Beiträge aus Mai, 2006
Arbeitslosenzahl deutlich gesunken
Die Zahl der Arbeitslosen ist im Mai offenbar entgegen den Erwartungen stark gesunken. Zwar ist ein Rückgang der Arbeitslosenzahl im Mai üblich, allerdings soll der Rückgang deutlich über dem für den Mai üblichen Rückgang liegen.
Die Zahlen schwanken derzeit zwischen 4,62 Millionen und 4,54 Millionen Arbeitslosen. Im April diesen Jahres waren noch 4,79 Millionen Menschen ohne Beschäftigung. In den letzten drei Jahren war die Zahl der Arbeitslosen im Schnitt um 160.000 gesunken.
Laut Reuters führen Experten diese Entwicklung unter anderem auf die Hartz-IV-Gesetze zurück. Die intensivere Betreuung von Arbeitslosen führe zu einer Entlastung. Die genauen Zahlen gibt die Bundesagentur für Arbeit am Vormittag bekannt, wir reichen diese dann nach.
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Abgeltungssteuer auf 2010 verschoben
Das Bundesfinanzministerium will die Reform zur Kapitalbesteuerung scheinbar nun bis 2010 verschieben. Grund dafür seien Steuerausfälle in Milliardenhöhe durch die geplante Reform der Unternehmensbesteuerung, so berichtete die „Süddeutsche Zeitung“ heute.
Geplant war durch Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) gleichzeitig mit der Reform der Firmensteuern eine Abgeltungssteuer von 25 Prozent auf Zinsen und andere Kapitalerträge einführen. Privatanleger müssten dann nicht mehr bis zu 42 Prozent Einkommenssteuer zahlen, sondern die Bank des Anlegers würde dann 25 Prozent der Kapitalerträge direkt ans Finanzamt abführen und die Steuerschuld wäre damit abgegolten.
Soweit der Plan, allerdings würde das den Staat weitere zwei bis drei Milliarden Euro kosten, so zumindest berichtete die „SZ“. Nun will das Finanzministerium erst 2008 oder 2009 über die Abgeltungssteuer entscheiden. Steinbrück wird seine Reformpläne voraussichtlich am 19. Juni der Öffentlichkeit präsentieren. (dpa)
Keine KommentareNachversicherungsoption bei Berufsunfähigkeit
Nicht alle Veränderungen der Lebensumstände (z.B. erhöhtes Gehalt, Heirat, Kinder) können schon bei Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung bedacht werden. Deshalb ist es um so wichtiger, schon beim Abschluss darauf zu achten, ob der Versicherungsträger eine Nachversicherungsgarantie vorsieht, d.h. ob eine spätere Erhöhung oder Ausweitung des Versicherungssschutzes auch ohne nochmalige Risikoprüfung vorgenommen werden kann.
Die meisten Versicherungsunternehmen verzichten in der Regel bei festen Anlässen im Lebenslauf auf eine solche neue Risikoprüfung. Hierzu gehören sowohl familiäre Veränderungen (Heirat, Kinder), berufliche Veränderungen (Abschluss der Ausbildung, Hochschulexamen, Selbstständigkeit) als auch als auch finanzielle Veränderungen (Bau oder Kauf einer Immobilie).
Die Nachversicherungsoption für diese Ereignisse besteht in vielen Fällen jedoch nur bis zum 40. Lebensjahr und der Versicherte hat eindeutige Fristen einzuhalten, um diese Option zu nutzen. Drei Monate, spätestens aber sechs Monate nach Eintritt des Ereignisses sollte der Antrag auf Nachversicherung bei den Versicherungen eingegangen sein, die exakten Fristen sind dem Versicherungsvertrag zu entnehmen oder bei dem Versicherungsunternehmen zu erfragen.
Gibt es diese Nachversicherungsgarantie nicht, und der Versicherungsträger behält sich eine erneute Risikoprüfung vor, können selbst kleinste Veränderungen am Gesundheitszustand des Versicherten dazu führen, dass eine Erhöhung der Berufsunfähigkeits-Rente verhindert oder nur durch Zuschläge möglich oder aber ein geringerer Versicherungsschutz gewährleistet wird.
