Beiträge aus März, 2007
Gerichtsstreit oft teuer als Streitfall
Viele Gerichtsstreitfälle zur Feststellung der Schuldfrage sind häufig teuer als der entstandene Schaden z. B. bei einem Verkehrsunfall selbst. Ein Blick auf die ADAC-Prozesskostenübersicht hat dies jetzt verdeutlicht.
Da insbesondere Autofahrer schnell in einen Unfall verwickelt sein können, ob selbst verschuldet oder nicht, sollte jeder Führer eines PKW¬¥s über eine Verkehrsrechtsschutzversicherung verfügen. Denn zum Streitfall nach einem Unfall kann es immer kommen, auch wenn die Schuldfrage eigentlich klar ist und es zu keinen Diskussionen kommen dürfte.
Der ADAC hat in seiner Studie festgestellt, dass die Gerichts- und Anwaltskosten bis zu einem Streitwert von EURO 3.000 für zwei Instanzen bereits den Streitwert übersteigen. Wer in diesem Fall keine Rechtsschutzversicherung besitzt, hat also höhere Kosten zu befürchten, als für den tatsächlich entstandenen Schaden fällig werden.
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Private Pflegeversicherung
Die gesetzliche Pflegeversicherung wird zukünftig nicht mehr ausreichen, um zumindest die Grundversorgung von Pflegebedürftigen sicherzustellen. Bei dieser Aussage sind sich alle Experten einig. Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Die Zahl der Pflegebedürftigen wird in den nächsten Jahren zunehmen, da die Gesellschaft in Deutschland immer Älter wird und gleichzeitig der Anteil der Einzahler immer geringer.
Wird man im Alter pflegebedürftig sind Kosten in Höhe von mehren 1.000 EURO monatlich keine Seltenheit. Die gesetzliche Pflegeversicherung wird davon zukünftig nur einen Bruchteil zahlen können. Wem also diese Gefahr bewusst ist, der sollte sich schon heute über eine private Pflegeversicherung absichern. Tarifangebote gibt es mittlerweile von vielen Versicherern, so dass sich der Vergleich lohnt.
Keine KommentareAuszahlung der Lebensversicherung
Vielen Versicherten stellt sich die Frage, wie sie das ausgezahlte Geld aus einer Lebensversicherung am Besten und Sinnvollsten verwenden, um für die nächsten Jahre monatlich einen möglichst großen Betrag zur Verfügung zu haben.
Der aktuelle Rat von Experten sieht vor, das ausgezahlte Geld in einen Rentenfonds zu investieren und in diesem Zusammenhang einen Auszahlungsplan mit festzulegen. Hier stehen zwei mögliche Varianten zur Wahl:
1. Der Anleger entnimmt z. B. monatlich nur so viel Geld, dass das Vermögen nicht berührt wird. Er lässt sich also lediglich die Fondsausschüttung auszahlen.
2. Alternativ kann die Auszahlung auch eine Kombination aus Fondsausschüttung und Vermögen darstellen. Bei dieser Variante sollte festgelegt werden, über welchen Zeitraum man Geld auf dem Fonds beziehen möchte, da das Vermögen nach Ablauf dieses Zeitraumes aufgebraucht ist und keine Zahlungen mehr erfolgen können.
Keine KommentareDA Direkt Versicherung honoriert Umweltbewusstsein
Die DA Direkt Versicherung hat mit dem Verkehrsclub Deutschland zusammen einen Versicherungstarif (VCD Eco-Line) entwickelt, der umweltfreundlichen Fahrzeuges speziell einstuft.
Der Versicherungsnehmer erhält bei diesem Tarif bei voller Versicherungsleistung bis zu 12 % Rabatt. Die DA Direkt bietet damit das erste Versicherungsprodukt an, dass die ökologische Einstufung eines Fahrzeuges honoriert. In den speziellen Tarif können nur Fahrzeuge eingestuft werden, die einen niedrigen Kraftstoffverbrauch und eine gute Bewertung in der Schadstoffklasse nachweisen können.
Ein Honda Civic 1.4 kostet bei der DA Direkt im Standarttarif beispielsweise 339 EURO im Jahr. Wird das gleiche Fahrzeug mit Hybrid-Modell gewählt, senkt sich die Prämie auf 299 EURO. Der Fahrzeughalter leistet mit der Wahl des Hybrid Fahrzeuges also nicht nur einen Beitrag zum Umweltschutz sondern spart zudem noch Geld.
