Versicherungen News



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Beiträge aus März, 2006

Unfallversicherung: Achtung bei Kinderbetreuung

Kinder in Tageseinrichtungen und öffentlich geförderten Kindertagespflegestellen sind über die gesetzliche Unfallversicherung geschützt, aufpassen muss man allerdings wenn es sich um nicht öffentlich geförderten Kindertagespflege handelt. Hier besteht dann nämlich kein gesetzlicher Versicherungsschutz und Eltern sollten in diesem Fall eine private Unfallversicherung abschließen.

Also Eltern sollten sich in allen Fällen immer vorher genaustens Informieren, bevor es ein böses Erwachen gibt. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat hierzu eine neue Infoseite ins Netz gestellt auf der es umfassende und wichtige Informationen zu diesem Thema gibt.

http://www.handbuch-kindertagespflege.de/


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Versicherungen für Senioren selten

Nur 36 Prozent aller Versicherer haben bereits spezielle Versicherungen für ältere Menschen über 50 Jahre entwickelt. Dabei wird von rund 60 Prozent der Versicherer geschätzt, dass diese Kunden, also die Senioren überdurchschnittlich profitabel sind. Zu diesen Ergebnissen zumindest kommt die aktuelle Studie «Insurance Trend» von Steria Mummert Consulting, der Universität St. Gallen und dem Versicherungsmagazin.

Allerdings fehlt es nicht nur an Angeboten, sondern genauso viel an der Ansprache älterer Menschen, nur etwa jede dritte Versicherungsgesellschaft versucht gezielt ältere Kunden mit Direktmarketing-Aktionen anzusprechen. Wenn Versicherungen heute Angebote für ältere Menschen entwickeln, werden sie diese in Zukunft an eine stetig wachsende Zielgruppe verkaufen können. Das haben die Versicherungsgesellschaften aber mittlerweile erkannt.

Die Studie gibt es auf http://www.steria.ch/ zu lesen.

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Wohnmobile inkl. Versicherung

Pünktlich zur Campingsaison erweitert die Autovermietung des ADAC ihr Angebot jetzt auch um Wohnmobile. Die Fahrzeuge stehen auch für Nicht-Clubmitglieder zur Verfügung. Derziet sind sieben verschiedene Wohnmobile der Marken Knaus und Weinsberg im Programm, vom kompakten Campingbus mit Aufstelldach bis hin zum großen, luxuriösen Reisemobil in Alkoven-Bauweise.

Mit einem Vollkaskoschutz mit 1.000 Euro und einem Teilkaskoschutz mit 500 Euro Selbstbeteiligung sind auch eine ADAC Insassenunfall Versicherung sowie weitere Mobilitätsleistungen des Clubs eingeschlossen. Im Falle einer Panne helfen die “Gelben Engel” auch Nicht-Mitgliedern.

Die Tagespreise liegen je nach Modell und Saisonzeit zwischen 45 und 139 Euro, dazu kommt eine Pauschale von 110 Euro pro Anmietung. Die Mindestmietdauer variiert zwischen drei und zehn Tagen.

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OLG stärkt Unfallopfer gegenüber Versicherung den Rücken

Wer in einen Autounfall verwickelt und dabei verletzt wird, der muss nicht im Einzelfall nachweisen, dass mögliche Schmerzen unmittelbare Folge des Unfalls sind. Vielmehr reicht es, wenn ein Zusammenhang „vermutet“ werden kann, entschied nun das Oberlandesgericht Saarbrücken.

Die Richter gaben einem Unfallopfer Recht, das Kopfverletzungen erlitt und anschließend über chronische Kopfschmerzen klagte. Dieser Umstand sollte in die Höhe der Schadenersatzzahlung einfließen. Die Versicherung weigerte sich jedoch und argumentierte, die Kopfschmerzen könnten andere Ursachen haben.

Da die Assekuranz nicht zweifelsfrei nachweisen konnte, dass kein Zusammenhang mit dem Verkehrsunfall bestand, verurteilte das Oberlandesgericht sie zur Zahlung.

Die Richter stärken mit diesem Urteil Unfallopfern generell den Rücken, weil sie der Versicherung die Beweispflicht auferlegen.

