Allianz streicht 7000 Arbeitsplätze
Im Zuge einer Neustrukturierung streicht die Allianz bei seinen deutschen Versicherern und der Dresdner Bank mehr als 7000 Arbeitsplätze will damit knapp eine Milliarde Euro einzusparen. Alleine mit der Zusammenführung der bisher getrennten drei Versicherer im Inland würden bei der neuen Allianz Deutschland AG dann rund 5.000 Stellen weg, dass teilte die Allianz am Donnerstag mit. Rund jeder zweite Verwaltungsstandort soll geschlossen werden.
Allein der Stellenabbau im Versicherungsbereich, soll bis zu 600 Millionen Euro einsparen. Die künftige Allianz Deutschland als Verwaltungszentrale des Versicherungsgeschäfts im Inland ohne den bereits zusammengefassten Vertrieb der Bereiche Lebens-, Schaden- und Krankenversicherung soll dann rund 25.000 Mitarbeiter haben. Die Arbeitsplätze sollen scheinbar weitgehend ohne Entlassungen abgebaut werden, da die Allianz den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis zumindest Ende 2007 zugesagt hat. Allerdings müssen sich viele Beschäftigte auf räumliche Veränderungen einstellen. (Stern)
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[...] Der Allianz-Chef Michael Diekmann hat den geplanten Abbau von rund 7.500 Stellen (wir berichteten) trotz Milliardengewinnen als unumgänglich verteidigt. “Es geht viel weniger um Kostensenkung als darum, jetzt die richtigen Weichen zu stellen”, sagte Diekmann dem Nachrichtenmagazin “Der Spiegel”. “Die Allianz muss moderner werden, flexibler, schneller - und dabei leistungsorientiert”, forderte er in dem am Wochenende vorab veröffentlichten Interview. Dazu gelte es die strukturellen Probleme des Versicherungskonzerns zu beheben. Diekmann verwies auf “hochkomplexe Doppelungen, etwa in der Verwaltung” und ein “strukturelles Manko im Bereich der internationalen Industrieversicherung”. [...]
[...] Rund 900 Mitarbeiter der Allianz Versicherung haben in Berlin gegen den geplanten drastischen Stellenabbau des Versicherungskonzerns protestiert. Nach einer Betriebsversammlung zogen sie in einem Demonstrationszug zum Schlossplatz. Ver.di befürchtet, dass allein in Stuttgart bei der Allianz Leben und bei der Sachversicherung mindestens 1.000 Arbeitsplätze abgebaut werden. Der Standort Köln mit 1.108 Vollzeitstellen soll komplett geschlossen werden und ist damit bundesweit am härtesten von den Einschnitten betroffen. [...]
[...] Der Allianz Versicherung will ein paar Teile der Aufgaben ihres IT-Tochterunternehmen AGIS an einen externen Anbieter übertragen. Betroffen sind voraussichtlich ca. 600 Arbeitsplätze der Allianz Dresdner Informationssysteme GmbH (AGIS). Da die betroffenen Stellen weiter nötig sind würden diese daher an die noch zu bestimmende Partnergesellschaft übertragen, erklärt eine Allianz Sprecherin heute in München. Die Pläne stehen im Zusammenhang mit dem tiefgreifenden Konzernumbau der Allianz. Ein neuer Partner soll bis spätestens Anfang 2007 gefunden werden. [...]
[...] Nach dem großen Stellenabbau der Allianz Versicherung folgt nun auch die Winterthur Versicherung mit zwar nicht ganz so großen Schritten, aber auch keinen kleinen Schritten. Die Winterthur-Versicherung streicht 250 Stellen, wie die Experten es vorausgesagt haben. [...]