Beiträge aus Januar, 2006
Krankenversicherung für Tiere
Tierhalter sollten sich immer genau überlegen ob es sinnvoll ist eine Tierkrankenversicherung für sein Tier abzuschließen oder nicht, diese treten z.B. bei Operationen und kostspieligen Behandlungen des Haustieres ein. Der Abschluss einer solchen Krankenversicherung sollte auch nach Ansicht von Verbraucherschützern allerdings immer gut überlegt sein.
Angebote für Tierkrankenversicherungen gibt es im Vergleich zu anderen Ländern nur sehr wenige in Deutschland, da die nachfrage nicht sehr groß ist. Ein neuabschluss ist auch nur für gesunde Tiere möglich. Beispielsweise kostet bei der Krankenkasse Agila die OP-Krankenversicherung monatlich zwar 14,90 Euro für Hunde und 8,90 Euro für Katzen. Der Vertrag hat allerdings nur eine Laufzeit von 12 Monaten.
Wer eine Versicherung abschließen möchte, sollte sich genau über die Leistungsbeschränkungen informieren, auch ist zu beachten das die tierversicherung jederzeit vom Versicherer gekündigt werden kann.
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Bei Lebensversicherungen sind die Deutschen Spitze
Die Kapitallebensversicherung ist in Deutschland beliebter als in allen anderen Ländern der Erde. Jeder zweite Deutsche verfügt über eine oder mehrere Policen – das ist weltweit Spitze, wie das ‚"Wall Street Journal Europe" in einer groß angelegten Untersuchung herausfand.
Fast zwei Drittel der Bundesbürger, das kam bei der Befragung von Zehntausenden Sparern und Kleinanlegern ebenfalls ans Licht, setzen allerdings auch noch immer auf das gute alte Sparbuch. Wirklich ‚"gut" ist das allerdings schon lange nicht mehr, weil die mageren Guthabenzinsen noch nicht einmal die Inflation ausgleichen. Die Folge: Statt Ertrag zu erwirtschaften, verringern sich die Ersparnisse im Laufe der Zeit.
Unterm Strich erscheinen die Deutschen übrigens weit weniger reicht als gemeinhin angenommen – zumindest, wenn man das durchschnittlich verfügbare Vermögen zugrunde legt. Andere westeuropäische Länder kommen auf ein deutlich höheres Pro-Kopf-Sparvermögen. Spitzenreiter in Europa ist und bleibt die Schweiz.
Keine KommentareAltersvorsorge: Große Wissenslücken vor allem bei Jüngeren
Obwohl die Zukunft des staatlichen Rentensystems in den Medien ein Dauerthema ist, fühlen sich viele Deutsche über Möglichkeiten der Altersvorsorge nur unzureichend informiert. Eine aktuelle Umfrage, die von der Postbank in Auftrag gegeben wurde, offenbart vor allem bei der jüngeren Generation große Wissenslücken. Dabei wären es gerade die jungen Erwachsenen und die bis 40jährigen, die sich intensiv mit der finanziellen Absicherung ihres Lebensabends beschäftigen müssten. Sie werden nämlich von den Veränderungen in der gesetzlichen Rentenversicherung besonders stark betroffen sein.
Gut die Hälfte der 2.000 Befragten konnte nicht einmal annähernd eine Summe nennen, die man monatlich beiseite legen müsste, um im Rentenalter finanziell gut über die Runden zu kommen. Gefragt nach sinnvollen Möglichkeiten, private Altersvorsorge zu betreiben, nennen die Teilnehmer der Umfrage vor allem die selbst genutzte Immobilie, die Riester-Rente und Lebensversicherungen. Über die zuletzt erfolgten steuerlichen Änderungen in Zusammenhang mit Kapitallebensversicherungen konnte allerdings kaum ein Befragter Auskunft geben, auch bei Details zur Riester-Rente musste die überwiegende Mehrheit passen.
Mehr Aufklärung zum Thema Altersvorsorge vor allem für die junge Generation scheint also wirklich eine wichtige Aufgabe zu sein, der sich Politik und Versicherungswirtschaft dringend stellen müssen.
2 KommnentareSteuererklärungen der Rentner blockieren die Finanzmämter
Rentner, die relativ hohe Altersbezüge bekommen, müssen einen Teil dieser Einnahmen neuerdings versteuern. Das so genannte Alterseinkünftegesetz trat bereits zum 1. Januar 2005 in Kraft. Die Folgen zeigen sich jetzt: Viele Rentner müssen für das Jahr 2005 eine Steuererklärung abgeben, Verwirrung und Unsicherheit sind groß.
