Beiträge aus Juli, 2006
Allianz Mitarbeiter gehen auf die Straße
Rund 900 Mitarbeiter der Allianz Versicherung haben in Berlin gegen den geplanten drastischen Stellenabbau des Versicherungskonzerns protestiert. Nach einer Betriebsversammlung zogen sie in einem Demonstrationszug zum Schlossplatz. Ver.di befürchtet, dass allein in Stuttgart bei der Allianz Leben und bei der Sachversicherung mindestens 1.000 Arbeitsplätze abgebaut werden. Der Standort Köln mit 1.108 Vollzeitstellen soll komplett geschlossen werden und ist damit bundesweit am härtesten von den Einschnitten betroffen.
Eine Sprecherin der Allianz erklärte unterdessen, das Unternehmen habe zwar Verständnis für die Sorgen der Mitarbeiter, die Entscheidungen seien jedoch “unumgänglich”. Bei Verhandlungen mit den Beschäftigtenvertretern werde versucht, gute Rahmenbedingungen für den Konzernumbau zu erarbeiten.
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Unfallversicherung auch bei Betriebssport
In vielen Unternehmen wird den Mitarbeitern die Möglichkeit zum Betriebssport geboten. Fußball, Tennis oder Handball, die Angebote sind hier vielfältig. Ein Versicherungsschutz bei Sportunfällen ist auch beim Betriebssport gewährleistet, es müssen allerdings einige Kriterien erfüllt sein. Der Sport muss als Ausgleich für die Belastungen am Arbeitsplatz dienen, die Sportart spielt hierbei keine Rolle. Die Mitarbeiter eines Unternehmens sind in der Regel also auch beim Betriebssport gesetzlich versichert. Darauf weisen die Spitzenverbände der gesetzlichen Unfallversicherung hin.
Der Betriebssport muss nur regelmäßig stattfinden und ein klarer organisatorischer Bezug zum Unternehmen bestehen. Dieser Fall tritt zum Besipiel ein wenn der Arbeitgeber den Raum zur Verfügung stellt oder feste Zeiten für den Sport vorgibt. Ferner müssen die Teilnehmer im Wesentlichen Beschäftigte des Betriebes sein, es können sich dabei aber auch die Betriebssportgemeinschaften mehrerer Unternehmen zu überbetrieblichen Sportgruppen zusammenschließen. Versichert sind die Mitarbeiter nicht nur beim Betriebssport selbst, sondern auch auf dem Weg dorthin und zurück nach Hause oder zum Arbeitsplatz. Wichtig ist jedoch, dass nicht sportliche Höchstleistungen oder die Teilnahme an Wettkämpfen im Mittelpunkt stehen.
Keine KommentareSwiss Life arbeitet mit Credit Suisse zusammen ?
Die Versicherung soll für die Grossbank Hypotheken vermitteln. Die anderen Kooperationen laufen harzig. Garnicht lange her das die Credit Suisse den Verkauf ihrer Versicherungstochter Winterthur an den neuen europäischen Marktleader Axa bekannt gegeben hat. Nun statteten die CS-Banker der Winterthur-Konkurrentin Swiss Life einen Besuch ab. Dort instruierten sie Agenten der Swiss Life, wie sie sich künftig eine Zusammenarbeit vorstellen.
Konkret sieht die Zusammenarbeit mit den Credit-Suisse-Leuten so aus, dass über Swiss Life CS-Hypotheken vertrieben werden. Das bringt die Versicherungsagenten allerdings in ein doppeltes Dilemma. Zum einen bietet Swiss Life selbst Hypotheken an und weist derzeit ein Volumen von über 6 Milliarden Franken auf. Zum andern trauen die Agenten diesem Angebot nicht so recht. Sobald sie der Bank einen Kunden für das Hypothekargeschäft vermittelt haben, werden sie über den weiteren Verlauf des Kontakts kaum noch etwas zu hören bekommen, wird sich doch der Kollege oder die Kollegin auf CS-Seite strikte an das Bankgeheimnis halten müssen.
