Beiträge aus August, 2006
Haftpflichtversicherung: Vorsicht bei der Probefahrt
Wer sein Auto privat verkaufen möchte, der sollte sehr achtsam sein, wenn der eventuelle neue Besitzer eine Probefahrt machen möchte. Wer einem Fremden die Autoschlüssel übergibt, der spielt fahrlässig mit seinem Versicherungsschutz. Man stelle sich den folgenden Fall vor: Sie geben einem potentiellen Käufer die Schlüssel, damit dieser mit Ihrem PKW eine Probefahrt machen kann. Kehrt dieser nun nie zurück und klaut das Auto, muss die Versicherung nicht zahlen. Das ist deshalb so, weil die Versicherungen bei einem Diebstahl immer von einem Gewahrsamsbruch ausgehen. Der ist aber nur gegeben, wenn Ihnen der PKW gegen Ihren Willen abgenommen wurde, was im Fall einer Probefahrt nicht so ist. Doch man kann sich gegen eine solche Situation schützen. Am besten sollten Sie vom Interessenten den Ausweis oder den Führerschein für die Zeit der Probefahrt als Pfand nehmen. Wir nun trotzdem der PKW gestohlen, haben Sie nicht mehr fahrlässig gehandelt. Sie sollten sich also genau überlegen, ob Sie eine Probefahrt ohne Ihre Anwesenheit gestatten und im Zweifelsfall einfach mitfahren.
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Rückenprobleme vorbeugen
Wer einmal Probleme mit diesem Körperteil hatte, der weiß, wie oft man ihn benutzt und bei wie vielen Bewegungen er angestrengt wird. Die Rede ist von unserem Rücken. Rückenprobleme werden immer mehr zu einer Volkskrankheit, nahezu jeder zweite Erwachsene beschwert sich über Leiden am Rücken beziehungsweise im Lendenbereich. Ein Hexenschuss beziehungsweise ein Bandscheibenvorfall sind hier oftmals nur die Krönung des Übels, viele Jahre zuvor wird nicht vernünftig mit dem Rücken umgegangen, so dass dieser einen Schaden erlangt.
Die SECURVITA- Versicherung bietet jetzt in die Kooperation mit dem Kieser- Trainingsprogramm eine Hilfe an. Die Versicherung übernimmt die Kosten für sechs Wochen Probetraining in diesem Fitnessstudio, bei dem das Motto “Ein starker Rücken kennt keine Schmerzen” gilt, und erhofft sich so, dass die Menschen die Vorteile des Trainingsprogramme so kennenlernen und diese auch in der Folge weiter nutzen wollen, eben um ihren eigenen Rücken zu schützen beziehungsweise einem bleibenden Schaden vorzubeugen. Das ganze Programm wird gesundheitsorientiertes Krafttraining genannt.Auch wer am Ball bleiben möchte, also weiterhin am Kieser- Training teilnehmen möchte, kann mit Zuschüssen rechnen und ist somit bei mehr Vorbeugung von Rückenleiden nicht auf sich alleine gestellt. Aus Sicht der Versicherung macht dieses Programm natürlich Sinn, weil man später eben viele Kosten spart, wenn die Leute nicht mehr so viele Rückenprobleme haben und hiermit behandelt werden müssen.
Keine KommentareWird die Wohnungsbauprämie abgeschafft?
Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) will laut einigen Pressemeldungen angeblich die Wohnungsbauprämie abschaffen. Laut der “Frankfurter Rundschau” gibt es einen Referentenentwurf des Finanzministeriums für eine verstärkte Einbeziehung des Wohneigentums in die private Altersvorsorge. Als Grund für die Abschaffung werden wieder mal Streichungen aufgrund von Sparmaßnahmen angegeben. Der Referentenentwurf bezeichnet die Wohnungsbauprämie auch als “nicht mehr zeitgemäß”. In ihrer jetzigen Form kostet die Förderung den Staat 500 bis 550 Millionen Euro im Jahr. Der stellvertretende Unionsfraktionschef Michael Meister (CDU) sagte hingegen, das der Referentenentwurf in der Koalition nicht abgestimmt und eine Abschaffung der Wohnungsbauprämie auch nicht vereinbart wurde. Es sei zwar geplant, das selbstgenutzte Wohneigentum verstärkt und gleichberechtigt mit anderen Anlageformen in die staatlich geförderte Altersvorsorge einzubeziehen, jedoch sei hier die eigens dafür eingerichtete parlamentarische Arbeitsgruppe noch nicht mit ihrer Arbeit am Ende, teilte Meister mit.
