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Beiträge aus Dezember, 2005

Berufsunfähigkeitsversicherung möglichst früh abschließen

Wer nach 1961 geboren wurde, hat keinen Anspruch auf eine staatliche Rente bei Berufsunfähigkeit. Nur rechtzeitige private Vorsorge kann im Ernstfall den finanziellen Absturz verhindern. Deshalb halten Experten die Berufsunfähigkeitsversicherung neben der Kranken- und der Haftpflichtversicherung für eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt.

Gegen Berufsunfähigkeit sollte sich jeder absichern, solange er jung und gesund ist – auch wenn sich viele Menschen gerade in jungen Jahren keine Gedanken über eine mögliche Erwerbsunfähigkeit machen. Gibt es nämlich erst einmal eine längere „Krankengeschichte“, wird es schwierig, überhaupt noch eine Versicherung zu finden.

Die Versicherungen müssen nicht jedem Interessenten einen Vertrag anbieten, sie können Anfragen auch ablehnen. Das tun sie, wenn ihnen das Risiko zu hoch erscheint. Und eine solche Ablehnung hat Folgen: Wer zum Beispiel wegen psychotherapeutischer Beschwerden oder Erkrankungen an der Wirbelsäule in Behandlung war oder ist und deshalb bei einer Gesellschaft keine Berufsunfähigkeitsversicherung bekommt, wird in eine Art „schwarze Liste“ eingetragen. Das Problem: Auch andere Versicherungsgesellschaften haben Zugriff auf diese Daten. Wer also erst einmal auf der Liste gelandet ist, dürfte Schwierigkeiten haben, noch bei irgendeiner Versicherung angenommen zu werden.


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CDU will private Krankenversicherungen erhalten

Die Regierung in Berlin will 2006 eine große Gesundheitsreform auf den Weg bringen. Welcher der Koalitionspartner sich am Ende mit seinem Modell durchsetzen kann, ist derzeit noch völlig offen. In die Gespräche kommt aber offenbar Bewegung. Wie ihre Kollegen von der SPD sprechen sich nun auch Gesundheitsexperten aus den Reihen der Union für eine „systemübergreifende Reform“ aus, die sowohl die gesetzlichen ls auch die privaten Kassen einschließen solle.

Gleichzeitig stellen CDU und CSU allerdings klar, dass sie die private Krankenversicherung weiterhin als eigenständigen Pfeiler im Gesundheitssystem erhalten wollen. Der Fortbestand der privaten Kassen dürfe nicht in Frage gestellt werden.

Einig sind sich die Koalitionspartner in dem Ziel, fortan einen größeren Teil der Gesundheitskosten aus Steuermitteln zu decken, um so die Sozialabgaben zu senken und Arbeit günstiger zu machen.

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Immobilienkauf soll mit Riester-Rente gefördert werden

Auch nach dem Wegfall der Eigenheimzulage zum Beginn des Jahres 2006 soll der Kauf einer selbstgenutzten Immobilie staatlich gefördert werden. Schon in den nächsten Wochen wird sich eine Arbeitsgruppe im Auftrag der Bundesregierung auf die Suche nach geeigneten Lösungen machen.

Favorisiert wird derzeit offenbar eine Aufwertung der Riester-Rente. Sparer sollen fortan die Möglichkeit erhalten, mit dem Riester-Vertrag nicht nur in langfristige Rentenversicherungen einzuzahlen, sondern mit ihren Beiträgen auch Wohneigentum erwerben dürfen. Der Staat fördert den Abschluss von Riester-Verträgen mit Zuschüssen, die im Laufe der Zeit ansteigen.

Wenn sich die Koalitionspartner auf eine entsprechende Regelung einigen, könnte die „erweiterte Riester-Rente“, mit der dann auch der Immobilienerwerb als Teil der Altersvorsorge gefördert wird, zum 1. Januar 2007 in Kraft treten.