Keine KommentareMüntefering mit Kombilohn gegen Arbeitslosigkeit
Arbeitsminister Franz Müntefering hat die Einführung eines Kombilohns für ältere Arbeitslose angekündigt. Mit staatlichen Zuschüssen zum Lohn will der Müntefering die Rückkehr älterer Arbeitsloser ins Berufsleben fördern. Das sagte er in einem Interview mit dem “Handelsblatt”. Er werde dem Kabinett am Mittwoch vorschlagen, daneben auch staatliche Hilfen für Arbeitgeber vorzusehen, die über 50-jährige Arbeitslose einstellen. Der Vizekanzler konkretisierte damit seine seit Monaten angekündigte Initiative “50plus”.
Der Zuschuss soll “ältere Bezieher von Arbeitslosengeld I motivieren, auch einen Job anzunehmen, der geringer bezahlt wird als ihr bisheriger”, sagte Müntefering. “Diese Personen sollen aus der öffentlichen Kasse im ersten Jahr 50 Prozent und im zweiten Jahr 30 Prozent der Lohndifferenz zu ihrem letzten Nettolohn erstattet bekommen.” Das Angebot gelte für Bezieher von Arbeitslosengeld I, die älter sind als 50 Jahre. Müntefering rechnet damit, dass diese Förderung den Staat jährlich rund 250 Millionen Euro kostet und von 50.000 Arbeitslosen im Jahr genutzt wird.
1 KommentarAllianz Aktien verlieren leicht
Die Allianz-Aktien verloren 1,92 Prozent und fielen somit auf 118,77 Euro. Die Allianz Versicherung hat den in Australien geplanten Börsengang eines Immobilienpakets aus dem Grundwert-Fonds der Fondstochter Degi platzen lassen. ‘Die Transaktion war vollständig gezeichnet, ist aber kurzfristig zurückgezogen worden, da Allianz Global Investors Australien seine globale REIT-Strategie überdenkt’, sagte Degi-Geschäftsführer Malcolm Morgan der ‘Financial Times Deutschland’. Das Volumen lag bei rund 450 Millionen Euro.
Deutsche Aktien haben allgemein am Donnerstag, belastet von Unsicherheit durch schwache Vorgaben und den hohen Älpreis, ihre Eröffnungsverluste auf teils sehr schwaches Niveau ausgeweitet.
Keine KommentareEU klagt gegen Riester Rente
Die Europäische Kommission hat soeben in einer Pressemittelung angekündigt, dass sie wegen der Altersvorsorgezulage im Rahmen der so genannten “Riester-Rente” beim Europäischen Gerichtshof Klage gegen Deutschland einreichen wird.
Voraussetzung der Zulageberechtigung im Rahmen der privaten Altersvorsorge bei der Risterrente ist die unbeschränkte Einkommenssteuerpflicht in Deutschland. Das verstößt nach Ansicht der Kommission gegen die im EG-Vertrag fesgehaltenen Garantien über die Freizügigkeit der Arbeitnehmer und Unionsbürger, da Gebietsansässige und Gebietsfremde ungleich behandelt werden.
Betroffenen Grenzgängern ist anzuraten, zumindest fristwahrend Widerspruch gegen die Versagung der Zulagen einzulegen, auf das laufende Verfahren hinzuweisen und das Ruhen des Widerspruchsverfahrens bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung zu beantragen. Die Bundesregierung hält die vorgebrachten Bedenken für unbegründet, so dass sich aus ihrer Sicht kein Änderungs- und Handlungsbedarf ergibt.
Keine KommentareAbgeltungssteuer: Eckpunkte stehen fest
Spätestens ab 2008 soll es die sogenannte Abgeltungssteuer auf Dividenden, Kursgewinne und Zinsen geben. Kaum stehen die Eckepunkte fest schon hagelt es reichlich Kritik, so wie es aussieht scheint die Reform vor allem Kleinanleger zu belasten.