Keine KommentareVorsicht vor Fettbränden
Fettiges Essen macht nicht nur dick, es birgt auch einige Gefahren in sich. So kann ein Fettbrand beim alltäglichen Kochen schwere Brandverletzungen verursachen. Fettbrände können zum Beispiel entstehen, wenn man kaltes Wasser in kochendes Fett kippt. Hier kommt es dann zu einer explosiven Fett-Wasser-Mischung. “Man braucht nicht viel Fantasie, um sich die möglichen Folgen vorzustellen: Die Wohnung liegt in Schutt und Asche, oder, genau so schlimm, die Explosion verbrennt Arme und Gesicht”, warnt Susanne Woelk von der “Aktion DAS SICHERE HAUS”. Wenn es trotz aller Vorsicht zu Verbrennungen kommt, sollte man umgehend einen Arzt aufsuchen. Gegen den finanziellen Schaden ist man mit der privaten Unfallversicherung abgesichert. Die Unfallversicherung zahlt in diesem Fall zum Beispiel für Rehabilitationsmaßnahmen, die durch den Unfall nötig werden. Manche Versicherungen übernehmen sogar die Kosten für kosmetische Operationen, die nach einem Fettbrand oftmals nötig werden. Bestenfalls kommt es aber gar nicht erst zu einem solchen Unfall, daher sollte der Herd grundsätzlich abgeschaltet werden, wenn das Telefon oder die Türklingel klingelt.
Keine KommentareZu wenig Eigenheime als Altersvorsorge
Das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) kritisiert die Wohneigentumsquote in Deutschland. Während zum Beispiel in Spanien acht von zehn Haushalten in den eigenen vier Wänden wohnen, sind es bei uns gerade mal vier. “Bauen ist in Deutschland zu teuer”, meint Bern Katzenstein, Sprecher des DIA. Und damit hat er Recht, schaut man sich mal den internationalen Vergleich an. So braucht ein Deutscher durchschnittlich fünf bis sechs Jahresnettoeinkommen um sich den Traum des Eigenheims zu verwirklichen. In den USA sind das zum Beispiel nur zwei bis drei, in Großbritannien drei bis viereinhalb. Ein Grund ist auch die gewollte Verknappung von Bauland durch die Kommunen. Das DIA fordert daher auch eine ausreichende Bereitstellung von Bauland. Das mehr Bauland auch zu mehr Eigentum führt, sieht man am Beispiel der Niederlande. Seit 1990 wurde dort preiswertes Bauland und eine einfache Bauweise angeboten, was zu einem echten Boom führte. Aber auch bei der Finanzierung hakt es. Die Kreditinstitute verlangen heute mindestens 25 Prozent Eigenkapital beim Hausbau oder Kauf. Das schließt junge Familien quasi vom Bauen aus. Auch hier machen es die Niederlande vor. Dort gibt es so genannte Garantiefonds, die auch untere Einkommensgruppen einschließen und im Fall einer Zwangsversteigerung alle Hypothekenschulden abdecken. So ist quasi eine Finanzierung bis zu 100 Prozent des Verkehrswertes möglich.