Keine KommentareDBV-Winterthur: Autoversicherung mit 24 Monaten Neuwertentschädigung
Mit integrierten Schutzbriefen, verbessertem Schutz bei Auslandsschäden, Rabattretter, Verzicht auf grobe Fahrlässigkeit und erweiterte Wildschadenklauseln versuchen Versicherer ihre Kfz-Policen zu differenzieren und aufzuwerten. Die DBV-Winterthur geht darüber jetzt sogar noch hinaus und gewährt 24 Monate lang eine Entschädigung in Höhe des Neuwertes.
Bisher boten bereits einige Versicherer Neuwertentschädigungen auf den Neupreis bei Wagen an, die bis zu einem Jahr alt sind. Die DBV-Winterthur Versicherungen setzen hier noch einen drauf und gewähren ab 1. Juni bei der Produktlinie Auto-Komfort im Totalschadenfall eine Neuwertentschädigung in den ersten 24 Monaten. Wie sich dies auswirken kann, zeigt folgendes Beispiel. Ein Vectra Caravan mit 103 kW hat nach 18 Monaten einen Wiederbeschaffungswert von etwa 18.500 Euro. Der aktuelle Neuwert beträgt dagegen 26.950 Euro. Der Auto-Komfort-Kunde bekommt bei einem Totalschaden 8.450 Euro mehr an Entschädigung.
“Mit dieser zusätzlichen Produkteigenschaft sind wir gut für den heißen Herbst im Kfz-Geschäft gerüstet, denn für 70 Prozent der deutschen Autofahrer ist nicht der Preis, sondern Leistung und Service das Entscheidende. Das haben wir zusammen mit TNS-Infratest ermittelt”, so Thomas Leicht, Vorstand Schadenversicherung der DBV-Winterthur.
Kontakt:
DBV-Winterthur
Unternehmenskommunikation
Dr. Mathias Oldhaver
Telefon (+49) 0611/363 2593
Fax (+49) 0611/363 4161
presse@dbv-winterthur.de
Pressemappe: http://www.presseportal.de/story.htx?nr=829444&firmaid=11912
Sozialversicherung durch Rente mit immensen Verlust
Wie das Statistische Bundesamt heute in Wiesbaden mitteilte, hat die gesetzliche Sozialversicherung im vergangenen Jahr ein Minus in Höhe von 3,3 Milliarden Euro erwirtschaftet. Im Jahr davor gab es noch ein Überschuss von 2,1 Milliarden Euro. Ausgaben für die Sozialversicherung lagen 2005 Angaben bei 469 Milliarden Euro und erhöhten sich somit um 0,6 Prozent. Die Einnahmen gingen allerdings um 0,5 Prozent auf 465,7 Milliarden Euro zurück, woraus sich ein Defizit von 3,3 Milliarden ergibt.
Als einziger Part in der Sozialversicherung ging die gesetzliche Krankenversicherung mit einem Plus von 1,5 Milliarden Euro Überschuss raus. Im Gegensatz zu 2004 aber immer noch ein schlechtes Ergebnis, denn in 2004 lag der Überschuss bei rund vier Milliarden Euro. Die gesetzliche Krankenversicherung machten den Verlus vor allem für Ausgaben bei Arznei-, Verband- und Hilfsmittel z.B. durch sinkendene Herstellerrabatte.
Die Experten begründeten den Rückgang der Einnahmen allgemein mit der hohen Arbeitslosigkeit und der stagnierenden Lohnentwicklung in Deutschland.
Keine KommentareUnfallversicherung bei Ferienjobs
Nach Angaben des Bundesverbandes der Unfallkassen München, sind Schüler und Studenten bei der Ausübung eines Ferienjobs gesetzlich unfallversichert. Die Versicherung umfasst sowohl Behandlungskosten für Arbeits- und Wegeunfälle als auch die Kosten ür Rehabilitationsmaßnahmen und Lohnersatzleistungen. Die Kosten der Versicherung trägt ausschließlich der Arbeitgeber, der Versicherte muss im Falle eines Unfalls weder die Praxisgebühr zahlen, noch seine Versicherungskarte vorlegen.
Dabei ist es unerheblich, wie lange dieses Beschäftigungsverhältnis andauert oder wie hoch die Bezahlung ist. Der Versicherungsschutz gilt sowohl für unbezahlte Praktika wie für Mini-Jobs und zwar ab dem ersten Arbeitstag. Wer wissen möchte, welcher Unfallversicherungsträger für ihn im Falle eines Unfalls zuständig ist, kann dies bei der Personalabteilung des Unternehmens erfragen.