Also die Eckdaten der neuen Abgeltungsteuer stehen fest, die Details sind aber naoch nicht klar, heißt es aus Berlin. Neben der Einführung der Pauschalsteuer von 30 Prozent 2008 ,ab 2009 noch 25 Prozent, sollen die Spekulationsfrist (12 Monate; bei Immobilien: 10 Jahre) und das Halbeinkünfteverfahren abgeschafft werden.
Aktionärsvertreter kritisieren vor allem die Höhe der Steuersätze. Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger, die sonst durchaus ein Befürworter der Abgeltungssteuer sind, befürchtet besonders für Anleger mit niedrigem Einkommen und Steuersatz deutlich unter 30 Prozent eine evidente Schlechterstellung. Da mit der Abgeltungssteuer z. B. auch das Halbeinkünfteverfahren wegfällt, werden in Zukunft Dividenden beim Privatanleger praktisch doppelt so hoch wie bisher besteuert. Naja sicher ist hier das letzte Wort noch nicht gesprochen, harren wir einfach mal der Dinge was da noch kommt.
Keine KommentareKabinett sagt Ja zur Gesundheitsreform
Trotz harrscher Kritik hat das Bundeskabinett nun am Mittwoch die Eckpunkte der Gesundheitsreform gebilligt. Kern der Pläne ist eine Anhebung der Krankenkassenbeiträge um etwa 0,5 Prozentpunkte ab 2007 und die Einführung eines Gesundheitsfonds ab 2008.
Vorgesehen ist außerdem der Einstieg in die Steuerfinanzierung, ab 2008 sollen auf diese Weise zunächst 1,5 Milliarden für die Versicherung der Kinder aufgebracht werden, 2009 dann drei Milliarden. Auf der Grundlage der Eckpunkte wird die Regierung nunmehr ein Reformgesetz erarbeiten. “Wir haben einen tragfähigen Kompromiss gefunden, der eine ganze Menge im System verändert”, erklärte Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD). “Wir stoßen die Tür auf zu einem Systemwettbewerb zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung sowie innerhalb der privaten Krankenversicherung.”
Den Staat kostet diese Reform mal eben rund fünf Milliarden Euro pro Jahr, dies soll durch mehr Wirtschaftswachstum ausgeglichen werden. Einzelheiten der Reform sollen über den Sommer von Fachleuten ausgearbeitet werden.
Keine KommentareAXA Versicherung schließt Kapitalerhöhung ab
Die französische AXA S.A. (ISIN FR0000120628 / WKN 855705) hat ihre Kapitalerhöhung abgeschlossen. Wie der französische Versicherungskonzern AXA am Dienstag erklärte, war die am 14. Juni angekündigte Kapitalerhöhung nun doch deutlich überzeichnet. Insgesamt konnte durch die Platzierung von 208.265.897 neuen Aktien ein Bruttoerlös von 4,1 Mrd. Euro erzielt werden. Insgesamt lag die Gesamtnachfrage im Rahmen der Kapitalerhöhung bei rund 7,5 Mrd. Euro, teilte AXA weiter mit.
Die AXA Versicherung wird den Erlös der Kapitalerhöhung, wie schon vermutet zur Finanzierung der Übernahme der Winterthur-Gruppe verwenden. Zuvor hatte man in diesem Zusammenhang bereits nachrangige Unternehmensanleihen im Wert von 2,2 Mrd. Euro emittiert. Damit wurde der Kaufpreis für die Winterthur-Versicherung in Höhe von insgesamt 7,9 Mrd. Euro bislang zu 70 Prozent finanziert.
Keine KommentareSozialversicherung mit 3,2 Milliarden Überschuss
Die gesetzliche Sozialversicherung konnte das erste Quartal 2006 mit einem Überschuss von knapp 3,2 Milliarden Euro abgeschlossen. Im Vorjahreszeitraum hatte es bei Kranken-, Unfall- und Rentenversicherung noch ein Defizit von insgesamt sechs Milliarden Euro gegeben, dass teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit.
