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Beiträge aus Februar, 2006

Wird Berufsunfähigkeitsrente wieder eingeführt?

2001 wurde die Berufsunfähigkeitsrente abgeschafft. Wer nach 1961 geboren ist, hat seither keinerlei Anspruch mehr auf eine staatliche Rente im Falle der Erwerbsunfähigkeit.

Im Zuge der Pläne für eine generelle Rente mit 67 kommen nun aus der SPD Forderungen, die Berufsunfähigkeitsrente wieder einzuführen. Profitieren sollen von ihren Leistungen vor allem solche Arbeitnehmer, die aus gesundheitlichen Gründen ihrem Beruf nicht bis zum Alter von 67 Jahren nachgehen können. Gedacht ist dabei etwa an Dachdecker oder Bauarbeiter.

Generelle Sonderregelungen, mit denen bestimmte Berufsgruppen von der Rente mit 67 ausgenommen werden könnten (so dass sie früher ohne Abschlag in den Ruhestand gehen könnten), lehnt Arbeits- und Sozialminister Franz Müntefering (SPD) ab.


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Riester-Rente wird immer beliebter

Mit der Höhe der staatlichen Zulagen wächst in den Augen vieler Sparer ganz offenbar die Attraktivität der Riester-Rente. Wirkung scheinen auch die Vereinfachungen bei der Förderung zu zeigen. Diese muss nun nicht mehr jährlich, sondern nur noch einmalig zu Beginn des Vertrags beantragt werden.

Die Folge: Allein im vierten Quartal 2005 haben Branchenangaben zufolge mehr als 200.000 Kunden neue Verträge über eine Riester-Rente abgeschlossen. Und in den ersten Wochen des Jahres 2006 sei das Neugeschäft ebenfalls sehr zufriedenstellend verlaufen.

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Versicherungskunden sollen mehr Rechte bekommen

Wichtige Teile des Versicherungsrechts, das die Beziehungen zwischen Versicherungen und ihren Kunden regelt, sind bereits mehr als 100 Jahre alt. Höchste Zeit also für eine Überarbeitung, findet auch Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD).

Die Ministerin hat nun angekündigt, ein neues ‚"Versicherungs-Vertragsgesetz" zu erarbeiten. Es soll 2008 in Kraft treten und dann für alle Verträge gelten – also nicht nur für neu abgeschlossene Policen, sondern auch für bereits laufende. Alle wichtigen Versicherungsarten sollen davon betroffen sein.

‚"Die Kunden werden durch die neuen Regelungen deutlich besser gestellt", betont Brigitte Zypries. So sollen beispielsweise der Widerruf eines Vertragsabschlusses und Kündigungen einfacher möglich sein, zudem will die SPD-Politikerin die Beratungsqualität verbessern.

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70 Milliarden Euro fließen pro Jahr in Lebensversicherungen

In keinem Land auf der Welt gibt es mehr Lebensversicherungsverträge pro Einwohner als in Deutschland. Derzeit bestehen in der Bundesrepublik rund 97 Millionen Policen. Rekordverdächtig sind auch die Prämienzahlungen: Gut 70 Milliarden Euro pro Jahr werden von den Kunden an die Lebensversicherer überwiesen, insgesamt wurden auf diese Weise bereits rund 620 Milliarden Euro angespart.

Diese Zahlen zeigen, dass für viele Deutsche die kapitalbildende Lebensversicherung als Instrument zur Altersvorsorge noch immer ganz oben auf der Beliebtheitsskala rangiert. Der Rückgang im Neugeschäft fiel auch nach dem Wegfall einiger steuerlicher Vorteile der Lebensversicherung weniger stark aus als zunächst erwartet.

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Riester-Sparer sollen eine Immobilie kaufen können

Nach der Abschaffung der Eigenheimzulage Ende 2005 wurden in der Großen Koalition schnell Forderungen nach einem Ersatz laut. Der Erwerb von selbstgenutzten Immobilien sollte auch weiterhin gefördert werden.

Das Instrument dazu wird wahrscheinlich die Riester-Rente sein. Die Bausparkassen haben nun einen Vorschlag präsentiert, wie Sparer beim Kauf einer Wohnung oder eines Hauses unterstützt werden könnten. Die Kunden sollen fortan die Wahl haben, ob ihre Riester-Beiträge beispielsweise in eine Renten- oder Lebensversicherung, in einen Sparplan oder eben in den Erwerb einer Immobilie fließen. Die staatlichen Zulagen, auf die jeder Riester-Sparer Anspruch hat, sollen unabhängig von dieser Wahl gezahlt werden.

