Beiträge aus März, 2007
Künstler-Versicherung
Die Bundesregierung plant momentan einen Umbau der Künstlersozialversicherung, der beim Bundestag auf grundsätzliche Zustimmung trifft. Die Opposition äußerte zu Einzelnen Punkten bei der ersten Lesung jedoch Bedenken. Eine Warnung der Linksfraktion lautete, dass Künstler durch eine verschärfte Prüfung nicht an der Versicherung herausgedrängt werden dürfen.
Die Künstlersozialkasse befindet sich seit Jahren in finanziellen Schwierigkeiten, da die Anzahl an Versicherungsnehmern stark angestiegen ist, auf der anderen Seite jedoch viele Unternehmen ihrer Verpflichtung zur Zahlung der Künstlersozialabgabe nicht Folge leisten. Die Umbaupläne sehen daher unter anderem vor, dass die Deutsche Rentenversicherung die Kontrolle übernehmen soll, ob die Abgaben korrekt entrichtet werden. Auch die Einkünfte der versicherten Künstler sollen stärker überprüft werden. Das Gesetz soll noch vor der Sommerpause verabschiedet werden.
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Neue Gesundheitsreform: Was sich ändert
Am 01.04.07 tritt die neue Gesundheitsreform in Kraft, aber was und für wen ändert sich nun genau was? Hierzu haben wir in unserer neuen Kategorie: Versicherung Tipps mal einen ausführlichen Artikel zu den Änderungen mit der neuen Gesundheitsreform für Sie verfasst.
Es gibt einige gravierende Änderungen mit der neuen Reform über die sich sich auf jeden Fall informieren sollten. So muss z.B. ab dem 01.01.09 jeder Bürger krankenversichert sein, es besteht also ab 2009 dann eine Krankenversicherungsplicht.
Zum ganzen Artikel: Gesundheitsreform Änderungen
Private Krankenversicherung
Das Landgericht Bielefeld hat einer Klage eines Mannes stattgegeben, der gegen seine Krankenversicherung vor Gericht gezogen war. Gemäß dem jetzt gefällten Urteil darf eine private Krankenversicherung einem Mitglied nicht wegen einer genetischen Erkrankung kündigen.
In dem genannten Fall war die Ehefrau des Versicherungsnehmers im Jahre 2004 dem Vertrag des Mannes beigetreten und dafür Fragen nach Arztbesuchen und Vorerkrankungen beantworten müssen. Die Frau hatte dabei einen Gendefekt verschwiegen. Seitens der Krankenversicherung wurde nach bekannt werden dieser Krankheit die Mitgliedschaft widerrufen.
Grundlage für die Entscheidung des Gerichtes war eine Selbstverpflichtung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft die besagt, dass Patienten bis 2011 nicht zu einem Gentest verpflichtet werden dürfen. Die Mitteilung über eine genetische Erkrankung falle auch unter diese Selbstverpflichtung.
Keine KommentareFonds für verletzte Spieler WM 2006
Vom Weltverband für Fußball FIFA wurde ein Fonds eingerichtet, der Verletzungen von Spielern bei der Fußball WM 2006 in Deutschland kompensieren soll. Dotiert ist der Fond mit 15 Millionen Schweizer Franken (umgerechnet 9.3 Millionen Euro) und er soll hauptsächlich ärmeren Nationen zu Gute kommen.
Die FIFA reagiert mit diesem Fonds auf einen bereits seit Jahren schwelenden Streit zwischen der FIFA und der G 14 Vereinigung zusammengeschlossener Großclubs. Seitens der Vereine wird schon lange ein Ausgleich dafür gefordert, dass die Clubs Spieler zu Länderspielen abstellen und damit das Risiko von Verletzungen eingehen. Für die Vereine bedeutet der Ausfall von Top Spielern und der Regel einen finanziellen Schaden, der ihrer Meinung nach ausgeglichen werden muss.
Der jetzt eingerichtet Fonds soll lediglich für Spieler eingesetzt werden, die bei der WM 2006 im Einsatz waren. Für zukünftige Turniere und Länderspiele greift dieser Fond nicht und die Entwicklung in dieser Angelegenheit bleibt abzuwarten.
Keine KommentareRußfilter: Bundestag beschließt Steuerförderung
Der Bundestag hat heute die Steurerförderung für Fahrer von Diesel-Pkw die ihr Fahruzeug mit einen Rußpartikelfiltern nachrüsten (Partikelfilter) beschlossen. Der sogenannte Äko-Bonus soll die Feinstaubbelastung durch den Verkehr begrenzen.
Es gibt somit einen einmaligen Steuernachlass von 330 Euro für den nachträglichen Einbau eines wirksamen Rußpartikelfilter, rückwirkend vom 1. Januar 2006 bis Ende 2009. Wer keinen Partikelfilter nachrüstet, muss vom 1. April an vier Jahre lang einen Aufschlag auf die bisherige Kfz-Steuer zahlen.
Wie im vorigen Beitrag berichtet, ist ja heute auch die neue Feinstaub-Verordnung in Kraft getreten.
1 KommentarFeinstaub-Verordnung: Fahrverbot für Stinker?
Ab heute tritt die neue Feinstaub-Verordnung in Kraft, aber noch dürfen alle mit ihren Autos fahren, da keine bis jetzt keine Stadt die sogenannten Umweltzonen ausgewiesen hat, sprich es gibt bis dato noch kein Fahrverbot. Allerdings sollten Autofahrer sich trotzdem mit dem Thema Fahrverbot beschäftigen. Die Verordnung zur Kennzeichnung emissionsarmer Fahrzeuge, wie es offiziell heißt, sieht vor Dieselfahrzeuge ohne Partikelfilter (Rußpartikelfilter) und Benziner ohne Katalysator aus Innenstädten auszusperren, sofern diese sogenannte Umweltzonen ausweisen.