Diese Versicherung gilt jedoch nicht für Schüler und Studenten, die im Rahmen eines Ferienjobs oder Praktikum im Ausland arbeiten, selbst wenn ihr Arbeitgeber ein deutsches Unternehmen ist. Der Bundesverband der Unfallkassen empfiehlt daher allen Betroffenen und Interessierten, sich schon vor Antritt des Ferienjobs im Ausland über die Versicherung bei Arbeitsunfällen im Ausland genau zu informieren.
Keine KommentareEnglische Lebensversicherung: Jetzt Vorteile nutzen
Eine englische Lebensversicherung überzeugt im Gegensatz zur deutschen Lebensversicherung durch die Flexibilität sowie meist zweistellige Renditen. Britische Lebensversicherungen erzielen im Durchschnitt um die 12-13% Rendite. Mit der Englischen Lebensversicherung sichern Sie im Todesfall die finanzielle Zukunft der Hinterbliebenen und Ihre eigene Alterversorgung ab. Von einem von Ihnen gewünschten Zeitpunkt erhalten Sie eine einmalige Kapitalzahlung.
Englische Lebensversicherungen werden in Deutschland immer beliebter, denn eine englische LV bietet, im Gegensatz zur deutschen Lebensversicherung eine deutlich höhere Rendite sowie flexible Ein- und Auszahlungsmodalitäten bei gleicher steuerlicher Behandlung.
Hier finden Sie ein online Berechnungsformular zur englischen Lebensversicherung:
Zum Formular
Allianz Leben: Scharfe Kritik an der Koalition
Der größte Lebensversicherer Deutschlands, die Allianz Versicherung, hat die große Koalition scharf kritisiert. Nicht nur scharfe Kritik gab es am geplanten Versicherungsvertragsgesetz sondern auch am Gleichbehandlungsgesetz, beide müssten vor ihrer Verabschiedung korrigiert werden. Vorstandschef Zimmerer kritisiert besonders die geplante Ausschüttung von Reserven an Kunden.
Nach dem geplanten Versicherungsvertragsgesetz sollen die Versicherer nämlich künftig einen Teil der stillen Reserven ihren Kunden bereits während der Vertragslaufzeit verbindlich gutschreiben. Laut Zimmerer wird das wird nicht funktionieren. Seiner Meinung nach benötigen die Versicherer einen “Puffer” gegen die auftretungen Schwankungen am Kapitalmarkt. Ansonsten könnten wir die Garantien, die ein wesentlicher Bestandteil von Lebensversicherungen sind, nicht mehr darstellt werden. Die Allianz Leben hat derzeit stille Reserven von rund zehn Milliarden Euro. Versicherer sind der Meinung das die geplanten Gesetzesänderungen die Lebensversicherung uninteressant machen könnten.
Keine KommentareVerbraucher wieder im Kaufrausch
Seit Beginn der Befragungen zum Konsumklima im Jahr 1980 ist die Bereitschaft zu größeren Anschaffungen stark wie nie. Das berichtet das Marktforschungsinstitut GfK in seiner Konsumklimastudie. Der monatlich ermittelte Konsumklimaindex stieg von 5,8 auf 6,8 Punkte. Er basiert auf der Befragung von rund 2000 Verbrauchern.
Experten sagen allerdings, dass die von der großen Koalition beschlossene Mehrwertsteuererhöhung in diesem Jahr ein Strohfeuer beim privaten Konsum auslösen und für die derzeitige Kauflust der Verbraucher verantwortlich ist. Anfang 2007 droht dann allerdings ein Rückprall, dessen Ausmaß Experten aber deutlich unterschiedlich stark einschätzen.
Keine KommentareVorerst keine Korrektur bei Hartz IV Gesetz
Wie gestern Abend berichtet und erwartet, konnte sich die große Koalition trotz eines sehr intensiven Meinungsaustauschs noch nicht darüber verständigen, ob es eine Neugestaltung der Arbeitsmarktreform Hartz IV geben soll. Nach einer rund vierstündigen Sitzung gestern Abend in Berlin blieb diese Frage nach wie vor offen. Man hat sich allerdings darauf verständigt, das so genannte Fortentwicklungsgesetz soweit zu ändern, dass es nicht mehr durch den Bundesrat müsse. Damit soll sichergestellt werden, dass dieses termingerecht am 1. August dieses Jahres in Kraft treten könnte.