Hintergrund des Vorschlages ist die weitgehend unbestrittene Erkenntnis, dass mietfreies Wohnen im Alter einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des Lebensstandards leistet.

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Höhere Beiträge für Privatpatienten ?

Die SPD plant von Privatpatienten höhere Beiträge zur Krankenkasse zu verlangen. Bei einem Finanzausgleich müssten die privaten Kassen knapp zehn Milliarden Euro an die gesetzlichen Versicherungen abführen. Für Privatpatienten würde das bedeuten, dass sie rund 100 Euro mehr im Monat zahlen.

Unter Verweis auf Berechnungen des Instituts für Gesundheitsökonomie und Klinische Epidemiologie aus Köln berichtet die “Süddeutsche Zeitung”, dass der monatliche Beitrag um 100 Euro steigen werde, wenn die privaten Kassen in den Finanzausgleich der gesetzlichen Krankenversicherung integriert werden. Die Privaten Kassen müssten dann knapp zehn Milliarden Euro an die gesetzlichen Versicherungen abführen.

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Versicherung für Kinder

Gerade in Bezug auf die immer weiter fallenden Renten wird es immer wichtiger gerade für Kinder etwas fürs Alter zu tun. Seit rund zwei Jahren kommen regelmäßig sogenannte neue Kinderpolicen auf den Markt, bei denen es sich im Grunde genommen um eine fondsgebundene Rentenversicherung handelt, mit der die Altersvorsorge der Kinder gewährleistet werden soll. Eines der meist gelobten Produkte ist die Performer Primus Plus 50 von der LV 1871.

Die Kinder-Police kann nur von jemanden ab einem Alter von 50 Jahren abgeschlossen werden. Die Versorgten dürften so meist Enkel, Nichten oder Patenkinder sein. Die Kinder müssen zwischen null und 15 Jahre alt sein. Zu Beginn zahlt der Versorger die Beiträge - mindestens bis zum 18., höchstens bis zum 27. Lebensjahr. Stirbt der Einzahlende vorher, zahlt die Versicherung die Prämien bis zum Ablauf dieser Versorgungsphase. Danach muß das inzwischen erwachsene Kind die Beitragszahlung übernehmen. Weitere details finden sich z.B. in einem guten Artikel der Welt.

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Schadenfreiheitsrabatt bei Versicherung von Firmenwagen

Arbeitnehmer die von Ihrer Firma einen Dienstwagen gestellt bekommen und wo der Arbeitgeber auch die Versicherung für den Firmenwagen zahlt, müssen sich um den Schadensfreiheit ihrer privaten Autoversicherung nicht gleich Sorgen machen. Bei einem Dienstwagenfahrer der seine private Auto -Versicherung ruhen lässt, bleibt der Schadenfreiheitsrabatt je nach Vertrag für drei bis sieben Jahre unangetastet. Danach fällt der Rabatt pro Jahr um eine Stufe.

Allerdings kann man auch den privaten Schadenfreiheitsrabatt auf den Dienstwagen übertragen lassen und später wieder mitnehmen. Hierzu ist allerdings eine schriftliche Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer nötig.

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Stellenabbau bei Banken und Versicherungen

Nach Schätzungen der Gewerkschaft Verdi wird der Stellenabbau bei Banken und Versicherungen mindestens bis 2008 anhalten. Rund 25.000 Arbeitsplätze könnten dabei verloren gehen. Der negativtrend bei den Banken geht leicht zurück, im Versicherungsbereich nimmt der Beschäftigungsabbau deutlich zu.

In der Versicherungsbranche hat der Stellenabbau erst im Jahre 2003 begonnen, seitdem sind etwa 12.300 Arbeitsplätze gestrichen worden. Bis 2008 wird ein zusätzlicher Stellenabbau von ca. 10.000 Jobs erwartet. Die Umstrukturierung bei der Allianz Versicherung ist in dieser Schätzung allerdings noch nicht berücksichtigt.

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Versicherungen als Unterrichtsfach

Lilo Blunck, Geschäftsführerin des Bundes der Versicherten (BdV) fordert einen Unterrichtsschwerpunkt zum Thema Versicherungen für Berufsschulen. “Wenn junge Menschen ins Berufsleben starten, wissen sie meist viel zu wenig über das Thema Versicherungen. Was auf diesem Gebiet alles als Verbraucherinformation gepriesen wird, ist meistens geschickt in Hochglanzprospekten verpackte Werbung. Wer sich nicht genau auskennt, unterschreibt schlimmstenfalls Verträge, die ihm am Ende nur dauerhaft Geld aus der Tasche ziehen." so Blunk.