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Übernahme-Poker in der englischen Versicherungsbranche

Beinahe wöchentlich machen derzeit geplante Firmenübernahmen Schlagzeilen. In Großbritannien ist davon nun auch die Versicherungsbranche betroffen. So hat der Lebensversicherer „Aviva“ ein Kaufangangebot für den kleineren Mitbewerber „Prudential“ abgegeben, das sich Medienberichten zufolge auf 17 Milliarden Pfund summieren soll.

Der Übernahmekandidat hat das Ansinnen allerdings erst einmal zurückgewiesen, weshalb nun mit einem verbesserten Angebot gerechnet wird. Nach Einschätzung von Branchenkennern könnten sich beide Unternehmen gut ergänzen, weil „Prudential“ sowohl in den USA und in Asien stark ist, während „Aviva“ vorwiegend Versicherungskunden in Europa bereut.

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Beitragssteigerungen durch höhere Löhne für Ärzte?

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt hat an die streikenden Ärzte appelliert, wieder an die Arbeit zu gehen und von ihren Forderungen nach bis zu 30 Prozent mehr Lohn Abstand zu nehmen. Das Gesundheitssystem werde von Beitragszahlern finanziert, von denen viele deutlich weniger verdienten als die Mediziner.

Die SPD-Politikern rechnete vor in mehreren Interviews vor, dass die Forderungen der Ärzte Mehrkosten von insgesamt rund zehn Milliarden Euro jährlich verursachen würden. Diese Summe könnte nur aufgebracht werden, wenn die Beitragssätze in der Gesetzlichen Krankenversicherung um durchschnittlich mehr als einen Prozentpunkt angehoben würden. Eine solche Steigerung sei den Versicherten jedoch nicht zuzumuten, so die Ministerin.

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Allianz hat gut verdient

Nach dem Wegfall von Steuerprivilegien bei den Lebensversicherungen und großen Schäden durch Naturkatastrophen hatten viele Experten mit einem Gewinnrückgang beim Allianz-Konzern gerechnet. Doch das Gegenteil ist richtig: Das Unternehmen meldet einen Rekordgewinn in Höhe von netto 4,4 Milliarden Euro.

Wie in den Jahren zuvor steuerte die Versicherungssparte einen großen Teil der Gewinne bei. Auch für das laufende Jahr ist die Allianz optimistisch. Allein der Bereich Schadens- und Lebensversicherungen soll einen Überschuss von 1,75 Milliarden Euro erwirtschaften. Insgesamt plant der Konzern eine weitere Verbesserung beim Betriebsergebnis nach Steuern von zehn Prozent.

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Rentenkürzung für Kinderlose?

„Kinder kriegen die Leute immer“, meinte Bundeskanzler Konrad Adenauer in der Anfangszeit der Republik und wischte damit Zweifel an der Rentenversicherung beiseite. Heute weiß man: Viele Menschen entscheiden sich ganz bewußt gegen Nachwuchs, das staatliche Rentensystem gerät deshalb immer stärker in die Krise.

Vor diesem Hintergrund fordert nun Professor Johann Eekhoff, Direktor des Instituts für Wirtschaftspolitik an der Universität Köln, eine Kürzung der Renten für Kinderlose. Deren Altersbezüge müssten um bis zu 50 Prozent abgesenkt werden, um die gesetzliche Rentenversicherung auf Dauer zu erhalten. Diese Änderung müsse schrittweise erfolgen, damit die Betroffenen privat vorsorgen könnten.

Zustimmung kommt aus der CSU, während der zuständige Sozialminister Franz Müntefering (SPD) derartigen Überlegungen eine klare Absage erteilt. Auch die Grünen, die Linkspartei und die FDP lehnen Rentenkürzungen für Menschen ohne eigene Kinder ab. Denkbar, so heißt es aus der CDU, sei ein Nachlass für Eltern bei den Sozialversicherungsbeiträgen – je mehr Kinder, desto höher könnte der Rabatt ausfallen.