Wie sich dieser spezielle Tarif in der Praxis durchsetzen wird, bleibt abzuwarten. Wenn es ein erfolgreiches Produkt wird, werden sicherlich bald Angebote von anderen Versicherern folgen.
1 KommentarHausratversicherung regelmäßig überprüfen
In Deutschland haben fast 80 % der Bundesbürger eine Hausratversicherung. Die Hausratversicherung wird häufig einmalig abgeschlossen und verschwindet dann in einer Schublade im Wohnzimmerschrank. Gerade Hausratversicherungen sollten jedoch regelmäßig auf ihre Aktualität und auf die Höhe der Deckungssumme hin überprüft werden.
Alte Versicherungsbedingungen können zum Beispiel im Schadenfall zu Problemen führen, weil ausgerechnet der entstandene Schaden nicht mitversichert ist. Bei einer neueren Police kann dies aber durch bessere Bedingungen durchaus der Fall sein. Außerdem kann die Höhe der Deckungssumme ein Problem darstellen. Neu gekaufte Möbel, eine neue Küche oder andere Anschaffungen führen zu einer Wertsteigerung der Wohnungsausstattung, die dann evtl. durch die Deckungssumme der Versicherung nicht mehr ausreichend abgedeckt ist.
Keine KommentareHaftpflichtversicherung hat hohe Priorität
Die Haftpflichtversicherung hat unter der Vielzahl an möglichen Versicherungen eine sehr hohe Priorität. Jeder Verursacher haftet bei einem von ihm verschuldeten Schaden mit seinem gesamten Vermögen. Dies kann glimpflich abgehen, wenn z. B. nur ein Teller oder ein Tasse kaputt geht, kann aber auch teuer werden, insbesondere wenn Personen zu schaden kommen.
Für solche Schäden tritt die private Haftpflichtversicherung ein, damit dem Verursacher des Schadens kein finanzieller Schaden entsteht. Wenn man also seine bestehenden Versicherungen überprüft um festzustellen, ob man ausreichend versichert ist, darf die Haftpflichtversicherung auf gar keinen Fall fehlen.
Über den Umfang der Versicherung und die Höhe der evtl. maximalen Entschädigungssumme sollte man sich vor Abschluss gut informieren, um für den Erstfall ausreichend abgesichert zu sein.
Keine KommentareWeiterhin Streit um Krippenplätze
Auch nachdem sich die Koalitionsspitzen am vergangenen Montag zum Thema Kita-Plätze getroffen haben um festzulegen, wie die Kleinkinderbetreuung ausgebaut werden soll, geht der Streit weiter. Familienministerin Ursula von der Leyen bekräftigte nochmals Ihr Ziel, bis zum Jahre 2013 500.000 zusätzliche Krippenplätze zu schaffen. Aus Sicht der Unions-Fraktionsspitze ist jedoch noch nicht klar, ob ein Bedarf in dieser Größenordnung überhaupt besteht. Seitens der SPD wurde diese Debatte als schwindende Unterstützung für die Ideen von der Leyens gewertet.
Der Koalitionsausschuss hat sich darauf geeinigt, eine Konferenz zwischen Bund, Ländern und Gemeinden am 2. April einzuberufen, in der ermittelt werden soll, wie groß der Bedarf an zusätzlichen Kita-Plätzen tatsächlich ist. Erst wenn dies feststeht mache es Sinn, über die Finanzierungsmöglichkeiten zu debattieren.
Keine KommentareBerufsunfähigkeitsversicherung als Einzelvertrag
Vorsorgeexperten raten dazu, eine Berufsunfähigkeitsversicherung einzeln abzuschließen und nicht mit einer privaten Renten- oder Kapitallebensversicherung zu verbinden.
Bei der Verbindung beispielsweise mit einer Lebens- oder Rentenversicherung besteht die Gefahr, den Anspruch auf eine Berufsunfähigkeitsversicherung später komplett zu verlieren. Dieser Fall tritt dann ein, wenn eine Rentenversicherung oder eine Kapitallebensversicherung aus familiären oder finanziellen Gründen vorzeitig gekündigt wird. Dies tritt immerhin bei der Hälfte all solcher Versicherungen ein.