Keine KommentareKunden klagen gegen Beitragserhöhungen der PKV
“Viele Privatpatienten nehmen die jährlichen Erhöhungen ihrer Krankenversicherungsbeiträge nicht mehr klaglos hin”, sagt Silke Möhring, Juristin der Verbraucherzentrale Hessen in Frankfurt. Von den Beitragserhöhungen sich am meisten die langjährigen Kunden der Krankenkassen im Alter von 40 bis 50 betroffen. Hier gibt es jährlich zweistellige Steigerungsraten. Gegen diese Erhöhungen wollen sie nun vor Gericht ziehen. Die Chancen dabei mit einem Sieg über die Krankenkassen aus dem Gerichtssaal zu gehen, stehen gar nicht so schlecht. Die Kunden können sogar noch gegen die Erhöhungen aus den Jahren 1995 bis 2004 vorgehen. Für den ersten Schritt wird noch nicht mal ein Rechtsanwalt benötigt. Grund dafür ist eub Urteil des Bundesgerichtshof (BGH / IV ZR 117/02). In diesem Urteil hat der Bundesgerichtshof klar definiert, unter welchen Voraussetzungen Beitragsanpassungen überhaupt¬†erfolgen dürfen. Das ist zum Beispiel¬†nur dann der Fall, wenn die Kosten für eine Versichertengruppe (Männer, Frauen, Kinder und Jugendliche) signifikant und nachweisbar¬†gestiegen sind.
Im Vorfeld hatte bereits ein Ehemann erfolgreich gegen die Signal Krankenversicherung aus Dortmund geklagt, weil diese die Prämien der Zusatzversicherung (Tarif SG 100 für stationäre Behandlung mit Ein- oder Zweitbettzimmer) sowohl für ihn als auch seine Frau angehoben hatte. Die Kosten der Versicherung seien aber nur für Frauen gestiegen, daher sahen die Richter die Erhöhung beim Mann als unwirksam an.
Keine KommentareDocMorris darf weiter Medikamenten- Rabatte anbieten
Das Landgericht Saarbrücken hat heute in einem Eilverfahren bestätigt, dass der Internet- Arzneimittel- Händler DocMorris weiterhin seine erste deutsche Filiale in Saarbrücken betreiben darf. Der niederländische Billighändler vertreibt seit geraumer Zeit Medikamente mit Rabatten über das Internet und jetzt auch in Filialen vor Ort.
Ansässige Apotheker und Apothekerin sind durch dieses Vorgehen natürlich gestört und wollten gerichtlich erzwingen, dass DocMorris seine Filiale wieder schließen muss. Das Gericht musste diesem Antrag allerdings abweisen, da mit der in Kürze eintretenden Gesundheitsreform Apotheker, Apothekerinnen und sämtliche Versandhäuser, wie eben auch das des Niederländers, Rabatte auf Tabletten und andere Medikamente anbieten können. Der Apotheker-Verband fürchtet dadurch natürlich, dass die Menschen grundsätzlich nur noch über Versandhäuser ihre Arzneimittel bestellen könnten und somit Arbeitsplätze verloren gingen. Auch eine schlechtere Beratung, da man eben nicht persönlich mit Jemanden redet, steht zur Debatte.
Der erste Versuch vor dem Landgericht Saarbrücken ist wie gesagt fehlgeschlagen, es bleibt abzuwarten, wie sich die Gesundheitsreform in Bezug auf die Arzneimittel und die damit verbundenen Kosten noch auswirken wird.
Eins steht zumindest fest: Bereits 750.000 Menschen vertrauen dem niederländischen Versandhaus von DocMorris, die Tendenz ist steigend. Sollten, wie Experten es abschätzen, wirklich die Festpreise bei Medikamenten fallen, ist der Siegeszug von dort muss wohl nicht mehr aufzuhalten.