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Kinder als unfreiwillige Privatpatienten

Werden gesetzliche Krankenkassen mit den privaten Kassen verglichen, dann wird stets auf einen wesentlichen Vorteil des gesetzlichen Systems für Familien hingewiesen: Wenn ein Ehepartner arbeitet und der andere den Nachwuchs aufzieht, sind sowohl der Partner als auch die Kinder kostenlos mitversichert.

Eine vergleichbare Regelung gibt es bei den privaten Kassen nicht. Hier müssten sowohl für den nicht verdienen Ehepartner als auch für jedes Kind jeweils eigene Policen abgeschlossen und entsprechende Beiträge gezahlt werden. Deshalb lautet die Empfehlung an Väter und Mütter regelmäßig, im System der gesetzlichen Kassen zu verbleiben – auch wenn der Hauptverdiener mit einem Einkommen oberhalb der Pflichtgrenze zu einer privaten Kasse wechseln könnte.

Eine Besonderheit ergibt sich nämlich, wenn von zwei Elternteilen, die beide als Angestellte arbeiten, einer gesetzlich und einer privat versichert ist. Sobald ein Partner über der Versicherungspflichtgrenze liegt (derzeit 47.250 Euro Bruttoeinkommen im Jahr), muss das Kind automatisch ab der Geburt privat versichert werden. Das bedeutet eine wesentliche finanzielle Mehrbelastung gegenüber der kostenfreien Mitversicherung in der gesetzlichen Kasse.

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Riester-Rente soll für Familien attraktiver werden

Die Bundesregierung plant eine Anhebung der Kinderzulage, um die Riester-Rente für Familien mit Nachwuchs noch attraktiver zu gestalten.

Rund 5,6 Millionen Riester-Policen wurden bislang abgeschlossen, doch vor allem Geringverdiener sind noch unterdurchschnittlich versorgt. Die Anhebung der Sparzulage für Kinder soll nun einkommensschwachen Familien helfen, privat fürs Alter vorzusorgen.

Bislang erhält jeder Riester-Sparer zusätzlich zur Grundzulage in Höhe von 114 Euro im Jahr (ab 2008: 154 Euro) für jedes Kind 138 Euro vom Staat. Wie deutlich die Summe pro Kind über die ohnehin für 2008 geplante Anhebung auf 185 Euro steigt, dazu macht die Regierung noch keine konkreten Angaben.

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Hartz IV: Beiträge zur Rentenversicherung sinken

Vor allem Menschen mit kleinen Einkommen müssten mehr für ihre private Altersvorsorge tun, fordert Bundessozialminister Franz Müntefering (SPD) - ansonsten drohe Altersarmut. Doch ausgerechnet bei den Beziehern des Arbeitslosengeldes II (Hartz IV) setzt der Vizekanzler nun den Rotstift an.

Statt 76 Euro im Monat werden für die Empfänger des Arbeitslosengeldes II fortan nur noch 40 Euro monatlich in die Rentenkasse eingezahlt. Das führt zu niedrigeren Rentenansprüchen jedes einzelnen Betroffenen, zudem ergibt sich eine dramatische Mindereinnahme für die Rentenversicherung insgesamt. Experten beziffern das Minus auf 2,2 Milliarden Euro.

Dabei steht bereits fest, dass in zwei Jahren selbst ohne diese Kürzung 600 Millionen Euro in der Kasse der gesetzlichen Rentenversicherung fehlen werden.

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Autounfall aufgrund tiefstehender Sonne

Wird man als Autofahrer von der Sonne geblendet, überfährt eine rote Ampel und verursacht dann noch einen Unfall, so muss die Autoversicherung den eigenen Schaden nicht zahlen. Eine Frau wollte von ihrer Vollkaskoversicherung den Schaden an ihrem Fahrzeug ersetzt haben, nachdem sie wegen der tief stehenden Sonne ein Rotlicht übersehen und einen Unfall verursacht hatte.

Das Urteil des Amtsgerichts München (Az.: 345 C 12275/05), wies die Klage allerdings ab und die Versicheruung musste den Schaden nicht zahlen.