Da es die meisten Lebensversicherungen nicht vorsehen, dass die Berufsunfähigkeitsversicherung im Falle einer Kündigung weitergeführt werden kann, endet mit der Kündigung der Lebensversicherung auch die Berufsunfähigkeitsversicherung. Der Abschluss einer neuen Berufsunfähigkeitsversicherung ist dann für viele Versicherungsnehmer aufgrund des höheren Alters zu teuer oder aus gesundheitlichen Gründen sogar nicht mehr möglich.
Grundsätzlich sollte daher gelten, dass Versicherungen und Geltanlagen getrennt werden, um Risiken wie oben genannte auszuschließen.
Keine KommentareVersatel plant Börsengang
Wie aus Finanzkreisen bekannt wurde, plant der Telekommunikationsanbieter Versatel um Ostern seinen Börsengang. Vor kurzem wurde berichtet, dass bei den sechs mit der Erstplazierung beauftragen Banken bereits Studien über Versatel erstellt werden.
Versatel gilt als einer der Hauptkonkurrenten der Deutschen Telekom im hartumkäpften DSL Markt. Das Unternehmen gehört mehrheitlich dem Finanzinvestor Apax. Eine Bestätigung von Versatel zu den Informationen gab es bisher nicht. Es wird jedoch davon ausgegangen, dass die von den Banken erstellte Studie in ca. 3 Wochen vorliegen wird. Bei Versatel soll es vor kurzem eine entsprechende Unternehmenspräsentation für die Analysten gegeben haben. Das genaue Datum für den Börsengang soll zwar noch nicht feststehen, angepeilt werden soll aber ein Termin rund um Ostern.
Keine KommentareJunge Menschen denken zu wenig an das Alter
Die drohende Rentenlücke ist seit einiger Zeit ein viel diskutiertes Thema und alles Experten sind sich einig, dass es nicht mehr ausreicht, sich auf die staatliche Altersversorgung zu verlassen.
Eine Umfrage hat jetzt ergeben, dass sich insbesondere die Altersgruppe der 14- bis 29-jährigen zu wenig mit diesem Thema befassen. Es stellte sich heraus, das sich zwei Drittel der jungen Menschen nur am Rande oder gar nicht mit dem Thema Altersvorsorge beschäftigen. Ein vergleichbares Desinteresse legen ansonsten nur die über 60 jährigen an den Tag.
Für die Umfrage wurden über 1.500 Männer und Frauen in der gesamten Bundesrepublik befragt. Das Ergebnis zeigt, dass beim Thema Altersvorsorge noch viel Aufklärungsarbeit zu leisten ist, um insbesondere junge Menschen auf die Notwendigkeit einer zusätzlichen Absicherung durch eine private Rentenversicherung aufmerksam zu machen.
Keine KommentareHöhere Krankenkassenbeiträge auch für Rentner
Die Krankenkassen haben zum 01.01.07 ihre Beiträge erhöht. Diese Beitragerhöhung wirkt sich auch auf die Rentenauszahlung für krankenversicherungspflichtige Rentner aus. Dies wird erstmalig für April 2007 der Fall sein.
Die Deutschen Rentenversicherung führt die Beiträge für Rentner direkt an die Krankenkassen ab. Durch die Erhöhung der Beiträge bei vielen Krankenkassen werden sich daher die Auszahlungsbeträge für zahlreiche Rentner verringern. Die Deutschen Rentenversicherung verzichtet aus Kostengründen darauf, die Rentner über neue Rentenbescheide über diesen Sachverhalt zu informieren und macht von ihrem Recht gebrauch, die Rentner über die Kontoauszüge der Banken und Kreditinstitute zu informieren. Dies wird für viele Rentenempfänger sicherlich nicht leicht nachvollziehbar sein und bei vielen zu Irritationen führen.
Keine KommentareKrippenplätze durch Mehrwertsteuer finanzieren
Der Streit und die Diskussion um die Finanzierung neuer Krippenplätze zwischen der Union und der SPD verschärft sich weiter. Der noch CSU-Chef Edmund Stoiber hat jetzt vorgeschlagen, neue Krippenplätze mit Geld aus der Mehrwertsteuer zu finanzieren.
Der Vorschlag Stoiber sieht vor, einen halben Prozentpunkt der Mehrwertsteuer für die Finanzierung der Kita-Plätze einzusetzen. Dies würde bis zum Jahre 2010 ca. eine halbe Milliarde EURO ausmachen. Von der SPD wird hingegen kritisiert, dass die Union zwar Pläne für zusätzliche Krippenplätze habe, aber kein konkretes Konzept für die Finanzierung.