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Arzneimittelpreise liegen zwei Jahre auf Eis

Im Kampf gegen steigende Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung dreht die Politik nun an der Kostenschraube. CDU/CSU und SPD einigten sich darauf, bei einem der größten Ausgabenposten zu beginnen – bei den Arzneimittelkosten, die künftig 1 Milliarde Euro pro Jahr niedriger ausfallen sollen.

Die Regierung will dieses Ziel durch eine Deckelung der Arzneimittelpreise erreichen. Ab April 2006 dürfen demnach die Preise zwei Jahre lang nicht steigen.

Die nun gefundene Einigung bleibt allerdings deutlich hinter den ursprünglichen Einsparzielen zurück. Eigentlich hatten die Arzneimittelausgaben um 2,3 Milliarden pro Jahr sinken sollen.

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Kfz-Versicherung: Beitragsvolumen sinkt 2006

Der Preiskampf der Kfz-Versicherer fiel im Herbst 2005 überdurchschnittlich heftig aus. Eine der Ursachen sehen Branchenbeobachter in einer Initiative der Allianz-Versicherung.

Der Münchener Konzern hatte mit einem besonders günstigen „Zweittarif“ zahlreiche neue Kunden gewinnen können. Der Leistungsumfang der Versicherung ist geringer, dafür zahlt der Autofahrer aber auch deutlich weniger. Andere Versicherungen sahen sich gezwungen, mit eigenen Billigtarifen dagegen zu halten.

Der intensive Wettbewerb zwischen den verschiedenen Anbietern zeigt bereits jetzt Folgen: Obwohl die Gesamtzahl der Versicherungsverträge 2006 in etwa gleich bleiben dürfte, rechnet die Branche mit einem Rückgang des Beitragsvolumens gegenüber dem Vorjahr um rund drei Prozent.

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Versicherung für Firmen gegen Terroranschläge

Nach Ansicht der deutschen Versicherer verfügen Unternehmen hierzulande nicht über einen ausreichenden Versicherungsschutz gegen Terroranschläge.

Die Versicherungswirtschaft hatte als Reaktion auf die Anschläge vom 11. September 2001 in New York und Washington die Extremus AG gegründet - die Resonanz in der deutschen Wirtschaft blieb jedoch deutlich hinter den Erwartungen zurück.

Extremus übernimmt Schäden bis zu 2 Milliarden Euro, danach greift die Haftung des Staates, der ebenfalls an der Terrorversicherung beteiligt ist. Die Staatsgarantie läuft zunächst bis zum Jahr 2007 und umfasst Terrorschäden bis zu einer Höhe von 10 Milliarden Euro.

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Ausländische Kinder erleiden mehr Unfälle als deutsche

Ausländische Kinder sind deutlich häufiger von Unfällen betroffen als ihre deutschen Altersgenossen. Vor allem Unfälle mit schweren und bleibenden körperlichen Schäden erleiden junge Ausländer überdurchschnittlich häufig, wie ein Blick in die Statistik der Unfallversicherungen zeigt.

Kinder von nicht-deutschen Eltern sind demnach bis zu vier Mal häufiger betroffen als deutsche Mädchen und Jungen. Insgesamt registrieren die Statistiker jährlich rund zwei Millionen Unfälle mit Kindern, mehr als zehn Prozent der Unfallopfer müssen im Krankenhaus behandelt werden.

Um vor allem ausländische Eltern, aber auch die Kinder selbst, für das Problem der Unfallhäufigkeit zu sensibilisieren, haben die deutschen Versicherer spezielle Broschüren entwickelt. Tipps zur Ersten Hilfe sind darin ebenso enthalten wie vielfältige Maßnahmen, die Unfällen verhindern helfen. Da Türken die weitaus größte ausländische Bevölkerungsgruppe in Deutschland stellen, haben die Versicherer ihre Broschüre auch ins Türkische übersetzen lassen.

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Kfz-Versicherung: Änderungen bei Regionalklassen

Für manche Autofahrer steigen zum Jahresanfang 2006 die Beiträge zur Kfz-Versicherung, obwohl sie keinen Unfall verursacht haben. Grund sind Veränderungen bei den Regionalklassen.