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Reform könnte auch private Krankenkassen betreffen

In der Großen Koalition mehren sich die Stimmen, die eine Ausweitung der anstehenden Gesundheitsreform auch auf den Bereich der privaten Krankenkassen fordern. Bislang war insbesondere bei CDU und CSU ausschließlich über Veränderungen innerhalb des gesetzlichen Krankenversicherungssystems diskutiert worden.

Denkbar ist einerseits die Einführung eines Beitrags, der unabhängig von der Höhe des Einkommens erhoben wird, wie ihn die Union im Wahlkampf 2005 forderte. Andererseits könnte – wie von der SPD gewünscht – die Beitragspflicht auch auf Besserverdienende und Selbständige ausgeweitet werden, die bislang häufig privat versichert sind.

Ebenfalls in der Diskussion: eine Beteiligung der Privatkassen am Finanzausgleich zwischen den Krankenkassen. Bislang gibt es Ausgleichszahlungen nur zwischen den gesetzlichen Kassen. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach nennt eine Summe in der Größenordnung von zehn Milliarden Euro, die seiner Meinung nach jährlich von den privaten an die gesetzlichen Kassen gezahlt werden solle. Begründung: Die Privatkassen würden gesunde und gut verdienende Versicherte aus dem gesetzlichen System „herauslocken“.

Solche Zahlungen, so rechnen die privaten Kassen vor, könnten den Beitrag für jeden Privatpatienten um durchschnittlich 100 Euro monatlich verteuern. Entsprechend scharfen Widerstand wollen die privaten Krankenversicherungen gegen derartige Pläne leisten – und notfalls bis vor das Bundesverfassungsgericht ziehen.

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Private Altersvorsorge auf dem Vormarsch

Die Appelle von Politikern aller Parteien an die Bürger, mehr Geld für die private Altersvorsorge einzusetzen, scheinen Wirkung zu zeigen. Diesen Schluss legen aktuelle Zahlen zu bestehenden Policen nahe, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) nun veröffentlicht hat.

Demnach schlossen die Deutschen seit Jahresbeginn 2002 fast 18 Millionen Verträge im Bereich der privaten oder betrieblichen Altersvorsorge ab. Mit ihren monatlichen Sparleistungen erwerben die Versicherten einen Anspruch auf eine lebenslange Rentenzahlung. Besonders stark gefragt waren zuletzt die so genannten Riester-Verträge. Hier dürften vor allem die deutlich gestiegenen staatlichen Zulagen als Anreiz gewirkt haben.

Vor dem Hintergrund dieser Zahlen blickt der GDV optimistisch in die Zukunft. Nach Ansicht des Branchenverbandes zeigt die Statistik, dass der Wechsel von der ausschließlich staatlich geregelten Altersvorsorge zu einem teilweise privaten, kapitalgedeckten System bereits weiter vollzogen ist als gemeinhin angenommen. Ebenso wie Sozialminister Franz Müntefering (SPD) lehnen die Versicherungen deshalb eine Verpflichtung der Bürger zur privaten Altersvorsorge ab.

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Krankenversicherung: Mischung aus Kopfpauschale und Bürgerversicherung

Bei ihren Koalitionsverhandlungen im Herbst konnten sich Union und SPD nicht auf ein gemeinsames Modell für die Reform des Krankenversicherungssystems einigen. Das strittige Thema wurde deshalb erst einmal ausgeklammert. Doch nun steht es jedoch erneut auf der Tagesordnung.

Nach verschiedenen Medienberichten arbeitet Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) an einem Plan, der das CDU-Modell der „Kopfpauschale“ mit der von der SPD favorisierten „Bürgerversicherung“ verbinden soll. So heißt es, der Beitragssatz solle auf bis zu zwölf Prozent gesenkt werden, zugleich würde es eine einkommensunabhängige Pauschale geben. Diese könnte anfangs bei 15 bis 30 Euro je Monat liegen, später jedoch steigen.

Umstritten bleibt, ob diese Regelung nur für Angestellte oder auch für Selbständige gelten würde. Während die SPD eine Ausweitung auf alle Bürger verlangt, wollen CDU und CSU Selbständige und Freiberufler nicht ins gesetzliche Krankenkassensystem zwingen.

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