Keine KommentareTuning: Kfz-Versicherung anpassen
In kaum einem Land ist es so beliebt und verbreitet wie in Deutschland. Die Rede ist vom Auto-Tuning. Ob teure Felgen, ein tieferes Fahrwerk, hochwertige Sportsitze, ein Motor mit mehr Hubraum oder eine aufwändige Musikanlage, Tuning ist nicht gerade billig und wertet den unter Umständen schon älteren PKW auf. Doch was ist, wenn der getunte PKW gestohlen wird oder es zu einem Unfallschaden kommt? Meist wird dann nur der Zeitwert ersetzt und nicht die neu hinzugefügten Teile. Der TÜV Süd in München empfiehlt daher bei getunten Autos die Kfz-Versicherung entsprechend anpassen zu lassen. In diesem Fall wird die Versicherungsprämie neu berechnet und der Wagen ist vollumfänglich gegen Diebstahl und Unfallschäden abgesichert. Da Tuning in der Regel ein teure Hobby ist, kann sich die höhere Versicherungsprämie schon beim ersten kleinen Schaden bezahlt machen. Bei Motortuning muss die so erreichte Leistungssteigerung sogar auf jeden Fall der Versicherung gemeldet werden. Der TÜV Süd hat dazu eine kostenlose Broschüre (Erst schlau machen - dann montieren) zum Download bereitgestellt, die auf der Website tuev-sued.de heruntergeladen werden kann.
Keine KommentareInternet Rechtsschutzversicherung von ARAG und AOL
Das Internet bietet durch seine Anonymität vielfache Möglichkeiten für Betrug. Der ARAG Rechtsschutz und der Provider AOL haben sich nun auf die Fahne geschrieben, mit dem AOL Internet Rechtsschutz für mehr Sicherheit bei den privaten Nutzern zu sorgen. “Die Sicherheit der Nutzer hat schon immer oberste Priorität bei AOL. So umfassend und ausgereift unsere technischen Schutzmechanismen mittlerweile auch sind, 100-prozentige technische Sicherheit kann es nicht geben. Aus diesem Grund investieren wir seit Jahren verstärkt in die Vermittlung von Medienkompetenz zur Steigerung der Sicherheit im Internet. Unsere neue, mit der ARAG realisierte Internet Rechtsschutz-Versicherung, bietet echte Sicherheit bei Online-Geschäften”, erläutert Charles Fränkl, Geschäftsführer von AOL Deutschland. Die Rechtsschutzversicherung sichert alle online abgeschlossenen Verträge ab. Kauft der Nutzer z.B. Waren online ein, bucht er eine Reise oder einen Flug oder schließt er online Verträge mit Providern oder Versicherungen ab, sind diese Fälle automatisch über den AOL Internet Rechtsschutz abgesichert. Im Rechtsschutzfall trägt die Versicherung bis zu 30.000 Euro bei 80 Euro Selbstbeteiligung je Schadensfall. Die Versicherung für den privaten Internetnutzer gibt es für 3,99 Euro pro Monat.
Keine KommentarePflegeversicherung: Löcher in den Kassen
Die Vorstellung, irgendwann einmal allein, arm und alt in einem Pflegeheim zu sitzen, verdrängen die meisten Menschen ganz geschickt. In Deutschland schließt man Versicherungen für und gegen alles ab aber an die Pflegezusatzversicherung denken gerade mal acht Prozent der Bürger. Das wird wohl hauptsächlich durch den Irrglauben verursacht, dass viele Deutsche denken, sie sein durch die staatliche Pflichtversicherung ausreichend versorgt. Die würde aber im Falle der maximalen Pflegestufe nicht mal 50 Prozent der anfallenden Kosten decken. Hier würde der Statt z.B. maximal 1.432 Euro zuzahlen, während ein Pflegeheim der besseren Klasse schon rund 3.500 Euro pro Monat verschlingt. Und die Situation wird noch dramatischer. Zukünftig ist damit zu rechnen, dass der Staat noch weniger zuzahlt. Der Pflegeversicherung fehlen heute schon 820 Millionen Euro und das Loch wird immer größer. Die Folge: mehr Sozialfälle.
Doch nicht jeder benötigt zwingend eine Pflegezusatzversicherung. Menschen, die im Alter mit mehr als 2.500 Euro monatlich rechnen können, sollten die Beiträge lieber in den Aufbau des eigenen Vermögens stecken. Wer im Alter weniger zur Verfügung hat, der sollte den Zusatzschutz in Anspruch nehmen. Ein heute 40-jähriger Mann kann mit nur 10 Euro im Monat einen effektiven Schutz schaffen. Frauen zahlen i.d.R. mehr. Eine 50-jährige Frau zahlt so z.B. 50 bis 60 Euro monatlich und das auch nach Eintritt in die Rente, bis an das Lebensende.