Betroffen von der neuen gesetzlichen Regelung ist mit rund 1,3 Millionen Rentnern zwar nur eine Minderheit der Senioren, weil die Leistungen der Rentenkasse bei den übrigen Ruheständler vom Steuerfreibetrag abgedeckt werden. Dennoch sorgen die zusätzlichen Anträge und vor allem die zahlreichen Nachfragen der betroffenen Rentner für viel Mehrarbeit in den Finanzämtern. Schon schlagen die Behörden Alarm, und die Steuer-Gewerkschaft verweist auf möglich Folgen für alle Steuerzahler: Die Bescheide könnten in diesem Jahr generell später kommen. Gut für alle, die Nachzahlungen leisten müssen – schlecht aber für all jene, die eine Erstattung erwarten.
Keine KommentareUrteil zu Sozialabgaben auf Minijobs
Für viele Menschen ist ein Minijob die einzige Einnahmequelle. Andere hingegen bessern sich mit diesem Modell nur ein wenig ihr Gehalt aus einer hauptberuflichen Tätigkeit auf. Das Bundessozialgericht hatte sich nun mit einem Fall zu befassen, in dem ein Mini-Jobber im Hauptberuf ein Einkommen oberhalb der Versicherungspflichtgrenze bezog und zusätzlich einer geringfügigen Beschäftigung nachging.
Der Arbeitgeber hatte sich geweigert, den pauschalen Sozialversicherungsbeitrag von 100 Euro im Monat für den Mitarbeiter zu zahlen und zur Begründung auf dessen hohes Gesamteinkommen verwiesen. Die Sozialrichter verwarfen die Klage des Unternehmens jedoch und stellten fest, dass die geltenden gesetzlichen Regelungen nicht zu beanstanden seien.
Einen Ausnahmefall ließen die Richter aber zu: Wäre der Mitarbeiter nicht gesetzlich, sondern privat versichert, müsste der Arbeitgeber für seinen Mini-Jobber keine Krankenkassenbeiträge zahlen. Schließlich würde der Betroffene in diesem Fall ja auch keine Leistungen aus der gesetzlichen Kasse in Anspruch nehmen.
Keine KommentareRentenversicherung musste Kredit aufnehmen
Die Rentenversicherung erlebte Ende 2005 eine traurige Premiere: Erstmals seit ihrer Einführung war die Rentenkasse so leer, dass die anstehenden Zahlungen an die Millionen Leistungsbezieher nicht mehr aus vorhandenen Mitteln geleistet werden konnten.
Um die Renten auszahlen zu können, war die Aufnahme eines Kredites beim Bundesfinanzminister nötig. 900 Millionen Euro lieh sich die Kasse im November beim Bund, um ihre Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen.
Durch die Weihnachtsgeldzahlungen entspannte sich die Situation im Dezember wieder, das Darlehen wurde zurückgezahlt. 2006 fließen 13 Monatsbeiträge der Arbeitgeber in die Rentenkasse. Dieser zusätzliche Geldsegen, der durch eine Umstellung bei den Zahlungsterminen zustande kommt, wird im laufenden Jahr für einen Überschuss sorgen. Schon 2007 jedoch fällt dieser Effekt weg. Experten warnen, dass dann erneut Kreditaufnahmen beim Bund erforderlich werden – diesmal jedoch noch in weitaus größerem Umfang als im November 2005.
Keine KommentareRentenexperte fordert mehr Ehrlichkeit
Die Prognosen des Rentenexperte Meinhard Miegel zur Zukunft des staatlichen Rentensystems klingen wenig optimistisch. Die sinkenden Beitragseinnahmen würden auf lange Sicht Einschnitte bei den Altersbezügen unumgänglich machen. Das bedeute für heutige Arbeitnehmer, dass sie am Ende deutlich mehr in die Rentenversicherung einzahlen als sie später wieder herausbekommen. Miegel spricht deshalb von einer ‚"faktischen Enteignung" der heute 30- bis 40jährigen.