Die Sozialdemokraten fordern daher für den heutigen Tag die Festlegung eines Fahrplanes ein, um das Vorhaben zu konkretisieren.
Der Vorschlag von Stoiber blieb von Seiten des Koalitionspartners zunächst unkommentiert. Es ist allerdings davon auszugehen, dass hier noch nicht das letzte Wort gesprochen ist.
Keine KommentareDeutsche Telekom
Die Deutsche Telekom befindet sich im Umbau. Der Konzernchef Rene Obermann plant, die Festnetzsparte T-Com zu zerschlagen. Dies geht aus einem Bericht der ‚"WirtschaftsWoche" von Samstag hervor.
Einsparungen im Personalkostenbereich sollen erzielt werden, durch Gründung einer eigenständigen Netzgesellschaft mit fast 25.000 Mitarbeitern aus den jetzigen Unternehmen T-Com, T-Systems und T-Mobile. Da von Obermann außerdem geplant ist, 50.000 Mitarbeiter aus dem Unternehmen T-Com in eine Servicegesellschaft wechseln zu lassen, sind dann fast alle der 85.000 Mitarbeiter von T-Com in neue Gesellschaften ausgelagert. Für die Mitarbeiter bedeutet dies voraussichtlich längere Arbeitszeiten bei geringerem Einkommen.
Für Obermann steht bei diesen Maßnahmen die Kosteneinsparung im Mittelpunkt, um die Deutsche Telekom langfristig wieder Konkurrenzfähig zu machen. Dem Unternehmen waren im vergangenen Jahr besonders in der Festnetzsparte die Umsätze dramatisch eingebrochen, was insbesondere durch den Abgang von Millionen Kunden zu erklären ist.
Keine KommentareZusätzliche Kita-Plätze
Die Diskussion um mehr Kita-Plätze und um die Vorschläge zur Finanzierung der SPD halten in der Großen Koalition weiter an. Am heutigen Montag soll dies Thema im Koalitionsausschuss erneut beraten werden.
Die Familienministerin Ursula von der Leyen plant bis zum Jahre 2013 etwa 500.000 zusätzliche Kita-Plätze zu schaffen. Die Kosten hierfür lägen bei ca. 3,5 Milliarden EURO. Der Vorschlag der SPD, auf die Erhöhung des Kindergeldes zu verzichten, um einen Teil dieser Kosten zu refinanzieren stieß bei der Union auf keine Zustimmung. Die Schere bei den unteren Einkommensschichten würde dadurch immer stärker auseinander gehen.
Seitens der SPD wurde eingefordert, dass die CDU selbst zunächst Finanzierungsvorschläge machen sollte, bevor sie die Pläne der SPD kritisiere. Es bleibt also abzuwarten, wie die Diskussion in dieser Sache weitergeht.
Keine KommentareSozialversicherungspflicht für Geschäftsführer
Hat ein Geschäftsführer einer GmbH einen ‚"beherrschenden Einfluss" auf das Unternehmen und auf deren Geschicke, so ist er von der Sozialversicherungspflicht befreit. Es ist dabei unerheblich, ob er als Gesellschafter an der GmbH beteiligt ist.
In einem Urteil des Hessischen Landessozialgerichtes wurde dies jetzt in einem Urteil festgelegt. Das Gericht betonte zwar, dass Geschäftsführer die nicht an einer Firma beteiligt sind grundsätzlich als abhängige Beschäftigte gelten. Damit wären sie Sozialversicherungspflichtig. Das Urteil des Gerichtes legte jedoch fest, dass es durchaus Ausnahmen bei dieser Regelung geben kann. Folgendes wurde in dem verhandelten Fall von Gericht festgelegt: ‚"Der Geschäftsführer sei ‚"zwar rein formal dem Direktionsrecht der Gesellschafter unterworfen gewesen, faktisch habe er aber weder in organisatorischer oder finanzieller noch in administrativer Hinsicht einem Weisungsrecht unterlegen." Daher hat er laut dem Richterspruch einen maßgeblichen Einfluss auf die Unternehmenspolitik, auch ohne am Stammkapital beteiligt zu sein. Eine Sozialversicherungspflicht liegt in diesem Fall daher nicht vor. Das Urteil zeigt, dass in einer solchen Situation immer der Einzelfall entscheidend ist und geprüft werden muss.
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