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Beiträge aus Januar, 2006

Mit ‚"Kinderbonus" Rentenbeiträge sparen

Bei CDU und CSU halten viele Sozialpolitiker weiterhin an den Plänen zur Einführung eines ‚"Kinderbonus" fest. In ihrem Wahlprogramm hatte die Union für Eltern einen Nachlass bei den Zahlungen in die gesetzliche Rentenkasse gefordert.

Mit diesem Bonus, so die Argumentation der Union, solle die gesamtgesellschaftlich wichtige Aufgabe der Kindeskriegens und der Kindererziehung belohnt werden. Schließlich leisteten Eltern im Gegensatz zu Kinderlosen einen Beitrag zum Fortbestand des Generationenvertrages.

Kritiker des Modells bemängelten allerdings schon bei der Vorstellung des Konzeptes, das ein ‚"Kinderbonus" in dieser Form Selbstständige und Beamte benachteilige. Beide Gruppen zahlen bekanntlich keine Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung und können mithin auch nicht von einem Beitragsnachlass profitieren.


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Altersvorsorge mit Hilfe des Arbeitgebers

Eine wichtige Säule der privaten Altersvorsorge sind so genannte betriebliche Direktversicherungen. In vielen Fällen zahlt der Arbeitgeber Beiträge in eine Lebens- oder Rentenversicherung ein, die zugunsten des Angestellten abgeschlossen wird. Die Aufwendungen dafür kann das Unternehmen in voller Höhe als Betriebsausgaben von der Steuer absetzen.

Wenn der Arbeitgeber sich nicht so großzügig zeigen kann oder will, hat der Angestellte die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden. Er kann sich einen Teil seines Einkommens nicht auszahlen lassen, sondern diese Summe direkt an die Versicherung überweisen lassen. Man spricht dann von einer Entgeltumwandlung, die dem Arbeitnehmer spürbare Vorteile bringt: Der Anteil des Gehaltes, das direkt in eine Lebensversicherung oder Rentenversicherung eingezahlt wird, ist nicht mit Sozialabgaben belastet und muss auch nicht versteuert werden. Das gilt bis zur Bemessungsgrenze von derzeit 2.496 Euro im Jahr.

Auf eine betriebliche Altersvorsorge in Form einer Direktersicherung mit Entgeltumwandlung haben Angestellte übrigens bereits seit Anfang 2002 einen Rechtsanspruch.

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Gesetz soll Kosten für Arzneimittel senken

Ein wesentlicher Grund für die finanzielle Schieflage vieler gesetzlicher Krankenversicherungen liegt in den rasant gestiegenen Ausgaben für Medikamente. Die Bundesregierung hat das Problem erkannt und will nun mit gesetzlichen Maßnahmen gegensteuern. Nachdem Appelle an die Pharmaindustrie wirkungslos geblieben waren, kommt zum 1. April 2006 das ‚"Gesetz zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit in der Arzneimittelversorgung".

Hinter diesem langen Namen verbirgt sich eine Reihe von Maßnahmen, die Einsparungen von rund einer Milliarde Euro bringen sollen. Ursprünglich hatten die Gesundheitsexperten von Union und SPD ein doppelt so hohes Einsparziel formuliert. Im Laufe der Verhandlungen über den genauen Gesetzestext waren dann aber einige Ausnahmen verabredet worden, die zu geringeren Kostensenkungen führen werden.

Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen bezweifeln deshalb, dass das Gesetz spürbare Entlastungen bringen wird. Angesichts eines erwarteten Fehlbetrags von zehn Milliarden Euro bei den Kassen im Jahr 2007 könnten Minderausgaben von einer Milliarde Euro Beitragsanhebungen nicht verhindern.

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Gesetzliche Krankenkassen: Es geht auch ohne Schulden

Wenn Tag für Tag neue Negativmeldungen über das System der gesetzlichen Krankenversicherung zu lesen und zu hören sind, dann lassen positive Nachrichten umso mehr aufhorchen. Für erfreuliche Schlagzeilen sorgt beispielsweise die Tanus Betriebskrankenkasse.

Der Beitrag, den die Versicherten hier zahlen müssen, liegt mit 12,9 Prozent im bundesweiten Vergleich ganz weit unten. Und mehr noch: Die Betriebskrankenkasse ist vollständig schuldenfrei und hat im Jahr 2005 sogar einen Überschuss erwirtschaftet.

Seit Jahresanfang kooperiert die Tanus BKK eng mit der sancura BKK. Die beiden größten Betriebskrankenkassen in Hessen wollen zunächst ihre Eigenständigkeit bewahren und dann voraussichtlich zum 1. Januar 2007 fusionieren. Gemeinsam werden die beiden Kassen dann mit rund einer Million Versicherten die zweitgrößte Betriebskrankenkasse in Deutschland bilden.