In spätestens 25 Jahren, so sagt der Wissenschaftler voraus, werde sich die Rente bezüglich ihres Niveaus kaum noch von der Grundsicherung (Sozialhilfe) unterscheiden. Dadurch würden langjährige Beitragszahler benachteiligt – schließlich bekämen sie nicht mehr Geld als jemand, der nie gearbeitet und immer nur von staatlicher Unterstützung gelebt hat.
Ändern könne die Politik daran wenig, meint Meinhard Miegel. Zumindest mehr Ehrlichkeit fordert er aber von den Parteien. Man solle den Menschen endlich offen sagen, dass die staatliche Rente nicht mehr sein werde als eine Grundsicherung. Alles, was darüber hinaus gehe, müsse über private Vorsorge geregelt werden.
Keine KommentareLebensversicherungen: Jährliche Stornos im Umfang von 12 Milliarden Euro
Es gibt viele Gründe, die Versicherte zur vorzeitigen Kündigung ihrer Lebensversicherung zwingen. Arbeitslosigkeit und Ehescheidung sind die beiden häufigsten. Unabhängig von der Ursache ist die vorzeitige Rückgabe der Police für den Sparer immer ein schlechtes Geschäft, weil er weniger Geld von der Versicherung bekommt als er im Laufe der Zeit eingezahlt hat. Wie hoch die Summe genau liegt, bestimmt der Restwert, den die Versicherungen individuell errechnen.
Das Stornovolumen bei Lebensversicherungen erreichte in den letzten Jahren neue Höchststände und liegt derzeit bei jährlich mehr als 12 Milliarden Euro. Die hohe Arbeitslosigkeit und die Überschuldung vieler Privathaushalte haben in der Statistik also deutliche Spuren hinterlassen.
Profiteure dieser Storno-Welle sind Unternehmen, die ‚"gebrauchte" Policen aufkaufen. Sie bieten dem Kunden mehr Geld als dieser bei der Rückgabe an die Versicherung erzielen würde. Je nach Anbieter liegen die Kaufangebote bis zu 15 Prozent über dem von der Versicherung genannten Restwert. Die Käufer führen die Beitragszahlungen fort, dem Kunden bleibt deshalb der Todesfallschutz der Lebensversicherung erhalten.
Die Policen-Käufer verzeichnen eine stark steigende Nachfrage und erwarben im Jahr 2005 Policen im Volumen von 500 Millionen Euro. Das ist eine Steigerung um zwei Drittel gegenüber dem Vorjahr – angesichts des gesamten Stornovolumens von mehr als 12 Milliarden allerdings immer noch eine recht bescheidene Summe. Das dürfte auch daran liegen, dass die Möglichkeit, Lebensversicherungen zu verkaufen, in Deutschland noch nicht so bekannt ist wie beispielsweise in den USA.
Keine KommentareUnfallversicherungen schalten Detektive ein
Eine private Unfallversicherung kann im Unglücksfall die finanziellen Folgen einer Verletzung abmildern. Eine Berufsunfähigkeitsversicherung schützt vor Einbußen, wenn man seiner Arbeit nicht mehr nachgehen kann. Immer mehr Versicherte allerdings fügen sich selbst absichtlich Verletzungen zu, um die Versicherungssumme oder eine lebenslange Berufsunfähigkeitsrente zu kassieren.
Besonders häufig kommen Verletzungen an den Händen vor – Sägen oder Holzhacken sind eben Tätigkeiten, die gewisse Gefahren bergen. Die Versicherungen verzeichnen jedoch in den letzten Jahren einen starken Anstieg solcher Unfälle. Und immer häufiger stellen sie Nachforschungen an, bei denen auch Detektive zum Einsatz kommen.
Stellt sich nämlich zum Beispiel heraus, dass der Versicherte hohe Schulden oder andere finanzielle Sorgen hat und womöglich noch kurz vor dem Unfall gleich mehrere Versicherungen abgeschlossen hat – dann sind das Anhaltspunkte für noch intensivere Überprüfungen. Und oftmals gelingt es den Versicherungen tatsächlich, ‚"Selbstverstümmelungen" nachzuweisen. Die vermeintlichen Unfallopfer haben dann fortan nicht nur unter den körperlichen Folgen des inszenierten Unglücks zu leiden, sondern werden wegen versuchten Versicherungsbetruges auch noch strafrechtlich belangt.
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Pflicht zur privaten Altersvorsorge?
