Beiträge aus Februar, 2006
Riester-Rente für Männer nur wenig teurer
Die Anbieter von Riester-Renten hatten sich im vergangenen Jahr heftig gegen die Einführung der so genannten Unisex-Tarife gewehrt. Mit einheitlichen Beiträgen für Frauen und Männer wollte die EU für mehr Gerechtigkeit zwischen den Geschlechtern sorgen. Kritiker bemängelten, wegen der längeren Lebenserwartung von Frauen seien ihnen höhere Beiträge zuzumuten – schließlich erhielten sie auch über einen längeren Zeitraum Rentenleistungen.
Seit Anfang 2006 gelten nun die Unisex-Tarife. Und selbst die Kritiker von einst räumen ein, dass die Anhebung der Beitragssätze für Männer moderat ausfiel. Männliche Riester-Sparer müssen nun um sechs bis acht Prozent tiefer in die Tasche greifen, für weibliche Sparer ergibt sich eine leichte Entlastung.
Der Effekt fiel auch deshalb weniger stark aus als zunächst angenommen, weil die übergroße Mehrheit der Riester-Verträge von Frauen abgeschlossen wurde.
Keine Kommentare
Zahnersatz billig im Internet
Die Zahnarztkosten steigen und steigen, da ist man offen für günstige Alternativen um die Kosten für den Zahnersatz zu drücken. Eine gute Idee ist der Zahnersatz billiger im Internet, auf der Seite 2te-zahnarztmeinung.de können Patienten Ihre Kostenvoranschläge eingeben und Zahnärzte können durch unterbieten des Kostenvoranschlags die Durchführung der Zahnbehandlung ersteigern.
Eine Bewertung von Zahnärzten auf der Seite schützt Patienten vor “schwarzen Schafen” unter den Zahnärzten, bzw. Patienten können sich vor Annahme eines Angebotes ein Bild vom Zahnarzt machen, sofern dieser bereits bewertet wurde. (Versicherungen-in)
‚"Freigestellte" Mitarbeiter müssen sich selbst versichern
Durch betriebsinterne Umstrukturierungen, Firmenzusammenschlüsse oder ähnliche Umstände gehen oftmals Arbeitsplätze verloren. Die Betroffenen werden mitunter von einem Tag auf den anderen nicht mehr gebraucht. Deshalb kommt es vor, dass sie bis zum Ablauf der Kündigungsfrist ‚"freigestellt" werden. Durch die Unterschrift unter einen solchen Aufhebungsvertrag kann der Arbeitnehmer allerdings auch seinen Versicherungsschutz teilweise verlieren.
Das gilt insbesondere für die Krankenversicherung. Nach einem Monat endet die Pflichtversicherung, der freigestellte Mitarbeiter muss sich dann freiwillig versichern. Tut er das nicht, steht er ohne Krankenversicherung da und riskiert darüber hinaus, dauerhaft aus dem System der gesetzlichen Krankenkassen ausgeschlossen zu werden. Ihm bliebe dann nur noch der Weg zu einer privaten Krankenversicherung.
Zudem müssen vom Arbeitgeber für freigestellte Mitarbeiter keine Beitragszahlungen mehr an die Renten- und die Arbeitslosenversicherung geleistet werden.
Keine KommentareMofas und Mopes: Blaue Nummernschilder ab 1. März 2006
Wer mit einem Mofa oder Moped unterwegs ist, muss sich jedes Jahr ein neues Nummernschild besorgen. Die jährlich wechselnden Farben machen es der Polizei ganz einfach, auf einen Blick den Versicherungsschutz zu überprüfen. Nur wer ein Schild in der ‚"richtigen" Farbe hat, verfügt über die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflichtversicherung. Ohne diesen Versicherungsschutz darf kein Zweiradfahrer auf die Straße.
Die seit Frühjahr 2005 gültigen schwarzen Nummernschilder werden zum Stichtag 1. März 2006 durch blaue Kennzeichen ersetzt. Das gilt übrigens nicht nur für Mofas und Mopeds, sondern auch für Quads, die in den schönen Monaten des Jahres wieder in großer Zahl auf den Straßen unterwegs sein werden.