Der Überschuss konnte vor allem durch höhere Beitragseinnahmen der Rentenversicherung - ein plus von 5,6 Milliarden Euro - und der Bundesagentur für Arbeit - ein plus von 2,0 Milliarden Euro - erwirtschaftet werden. Allerdings wirkte sich dabei auch ein geänderter Abrechnungsmodus aus, seit Anfang des Jahres werden die Beiträge im Voraus eingezogen, wie das Amt erläuterte. Früher wurden sie nachschüssig erhoben. Der gesetzlichen Krankenversicherung half das ganzze allerdings nicht. Bei der Krankenversicherung gab es wieder ein Defizit von 1,2 Milliarden Euro in den ersten drei Monaten 2006. Im Vorjahreszeitraum hatte es bei den Krankenkassen 60 Millionen Euro Überschuss gegeben.
Die gesmaten Einnahmen der gesetzlichen Sozialversicherung im ersten Quartal dieses Jahres betrugen rund 119,7 Milliarden Euro, 7,3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Ausgaben sanken um knapp ein Prozent auf 116,6 Milliarden Euro.
Keine KommentareMehr Rente für Schulabgänger
Damit Schulabgängern später keine Rentennachteile entstehen, sollten sich Ausbildungssuchende, die noch keinen Ausbildungsplatz haben, unbedingt bei der Agentur für Arbeit als Ausbildungssuchende arbeitslos melden. Darauf weist die Deutsche Rentenversicherung Bund hin.
Auch ohne Anspruch auf Leistungen der Agentur für Arbeit wird die Zeit der Ausbildungsplatzsuche als Anrechnungszeit in der Rentenversicherung berücksichtigt. Diese Zeiten können zu Rentensteigerungen führen und Rentenansprüche begründen. Voraussetzung ist, dass sich Schulabgänger bei der Agentur für Arbeit als Ausbildungssuchende arbeitslos melden und zwischen 17 und 25 Jahre alt sind.
Kostenlose Auskünfte erteilen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der fast 1000 Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung, sowie die ehrenamtlich tätigen Versichertenberaterinnen und Versichertenberater der Deutschen Rentenversicherung.
Ein Kostenloses Servicetelefon gibt es unter 0800 1000 48070
Keine KommentareWelche Versicherung zahlt bei Sturmschäden ?
Welche Versicherung bei Sturmschäden für den Schaden aufkommt hängt davon ab was beschädigt wurde, so kommt z.B. die Wohngebäudeversicherung für Schäden am Haus und Dingen, die mit dem Haus fest verbunden sind auf. Der Abschluss einer entsprechenden Police ist bei Mietwohnungen Sache des Vermieters. Die Hausratversicherung übernimmt dagegen alles, was lose ist. Voraussetzung ist hier aber, dass die Gegenstände im Haus untergebracht waren. Eine Ausnahme gilt bei Markisen und Antennen die vom Mieter angebracht wurden, für sie zahlt ebenfalls die Hausratversicherung.
Schäden durch Überschwemmungen dagegen werden nur dann reguliert, wenn eine erweiterte Elementarschadenversicherung abgeschlossen wurde. Bei Stumschäden am Auto kommt die Teilkaskoversicherung des Autohalters auf. Versichert wird aber nicht der Wiederbeschaffungswert sondern lediglich der Zeitwert des Fahrzeugs. Abgezogen davon wird die vereinbarte Selbstbeteiligung. Stumschäden sollte man immer dokumentieren, also mit Datum und Uhrzeit sowie einige Fotos machen.