Weil das staatliche Rentensystem in der Krise ist, ermuntern Politiker aller Parteien die Deutschen zu mehr privater Vorsorge. Staatliche Zulagen bzw. steuerliche Vergünstigungen wie bei der Riester- und der Rürup-Rente sollen als Anreize dienen. Und tatsächlich haben bereits Millionen Menschen entsprechende private Rentenversicherungen abgeschlossen.
Die große Mehrheit jedoch hat, allen Anreizen zum Trotz, noch keinen Gebrauch von den neuen Altersvorsorge-Instrumenten gemacht. In jüngster Zeit wird deshalb wieder verstärkt der Ruf nach einer Verpflichtung der Deutschen zum privaten Sparen laut. Man müsse, so meinen die Befürworter, die Menschen eben zu ihrem Glück zwingen.
Gegner einer Zwangsabgabe verweisen hingegen darauf, dass man sich die große Gruppe der ‚"Verweigerer" genauer ansehen müsse. Dann werde man schnell feststellen, dass auch viele dieser Menschen gerne fürs Alter sparen würden. Weil jedoch dazu ihr Erwerbseinkommen nicht ausreicht oder sie gar keines beziehen, sondern von staatlicher Unterstützung leben, können sie die Beiträge für eine private Rentenversicherung nicht aufbringen. Und wo kein Geld vorhanden sei, bringe auch ein ‚"Sparzwang" nichts. Wer über ein höheres Einkommen verfügt, auch das zeigen die Statistiken, sorgt ohnehin zumeist schon privat vor – ohne dass ihn der Staat dazu zwingen müsste.
Keine Kommentare‚"Schwankungsreserve" der Rentenversicherung gesunken
Wenn in einem Monat viele sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse wegfallen, macht sich das in der Rentenkasse mit einem Minus bei den Beitragseingängen bemerkbar. Damit in einem solchen Fall die Liquidität der Sozialkasse nicht gefährdet ist, wurde gesetzlich eine so genannte Schwankungsreserve festgeschrieben. Diese darf 20 Prozent der durchschnittlichen Monatsausgaben nicht unterschreiten.
In der Praxis scheint sich allerdings kaum ein Verantwortlicher an den Gesetzestext zu halten. Nach internen Berechnungen lag die Schwankungsreserve Ende 2005 bei gerade noch 7 Prozent der monatlichen Ausgaben. Der öffentliche Aufschrei blieb allerdings bislang aus.
Keine Kommentare226 Euro im Monat für die Altersvorsorge
Man findet kaum eine Zeitung oder Nachrichtensendung, in der nicht von den Problemen der Rentenversicherung und einem der zahlreichen Lösungsvorschläge die Rede ist. Dieses Dauerthema beschäftigt aber auch abseits der Medien immer mehr Menschen, und die Einsicht in die Notwendigkeit der privaten Altersvorsorge wächst.
Ganz oben auf der Prioritätenliste steht dabei für die Deutschen auch weiterhin die kapitalbildende Lebensversicherung. Doch auch Rentenversicherungen erfreuen sich großer Beliebtheit, vor allem als Riester-Rente oder Basis-Rente. Die großzügigen staatlichen Förderungen sorgen für zusätzliche Nachfrage.
Eine repräsentative Umfrage unter 2.000 Bundesbürgern ergab nun, dass die Deutschen durchschnittlich 226 Euro im Monat in ihre Altersvorsorge investieren. In diese Berechnung flossen nicht nur klassische Altersvorsorgeprodukte wie die genannten Versicherungen ein, sondern auch Sparpläne und Sparkonten, die fürs Alter ‚"gefüllt" werden. Die Umfrage zeigte allerdings auch, dass es zwischen Ost- und Westdeutschland große Unterschiede gibt, die nicht allein mit dem höheren Lonniveau im Westen erklärt werden können. Während nämlich die Westdeutschen durchschnittlich 237 Euro monatlich sparen, legen die Ostdeutschen nur 171 Euro beiseite.
Keine KommentareLebensversicherung: Besser verkaufen als kündigen
Die schwierige wirtschaftliche Situation zwingt immer mehr Menschen, ihre Ersparnisse anzugreifen. Da die Deutschen für ihre private Altersvorsorge noch immer bevorzugt auf Kapitallebensversicherungen setzen, geraten bei der Suche nach frischem Bargeld zwangsläufig auch diese Policen ins Blickfeld.