1 KommentarLebensversicherer machen eigene Reform-Vorschläge
In der Debatte um eine Überarbeitung des mehr als 100 Jahre alten Versicherungsrechts wollen sich die deutschen Lebensversicherer im März mit eigenen Vorschlägen zu Wort melden. Diese sollen, so heißt es aus Branchenkreisen, noch über die Ideen von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) hinausgehen.
Einig sind sich die Politikerin und die Versicherungswirtschaft, dass die Höhe der Überschussbeteiligung bei Lebensversicherungen transparenter werden muss. Insbesondere die Bewertung der so genannten ‚"stillen Reserven" war in der Vergangenheit häufig ein Streitpunkt. Damit können zum Beispiel Schwankungen in der Wertentwicklung einzelner Anlagen ausgeglichen werden. Die Ministerin plant ein Gesetz, demzufolge die Hälfte dieser Reserven sofort in die Gewinnbeteiligung der Kunden einfließen muss. Der Ertrag könnte dadurch pro Vertrag um einige hundert Euro jährlich steigen.
Mit einem ‚"Transparenzkonzept", das sie Anfang März auf den Tisch legen werden, wollen die Lebensversicherer nun noch weitergehende Vorschläge unterbreiten. Um die Höhe der Überschussbeteiligung soll es dabei ebenso gehen wie um die Ermittlung des Rückkaufwertes.
Keine KommentareHöhere Versicherungssteuer könnte weniger einbringen
Wenn man den Berechnungen des Hamburgischen Weltwirtschafts-Instituts (HWWI) glauben darf, dann begeht die Politik mit der Anhebung der Versicherungssteuer denselben Fehler wie bereits bei der Tabaksteuer. Der frühere Finanzminister Hans Eichel hatte die Abgaben auf Zigaretten in mehreren Schritten angehoben – mit dem Ergebnis, dass immer mehr Raucher sich mit ‚"Schwarz-Zigaretten" versorgten und das Steueraufkommen nach der Erhöhung geringer ausfiel als vorher.
Ein vergleichbarer Effekt, so rechnet das HWWI vor, werde sich auch bei der Versicherungssteuer einstellen. Nach Mehreinnahmen von rund 1,3 Milliarden im Jahr der Erhöhung (2007) werde es schon 2008 Mindereinnahmen im Volumen von rund 500 Millionen Euro gegenüber dem heutigen Niveau geben. Viele Privatleute und Firmen würden nämlich verteuerte Versicherungen, die sie für nicht unbedingt notwendig halten, einfach kündigen.
Die geplante Anhebung der Versicherungssteuer, so das Fazit der Wissenschaftler, sei deshalb ‚"ineffizient und kontraproduktiv".
Keine KommentareInfobroschüre zur Berufsunfähigkeitsversicherung
Schon seit 2001 haben große Teile der Bevölkerung im Falle der Erwerbsunfähigkeit keinen Anspruch mehr auf eine staatliche Rente. Leer gehen alle aus, die nach 1961 geboren wurden. Diese Gefahr und die damit einhergehende Notwendigkeit, selbst vorzusorgen, ist jedoch immer noch weitgehend unbekannt.
Das Informationszentrum der deutschen Versicherer hat deshalb nun eine neue Infobroschüre herausgebracht, die über die Notwendigkeit der privaten Absicherung informiert. Der Leser erfährt außerdem, worauf es bei der Auswahl der richtigen Berufsunfähigkeitsversicherung ankommt.
Die Broschüre kann kostenlos unter der ebenfalls kostenfreien Telefonnummer 0800/7424375 angefordert werden.
Keine KommentareVersicherungswirtschaft: Steuererhöhungen gefährden Arbeitsplätze
Mit Sorge blickt die Versicherungswirtschaft auf das Jahr 2007. Die Unternehmen fühlen sich durch die doppelte Steuererhöhung – sowohl die Mehrwert- als auch die Versicherungssteuer sollen steigen – in ihrer Wettbewerbsfähigkeit bedroht.
Vor allem im europäischen Vergleich würden deutsche Versicherungen noch stärker unter Druck geraten. Dabei sei der Versicherungssteuersatz in der Bundesrepublik schon heute EU-weit einer der höchsten. Arbeitsplätze in der Versicherungswirtschaft könnten durch den zunehmenden Kostendrucke verloren gehen, warnt die Branche.