Keine KommentareUlla Schmidt fordert gerechtere Patienten-Wartezeiten
Wer gesetzlich Versichert ist und einen Termin beim Arzt hat, der stellt sich oftmals schon im Voraus auf eine längere Wartezeit ein. Privatpatienten hingegen kommen da meistens viel schneller an die Reihe und werden oft auch bei der Terminvergabe bevorzugt behandelt. Dieser Umstand ist Ulla Schmidt nun ein Dorn im Auge. Die Gesundheitsministerin kritisiert die langen Wartezeiten von Kassenpatienten und fordert eine Gleichstellung bei den Behandlungsterminen mit den für die Ärzte lukrativeren Privatpatienten. Neu ist die Tatsache nicht, dass Kassenpatienten längere Wartezeiten akzeptieren müssen, schließlich verdienen Ärzte an diesen heute nur noch sehr wenig. Viele Mediziner geben auch offen zu, dass sie ohne Privatpatienten kaum noch überleben könnten. Ulla Schmidt weht aber auch ein scharfer Wind seitens einiger Zeitungen und der Kassenärztlichen Vereinigung (KBV) entgegen, schließlich habe die rot-grüne Bundesregierung erst die Verschärfung der Budgetierung in der ambulanten Versorgung geschaffen. So müssen heute sogar manche Praxen vor Ende des Quartals schließen, weil das ihnen zugeteilte Behandlungsgeld längst aufgebraucht ist. Wer möchte da noch Mediziner kritisieren, die Privatpatienten dank des höheren Abrechnungsfaktors bevorzugen?
Keine KommentareFamilienhaftung: Kinder sollen für Ihre Eltern zahlen
Heftige Kritik erntet Ronald Pofalla für seine Idee, Kinder sollten für ihre arbeitslosen Eltern finanziell einstehen, allerdings bekommt der CDU-Generalsekretär sogar auch Zustimmung zu seinem Vorstoß. Gerd Landsberg, sagte den Ruhr Nachrichten: “Die Familienhaftung sei ein richtiger Ansatz, wir müssen davon wegkommen, dass der Staat für alles verantwortlich ist”. Ferner forderte Landsberg, das Eigenvorsorge Vorrang vor staatlichen Leistungen haben muss. Die Inanspruchnahme von Sozialleistungen dürfe lediglich das letzte Glied in der Kette sein. “Es ist nicht nachvollziehbar, warum ein 30-jähriger Gutverdiener seine arbeitslosen Eltern nicht unterstützen sollte. Man könne sicherlich über Einkommensgrenzen für die Unterhaltspflicht gegenüber arbeitslosen Eltern reden, aber dass grenzenlos auf Solidarität verzichtet wird, halte ich für falsch”, so Landsberg weiter.
Der Vorschlag Pofallas, Kinder zum Unterhalt ihrer arbeitslosen Eltern zu verpflichten, war am Wochenende auf heftige Kritik gestoßen. Der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Bundestagsfraktion, Olaf Scholz, sagte am Montag der Nachrichtenagentur AP, “Meine Fraktion wird eine solche Änderung mit Sicherheit nicht mittragen. Pofallas Vorschlag ist viel zu wenig durchdacht.”
Keine KommentareKrankenversicherung: Arm versus Reich?!
Mehr und mehr befinden wir uns auf dem Weg zu einer Art Zweiklassengesellschaft bezüglich des Gesundheitswesens. Die Sprache ist natürlich von der Krankenversicherung, die man entweder auf gesetzlicher Ebene oder auf privater Ebene besitzen kann. Früher war es ” normal”, dass man entweder als Einzelperson oder durch die ganze Familie in der jeweiligen Kasse, und somit gesetzlich, versichert war. Doch durch die neuesten Entwicklungen ändert sich nun Einiges.