Die ersten Umweltzonen sollen bereits im Juli 2007 eingerichtet werden, wobei Baden-Württemberg den Anfang machen will, folgen sollen auch Städte wie Berlin, Hannover, Essen, Düsseldorf, Köln, Dresden, Frankfurt, Mannheim, Augsburg, Karlsruhe, München, Stuttgart und Freiburg. Für Fahrzeuge ohne gültige Plakette gilt dann Fahrverbot in den ausgewiesen Umweltzonen in den Innenstädten.
Es gibt vier Arten von Plaketten, also vier Klassen von Autos. Eine grüne Plakette steht für die modernsten und schadstoffärmsten Autos, Rot und Gelb für ältere Diesel, die man gerade noch so als schadstoffarm durchgehen lassen kann. Allerdings gibt es noch keine Einigkeit über die Einstufung von Fahrzeugen. Je nach Ausweis der Plakettenfarbe auf den Schildern, dürfen dann entsprechende Fahrzeuge die Umweltzone befahren oder nicht. Autos ohne Plakette dürfen in keinem Fall in die Umweltzone fahren. Jede Stadt kann für sich eigene Regeln aufstellen. Also, wie groß die sogenannte Umweltzone ist, wer hineinfahren darf, da hält sich die Bundesregierung heraus. Manche Städte werden alle Plaketten in der Umweltzone dulden, manche möglicherweise die roten nicht. Auch möglich sind abgestufte Regeln nach Uhrzeit und Ort.
Fahrten ohne Plakette werden also erst bestraft, wenn wirklich die Umweltzonen eingerichtet werden. Dann kostet ein Plakettenverstoß 40 Euro Bußgeld, außerdem ist ein Punkt in Flensburg fällig. Da ist die Plakette billiger, man erhält sie für fünf bis zehn Euro überall dort, wo Abgas- oder Hauptuntersuchungen gemacht werden, also etwa beim TÜV, bei der Dekra oder anderen Sachverständigenorganisationen. Wer mit seinem Fahrzeug keine Plakette erhält muss sein Fahrzeug dann entsprechend nachrüsten.
Mehr zum Thema: Partikelfilter nachrüsten
1 KommentarBeitragsbemessungsgrenze zur Krankenversicherung
Die Beitragsbemessungsgrenze, also bis zu der Beitrag vom freiwillig gesetzlich Versicherten gezahlt wird, liegt in 2007 bei einem jährlichen Bruttogehalt von 42.750 Euro, was umgerechnet einem 3.562,50 Euro pro Monat entspricht. Die Beitragsbemessungsgrenze sagt also aus, bis zu welchem monatlichem Gehalt oder Einkommen ein freiwillig in der gesetzlichen Kasse Versicherter den Beitragssatz zur Kasse zahlen muß.
Nicht zu verwechseln mit der Pflichtversicherungsgrenze, welche in 2007 bei einem Jahreseinkommen von 47.700,- Euro liegt - was monatlich 3.975,- Euro entspricht. Arbeitnehmer, die am 31.12.2002 oder früher bereits Mitglied in der privaten Krankenversicherung waren, für die gilt eine geringere Pflichtversicherungsgrenze und zwar in in Höhe von 42.750 Euro pro Jahr. Legt man 12 Monate zu Grunde, ist also ein Brutto Gehalt von 3.975,- Euro nötig, um in die private Krankenversicherung wechseln zu können.
Hier finden sie einen kostenlosen und unverbindlichen private Krankenversicherungsvergleich bei uns.
1 KommentarZu viele Vitamine können ungesund sein
Eine Analyse des Wissenschaftlers Goran Bjelakovic von der Universität in Kopenhagen hat jetzt ergeben, dass zu viele Vitamine der Gesundheit schaden können und sogar die Lebenserwartung verkürzen können.
So kann die Einnahme von Vitaminpillen unter bestimmten Umständen der Gesundheit schaden. Die Vitamine A und E sowie Betakarotin können gemäß der Studie die Lebenserwartung verkürzen. Bei der Untersuchung wurden 47 andere Studien miteinander verglichen, wobei mehr als 180.000 Menschen als Testpersonen zur Verfügung standen. Herausgestellt hat sich dabei, dass sich die Sterblichkeit bei der Einnahme von Vitamin A, Betakarotin oder Vitamin E um bis zu 16 Prozent erhöht.
Für viele dürfte dies Ergebnis erschreckend sein, geht man doch davon aus, dass Vitamine grundsätzlich für den Körper und die Gesundheit gut sind. Aber auch hier zeigt sich, dass zu viel des Guten nicht immer gesund sein muss.
2 KommnentareNeue Tarife durch Gesundheitsreform
Durch die vor kurzem beschlossene Gesundheitsreform wird es in den gesetzlichen Krankenversicherungen zukünftig Wahltarife geben. Unter anderem ist seitens der Krankenkassen geplant, diese Wahltarife mit einem Selbstbehalt oder anderen Eigenbeteiligungsmöglichkeiten der Versicherten anzubieten.
Gemäß einem Bericht des Magazin Focus will die DAK den neu ausgedehnten gesetzlichen Rahmen voll ausschöpfen und eine Zahl von über 10 neuen Individualtarifen anbieten. Andere Krankenkassen planen ebenfalls solche neuen Tarifeinstufungen. Geplant sind z. B. einkommensabhängige Selbstbeteiligungen. Sicher ist auf jeden Fall schon jetzt, das die Möglichkeit, die einzelnen Tarife untereinander zu vergleichen damit nicht leichter wird.
Für privat Versicherte hingegen gilt, dass sie von einer Erhöhung der Beiträge von ca. zehn Prozent ausgehen müssen.
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