Diese Klassen werden aufgrund regionaler Unfallstatistiken zumeist für Kreise und kreisfreie Städte einzeln berechnet. Kommt es in einem Landkreis zu besonders vielen Unfällen, geht es mit der Regionalklasse nach oben – umgekehrt führt eine erfreulichere Schadensentwicklung zu einer Herabstufung. Die Folgen dieser Veränderungen spüren dann nicht nur die Unfallverursacher, sondern alle Versicherten in diesem Bereich.

Teurer wird es im Jahr 2006 für bestehende und neue Verträge in Lahnstein, über eine günstigere Einstufung freuen sich Autofahrer in Wismar und Dessau. Für die große Mehrheit der Kfz-Verträge ändert sich allerdings in Bezug auf die Regionalklassen mit dem Jahreswechsel nichts.

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Schätzung: 4 Millionen Autofahrer wechselten Kfz-Versicherung

Jedes Jahr im November erreicht der Kampf der Autoversicherungen um neue Kunden seinen Höhepunkt: Wer den Anbieter wechseln möchte, muss in der Regel bis zum 30. November seinen bestehenden Vertrag gekündigt haben. Entsprechend aggressiv werben die Versicherungen in allen Medien für ihre Tarife.

Nachdem sich der Rauch verzogen hat, scheint nun festzustehen: Im November 2005 wechselten so viele Autofahrer wie nie zuvor die Versicherung. Branchenexperten schätzen, dass jeder Zehnte bei einem anderen Anbieter unterschrieben haben könnten.

Bei aktuell rund 40 Millionen bestehenden Versicherungsverträgen würde das 4 Millionen Neuabschlüsse bedeuten.

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Münchener Rückversicherung zahlt hohe Dividende

Wie andere Rückversicherungen musste auch die weltweite Nummer Eins der Branche tief in die Konzernkasse greifen, um die Milliarden-Schäden nach den Hurrikans in den USA zu bezahlen. Insgesamt lagen die Aufwendungen rund 1,5 Milliarden Euro höher als die entsprechenden Beitragseinnahmen.

Dennoch ist es der Münchener Rück gelungen, das angepeilte Ertragsziel für 2005 zu erreichen. Die Anleger dürfen sich deshalb über eine deutlich gestiegene Dividendenzahlung freuen. Möglich wurde das positive Ergebnis vor allem durch Einmaleffekte: Die Versicherung trennte sich von zahlreichen Beteiligungen und erzielte allein durch den Verkauf von Aktien der Hypo-Vereinsbank Erlöse von mehr als 1 Milliarde Euro.

Die Ausschüttung für Anteilseigner soll von 1,10 Euro im Jahr 2004 auf 3,10 Euro je Aktie für 2005 erhöht werden.

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Weniger Geld in der Tasche wegen hoher Sozialversicherungsbeiträge

Die Deutschen hatten pro Kopf im Jahresdurchschnitt 2005 netto weniger Geld zur Verfügung als ein Jahr zuvor. Lohnzuwächse und Steuersenkungen konnten die deutlich gestiegenen Sozialabgaben nicht ausgleichen.

Das ist das Ergebnis von Musterberechnungen, die der Bund der Steuerzahler nun vorgelegt hat. Demnach waren für den realen Einkommensverlust vor allem der gestiegene Beitrag für Kinderlose zur Pflegeversicherung sowie höhere Abgaben an die gesetzlichen Krankenkassen verantwortlich.

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Rekord-Defizit bei gesetzlichen Krankenkassen befürchtet

Während Politiker aller Parteien noch die jüngst verkündeten Beitragserhöhungen mehrere gesetzlicher Krankenkassen kritisieren, meldet sich Regierungsberater Bert Rürup bereits mit einer neuen Schreckenszahl zu Wort: Nach Berechnungen des Sozialexperten könnte das Defizit aller gesetzlichen Kassen im Verlauf des Jahres 2006 auf rund 10 Milliarden Euro anwachsen.