Man erhofft sich von dem neuen Gesetz die Abschaffung der Missbrauchsmöglichkeiten und Einsparungen in höhe von 1.2 Milliarden Euro jährlich. Neben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Vizekanzler Franz Müntefering (SPD) und Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) nahmen die Partei- und Fraktionschefs von CDU, CSU und SPD an der Sitzung teil.
Backstein-Rente als Alternative?
Nach einer Umfrage von Planethome, einer Tochtergesellschaft der HypoVereinsbank, wird die sogenannte „Backstein-Rente“, der Erwerb einer Immobilie zur Sicherung der Altersvorsorge, immer beliebter. Während fast 20% der Deutschen diese Art der Kapitalanlage durch eine Zweitwohnung bereits realisiert haben, denken 72% über den Kauf einer weiteren Immobilie nach. Der Großteil der Unschlüssigen gibt hierfür jedoch Eigenbedarf an, nur 8% nennen die Kapitalanlage als Motiv für ihre Überlegungen.
Im europäischen Vergleich liegt Deutschland mit seinem Anteil an Wohneigentum auf dem vorletzten Platz (43%), nur in der Schweiz gibt es weniger (35%). Spitzenreiter des selbstgenutzten Wohneigentums sind Spanien (87%), Norwegen (78%) und Irland (76%).
Um Immobilien als Altersvorsorge noch mehr zu fördern, hat der Immobilienverband Deutschland (IVD) die Bundesregierung zu einer schnellen Verbesserung der Bedingungen aufgefordert und nicht, wie angekündigt, bis 2007 zu warten. Vor allem die geplante, aber im Detail noch unbekannte, Besteuerung auf Gewinne aus Immobilienverkäufen führt zu Unsicherheiten und Vorsicht und somit zu Stagnation auf dem Immobilienmarkt. Ob der genannte Steuersatz von 20% Bestand haben wird, auf welcher Basis die zu besteuernden Gewinne berechnet werden, ob es eine Übergangsregelung gibt und ab wann (2007 oder 2008) die Änderungen in Kraft treten, ist bislang unbeantwortet geblieben.
Keine KommentareArbeitslosenversicherung für Selbstständige
Laut SGB III war zwar bereits eine Möglichkeit der freiwilligen Arbeitslosenversicherung vorgesehen, allerdings war diese nur auf einen bestimmten Personenkreis abgestimmt.
Nun können aber auch Selbstständige und Freiberufler einen Antrag auf Weiterversicherung in der Arbeitslosenversicherung stellen, Voraussetzung: Sie müssen mehr als 15 Stunden wöchentlich berufstätig sein und in den letzten 24 Monaten vor Beginn der Selbstständigkeit mindestens ein Jahr in der Arbeitslosenversicherung pflichtig versichert gewesen sein oder aber Arbeitslosengeld bezogen haben.
Wichtig für Existenzgründer ist, dass der Antrag auf freiwillige Arbeitslosenversicherung innerhalb eines Monats nach Aufnahme der Selbstständigkeit gestellt wird. Bis Ende 2006 können auch Selbstständige und Freiberufler einen Antrag auf freiwillige Arbeitslosenversicherung stellen, unabhängig davor wie lange sie schon selbstständig sind. Vor allem gilt es zu beachten, dass dieser Antrag zu einer Plichtversicherung in der Arbeitslosenversicherung führt.
Existenzgründer sollten aber unbedingt darauf achten, dass der Antrag auf freiwillige Arbeitslosenversicherung innerhalb eines Monats nach Aufnahme der Selbstständigkeit gestellt wird. Bis zum Ende 2006, gibt es eine Aussnahme, in 2006 können Selbstständige und Freiberufler einen Antrag auf freiwillige Arbeitslosenversicherung stellen, unabhängig davor wie lange sie schon selbstständig sind. Aber Achtung: Dieser Antrag führt zu einer Plichtversicherung in der Arbeitslosenversicherung!
Diskussion über Arbeitgeberanteil zur Krankenversicherung
In Union und SPD gibt es scheinbar Überlegungen, den Arbeitgeberbeitrag für die Krankenversicherung anstatt prozentual in eine feste Pauschale umzuwandeln. Das Bundesgesundheitsministerium trat am Sonntag einem Bericht entgegen, wonach der Beitrag auf die gesamte Lohnsumme erhoben und in eine Pauschale umgewandelt werden könnte. CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla unterstrich, in der Koalition gebe es bislang noch keine einzige verbindliche Festlegung diesbezüglich.
