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Beiträge aus August, 2006

Unfälle mit Tieren - Nicht immer wird gezahlt

Wenn ein Auto mit einem Tier kollidiert, dann hat das meistens sehr unschöne Folgen. Nicht nur tragisch für das Tier, sondern auch für den Autofahrer, der unter Umständen auf seinen Kosten sitzen bleibt. Ein Unfall mit einem Rentier in Norwegen kann z.B. zur Folge haben, dass die Versicherung keinen Cent zahlt. So entschied auch das OLG Frankfurt in einem Prozess, wo es darum ging, dass ein Autofahrer in seinem Urlaub einem Rentier ausweichen musste und direkt gegen einen Baum fuhr. Die Folge: Totalschaden. Die Versicherung zahlt nicht, denn sie hat in ihren Geschäftsbedingungen stehen, dass nur für Unfälle mit Wildtieren gezahlt wird, die in ¬ß 2 des Bundesjagdgesetztes aufgeführt sind und Rentiere sowie Elche gibt es in Deutschland leider nicht. Hat man jedoch eine ungewollte Begegnung mit einem Reh, können sich die Versicherung nicht aus ihrer Pflicht stehlen. Auch Besitzer von großen Tieren auf Weiden müssen aufpassen. So musste z.B. der Besitzer eines Pferdes Schadenersatz zahlen, weil sein Gaul ausgebüchst war und vor ein Auto gelaufen ist. Die Richter des OLG Nürnberg urteilten, dass ein geschlossenes Tor vor den Stallungen nicht ausreiche, wenn der Gaul trotzdem fliehen kann. Fast gleich verhält es sich bei ausgebüchsten Kühen, wie ein Urteil des OLG Hamm bestätigte.


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Viele Ablehnungen bei Berufsunfähigkeitsversicherung

Wer noch keine hat, für den wird es immer schwerer eine zu bekommen. Die Aufnahmekriterien der Versicherer für Berufsunfähigkeitsversicherungen werden immer straffer. “Wer bereits Vorerkrankungen hatte oder schon mal die Hilfe eines Psychologen in Anspruch genommen hat, der hat so gut wie keine Chance, eine entsprechende Police zu bekommen”, sagte Peter Grieble, ein Versicherungsexperte der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg in einem Interview mit der Welt. Im vergangenen Jahr wurden so über 200.000 eingereichte Anträge abgelehnt. Zu diesem Ergebnis kommt der “map-Report”. Die Sorge der Versicherer sind hauptsächlich psychische Erkrankungen, die in den vergangenen Jahren um 30 Prozent zugenommen haben und heute die Hauptursache für eine Berufsunfähigkeit sind. In den 80er Jahren waren noch Herz-Kreislauf-Erkrankungen an der Spitze. Das Ergebnis der strengen Aufnahmepolitik ist, dass gut 85 Prozent der Bundesbürger nicht gegen Berufsunfähigkeit versichert sind und das der Fall irgendwann mal eintritt, ist gar nicht mal so unwahrscheinlich, denn jeder 5. wird vor Erreichen des Rentenalters berufsunfähig. Besonders junge Menschen sollten sich sputen und eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen. In jungen Jahren gibt es meistens noch keine Vorerkrankungen.

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Fondsgebundene Rentenversicherung auf dem Vormarsch

Immer mehr Deutsche denken über eine optimale Altersvorsorge nach. Fondsgebundene Rentenversicherungen erfreuen sich momentan immer größerer Beliebtheit. Oft klingen die Renditeaussichten der Versicherer mehr als verlockend. Man stelle sich vor, man zahlt 35 Jahre lang monatlich 200 Euro ein und erhält bei acht Prozent Rendite ganze 400.000 Euro vor Steuern. Eine realistische Wertentwicklung vorausgesetzt! Der größte Unterschied zur herkömmlichen Rentenversicherung ist der Umstand, dass das Geld nicht bei dem Versicherer landet, sondern fondsgebunden ist und somit ausschließlich in Fonds investiert wird, die der Sparer jedoch frei wählen kann. Die höchsten Renditen versprechen Aktienfonds, haben aber auch das größte Risiko bei schlechter Beratung und Auswahl. Bei guter Beratung können hohe Renditen erzielt werden. Als Faustformel kann man “100 minus Alter” nehmen und erhält so eine realistische Prognose, wie sich das Vermögen entwickelt. Ein Nachteil sind aber die doppelten Kosten diese Altersvorsorge. Man bezahlt hier nicht nur den Versicherer, sondern auch die Fondsgesellschaft. Der Unterschied kann bei ungeschickter Anbieterwahl mehrere zehntausend Euro betragen. Eine umfangreiche und ausführliche Beratung ist also unerlässlich, dann kann man durch diese Art der Altersvorsorge nur gewinnen.

