Höhere Versicherungssteuer könnte weniger einbringen
Wenn man den Berechnungen des Hamburgischen Weltwirtschafts-Instituts (HWWI) glauben darf, dann begeht die Politik mit der Anhebung der Versicherungssteuer denselben Fehler wie bereits bei der Tabaksteuer. Der frühere Finanzminister Hans Eichel hatte die Abgaben auf Zigaretten in mehreren Schritten angehoben – mit dem Ergebnis, dass immer mehr Raucher sich mit ‚"Schwarz-Zigaretten" versorgten und das Steueraufkommen nach der Erhöhung geringer ausfiel als vorher.
Ein vergleichbarer Effekt, so rechnet das HWWI vor, werde sich auch bei der Versicherungssteuer einstellen. Nach Mehreinnahmen von rund 1,3 Milliarden im Jahr der Erhöhung (2007) werde es schon 2008 Mindereinnahmen im Volumen von rund 500 Millionen Euro gegenüber dem heutigen Niveau geben. Viele Privatleute und Firmen würden nämlich verteuerte Versicherungen, die sie für nicht unbedingt notwendig halten, einfach kündigen.
Die geplante Anhebung der Versicherungssteuer, so das Fazit der Wissenschaftler, sei deshalb ‚"ineffizient und kontraproduktiv".
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