Horst Seehofer warnte vor zusätzlichen Belastungen für die Bürger. Die Geduld der Bürger sei am Ende, sagte der Agrarminister in einem Interview. „Sie werden keine weiteren Belastungen mehr hinnehmen ohne grundlegende Strukturreformen.“ Seehofer forderte währenddessen eine freie Wahl zwischen gesetzlichen und privaten Krankenkassen.
Bei den Gesundheitsexperten von Union und SPD gibt es nach Angaben des Wirtschaftsprofessors Lorenz Jarass „reges Interesse“ an einer Umgestaltung der Arbeitgeberbeiträge. Jarass schlägt vor, den Arbeitgeberbeitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung von heute rund 6,7 Prozent durch eine Gesundheitsabgabe auf alle Löhne und Gehälter zu ersetzen. Das würde unter anderem bedeuten, die Beitragsbemessungsgrenze von derzeit 3562,50 Euro aufzuheben. Die Abgabe soll für alle Beschäftigten von Privatunternehmen und öffentlicher Hand inklusive der Beamten gelten. (Welt)
Keine KommentareÄnderungen der Hartz IV Gesetze
Edmund Stoiber will nun beim Arbeitslosengeld Hartz IV regional unterscheiden. Bei einem Spitzengespräch der Koalition am heutigen Abend haben mehrere Politiker mal wieder auf grundlegende Änderungen der Hartz IV Gesetze gedrängt. Stoiber forderte eine anstatt eines einheitlichen Bedarfssatzes vielmehr regional abgestufte Sätze, begründet darurch, dass das Leben in den Städten deutlich teurer ist als das leben auf dem Land. Arbeitsminsiter Karl-Josef Laumann (CDU) aus Nordrhein-Westfalen kritisierte den Arbeitsminister Franz Müntefering (SPD) mit den Worten “Der Mann ist in der Arbeitsmarktpolitik nur störend”.
Müntefering allerdings verteidigte die Hartz IV Gesetze und lehnte generelle Änderungen strikt ab. Zugleich bestritt Müntefreing eine Kostenexplosion, bisher liegen die Mehrausgaben bei 2,2 Milliarden Euro, was lediglich fünf bis zehn Prozent mehr als 2005 sind.
Heute Abend wollten sich Spitzen von CDU, CSU und SPD mit dem Thema Hartz IV beschäftigen wobei allerdings keine Beschlüsse erwartet wurden , hieß es aus den Reihen der Koalition. Im Verbund der SPD wurde wieder mal Unmut über das Vorgehen der Union laut.
2 KommnentareEinführung einer Pflegepauschale?
Obwohl die Reform der Pflegeversicherung erst nach der großen Gesundheitsreform angegangen werden soll, gibt es natürlich schon Vorschläge, die zu prüfen sind. Die bayerische Sozialministerin Stewens (CSU) plädiert für eine Einführung eines „Pflege-Solis“ von zunächst 6 Euro zusätzlich zur Pflegeversicherung, der als private Kapitalkomponente zur Pflegeversicherung dienen soll. Der genannte monatliche Beitrag soll jährlich um einen Euro steigen und damit eine angemessene Pflege, trotz steigender Lebenserwartung, sicherstellen. Die unionsregierten Länder prüfen aktuell diesen Vorschlag.
Die vorrangig diskutierten Kernpunkte der Gesundheitsreform betreffen zunächst jedoch neben einer allgemeinen Versicherungspflicht, einer höheren Beitragsbemessungsgrenze, auch eine gleichen Vergütung medizinischer Leistungen für gesetzliche und private Krankenkassen.
Die Parteien sind sich vor allem uneinig über die Höhe des Arbeitgeberbeitrages zur Krankenversicherung. Während die Union diesen unverändert sehen möchte, um einen weiteren Anstieg der Lohnnebenkosten und dadurch einen weiteren Abbau von Arbeitsplätzen zu verhindern, plädiert die SPD für eine Anhebung des Arbeitgeberbeitrages, so dass dieser dem Arbeitnehmerbeitrag entspricht.
Der heute tagende Koalitionsausschuss will sich zunächst über den Zeitplan der anstehenden Gesundheitsreform verständigen.
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