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Neues Milliarden-Loch bei den gesetzlichen Kassen

Die schwarz-rote Bundesregierung hat eine Reihe von Maßnahmen verabredet, mit denen der chronisch defizitäre Bundeshaushalt saniert werden soll. Dazu zählen auch Mehrbelastungen und Streichungen, die die gesetzlichen Krankenversicherungen treffen. Experten rechnen deshalb in diesem Bereich mit einem neuen Milliarden-Minus ab 2007 .

Zu spürbaren Mehrausgaben bei den Krankenkassen wird beispielsweise die Anhebung der Mehrwertsteuer führen, weil sich dadurch die Preise für Arzneimittel verteuern. Zugleich bekommen die gesetzlichen Kassen geringere Zuschüsse vom Bund, weil Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) beispielsweise die Einnahmen aus der Tabaksteuer fortan zum Schuldenabbau verwenden will. Verschärft wird die sich abzeichnende Finanzkrise der gesetzlichen Krankenversicherung durch steigende Kosten im Krankenhausbereich.

Die Gesundheitsexperten der SPD gehen bei ihrem Berechnungen schon jetzt von einem Fehlbetrag im Jahr 2007 von mindestens 10 Milliarden Euro aus.

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Riester-Rente seit Jahresanfang für Männer teurer

Seit Anfang 2006 herrscht bei vielen Versicherungstarifen ‚"Gleichberechtigung". Die EU-Kommission hatte gegen den heftigen Widerstand der Versicherungsbranche durchgesetzt, dass Frauen und Männer für ihre Versicherungen fortan die gleichen Beiträge zahlen müssen. Die Folge waren so genannte ‚"Unisex-Tarife", die in manchen Bereichen spürbare Nachteile für Männer mit sich bringen.

Das gilt ganz besonders bei Altersvorsorgeprodukten wie der Riester-Rente. Männer haben statistisch eine geringere Lebenserwartung als Frauen, erhalten deshalb im Durchschnitt auch über einen kürzeren Zeitraum hinweg Rentenzahlungen. Diesem Umstand trugen die Versicherungen Rechnung, indem sie Riester-Verträge für Männer bei nominal gleicher monatlicher Rentenleistung zu günstigeren Beiträgen anboten. Seit dem Eingreifen der EU ist damit Schluss, nun müssen Frauen und Männer gleich viel in die Versicherung einzahlen - unabhängig davon, was sie unterm Strich wieder herausbekommen.

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Höhere Steuern für niedrigere Krankenkassenbeiträge

Höhere Steuern für Spitzenverdiener könnten nach Meinung des Gesundheitsexperten Karl Lauterbach (SPD) die Finanzprobleme der gesetzlichen Krankenkassen lösen. Wer über ein hohes Einkommen verfüge, sei zumeist privat versichert und beteilige sich daher nicht am solidarischen Gesundheitssystem.

Das habe zur Folge, so rechnet Lauterbach vor, dass etwa die gesellschaftlich wichtige Aufgabe der beitragsfreien Mitversicherung von Kindern allein von den Mitgliedern der gesetzlichen Krankenkassen finanziert werde. Deshalb sei es gerechter, de Kosten für die medizinische Betreuung des Nachwuchses fortan aus Steuermitteln zu finanzieren. Damit genug Geld für diesen Zweck zur Verfügung stehe, sei eine Anhebung des Steuersatzes für Spitzenverdiener sinnvoll.

Im Gegenzug könnten die Beiträge in der gesetzlichen Krankenversicherung gesenkt werden, was Arbeit billiger mache und so für Bewegung am Arbeitsmarkt sorgen könnte.

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‚"Negative Rendite" in der gesetzlichen Rentenversicherung

Wer heute als Angestellter ins Berufsleben einsteigt, der wird im Laufe seiner Erwerbstätigkeit mehr Geld in die staatliche Rentenkasse einzahlen als er später wieder herausbekommt. Diese ‚"negative Rendite" wird inzwischen von anerkannten Wissenschaftlern vorausgesagt. Ein Minusgeschäft wird der Generationenvertrag nach Berechnungen des Instituts für Wirtschaft und Gesellschaft mit Sitz in Bonn vor allem für die Geburtenjahrgänge ab 1980.

Bundessozialministerin Ulla Schmidt (SPD) allerdings bezweifelt die Aussagen der Forscher und betont, ihrer Meinung nach werde es für Beitragszahler auch in Zukunft eine ‚"deutlich positive" Rendite geben. Das ändere allerdings nichts daran, dass private Altersvorsorge gerade für junge Menschen unverzichtbar sei.