Lebensversicherungen werden jedoch mit einer gewissen Mindestlaufzeit abgeschlossen, was unter anderem steuerliche Gründe hat. Wer eine neue Versicherung abschließt, bindet sich in der Regel für mindestens zwölf Jahre an die betreffende Gesellschaft. Hält der Versicherte diese Spardauer nicht durch, weil er zum Beispiel arbeitslos wird, dann beginnen die Probleme. Mitunter können die Versicherungen beitragsfrei gestellt werden – das heißt, für die Dauer der Arbeitslosigkeit zahlt der Kunde keine weiteren Beiträge ein. Oftmals reicht das aber nicht, und der Versicherte will die angesparten Mittel ‚"flüssig" machen. Vor dem Ende der Mindestlaufzeit geht das nur mit herben Verlusten. Denn die Versicherungen setzen einen Restwert an, der wesentlich niedriger ist als die Summe der eingezahlten Beiträge.
Vorteilhafter für den Versicherten ist es, die Police nicht zu kündigen, sondern sie zu verkaufen. Der Todesfallschutz bleibt dabei erhalten, weil der Käufer die Beiträge anstelle des Versicherten weiter zahlt. Zugleich lassen sich beim Verkauf Summen erzielen, die bis zu 15 Prozent über dem von der Versicherung errechneten Restwert liegen.
Keine KommentareHausratversicherung: 650 Euro pro Quadratmeter
In der dunklen Jahreszeit haben Einbrecher ‚"Hochkonjunktur". Ein Blick in die Statistiken der Polizei zeigt, dass alle zwei Minuten irgendwo in Deutschland eingebrochen wird. Dieses Risiko decken private Wohnungseigentümer und Mieter mit der Hausratversicherung ab.
Damit im Fall des Falles aber auch wirklich der gesamte Hausrat ersetzt wird (dazu zählen neben Möbeln auch Kleidung, Bücher usw.), muss die Versicherungssumme ausreichend hoch angesetzt werden.
Experten empfehlen, eine pauschale Summe von 650 Euro pro Quadratmeter zu wählen. Damit sollte eine ‚"normale" Wohnungseinrichtung ohne teure Kunstgegenstände oder hohe Bargeldbestände im Küchenschrank ausreichend geschützt sein. Wer eine Summe von deutlich weniger als 650 Euro je Quadratmeter Wohnfläche wählt, spart zwar ein paar Euro bei den Beitragszahlungen – dafür riskiert er aber auch eine ‚"Unterversicherung" und bleibt im Fall eines Einbruchs auf einem Teil des Schadens sitzen.
Keine KommentareGekündigte Lebensversicherung: Anspruch auf Nachzahlung prüfen
Im Herbst 2005 sorgte ein Urteil des Bundesgerichtshofes für Schlagzeilen, das als ‚"Durchbruch für Lebensversicherungskunden" gefeiert wurde. In der Praxis hat der Richterspruch bislang allerdings nur geringe Folgen.
Das Gericht hatte entschieden, dass viele Kunden, die zwischen 1994 und 2001 ihren Lebensversicherungsvertrag kündigten, Anspruch auf Nachzahlungen in teils beträchtlicher Höhe haben. Die Richter kamen zu dem Schluss, dass die Versicherungen in diesem Zeitraum für vorzeitige Kündigungen unverhältnismäßig hohe Beträge einbehielten. Mindestens die Hälfte der eingezahlten Beiträge, so der Bundesgerichtshof, müssten auch bei einer Kündigung schon nach kurzer Zeit an den Kunden zurückgezahlt werden.
Weil im fraglichen Zeitraum von Mitte der 1990er Jahre bis ins neue Jahrtausend hinein viele Kunden deutlich weniger als die Hälfte bekamen, können sie die fehlende Summe von den Versicherern einfordern. Eine Umfrage in der Branche ergab jedoch, dass auch Monate nach dem Urteil noch immer nur sehr wenige Kunden von ihrem Recht Gebrauch gemacht haben.
Experten raten jedem, der zwischen 1994 und 2001 eine Lebensversicherung kündigte, sich den Vertrag, die eingezahlten Beiträge und den ausbezahlten Restwert noch einmal genau anzusehen. Wer von dem Urteil des Bundesgerichtshofes betroffen ist, muss seine Ansprüche von sich aus gegenüber der Versicherung geltend machen. Dabei ist allerdings Eile geboten – ansonsten könnten die Ansprüche schon bald verjähren, und die Kunden würden unter Umständen viel Geld verschenken.
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