“Berufsschulen könnten in speziellen Unterrichten wertvolle Aufklärungsarbeit leisten, um ihre Schüler vor Schaden zu bewahren. Es ist geradezu leichtfertig, dass so vielen jungen Erwerbstätigen keine private Berufsunfähigkeitsversicherung empfohlen wird”. so Blunk weiter.

Der BdV würde Berufsschulen bei der Auflärungsarbeit jederzeit unterstützen. Das könnte beispielsweise mit unabhängigen Materialien, sowie auch mit Vorträgen und Workshops durch BdV-Referenten geschehen.

Interessierte Berufsschulen können gerne Kontakt aufnehmen:

Quelle/Kontaktadresse:
Bund der Versicherten e.V.
Lilo Blunck, Geschäftsführerin
Postfach 11 53, 24547 Henstedt-Ulzburg
Telefon: (04193) 99040, Telefax: (04193) 94221

eMail: lblunck[ät]bundderversicherten.de
Internet: http://www.bundderversicherten.de

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Moped- und Rollerversicherung

Alle Mofa, Moped und Rollerfahrer sollten daran denken, ab dem 1. März gelten wie jedes Jahr neue Mopedkennzeichen. Wer mit alten Kennzeichen weiterfährt, hat keinen Versicherungsschutz und macht sich zudem strafbar. Die neuen blau-weißen Versicherungskennzeichen sind Pflicht für alle motorisierten Zwei- und Vierräder unter 50 Kubikzentimeter Hubraum, die nicht schneller als 50 bzw. 45 Stundenkilometer fahren.

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R&V legt bei Autoversicherung zu

Laut eigenen Angaben gewann die R + V Versicherung 90.000 neue Kunden in der Sparte Autoversicherung dazu. Da die R + V Versicherung die Preise gesenkt hat, sind die Beiträge um 0,4 Prozent auf 1,4 Milliarden Euro gesunken. Branchenweit gab es sogar ein Rückgang bei den Versicherungsbeiträgen um 2,8 Prozent.

In der Auto-Versicherung gab es in den vergangenen Jahren heftige Preisschwankungen. Kfz Versicherungen werden allerdings immer gerne dazu genutzt um neue Kunden zu bekommen, die Kfz Versicherung gilt häufig als Einstieg in die Versicherungsgesellschaft, viele Kunden schließen dann weitere Versicherungen ab.

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Mitnahme von Tieren im Auto - Vorsicht ist geboten

Wer ein Tier im Auto mit nimmt, sollte hier sehr vorsichtig sein. Dass wichtigste ist das das Tier, also z.B. Hund oder Katze, im Auto entprechend gesichert wird. Wenn man ein Tier im Auto mitnimmt und dieses nicht entsprechend sichert und/oder sich vom Tier ablenken lässt und dann einen Unfall hatt, so kann in diesem Fall die Kaskoversicherung die Regulierung des Schadens verweigern.

Auf die Haftpflichtversicherung wirkt sich eine Ablenkung durch ein ungesichert mitgenommenes Tier dagegen nicht aus.

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CDU gegen Ausnahmen bei Rente mit 67

Die CDU hat die SPD aufgefordert, den Kabinettsbeschluß zum Renteneintrittsalter 67 geschlossen mitzutragen. Forderungen führender Sozialdemokraten nach berufsspezifischen Ausnahmeregelungen wies CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla zurück. Bundessozialminister Franz Müntefering zeigte sich hingegen offen, Vorschläge für ein nach Berufsgruppen differenziertes Rentenalter zu prüfen.

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Rente mit 58 bei Volkswagen (VW)

In der Politik wird die Rente mit 67 gefordert, ganz andere wege geht da VW. Bei Volkswagen ist künftig Ausstieg aus dem Arbeitsleben bereits im Alter von 58 Jahren und sechs Monaten möglich. Laut der “Hannoversche Allgemeine Zeitung”, stimmte die VW-Tarifkommission der IG Metall einhellig einer entsprechenden Änderung des Tarifvertrages zu.

Volkswagen und die Arbeitsagentur sorgten dafür, dass die Betroffenen während der gesamten Altersteilzeitphase 85 Prozent ihres letzten Nettogehalts bekommen, berichtete die “HAZ” weiter. Da die staatliche Förderung auf sechs Jahre beschränkt ist, komme der Konzern für das letzte Jahr allein auf. (Spiegel)

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