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Rürup: Private Altersvorsorge auf einem guten Weg

Der ‚"Wirtschaftsweise" Bert Rürup sieht die Bundesregierung bei der Förderung der privaten Altersvorsorge auf dem richtigen Weg. Mit Blick auf die nach ihm benannte Rürup-Rente (auch als Basis-Rente bezeichnet) sowie die bereits einige Jahre zuvor eingeführte Riester-Rente stellt der Wissenschaftler fest, noch nie zuvor in der Geschichte der Bundesrepublik sei privates Sparen fürs Alter so massiv gefördert worden.

Rürup räumt allerdings auch ein, dass viele Bestandteile der Basis- oder Riester-Rente noch zu kompliziert seien. ‚"Vereinfachen kann man immer noch etwas", so Rürup. Allerdings seien schon wichtige Fortschritte in dieser Richtung gemacht worden. Ein Beispiel: Die staatlichen Zulagen, die Riester-Sparer bekommen, müssen seit 2005 nicht mehr jedes Jahr aufs Neue beantragt werden. Vielmehr gibt es jetzt die Möglichkeit, zu Vertragsbeginn einen so genannten Dauerzulagenantrag zu stellen. Ist dieser einmal bewilligt, entfällt fortan der jährliche Papierkram und das Geld vom Staat fließt automatisch.

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Lebensversicherungen: Auf den Sparanteil kommt es an

Wer eine Lebensversicherung abschließen möchte und die Angebote verschiedener Gesellschaften prüft, der muss genau hinschauen. Bieten zwei Versicherungen die gleiche Verzinsung an, können sich unterm Stich dennoch gravierende Unterschiede ergeben.

Verzinst wird nämlich nur der so genannte Sparanteil – und der liegt deutlich niedriger als die eingezahlten Beiträge. So werden von den Zahlungen des Versicherten Kosten für die Verwaltung und eine Risikoprämie für den Todesfallschutz abgezogen. Nur der verbleibende Rest wird verzinst.

Bieten also zwei Versicherungen jeweils 4 Prozent im Jahr, beträgt der Sparanteil bei Gesellschaft A aber 90 Prozent und bei Gesellschaft B nur 75 Prozent, so ergeben sich in der absoluten Rendite große Unterschiede. Ein Beispiel: Ein Versicherter zahlt 200 Euro im Monat in seine Lebensversicherung ein. Bei Gesellschaft A werden davon 90 Prozent, also 180 Euro, mit 4 Prozent pro Jahr verzinst. Macht aufs Jahr gerechnet einen Überschuss von 86,40 Euro. Bei Gesellschaft A verringert sich der Beitrag auf einen Sparanteil von 75 Prozent. Aus den 200 Euro werden in diesem Fall also 150 Euro. Das macht bei ebenfalls 4 Prozent Rendite pro Jahr einen Gewinn von 72 Euro – 14,40 Euro weniger als bei Gesellschaft A. Im Laufe der Jahre werden die Unterschiede durch den Zinses-Zins-Effekt noch verstärkt, so dass es am Ende der Laufzeit schnell um einige hundert Euro geht.

Ein korrekter Vergleich zwischen verschiedenen Lebensversicherungen muss also nicht nur die Gesamtverzinsung – zusammengesetzt aus dem gesetzlichen Garantiezins von derzeit 2,75 Prozent und der Überschussbeteiligung – berücksichtigen, sondern auch die Kostenquote. Erst wenn man den Sparanteil kennt, kann man jene Gesellschaft wählen, die wirklich das meiste aus den Beiträgen macht.

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Kreditversicherer mussten mehr zahlen

Die schwierige wirtschaftliche Lage hinterlässt ihre Spuren in den Statistiken der Kreditversicherer. Die Branche, die im gewerblichen Bereich tätig ist und dort in erster Linie Lieferantenkredite absichert, musste im Jahr 2005 einen Anstieg der Schadenszahlungen um rund 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr hinnehmen.

Neben vielen kleinen Insolvenzen verhagelte den Kreditversicherern insbesondere die Pleite des großen Konzerns ‚"Walter-Bau" die Bilanzen.

Für das laufende Jahr rechnet die Branche mit etwa gleich bleibenden Zahlen. Das Risiko neuer spektakulärer Insolvenzen großer Firmen sehen die Experten derzeit nicht – zumindest nicht für Deutschland. Anders sieht es dagegen in den USA aus, wo vor allem in der Automobilindustrie viele Unternehmen extrem hoch verschuldet sind.