Kassenärzte wollen mehr Geld
Droht nun auch ein Streik unter den Kassenärzten? Nach den Krankenhausärzten fordern jetzt auch die Kassenärzte mehr Geld. Ärzte fordern im Rahmen der Gesundheitsreform mindestens 20 Prozent höhere Honorare bis Anfang 2009. Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) Andreas Köhler, beziffert die Mehrkosten auf 4,5 bis 5 Milliarden Euro. Er verlangt den kompletten Wegfall der Budgetierung für ärztliche Leistungen. Dafür standen zuletzt 23,1 Milliarden Euro bereit. Die KBV legte am Montag zur Gesundheitsreform ein eigenes Honorarkonzept vor.
Koalitionsspitzen hatten sich darauf geeinigt, die bisherige Deckelung ärztlicher Leistungen zu beenden und dafür mehr Honorar zu festen, nicht mehr schwankenden Preisen anzubieten. Ein Kostenrahmen wurde allerdings nicht festgelegt. Es soll aber nach dem Willen von Union und SPD eine ‚"Kosten- und Mengensteuerung" geben. Das KBV-Konzept sieht bei der Vergütung Pauschalpreise für Haus- und Fachärzte vor: Sie orientieren sich am Gesundheitszustand der Patienten und werden von Zu- und Abschlägen flankiert. (dpa)
Keine KommentareBerufsunfähigkeitsversicherung wird teurer
Die Anbieter von Berufsunfähigkeitsversicherungen werden im kommenden Jahr gezwungen sein die Beiträge für ihre Versicherten zu erhöhen. Ursache für die wahrscheinliche Erhöhung ist die Senkung vom Garantiezins für Lebensversicherungen im kommenden Jahr von 2,75 auf 2,25 Prozent. Der Garantiezins dient als Kalkulationsgrundlage für den Aufbau der Deckungsrückstellung im Schadensfall und sinkt die Verzinsung des angesparten Geldes, muss die auftretende Lücke irgendwie anderweitig geschlossen werden. Da könnten z.B. höhere Beiträge für Kunden sein, wie Gerd Frieg vom Heidelberger Finanzdienstleister MLP sagte gegenüber der FAZ sagte, bzw. er hält dieses sogar für sehr wahrscheinlich.
MLP geht in einer Beispielrechnung bei einem Versicherten mit einem Eintrittsalter von 25 Jahren, einem Endalter von 65 Jahren, einer monatlichen BU-Rente im Schadensfall von 1.500 Euro und einer Berufsgruppe mit geringem Risiko von einer Beitragserhöhung um bis zu 7,7 Prozent aus.
Bei einem Eintrittsalter von 35 Jahren würde die zu erwartende Beitragserhöhung immer noch bei 5 Prozent liegen.
Keine KommentareStreit um höhere Steuern für Gesundheit hält an
Der Streit in der Koalition über eine stärkere Steuerfinanzierung des Gesundheitswesens hält weiter unvermindert an. Der Bundesarbeitsminister Franz Müntefering schloss ebenso wie Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) mittelfristig Steuererhöhungen für das Gesundheitswesen nicht aus. Der Ministerpräsident aus Baden Württemberg Günther Oettinger sagte dagegen am Montag, Steuererhöhungen über die Anhebung der Mehrwertsteuer in 2007 hinaus seien den Bürgern nicht zuzumuten. Der geplante Betrag für die Krankenversicherung der Kinder aus dem Steuertopf, der von 1,5 auf drei Milliarden Euro und darüber hinaus anwachsen solle, werde “in Zukunft aus dem Haushalt finanzierbar sein”.
Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zeigte sich überzeugt, dass die Koalition die vereinbarten Eckpunkte zur Gesundheitsreform umsetzen wird und verwies darauf, dass sie von den Verantwortlichen in Union und SPD beschlossen worden seien. Merkel verteidigte die Entscheidung in einem RTL-Interview gegen die Kritik, durch die Erhöhung der Kassenbeiträge werde das Ziel sinkender Lohnnebenkosten verfehlt. Die Lohnnebenkosten würden durch die Senkung des Arbeitslosenversicherung-Beitrags unter dem Strich um einen Prozentpunkt sinken, betonte sie.
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