Rürup fordert angesichts dieser Summe die Politik zum „energischen Gegensteuern“ auf, weil ansonsten zu Beginn des Jahres 2007 noch weitaus drastischere Beitragssteigerungen drohten als Anfang 2006.

Jede Erhöhung macht jedoch Arbeit in Deutschland noch teurer, die Hürden für Neueinstellungen in den Betrieben würden abermals höher. Dabei werden zur nachhaltigen Sanierung der Sozialversicherungssysteme dringend mehr Beschäftigte, und damit mehr Beitragszahler, benötigt.

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Wohnungstür nicht verschlossen: Versicherung zahlt nicht

Wer Einbrechern das Leben allzu leicht macht, der setzt seinen Versicherungsschutz aufs Spiel.

Wenn ein Mieter oder Eigentümer seine Wohnung verlässt und die Eingangstür nur zuzieht, nicht jedoch verschließt, dann handelt er „grob fahrlässig“. Das entschied nun das Oberlandesgericht in Oldenburg.

Die Richter werteten das Verhalten des Wohnungseigners als Missachtung der „normalen Sicherheitsvorkehrungen“ und gaben deshalb der Hausratversicherung Recht. Diese hatte, nachdem sich Einbrecher nachts durch die unverschlossene Tür Zugang zur Wohnung des Versicherten verschafft hatten, die Zahlung verweigert. So muss der Betroffene den entstandenen Schaden nun aus eigener Tasche bezahlen.

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Rückversicherer sind für 2006 optimistisch

Klimaforscher haben mehrfach erklärt, die ungewöhnlich heftige Hurrikan-Saison 2005 in den USA könnte erst der Auftakt zu einem „stürmischen Jahrzehnt“ gewesen sein. Neben der Erderwärmung spielen dabei nach Meinung der Experten auch warme Strömungen im Atlantik eine Rolle.

Obwohl also auch im Jahr 2006 mit zahlreichen Wirbelstürmen und entsprechenden Zerstörungen gerechnet werden muss, blicken die Rückversicherer optimistisch in die Zukunft. Zwar musste etwa die Hannover Rück, weltweit die Nummer Vier im Rückversicherungsmarkt, 2005 mehrere hundert Millionen Euro mehr zahlen als sie durch Beiträge einnahm. Doch der Konzern sieht nun den Preiskampf der letzten Jahre zwischen den Rückversicherern beendet.

Für 2006 konnte die Hannover Rück mit Verweis auf die hohen Schäden des Jahres 2005 bereits Beitragserhöhungen durchsetzen. Das Unternehmen fühlt sich deshalb auch für die nächste Schadenssaison gut gerüstet. Viele Analysten teilen diese positive Einschätzung offenbar und empfehlen die Aktie der Hannover Rück zum Kauf.

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Ministerin bekräftigt Forderung nach Krankenkassen-Fusionen

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt hat sich einmal mehr den Zorn von Vertretern der gesetzlichen Krankenversicherungen zugezogen. Die SPD-Politikerin bekräftigte ihre Forderung, die Zahl der gesetzlichen Kassen deutlich zu reduzieren – von heute rund 250 auf „30 bis 50“.

Diese Zahl reiche aus, um im Interesse der Versicherten Wettbewerb zwischen den Kassen herzustellen. Die Ministerin erhofft sich von der Fusion zahlreicher Kassen hohe Einsparungen. Die Kassenvorstände wehren sich energisch gegen Schmidts Pläne und drohen mit gerichtlichen Schritten.

So mancher Kritiker kommt allerdings zu dem Schluss, dass die Funktionäre dabei weniger das Wohl der Versicherten im Auge haben. Vielmehr fürchteten sie um ihre Posten. Denn statt 250 Chefsesseln gäbe es künftig auch nur noch 30 bis 50 Vorstandsposten zu besetzen.

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