Um einige Beispiele zu nennen: Seit einiger Zeit müssen gesetzlich Versicherte, wenn sie den Arzt betreten wollen, Eintritt in Form der Praxisgebühr zahlen. Um die Praxis überhaupt betreten zu können, ist allerdings in den meisten Fällen ein Termin von Nöten. Während Privatversicherte meistens einen sofortigen Termin zugesagt bekommen, müssen gesetzlich Versicherte teils auch Wochen lang warten, bis sie den gewünschten Arzt aufsuchen können. Ähnlich prekär ist die Lage bei der Arzneimittelversorgung. Die Zuzahlungen für die gesetzlich Versicherten werden immer höher, während die Privatversicherten in der Regel das Meiste umsonst bekommen, da es vom Arzt verschrieben ist.
All diese Faktoren spielen zusammen und führen dazu, dass gesetzlich Versicherte in den letzten Wochen und Monaten die Arztbesuche deutlichen reduziert haben und somit ihre Gesundheit in gewisser Form riskieren. Einige Leute versuchen, die medizinische Versorgung so weit zu drosseln, dass sie zumindest von den Kosten her überschaubar bleibt. Experten, und das ist das Schlimme daran, rechnen damit, dass Privatversicherte eine deutlich höhere Lebenserwartung haben, einfach aus dem Grunde, dass sie während ihrer Lebenszeit eine dauerhaft bessere, schnellere und ausgefeiltere medizinische Behandlung genießen.
Doch wollen wir in einem Sozialstaat, wie es Deutschland nun mal ist, wirklich dahin kommen, dass nur noch reiche Menschen ausreichend versorgt werden? Diese Frage möchte ich einfach mal in den Raum stellen und zur Diskussion freigeben.
Keine KommentareKinder auf dem Schulweg bald nicht mehr versichert?
Unfälle auf dem Weg zur Schule oder nach Hause kommen öfters vor als man denken mag. Täglich verunglücken mehr als 600 Kinder auf ihrem Weg in die Schule oder auf dem Weg nach Hause. Im Jahr ist das eine Zahl von rund 125.000 Schulwegunfällen. Aktuell sind die Schüler durch die gesetzliche Schüler-Unfallversicherung für alle Fälle gut abgesichert. Diese tritt bei einem Unfall für die Kosten der Behandlung, Rehabilitation und Pflege ein und zahlt in ganz schweren Fällen auch eine entsprechende Rente. Doch der Bundesverband der Unfallkassen (BUK) aus München warnt. Die Arbeitgeberverbände haben erst vor kurzem wieder gefordert, die so genannten “Wegeunfälle” aus der gesetzlichen Unfallversicherung zu streichen. Das Resultat wäre, dass die Kinder nicht mehr auf ihren Wegen von und zur Schule versichert wären. “Gerade unsere Kinder brauchen aber besonderen Schutz”, mahnt Professor Hartmut Weber-Falkensammer, Geschäftsführer des Bundesverbandes der Unfallkassen. Da es in Deutschland die Schulpflicht gibt, hat der Staat hier eine ganz besondere Fürsorgepflicht gegenüber den Schuldkindern.
Keine KommentareLeihwagen nach Unfall - Vermieter müssen informieren
Menschen, die aus beruflichen Gründen auf ihr Auto angewiesen sind, sind oftmals nach einem Unfall dazu gezwungen, sich einen Leihwagen zu mieten. War man nicht selbst an dem Unfall schuld, sollte man aufpassen in welcher Preisklasse sich der gemietete PKW befindet. Ist der Mietwagen zu teuer, kann es sein, dass er nicht als Kostenpunkt von den Gerichten und Versicherern akzeptiert wird. Wie der Bundesgerichtshof in Karlsruhe nun in einem Urteil entschied, liegt die Aufklärungspflicht hier bei den Autovermietern. So müssen die Autovermieter unmissverständlich auf mögliche Probleme mit der Versicherung hinweisen, da der Kunde oft nicht weiß, dass die Tarife für Ersatzwagen während der Reparatur erheblich höher seien als die Normaltarife. Weil diese teuren Tarife nicht mehr von allen Gerichten und somit auch nicht von den Versicherern anerkannt würden, müsse der Autovermieter seine Kunden aufklären.
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