch Doppelkarte abgeschafft werden. Die Daten sollen zukünftig elektronisch zwischen den Zulassungsstellen und den Versicherungen hin und her gegeben werden. Experten rechnen allerdings damit, dass die Umsetzung diese Vorhabens noch einige Zeit in Anspruch nehmen wird, da im Vorwege viele Fragen und auch technische Details geklärt werden müssen.

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Auslandskrankenversicherung

Betrug lohnt sich nicht. Das musste jetzt ein Ehepaar feststellen, dass nach einer Erkrankung des Ehemannes im Ausland neben den regulären Belegen auch gefälschte bei der Reisekrankenversicherung eingereicht hatte.

Da die Versicherung nach Vorliegen der Belege jedoch skeptisch wurde veranlasste sich eine Prüfung der Quittungen und wandte sich dafür an die deutsche Botschaft in Lagos. Es kam heraus, dass die Belege zum Teil nicht echt waren und die Versicherung verweigerte die komplette Zahlung.

Das Ehepaar ging vor Gericht und die Klage wurde abgewiesen, nachdem sich die Ehefrau als Versicherungsnehmerin vor Gericht auch noch in Widersprüche verwickelte. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass das Ehepaar versucht hatte, die Versicherung zu betrügen und die Versicherung muss keine Zahlungen leisten.

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In NRW wird am meisten geerbt.

Die Fondsgesellschaft Fidelity hat eine Studie durchgeführt, aus der hervorgeht, dass die Menschen in Nordrheinwestfalen im Vergleich zum Bundesdurchschnitt etwa dreimal so viel Erben. Erbschaften werden als ein Teil der Absicherung des Lebensstandards im Rentenalter betrachtet.

Bei der Umfrage gaben 11 Prozent der Befragten in NRW an, dass sie keine private Altersvorsorge benötigen, da sie eine Erbschaft erwarten. Im Rest der Republik konnten das nur 4 Prozent von sich behaupten. Das Land Nordrheinwestfalen nahm im Jahr 2005 fast eine Milliarde an Erbschaftssteuer ein. Auf die gesamte Bundesrepublik entfielen insgesamt nur vier Milliarden Euro.

In NRW leben auch die meisten vermögenden Menschen. Während in der Bundesrepublik die Haushalte um etwa 2,5 Prozent ärmer geworden sind, so hat sich das Vermögen der Menschen in NRW um 17,5 Prozent erhöht.

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Versicherungen gegen Berufunfähigkeit mit großen Preisunterschieden

Die Zeitschrift ‚"Finanztest" hat Anbieter von Zusatzversicherungen getestet und dabei festgestellt, dass die Verbraucher beim Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung viel Geld sparen können. Die Ersparnisse können in einer Größenordnung von 500 – 1000 Euro im Jahr liegen, je nach Alter und Beruf des Versicherten. Qualitativ liegen die Versicherungsangebote zum großen Teil auf einem hohen Niveau. 26 Angebot von 92 getesteten erhielten die Note ‚"sehr gut" und 37 die Note ‚"gut".

Der Vertragsabschluss einer Berufunfähigkeitsversicherung sollte so früh wie möglich erfolgen. Je junger der Versicherungsnehmer ist, desto geringer sind die Prämien und das Risiko einer Ablehnung nach erfolgter Gesundheitsprüfung ist geringer. Der Vertrag sollte zudem eine Nachversicherungsgarantie enthalten, die sicherstellt, dass die Versicherungsleistung später angehoben werden kann, ohne neue Gesundheitsprüfung. Auch bei der Laufzeit sollte lieber ein längere gewählt werden, da eine vorzeitige Beendigung der Versicherung immer möglich ist, eine Verlängerung allerdings nicht so ohne weiteres.

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Rentenversicherung zahlt auch ins Ausland

Die Zahl der Rentner, die Ihren Lebensabend nicht in Deutschland verbringen sondern im Ausland ist in den letzten Jahren merklich angestiegen. Viele erfüllen sich den Traum vom Leben in Sonne und Wärme. Im Bezug auf die Auszahlung der Rente ist die auch völlig problemlos. Die Deutsche Rentenversicherung zahlt nämlich die Rente auch ins Ausland aus.

Wer einen Umzug in das Land seiner Träume plant, der sollte aber auf jeden Fall vorher einen Termin bei einem Rentenexperten machen, um sich beraten zu lassen. Durch einen Umzug ins Ausland kann es nämlich sein, dass dem Rentner nicht die volle Rente zusteht. In bestimmten Konstellationen werden gewisse Rentenjahre nur angerechnet, wenn der Senior auch in Deutschland lebt.

In allen Fragen zum Thema gesetzliche Rente ist die Deutsche Rentenversicherung der richtige Ansprechpartner. Dies gilt auch für alle Rentner die bereits im Ausland leben und Fragen zu ihrer Rente haben.

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Müntefering kritisiert Mindestlohn-Kompromiss

Franz Müntefering reagiert auf die Ergebnisse des Koalitionsausschusses zum Mindestlohn. Er weigert sich, dass Ergebnis des Koalitionsausschusses zum Thema Mindestlohn als Kompromiss zu werten. In einigen Bereichen gibt es zwar eine akzeptable Lösung, sagte der Müntefering. Die SPD werde aber nicht aufgeben und weiter um einen einheitlichen Mindestlohn kämpfen.

“Was wir daraus gelernt haben, ist dass man einen Mindestlohn nicht mit der Union machen kann, sondern gegen sie machen muss”, sagte der Vizekanzler an. Die SPD wird definitiv an ihrer Forderung festhalten und in der Zeit zur Bundestagswahl 2009 werde das Thema Mindestlohn weiter eine goße Rolle spielen und auch sogar schon weit davor.

Union und SPD hatten sich lediglich auf eine Ausweitung der Mindestentlohnung verständigt, ein flächendeckender Mindestlohn scheiterte wie zu erwarten war, am Widerstand von CDU/CSU. Wir berichteten.

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Pflegeversicherung steigt um 0,25 Prozent

Gestern Nacht tagten die Spitzen von SPD, CDU und CSU in der Nacht zum Dienstag im Kanzleramt und berieten über die Themen Pflegereform und Mindestlohn (wir berichteten). Es konnte bei beiden themen ein Kompromiss gefunden werden, beim Mindestlohn ist die Übereinkunft allerdings alles andere als Perfekt zu bezeichnen.

In Sachen Pflegeversicherung einigte man sich darauf, den Beitragssatz zum 1. Juli 2008 um 0,25 Prozentpunkte zu erhöhen, das teilte SPD-Chef Kurt Beck heute morgen mit. Dafür soll im Gegenzug zum 1. Januar der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung um 0,3 Prozentpunkte sinken. Somit soll es keine Steigerung bei den Lohnzusatzkosten geben.

In Sachen Mindestlohn verständigten sich Union und SPD darauf, dass man eine Ausweitung des Entsendegesetzes Lohnuntergrenzen in weiteren Branchen einführen werde. Derzeit gibt es Mindestlöhne nur im Baugewerbe und bei Gebäudereinigern. Das Entsendegesetz soll auf Branchen ausgeweitet werden, die zu mindestens 50 Prozent tarifvertraglich organisiert sind. Schätzungsweise kommen dann zehn bis zwölf Branchen über dieser 50-Prozent-Marke liegen dazu. Für Branchen, bei denen es keine tarifvertragliche Bindung gibt, sollten künftig über einen Ausschuss Anträge auf einen Mindestlohn gestellt werden können. Also wie zu erwarten konnte sich die Koalition nicht auf den von der SPD geforderten flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn einigen.

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