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Studie: Altersvorsorge abghängig vom Geschlecht

Wie eine repräsentative Studie der Postbank und dem Institut für Demoskopie Allensbach unter 2.052 Personen ab 16 Jahren ergeben hat, ist die Altersvorsorge vom Geschlecht abhängig. So investieren berufstätige Frauen im Durschnitt 160 Euro pro Monat in die private Altervorsorge. Bei den berufstätigen Männern sind es hingegen 80 Euro mehr. Das bedeutet, das fast ein Drittel der berufstätigen Frauen weniger als 100 Euro pro Monat in ihre private Altersvorsorge investieren. Auch bei dem geschätzten monatlichen Geldbedarf im Alter gibt es unterschiede: Männer rechnen überwiegend damit, im Alter 2.137,06 Euro zu benötigen, während Frauen zum größten Teil nicht einschätzen können, wie hoch der Bedarf im Alter sein wird. Bei den Immobilien gibt es Einigkeit: Beide Geschlechter sehen Immobilien als die “optimale Form der Altersvorsorge”, jedoch wollen nur 9,7 Prozent der Frauen zukünftig in eine investieren, während es bei den Männern 13,3 Prozent mehr sind.

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Krankenkassen - Beitragssätze bald über 15 Prozent?

Es ist schon wieder eine Hiobsbotschaft für alle Versicherten. Nachdem die erhöhte Mehrwertsteuer von der Bundesregierung durchgewunken wurde und die Kosten für die Bürger eh schon steigen, drehen nun auch die Versicherer wieder an der Preisschraube. Doris Pfeiffer, Vorstandschefin des Verbands der Angestellten-Krankenkassen (VdAK), sprach am Freitag in einem Interview mit dem ZDF über eine mögliche Erhöhung der Beitragssätze, aufgrund des immer weiter steigenden Finanzbedarfs der Krankenkassen. Laut einem Bericht fehlen den Versicherern bis zum Jahr 2009 13,1 Milliarden Euro. “Die Kosten steigern sich pro Jahr um 3,5 Milliarden Euro”, teilte Pfeiffer mit. Was das für die Versicherten zur Folge hätte, liegt klar auf der Hand. Der durchschnittliche Beitragssatz, der aktuell 14,2 Prozent des Bruttolohns ausmacht, könnte auf 15,6 Prozent steigen. Und das obwohl die Ausgaben der Krankenkassen sinken.

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Erste Versicherung für Raubkopierer

Die Musikindustrie geht immer schärfer gegen illegale Kopien aus dem Internet vor. Teilweise drohen den Nutzern horrende Strafen, wenn sie sich Musikstücke nicht im Laden kaufen oder die lizenzierten Download-Portale nutzen, sondern die Tracks kostenlos aus dem Netz “saugen”. Wer sich über Magnus Brath versichert, kann diesen Strafen im Falle einer Verurteilung entgehen. Wie die “Financial Times Deutschland” berichtet, gibt es die Police bereits für 15 Euro pro Jahr. “Ich würde sagen, dass wir gegen eine Art Lotterie schützen. Es werden so wenige Leute verurteilt, dass es einem Losverfahren gleichkommt”, sagt Brath. Nach seiner Einschätzung wird die Versicherung jedoch keine Gewinne erzielen. Ihm reicht es schon, wenn er genug zusammen hat, um eventuelle Strafen zu bezahlen. Bislang wurde die Versicherung noch von keinem Nutzer in Anspruch genommen. So verlockend sich der vermeintliche Schutz auch anhören mag, Raubkopien bleiben natürlich illegal.

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Allianz Versicherung sucht Partner für IT-Tochter

Der Allianz Versicherung will ein paar Teile der Aufgaben ihres IT-Tochterunternehmen AGIS an einen externen Anbieter übertragen. Betroffen sind voraussichtlich ca. 600 Arbeitsplätze der Allianz Dresdner Informationssysteme GmbH (AGIS). Da die betroffenen Stellen weiter nötig sind würden diese daher an die noch zu bestimmende Partnergesellschaft übertragen, erklärt eine Allianz Sprecherin heute in München. Die Pläne stehen im Zusammenhang mit dem tiefgreifenden Konzernumbau der Allianz. Ein neuer Partner soll bis spätestens Anfang 2007 gefunden werden.

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Ulla Schmidt macht Druck bei den Kassen

Die Vertreter der ges. Krankenkassen werfen der Ministerin Ulla Schmidt vor, sie wolle eine neue Behörde schaffen, die über die Zulassung von Medikamenten und Therapien für die Kassen entscheiden soll. ‚"Das wäre ein weiterer Schritt in Richtung Verstaatlichung des Gesundheitswesens", sagte die Vorstandsvorsitzende des Verbands der Angestelltenkrankenkassen, Doris Pfeiffer, gegenüber dem Handelsblatt. Der Vorsitzende des Gemeinsamen Bundesausschusses, Rainer Hess, warnte vor steigenden Kassenausgaben, sollten die Pläne umgesetzt werden. Das Gesundheitsministerium wies die Kritik als unbegründet zurück.

Auslöser des Streits ist die Absicht der Koalition, den Gemeinsamen Bundesausschuss der Krankenkassen, Ärzte und Krankenhäuser praktisch zu entmachten. Die von der Selbstverwaltung gewählten ehrenamtlichen Mitglieder dieses Ausschusses sollen durch hauptamtliche Experten ersetzt werden, die das Gesundheitsministerium beruft. Dadurch werde der Bundesausschuss, der über den Leistungskatalog der Krankenkassen wacht, ‚"faktisch zu einer Bundesbehörde und zum verlängerten Arm des Staates", sagte Hess.

Die Krankenkassen forderten Schmidt vor dem Treffen dazu auf, zu einer sachlichen Auseinandersetzung über die Inhalte der Gesundheitsreform zurückzukehren.

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