Die Experten sehen ähnliche Gefahren aber auch für die Gesamtwirtschaft. Denn gerade risikoreiche Investitionen in neue Technologien könnten durch die staatlich verordnete Verteuerung des Versicherungsschutzes zurückgestellt oder komplett gestrichen werden. Auch dies wirke sich negativ auf die Beschäftigungssituation bei den betreffenden Unternehmen aus.
Keine KommentareRente mit 67: Bessere Jobchancen für Ältere
Kritiker der Rente mit 67 haben in den letzten Wochen insbesondere bemängelt, dass es für ältere Arbeitnehmer gar keine ausreichenden Beschäftigungsmöglichkeiten gebe. Schon heute, so zeigt ein Blick in die Statistik, beschäftigt die Hälfte aller Unternehmen in Deutschland keine Mitarbeiter über 50 Jahre.
Bundesarbeitsminister Franz Müntefering will nach dem Kabinettsbeschluss zur schnelleren Einführung der Rente mit 67 nun auf dem Arbeitsmarkt gegensteuern. Er kündigte eine ‚"Initiative 50plus" an, die für bessere Beschäftigungschancen älterer Arbeitnehmer sorgen soll. Mit der Anhebung des Renteneintrittsalters sei man “auf dem richtigen Weg”.
Keine KommentareKündigung der Lebensversicherung soll einfacher werden
Wer in den ersten Jahren nach dem Abschluss eine Lebensversicherung kündigt, muss zumeist hohe Verluste in Kauf nehmen. Die Versicherungen müssen nicht mehr als die Hälfte der eingezahlten Beiträge zurückerstatten.
Begründet wird diese Praxis damit, dass insbesondere im ersten Jahr die Beitragszahlungen in erster Linie die so genannten Abschlusskosten decken. Im Klartext: Mit seinen Beiträgen finanziert der Versicherte erst einmal die Provision für den Vermittler. Erst danach fließen nennenswerte Teile der Einzahlungen in den ‚"Spartopf".
Das Bundesjustizministerium will damit im Zuge der geplanten Modernisierung des Versicherungsrechts Schluss machen. Die Abschlusskosten, so der Plan, sollen ab 2008 auf fünf Jahre verteilt werden. Dadurch erhöht sich bereits im ersten Jahr der Sparanteil – also der Teil der Beiträge, der für den Versicherten angelegt wird. Wer nach einem, zwei oder drei Jahren kündigt, wird nach der neuen Regelung also mehr herausbekommen als nach derzeitigem Stand.
Keine KommentareHausratversicherung über Gerüst informieren
Wenn in die Wohnung eingebrochen wird, kommt die Hausratversicherung für die materiellen Schäden auf, die durch den Diebstahl entstehen. Mitunter kann der Versicherte diesen Schutz jedoch durch kleine Unachtsamkeiten ungewollt außer Kraft setzen.
Beispiel: Wenn ein Hauseigentümer seine Fassade renoviert oder aus einem anderen Grund ein Gerüst aufbauen lässt, so muss er das der Versicherungsgesellschaft unverzüglich – und am besten bereits im Vorfeld – mitteilen. Versäumt der Versicherte die Benachrichtigung und nutzen Einbrecher das Gerüst als ‚"Einstiegshilfe", muss die Hausratversicherung nicht zahlen.
Tipps: Bauherrenhaftpflicht-Versicherung
Keine KommentareRund 380 Millionen Versicherungsverträge
Die Deutschen verfügen über rund 380 Millionen Versicherungsverträge. Das macht statistisch fünf Policen pro Einwohner. Den größten Anteil mit rund 270 Millionen Verträgen machen die Schadens- und Unfallversicherungen aus. Hinzu kommen fast 100 Millionen Lebensversicherungen und etwa 8,2 Millionen private Krankenversicherungen.
Insgesamt nehmen die Versicherungen von ihren deutschen Kunden – Privatleute ebenso wie Unternehmen und öffentliche Einrichtungen – jährlich mehr als 150 Milliarden Euro an Beitragszahlungen ein.
