Krankenkassen und Verdi machen Druck
Die Gewerkschaft Verdi und die Krankenkassen haben ihre Kritik an dem geplanten Gesundheitsfonds nun weiter verschärft. DAK-Chef Herbert Rebscher betitelt das gesamte Reformprojekt der großen Koalition als nicht durchdacht. Barmer-Vorstand Eckart Fiedler bemängelte, der Beitragseinzug durch den Fonds werde erhebliche Mehrkosten und einen großen Aufwand mit sich bringen. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi rief zu Kundgebungen in Berlin und Hamburg auf. Verdi befürchtet durch den Gesundheitsfonds den Abbau von Arbeitsplätzen und mehr Bürokratie. Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt warnte die Gewerkschaft davor, die Mitarbeiter unnötig zu verunsichern. Unions-Fraktionschef Volker Kauder zeigte sich entschlossen, die Reform gegen alle Proteste durchzusetzen.
Mit den Demonstrationen in Berlin und Hamburg wollte Verdi am Mittwoch eine Protestwelle starten. Für Donnerstag sind weitere Kundgebungen in München, Mainz und Bonn geplant. Die Gewerkschaft fürchtet durch den zentralen Beitragseinzug den Verlust von 30.000 Arbeitsplätzen bei den Krankenkassen. (Reuters)
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