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Steuererhöhungen verteuern Versicherungen

Die Versicherungsbranche warnt vor einer doppelten Verteuerung von Versicherungen im kommenden Jahr. Zum 1. Januar 2007 soll die Versicherungssteuer angehoben werden, durch den zusätzlichen Anstieg der Mehrwertsteuer verstärkt sich der preistreibende Effekt. Vor möglichen negativen Folgen für die Gesamtwirtschaft hat nun noch einmal der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GdV) gewarnt.

Mehrkosten der Unternehmen durch höhere Versicherungsbeiträge, so argumentiert der Branchenverband, müssten in Form steigender Preise an die Endkunden weitergegeben werden. Dadurch werde die ohnehin schwache Nachfrage privater Konsumenten in Deutschland weiter gebremst.

Der GdV verweist in einer aktuellen Stellungnahme außerdem darauf, dass die Versicherungssteuer mit 19 Prozent eine der höchsten in ganz Europa sei. In Großbritannien beispielsweise müssten lediglich 5 Prozent gezahlt werden.

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Viele haben die ‚"falschen" Versicherungen

Die Deutschen gelten als ‚"Versicherungs-Weltmeister", und für beinahe jedes Lebensrisiko bieten die Assekuranzen eine passende Police. Viele Menschen jedoch schließen Verträge ab, die beim näheren Hinsehen eigentlich überflüssig sein, und verzichten statt dessen auf die wirklich wichtigen Versicherungen.

Während Lebensversicherungen oder auch Unfalltodversicherungen weit verbreitet sind, fehlt es vielen Haushalten an einer privaten Haftpflichtversicherung. Auch das Risiko, berufsunfähig zu werden, ist vielfach nicht versichert. Dabei haben nach 1961 Geborene keinerlei Anspruch mehr auf eine gesetzliche Erwerbsminderungsrente und sind deshalb im Fall des Falles zwingend auf eine private Berufsunfähigkeitsversicherung angewiesen.

Sowohl die Haftpflicht- als auch die Berufsunfähigkeitsversicherung zählen Experten, ebenso wie die Krankenversicherung, zur ‚"Grundausstattung". Die beiden erstgenannten Policen bringen Versicherungsvertretern jedoch nur eine bescheidene Provision ein– nach Ansicht von Verbraucherschützern ist das ein Hauptgrund für die Unterversorgung in diesem Bereich. Die Vertreter würden ihren Kunden statt der wirklich wichtigen Versicherungen oftmals solche Policen empfehlen, an denen sie besonders gut verdienen.

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Allianz expandiert nach China

Die Allianz, Deutschlands größte Versicherung, will beim vermeintlich großen Geschäft in Fernost dabei sein und investiert deshalb rund 1 Milliarde Dollar in China. Für diese stolze Summe bekommt der Versicherungskonzern 2,5 Prozent an der ‚"Industrial and Commercial Bank of China", kurz: ICBC.

Die Allianz, die neben Versicherungsprodukten mit der Dresdner Bank auch klassische Finanzdienstleistungen anbietet, sichert sich mit ihrem Einstieg in China den Zugang zu rund 110 Millionen Privathaushalten und Unternehmen. So viele Kunden betreut die ICBC nämlich derzeit.

Bereits in vier bis fünf Jahren, so hofft man bei der Allianz, könne der Kaufpreis wieder eingespielt werden. Danach will soll dann im Reich der Mitte eine Menge Geld verdient werden.

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Gewerkschaften kritisieren Rentenpläne der Regierung

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) lässt kaum ein gutes Haar an den Rentenplänen der schwarz-roten Bundesregierung. In einem Schreiben, das die Gewerkschafter gemeinsam mit den beiden größten deutschen Sozialverbänden, VdK und Sovd, verfasst haben, werden einzelne Maßnahmen kritisiert. Dazu gehört etwa das Vorhaben der Koalition, den Zuschuss des Bundes zur Rentenkasse fortan nicht mehr automatisch von Jahr zu Jahr steigen zu lassen. Aber auch die geringen Überweisungen der Bundesagentur für Arbeit, die die Rentenversicherungsbeiträge für Langzeitarbeitslose zahlt, stößt auf den Widerstand der Unterzeichner.

Vor allem aber für die auf lange Sicht absehbaren Nullrunden bei den Renten muss sich die Regierung in dem Brief scharfe Kritik gefallen lassen.

Die Folge des Maßnahmenpaketes, mit dem die Regierung die Probleme des Rentensystems in den Griff bekommen will, so lautet das Fazit des Deutschen Gewerkschaftsbundes und seiner Mitstreiter, seien ‚"steigende Beiträge und sinkende Leistungen".

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