Keine KommentareDeutschland als Vorbild für China
Das System der gesetzlichen Unfallversicherung in Deutschland genießt weltweit hohes Ansehen. Nach dem Vergleich verschiedener Modelle will sich nun auch China Deutschland zum Vorbild nehmen.
Das zuständige chinesische Arbeits- und Sozialministerium hat dazu ein Abkommen mit dem Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften (HVBG) geschlossen. Ziel der Kooperation ist es, im ‚"Reich der Mitte" ein gesetzliches Unfallversicherungs-System einzuführen, das unter anderem den Versicherungsschutz der Arbeitnehmer sowie die Freistellung des Arbeitgebers von Haftungsansprüchen regelt.
Wie in Deutschland sollen auch Menschen in ‚"risikoreichen" Berufen Versicherungsschutz genießen. Dies ist ein wesentlicher Unterschied zu vielen anderen Ländern, in denen allein privatwirtschaftliche Versicherungsunternehmen Unfallschutz-Policen anbieten. Die Assekuranzen weigern sich oft, Mitarbeiter aus ‚"riskanten" Branchen zu versichern.
Keine KommentareWären Beitragsentlastungen für Geringverdiener gerecht?
In die Rentenversicherung zahlt jeder Arbeitnehmer bis zur Einkommensbemessungsgrenze einen bestimmten Prozentsatz seines Gehaltes ein und erhält dafür später eine lebenslange Rente.
Der Sozialexperte Karl Lauterbach, seit der Wahl für sie SPD im Bundestag, stellte kürzlich eine Studie vor, derzufolge Bezieher von niedrigen Einkommen statistisch eine deutlich geringere Lebenserwartung haben und deshalb über einen kürzeren Zeitraum hinweg Rentenzahlungen erhalten. Das sei ungerecht, weil auf diese Weise von den Geringverdienern die längere Rentenbezugsdauer von Besserverdienen finanziert werde. Lauterbach wollte deshalb Beitragssenkungen für Menschen mit geringerem Einkommen erreichen.
Der ‚"Wirtschaftsweise" Bert Rürup hält nun dagegen. Er verweist darauf, dass es sich beim Rentensystem um eine Sozialversicherung handele. Deren Prinzip jedoch würde eine Berücksichtigung der ‚"schichtspezifischen Lebenserwartung" nicht zulassen. Schließlich bemesse sich die Höhe des Beitrags zur Arbeitslosenversicherung auch nicht nach der ‚"Wahrscheinlichkeit der Entlassung".
Keine KommentareViele dürfen gar nicht bis 67 arbeiten
Noch muss der Beschluss der Regierung, das Renteneintrittsalter schneller als bislang geplant auf 67 Jahre anzuheben, vom Parlament abgesegnet werden. Doch schon jetzt ist klar: Wenn die Pläne Gesetz werden, tauchen neue Probleme auf: Viele Arbeitnehmer dürfen nach geltendem Recht nämlich gar nicht bis zur Altersgrenze von 67 Jahren arbeiten – selbst, wenn sie es wollen.
Grund sind die Manteltarifverträge in fast allen wichtigen Branchen. Die Arbeitsverträge der Beschäftigten beispielsweise in der Metall- und Elektroindustrie, bei den Banken, aber auch im Äffentlichen Dienst sehen ein Ende des Arbeitsverhältnisses mit Erreichen des 65. Lebensjahres vor. Demnach müssten die Arbeitnehmer mit 65 in Rente gehen und entsprechende Abschläge bei ihren Altersbezügen hinnehmen.
Peter Weiß, bei der CDU-Fraktion im Bundestag zuständig für Rentenfragen, hat die Tarifparteien nun aufgefordert, die Manteltarifverträge rechtzeitig anzupassen, um Nachteile für die Beschäftigten zu vermeiden. Ein Beispiel für die Neuregelung könnte der Tarifvertrag sein, der in der Chemieindustrie gilt. Dort wird kein bestimmtes Lebensalter für den Wechsel in den Ruhestand festgeschrieben, vielmehr wird auf die ‚"gesetzlichen Bestimmungen" verwiesen.
Keine Kommentare

